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BVZL- Bilanz 2014: Nach einem schwierigen Jahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum


BVZL- Bilanz 2014: Nach einem schwierigen Jahr stehen die Zeichen wieder auf Wachstum
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12.05.2015 | Positive Trendwende in den unterschiedlichen Märkten erkennbar

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„Ein Jahr der Konsolidierung und realistische Aussicht auf ein erfolgreicheres Jahr 2015“, so lautete das Fazit der beiden Vorstände des Bundesverbandes Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V., Ingo Wichelhaus und Christian Seidl, bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2014 sowie zu den aktuellen Entwicklungen und Perspektiven der unterschiedlichen Lebensversicherungszweitmärkte Deutschlands, Großbritanniens und den USA.

Marktentwicklung Deutschland

Die Entwicklung im Zweitmarkt für deutsche Lebensversicherungen war im abgelaufenen Jahr bis zur Umsetzung des LVRG in der zweiten Jahreshälfte 2014 vor allem von einer großen Bewertungsunsicherheit geprägt. So war lange Zeit unklar, ob die von den Erstversicherungsunternehmen ausgewiesenen Bewertungsreserven nach der Umsetzung des LVRG noch vorhanden sein würden, was wiederum das „Pricing“ und die Angebotserstellung für kündigungswillige Policen-Inhaber extrem schwierig bis nahezu unmöglich machte. Auf Basis neuer Wertmitteilungen, der Entscheidung zum Umgang mit der kollektiven RfB sowie der Zinszusatzreserve, die langfristig stabile Ausschüttungen für Investoren sicher stellt, stieg das Angebot der Zweitmarktaufkäufer ab dem 4. Quartal nochmals an, so dass letztendlich von den Verbandsmitgliedern ein Ankaufsvolumen von 150 Mio. Euro erzielt werden konnte.

Umfeld für den deutschen Zweitmarkt wieder positiv

Das BVZL-Policen-Ankaufbarometer steht im Jahr 2015 wieder auf „Hoch“. So beträgt die Ankaufswahrscheinlichkeit der BVZL-Mitglieder für angebotene Policen seit Beginn des Jahres wieder über 60 Prozent. Auch sind die Kaufpreise für Policen im Durchschnitt wieder deutlich gestiegen, so dass kündigungswillige Policen-Besitzer nun wieder verstärkt von den Vorteilen des Zweitmarktes profitieren und einen deutlich gestiegenen finanziellen Mehrwert im Vergleich zur Stornierung ihrer Police beim Versicherer bei gleichzeitigem Erhalt eines Todesfallschutzes generieren können.

Für den BVZL gilt es deshalb nun die öffentliche Wahrnehmung des Zweitmarktes mit all seinen Vorteilen für alle Beteiligten wie

Kündigungswillige Versicherungsnehmer

Höhere Erlöse als im Falle der Stornierung
Erhalt eines beitragsfreien Rest-Todesfallschutzes
Kaufpreise über Rückkaufswert vergleichbar Verkauf einer Anleihe


Policen-An/Aufkäufer

Pricing-Unsicherheit wurde durch Einführung des LVRG und Neuregelung der Bewertungsreserven ausgeräumt
deutliche Zunahme des Ankaufs von Policen


Investoren

Policen bieten im aktuellen Kapitalmarktumfeld viele Vorteile
ein attraktives Risiko/Rendite – Verhältnis
Inflationsschutz (Vorteil zu festverzinslichen Wertpapieren)
Sicherheit durch Zinszusatzreserve


Erstversicherer

stabile Prämieneinnahmen
weniger Fluktuation im Bestand

zukünftig weiterhin zu stärken sowie Verbraucher noch mehr über die Möglichkeiten des Zweitmarktes zu informieren, umso das Angebot an Versicherungspolicen kurzfristig und nachhaltig wieder zu erhöhen.

Transparenzoffensive: Entwicklung einer Musterwertmitteilung

Bei Versicherungen mit Überschussbeteiligung hat der Versicherer den Versicherungsnehmer laut §155 VVG jährlich in Textform über die Entwicklung seiner Ansprüche unter Einbeziehung der Überschussbeteiligung zu unterrichten. Ferner hat der Versicherer, wenn er bezifferte Angaben zur möglichen zukünftigen Entwicklung der Überschussbeteiligung gemacht hat, den Versicherungsnehmer auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von den anfänglichen Angaben hinzuweisen. Eine einheitliche, inhaltlich werthaltige Umsetzung des § 155 VVG im Sinne des Versicherungsnehmers / Kunden ist aktuell nicht beobachtbar. Dem BVZL als größten institutionellen Versicherungsnehmer ist natürlich daran gelegen, dass eine möglichst standardisierte und vollständige Information zu jeder Police erhältlich ist.

Deshalb haben die Mitglieder des BVZL viele Wertmitteilungen der mehr als 90 Versicherer in ihren Portfolios analysiert und auf Qualität (Informationsgehalt) und Verständlichkeit hin untersucht. Das Ergebnis zeigt eine enorme Bandbreite: Von transparent und verständlich bis hin zu nicht nachvollziehbar und absoluter „Black Box“.

Aus diesem Grund hat der BVZL dazu eine „Muster-Wertmitteilung“ erarbeitet, die folgende Aspekte und Kernforderungen enthält:
Verbesserung der Verständlichkeit sowohl für institutionelle als auch private Versicherungsnehmer


Vollständiger und nachvollziehbarer Wertausweis, u.a.

Aufschlüsselung aller Werte bei Ablauf, Kündigung, Todesfall
Aufschlüsselung in garantierte und nicht garantierte Werte
Erläuterung des Ausweises der Bewertungsreserven
Hinweise zur Beitragsverwendung
Ausweis aktueller Gewinnsätze für die Hauptversicherung


Absolute Vergleichbarkeit: Im weiteren Verlauf des Jahres soll ein Soll/Ist-Vergleich erfolgen

Nach Aussage von Ingo Wichelhaus, BVZL- Vorstand national, ist die Veröffentlichung dieser „Muster-Wertmitteilung“ Reaktion auf „Inhouse gemachte Erfahrungen, eine steigende Informationsnachfrage seitens der Verbraucher und (potenziellen) Versicherungsnehmern, u. a. beeinflusst durch starke Verunsicherungen infolge der Finanzkrise, auf den generell immer stärkeren werdenden Wunsch nach Transparenz und Aufklärung – auch durch zunehmenden Austausch und Nutzung neuer elektronischer Medien und Plattformen des Social Web, auf unterschiedliche, bislang erfolglose Initiativen von Verbraucherschutzorganisationen und der nach wie vor fehlenden Bereitschaft der Versicherungsindustrie, sich in dieser Sache auf eine verständliche und einheitlichen Branchenlösung einigen zu können“.

Auch hätten Mahnungen und Forderungen von Seiten der BaFin und aus Teilen der Politik nach der Entwicklung von einfacheren, sicheren, transparenten Produkten und verständlichen Informationen und Aufklärung im Sinne der Verbraucher – auch und vor allem zum tatsächlichen Wert ihrer Lebensversicherungsverträge im Zuge der anhaltenden Niedrigzinsphase – nicht die gewünschte Wirkung gezeigt und wurden von vielen Unternehmen der Branche bislang ignoriert“. „Es sei deshalb nur konsequent und logisch, dass sich der BVZL als größter institutioneller Versicherungsnehmer ebenfalls mit dieser Thematik befasst und klare Transparenzanforderungen an die Wertemitteilungen der Erstversicherer formuliert“. „

Favorisiert würde dabei natürlich eine einheitliche Branchenlösung ohne Vorgaben und Handeln der Politik und des Gesetzgebers“, so Wichelhaus ergänzend. „Sollte sich die Branche der Erstversicherer in dieser Frage aber weiterhin so wenig bewegen, sei auch dieser Weg und eine zukünftig noch stärkere Kooperationen mit anderen Verbänden und Organisationen in dieser Sache jedoch nicht ausgeschlossen“, machte Wichelhaus klar.

Marktentwicklung GB

„Konstante Entwicklung mit positiven Ausblicken für britische Zweitmarktpolicen“. Dr. Nikolaus Seitz, Leiter des britischen Fachbereiches, konnte im Rahmen des BVZL-Pressegespräches für den TEP-Markt durchaus positive Fakten und Zahlen präsentieren:

So betrugen die durchschnittlichen Rückkaufwertsteigerungen für den Zeitraum 2004-2014 12,8 Prozent (Prämienzahlungen vorausgesetzt). Die Schluss-Boni-Deklarationen blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert bzw. sind sogar leicht gestiegen. Einige Jahres-Boni-Sätze wurden ebenfalls erhöht.

Bei den meisten Versicherern sind zur Beibehaltung des aktuellen Jahres- und Schlussboni-Niveaus (Ende 2014) nur geringe Renditen erforderlich. Bei zukünftigen Deckungsstockrenditen von ca. 5% (5,2 % Rendite der With-Profits Deckungsstöcke 2006-2013, 7,8% in 2013) sollten Schlussbonussätze bei den meisten Versicherern zukünftig steigen.

Die im Vergleich zu den deutschen Lebensversicherern wesentlich höhere Flexibilität in der Anlagepolitik erlaubt schnellere Marktreaktionen wie z. B. Erhöhung der Aktienquote, so dass eine Umschichtung / Änderung der Anlageverteilung von With-Profits Deckungsstöcke der britischen Erstversicherer von derzeit Aktien: 36% (2014 40 %), Immobilien: 12% (11,40%), Anleihen: 46,50 (41,50%) Cash & andere: 5,5% (7,10%) jederzeit möglich ist und die Policen-Inhaber und Investoren so daran entsprechend profitieren könnten. Dies wäre nicht zuletzt auch im Sinne vieler deutscher Investoren, die in den vergangenen Jahren in britische TEPs / TEP-Fonds investiert hatten.

Marktentwicklung USA

“Das abgelaufene Jahr 2014 kann rückblickend als „Übergangsjahr“ bezeichnet werden“. BVZL-Vorstand international und Fachbereichsleiter USA, Christian Seidl, zog dieses Resümee anlässlich der Entwicklungen im Bereich der US-Life Settlements im abgelaufenen Jahr. Zwar war in Deutschland kein nennenswertes Neugeschäft zu verzeichnen, „doch die im Zuge der Umsetzung von AIFM-Richtlinie und des KAGB verbundenen nun vorhandenen regulatorischen Rahmenbedingungen schaffen erhöhte Sicherheit und Transparenz für (zukünftige) Investoren, so dass auch das „alternative“ Investment US-Life Settlements bei (semi-)professionellen / institutionellen Investoren wieder zunehmend in den Anlagefokus gerät“.

Auch seien im Jahr 2014 einige noch notwendige „interne“ Hausaufgaben der Life Settlement Industrie erledigt worden, die für das Engagement institutioneller Anleger eine absolute Grundlage darstellen: „Langlebigkeitsrisiken könnten heute viel zuverlässiger bewertet und professioneller gemanagt werden, als noch vor zwei / drei Jahren, neue Bewertungs-/Pricing-Standards für Zweit- und Drittmarktpolicen wurden im Markt implementiert und wesentlich strengere Kriterien für die Auswahl von Versicherungspolicen / bzw. -portfolios eingeführt. Bessere Performance, höhere Prognosequalität, Transparenz in Bilanzierung und Bewertung die logische Folge“, so Seidl ergänzend.

US-Life Settlements – Revival einer Anlageklasse

Renditestark, professionell, reguliert“. Das sind die Hauptschlagworte, mit denen der Life Settlement-Experte Seidl, diese Anlageklasse kurz und prägnant beschreibt und gute Gründe, warum sich nun auch wieder erkennbar mehr Investoren – trotz einer Historie dieser Investmentklasse, die wie viele andere nicht immer ganz frei von Problemen war – mit diesem Thema dezidiert befassen.

Attraktive Renditepotenziale, ein professionelles (Asset-) Management, entsprech-ende regulatorische Rahmenbedingungen, Transparenz bei Bilanzierung und Bewertung des Assets sowie mögliche Währungschancen des aktuell starken Dollars, die zusätzlich genutzt werden können, sind Faktoren, die für ein Investment in Life Settlements sprechen.

(Semi-)professionelle / institutionelle Investoren suchen gerade in Niedrigzinsphasen attraktive Investmentchancen und streben nach Risikostreuung / Diversifizierung ihres Investmentportfolios, um es beispielsweise von Schwankungen bei traditionellen Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffen, etc. unabhängiger zu machen. Nach den im Versicherungsbereich in den letzten Jahren stark nachgefragten „Cat Bonds“ (Katastrophenanleihen) rücken nun verstärkt auch Langlebigkeits- bzw. Mortalitätsrisiken in den Fokus von Investoren.

Da alternative Investments weniger liquide und mit höheren (Markt-)Risiken verbunden sind, bieten sie nach wie vor Überrenditen. Zur Absicherung der Langlebigkeitsrisiken werden US Life Settlement-Produkte z. B. auch mit Rückversicherungslösungen strukturiert. Auch Solvency II-Regularien / Vorschriften stellen in diesem Zusammenhang kein Hindernis dar, sondern sind sogar außerordentlich gut mit der Asset-Klasse vereinbar.

Neue Fondsgeneration am Start

Das Interesse an der Anlageklasse ist (wieder) vorhanden. Die leidvollen „Kinderkrankheiten“ und deren Auswirkungen auf die Fonds der ersten Generation (weitestgehend) beseitigt, das erste Fondsprodukt eines BVZL-Mitgliedes der Generation 2.0, „Spezial-AIF“, d. h. Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit einem zu erfüllenden strengen Anforderungskatalog in den Bereichen Vertrieb, Risikomanagement, Transparenz und Dokumentation ist am Start.

Der US Life Settlement-Markt eröffnet (semi-)professionellen und institutionellen Investoren im anhaltenden Niedrigzinsumfeld die Möglichkeit, Chancen aus einem Investment in Langlebigkeitsrisiken bzw. aktuelle Marktchancen aus der erwarteten Preisentwicklung von Lebensversicherungspolicen/-portfolios zu nutzen. Aufgrund der „lessons learned“ der vergangenen Jahre, der umfassenden Regulierung, Standardisierung und Transparenz stellen Investitionen in US Life Settlements heute attraktive Investmentopportunitäten mit kontrollierbaren Risiken dar.


Verantwortlich für den Inhalt:
BVZL, - Bundesverband Vermögensanlagenim Zweitmarkt Lebensversicherungen e.V., Prinzregentenstr. 54, D-80538 München
Tel.: +49 (0) 89 1222 3461 - 2, Fax: +49 (0) 89 8905 5522 - 0
www.bvzl.de

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