Scope hat Fondshäuser, Spitzenportfolios und Auf- und Absteiger untersucht.
State Street, LLB, Ninety-One, J.P. Morgan AM und Robeco fallen mit einer hohen Quote guter Aktienfonds positiv auf. Einige Produkte zeigen eine Top-Leistung über Jahre hinweg.
Die europäische Ratingagentur Scope hat in einer großen Auswertung Aktienfondsanbieter, Aktienfonds mit einer konstant ausgezeichneten Entwicklung und die größten Gewinner und Verlierer der vergangenen zwölf Monate analysiert.
Um die Stärke der Fondsgesellschaften bei Aktien-Portfolios zu bestimmen, wurde die so genannte Top-Rating-Quote ermittelt. Dazu wurde für jeden Anbieter die Zahl der Fonds mit einem A- oder B-Rating ins Verhältnis zur Gesamtzahl der von Scope bewerteten Portfolios gesetzt. Mit A und B werden Produkte ausgezeichnet, die in den vergangenen Jahren eine (weit) überdurchschnittliche Leistung gezeigt haben. Die Rating-Skala von Scope reicht bis E.
Der Fokus ist dabei auf die Managementleistung gerichtet. Passive ETFs und Indexfonds wurden deshalb nicht berücksichtigt.
Überzeugende Leistung bei großer Produktpalette
Betrachtet wurden Fondshäuser mit mindestens 25 von Scope gerateten Produkten. Bei diesem Schwellenwert wurden Fonds aller Anlageklassen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Top-Rating-Quote in der vorliegenden Studie wurden dagegen ausschließlich Aktienfonds betrachtet.
Den ersten Platz im Bereich Aktienfonds unter den 56 großen Fondsgesellschaften erringt State Street mit einer herausragenden Top-Rating-Quote von 79%. Das für sein breites ETF-Angebot bekannte Haus beweist damit, dass es auch mit seinen aktiv gemanagten Produkten eine sehr gute Leistung erbringen kann. Bei der zweitplatzierten Liechtensteinischen Landesbank (LLB) sind sechs der neun gerateten Aktienfonds mit A oder B bewertet, bei Ninety-One elf von 18. Knapp dahinter liegen J.P. Morgan AM und Robeco auf den Plätzen 4 und 5 mit einem Anteil (sehr) gut bewerteter Aktienfonds von jeweils rund 60%.
Zusätzlich zum Asset-Manager-Ranking hat Scope Aktienfonds ermittelt, die konstant eine Spitzenleistung in ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe erzielen und dementsprechend das Höchstrating tragen. Am längsten durchgängig mit A bewertet ist der Schroder ISF Greater China. Drei weitere Fonds tragen seit 2021 ununterbrochen die Bestnote: der Robeco Indian Equities, der deutsche Nebenwertefonds DWS Concept Platow und der Chahine Funds Equity Europe Smaller Companies.
Markante Auf- und Absteiger
Neben diesen Dauerläufern gibt es Fonds, die starke Veränderungen durchmachen. Scope hat Aktienfonds ermittelt, deren Rating binnen eines Jahres einen großen Sprung gemacht hat – nach oben oder unten. Entscheidend war die Veränderung der Rating-Punktzahl, die bestimmt, welche Note A bis E ein Fonds erhält.
Seine Leistung stark verbessern konnte der größte Aktienfonds aus Deutschland, der DWS Top Dividende. Zusammen mit seinem Klon, dem DWS Invest Top Dividend, kletterte er innerhalb von zwölf Monaten von D auf B. Der gleiche Rating-Aufstieg gelang unter anderem dem Candriam Equities Oncology, der weltweit in die Krebsforschung investiert, und dem globalen Technologiefonds NB Next Generation Connectivity.
Mit dem Rating nach unten ging es dagegen etwa für den Edmond de Rothschild Big Data, der von A auf C gefallen ist. Der Fonds zeigt, dass der Vergleich mit der Peergroup entscheidend für das Rating ist. Eine Jahresrendite von 18% mag für viele Anleger solide sein, ist aber im Vergleich zu anderen Technologiefonds niedrig. Auch der fast zwei Mrd. Euro schwere Harris Associates U.S. Value Equity wird aktuell nur noch mit einem (schwachen) C bewertet, nachdem er vor zwölf Monaten ein starkes B-Rating trug.
Die vollständige Auswertung können Sie hier herunterladen.
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