NN IP-Marktkommentar

 

Analysen von NN Investment Partners (NN IP) deuten darauf hin, dass der Abwärtstrend bei den globalen Gewinnerwartungen für 2019 nachlässt. Für das Gesamtjahr liegt das erwartete Gewinnwachstum derzeit bei 4,3%, gegenüber 10% im Oktober vergangenen Jahres. Unsere Analysen deuten darauf hin, dass die deutlichsten Korrekturen hinter uns liegen dürften.

Obwohl immer im negativen Bereich, hat der Unterschied zwischen der Anzahl an Analysten, die ihre Prognosen anheben, und denjenigen, die ihre Prognosen senken, im Januar mit -0,4 seinen Tiefpunkt erreicht und sich seitdem verbessert. Auf einer Skala von -1 bis +1 (wobei ein Wert von 0 eine gleiche Anzahl von Anhebungen und Senkungen darstellt) liegt er aktuell bei -0,2.

Diese Wende deckt sich mit einer Kurserholung von 15% bei globalen Aktien seit Jahresbeginn. NN IP führt diese Rallye jedoch weniger auf die gesamtwirtschaftliche und unternehmerische Dynamik zurück als vielmehr auf die veränderte Denkweise der Anleger. Sie haben ihre übertriebenen Rezessionsängste hinter sich gelassen und hoffen nun auf eine Erholung ab der zweiten Jahreshälfte 2019, zumal in China und der Eurozone zuletzt positive Signale zu erkennen waren.

Patrick Moonen, Chefstratege Multi Asset bei NN Investment Partners: „In der Eurozone wird die Inlandsnachfrage durch den robusten Arbeitsmarkt gestützt, und es wird eine gewisse finanzpolitische Lockerung erwartet. Dieser Stimmungsumschwung wird durch die gemäßigtere Tonlage der Zentralbanken verstärkt, die ein Abwärtsrisiko aufgrund politischer Unsicherheit erkennen. Weitere positive Faktoren sind die anhaltenden Konjunkturmaßnahmen in China und die ermutigenden Nachrichten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Doch von all diesen Faktoren ist die gemäßigtere Tonlage der Zentralbanken vermutlich der relevanteste.“

Aufgrund einer Erholung des Ölpreises nach der Anfang Dezember von der OPEC+ durchgesetzten Produktionskürzung, Gesprächen über weitere Kürzungen in Russland und einer neuen Runde von US-Sanktionen gegen den Iran gewichten die Multi-Asset-Strategien von NN IP derzeit zyklische Rohstoffunternehmen über.

Patrick Moonen: „Öl ist nicht nur für den Energiesektor, sondern auch für den Werkstoffsektor ein wichtiger Treiber, der auch von den politischen Stimulusmaßnahmen Chinas profitieren wird.“

Das gesamtwirtschaftliche Basisszenario von NN IP für dieses Jahr geht von einer Erholung des globalen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte aus. Das Szenario basiert auf der Annahme, dass die Handelsrisiken und andere politische Unwägbarkeiten abnehmen, sowie auf der Stärke der heimischen Märkte. Diese konstruktiven Aussichten werden durch die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China bis Ende April untermauert, das die Unsicherheit der Anleger über das Wachstum des Welthandels beseitigen würde. Rohstoffe dürften zudem von der positiven Angebotsdynamik und den chinesischen Konjunkturmaßnahmen profi-tieren, die sich in den kommenden Monaten voraussichtlich fortsetzen werden.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

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