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Studie: Familienunternehmen bleiben starker Jobmotor


Studie: Familienunternehmen bleiben starker Jobmotor
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05.01.2016 | Eigenkapitalquote steigt auf überdurchschnittliche 37 Prozent

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Der Beschäftigungszuwachs in Familienunternehmen fällt deutlich höher aus als in allen Unternehmen insgesamt, Familienunternehmen bleiben ein starker Jobmotor. Die rund 4.500 größten dieser Firmen haben 2013 – dem Jahr, für das aktuelle Daten vorliegen – rund drei Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr. Damit wächst die Zahl der Stellen mehr als doppelt so stark wie in allen Unternehmen (plus 1,3 Prozent). Und 17 Prozent aller sozialversicherungs-pflichtigen Beschäftigten hierzulande arbeiten in einem der großen Familienunternehmen. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse des Kennzahlen-Updates „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), die Deutsche Bank AG und das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn haben die Daten am Montag in Berlin veröffentlicht.

Hervorstechendes Ergebnis der Analyse ist außerdem die kontinuierlich hohe und weiter steigende Eigenkapitalausstattung der größten Familienunternehmen. Ihre Eigenkapitalquoten erreichten im untersuchten Jahr im Durchschnitt rund 37 Prozent. Der Vergleichswert aller Unternehmen mit mindestens 50 Mio. Euro Jahresumsatz betrug im selben Jahr gerade einmal etwa 31 Prozent.

„Langfristig stabil zu wirtschaften kennzeichnet uns Familienunternehmer. Bei der Reform der Erbschaftsteuer sollte die Politik daher alles unterlassen, was dieses Erfolgsmodell gefährdet“, sagte Hans-Toni Junius, Vorsitzender des BDI/BDA-Mittelstandsausschusses.

Die Ergebnisse der Untersuchung bekräftigen: Die größten Familienunternehmen sind eine tragende Säule der deutschen Wirtschaft. Obwohl die rund 4.500 größten Familienunternehmen nur 0,1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland ausmachen, erwirtschaften sie 20 Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland.

„Die gute Eigenkapitalausstattung der Familienunternehmen ist eine hervorragende Ausgangsposition für Innovationen und Wachstum im In- und Ausland. Aufgabe der Banken ist es, die Familienunternehmer dabei mit ihrem Know-how etwa bei der Risikoabsicherung und Internationalisierung bestmöglich zu unterstützen“, sagte Oliver Bortz, Leiter Firmenkunden der Deutsche Bank AG, zu den Ergebnissen.

Professorin Friederike Welter, Präsidentin des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn, resümierte: „Die größten Familienunternehmen suchen weiterhin vor allem, ihre finanzielle Stabilität zu sichern und ihre Unabhängigkeit zu festigen. Beides trug dazu bei, dass sie auch 2013 rentabler wirtschaften konnten als Nicht-Familienunternehmen.“

Das IfM Bonn führt im Auftrag der Deutschen Bank AG und des BDI regelmäßig Studien über die größten Familienunternehmen in Deutschland durch. Das nun veröffentlichte sechste Kennzahlen-Update untersucht die volkswirtschaftliche Bedeutung der 4.497 Familienunternehmen mit mindestens 50 Mio. Euro Jahresumsatz. Dafür wurden ihre Bilanz und GuV-Kennzahlen der Jahre 2012 und 2013 und die bereits veröffentlichten Daten von 2014 analysiert.


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