Interview mit Thomas Adolph, Geschäftsführer des bekannten Vermittlungsportal rund um die gesetzlichen Krankenkassen makleraktiv.de

Welche Funktionen der neuen App werden für Versicherungsmakler Ihrer Einschätzung nach den größten Mehrwert im Vertriebsalltag bieten?

Thomas Adolph: Die jederzeitige Verfügbarkeit am Point of Sale – und nicht nur dort! Wir alle kennen die Situation: Man kommt ins Gespräch – auch außerhalb eines festgelegten Kundentermins – und die persönliche Gesundheit wird zum Thema. Da ist dessen Absicherung ganz naheliegend und nachdem 90% der Bundesbürger gesetzlich krankenversichert sind, wird auch das ganz automatisch erwähnt – mindestens die anstehenden Kostensteigerungen. Wie praktisch, wenn man hier mit der App ganz schnell die Preisunterschiede aufzeigen kann und so in eine tiefergehende Diskussion einsteigt, die dann auch Leistungsuntersiede bzw. konkrete Wünsche des Gesprächspartners mit berücksichtigen kann. Vor allem, wenn dieser noch gar nicht daran dachte, dass die Wünsche über eine GKV zumindest teilweise abdeckbar sind! Aus so etwas kann sich eine langfristige und vertrauensvolle Kundenbeziehung über die unterschiedlichsten Bereiche entwickeln.

Wie unterscheidet sich die App konkret vom bisherigen Online-Angebot auf makleraktiv.de?

Thomas Adolph: Gar nicht! Und das ist genau der Vorteil: Es sind absolut alle Inhalte des Portals makleraktiv.de in der App enthalten – es fehlt nichts! Das heißt, von den Vergleichsrechner angefangen, über Übersichten der Versicherungszuschüsse, der Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit, den tagesaktuellen Zusatzbeiträgen – was gerade über den Jahreswechsel und im Januar besonders nachgefragt ist – bis hin zu den Online-Anträgen direkt aus der App ganz ohne Unterschrift der Kunden.  Es ist einfach alles vorhanden, was man braucht, um das GKV-Geschäft effizient und selbsterklärend abzuwickeln.

Ihre App funktioniert ohne App- oder Play-Store. Warum haben Sie sich für diesen Installationsweg entschieden?

Thomas Adolph: Zum Einen ist so sichergestellt, dass nur registrierte Partner von makleraktiv.de die App nutzen können und nicht z.B. auch Endkunden. Zum Anderen ist es die zukunftssicherste Technologie, denn wir sind nicht von zeitraubenden und kostenintensiven Zulassungen für die jeweiligen App-Stores abhängig. Und wir sind nicht eingeschränkt in den Funktionalitäten, daher war unsere Entscheidung von vorne herein klar für diesen Weg.

Wie wichtig war es Ihnen, auch ältere oder technisch weniger versierte Nutzer abzuholen?

Thomas Adolph: Ganz wichtig! Nicht jeder ist ein „Digital Native“, das Durchschnittsalter der Branche liegt ja bei über 50 Jahren. Ich selbst bilde also altersmäßig genau die Branche ab, in der ich seit über 30 Jahren tätig bin (lacht). Die technische Entwicklung schreitet ja gerade jetzt rasend schnell voran – wer hätte noch vor wenigen Jahren erwartet, dass Maklerverwaltungsprogramme auf den Markt kommen, bei denen ich durch einfache Sprachbefehle Kundenakten anlegen und Vorgänge fallabschließend erledigen kann?

Das ist toll und macht komplexe Technik auch für Laien beherrschbar – und trotzdem muss man sich darauf einlassen und einarbeiten.

Die Sprachsteuerung der Krankenkassen-App haben wir noch nicht, auch wenn das auf unserer Agenda steht. Aber sie muss uneingeschränkt einfach zu bedienen sein. Das haben wir nach Rückmeldungen der Nutzer auch sehr gut geschafft, wofür ich unserem tollen IT-Team extrem dankbar bin.

Welche Rolle spielte Feedback aus der Maklercommunity während der Entwicklung?

Thomas Adolph: Ganz viel und wir haben eine Reihe toller Vorschläge bekommen, die wir natürlich gerne berücksichtigt haben. Schließlich entwickeln wir für die Nutzer und nicht für uns.

Was ist Ihr langfristiges Ziel mit makleraktiv.de und der neuen App – Evolution oder Revolution im Krankenkassenvergleich?

Thomas Adolph: Ganz klar Evolution! Genau das, was es auch im System der Gesetzlichen Krankenkassen selbst braucht. Kein Umsturz von allem, denn das was wir mit den deutschen Gesetzlichen Krankenkassen haben ist schon sehr gut. Aber es muss dringend überarbeitet werden, um zukunftssicher zu werden – wozu übrigens unbedingt auch ein aktiver Wettbewerb zwischen den Krankenkassen zum Vorteil aller gehört! Und diese Weiterentwicklung gilt natürlich auch für uns als aktive Begleiter des GKV-Marktes, Analysten und Vertriebs-Ermöglicher.

Ich denke, gerade unsere App zeigt, dass wir es nicht nur bei einer Überarbeitung der Website belassen, sondern die vielfachen Wünsche und hohen Anforderungen der Branche ernst nehmen und berücksichtigen.

Unser nächster Schritt wird die Internationalisierung sein – zuerst von den Online-Anträgen, die wir in den nächsten Wochen mehrsprachig anbieten wollen. So wird es für Personen mit Migrationshintergrund noch viel einfacher, sich im GKV-System zurecht zu finden und zu einer Krankenkasse genau nach ihren Wünschen zu wechseln.

Und auch dabei wird es nicht bleiben, wir haben noch eine Vielzahl von Ideen für die Weiterentwicklung – die wird betreiben, ohne das bestehende Gute zu vernachlässigen!

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