Scope hat die Ratings für knapp 7.400 Fonds aktualisiert.

Heraufgestuft wurden 236 Produkte, herabgestuft 267. Ein 20 Milliarden Euro schwerer Klassiker für globale Aktien erringt die Höchstnote, ein KI-Fonds erreicht den Rating-Keller.

DWS Vermögensbildungsfonds I – beliebt und erfolgreich

Schon seit geraumer Zeit ist der DWS Vermögensbildungsfonds I zurück auf der Erfolgsspur. Nun krönt der 20-Milliarden-Euro-Fonds seine Erholung mit dem Höchstrating A. Im Frühjahr und Sommer 2025 war er nur mit C bewertet gewesen, seitdem geht es bergauf. Der Blick auf die Renditekennzahlen verrät sofort, worauf das hervorragende Rating basiert: Über ein Jahr steigerte der Fonds seinen Wert doppelt so stark wie die Peergroup (34,7% versus 17,1%). In den vergangenen fünf Jahren verdiente er im Schnitt 12,1% p.a., während die Vergleichsgruppe nur um 7,1% p.a. zulegte. André Köttner und sein Team lenken das Portfolio gekonnt und profitierten zuletzt unter anderem von ihrer hohen Gewichtung von TSMC und SK Hynix. Gleichwohl ist das Vermögen breit gestreut: Der Aktienfondsklassiker hält derzeit 112 Titel weltweit.

Carmignac Patrimoine – Hoffnung auf nachhaltige Verbesserung

Die Schwächephase scheint ausgestanden: Dem Carmignac Patrimoine ist es gelungen, sich nach anderthalb Jahren auf D-Niveau wieder auf ein C-Rating emporzuarbeiten. Den Anlegern ist zu wünschen, dass die Verbesserung nachhaltig ist. Bei der Rendite liegt der flexible globale Mischfonds lediglich auf Dreijahressicht vor der Peergroup, über ein und fünf Jahre kommt er nicht ganz an sie heran. Erfreulicher präsentieren sich die Risikokennzahlen: Die Volatilität des Fonds ist über alle Betrachtungszeiträume niedriger als der Durchschnitt der Vergleichsgruppe. Von seinem Höchststand des verwalteten Vermögens von rund 26 Milliarden Euro vor gut zehn Jahren ist das Produkt heute weit entfernt, ist aber mit 6,8 Milliarden Euro noch immer ein bedeutender Akteur auf dem Mischfondsmarkt.

Allianz Global Artificial Intelligence – unterdurchschnittlich trotz hoher Zuwächse

Die leichte Erholung des Allianz Global Artificial Intelligence hat schon wieder ein Ende gefunden. Nachdem sich der Fonds einige Monate lang immerhin auf einem D-Rating gehalten hatte, muss er in diesem Monat erneut die schwächste Note E hinnehmen. Sein Beispiel zeigt, dass ein Fonds mit einer hohen Rendite nicht automatisch ein überdurchschnittliches Produkt ist. Viele Anleger dürften mit einem Wertzuwachs von 28,5% in den vergangenen zwölf Monaten glücklich sein. Doch wenn der durchschnittliche globale Technologie-Fonds in diesem Zeitraum 33,1% erzielt hat, erscheint die Zahl in einem anderen Licht. Besonders anschaulich wird die Schwäche beim Blick auf die Fünfjahresperformance. Hier stehen 4,5% p.a. für den Fonds 10,9% p.a. für die Peergroup gegenüber.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Nachdem der Goldpreis im Juli leicht oberhalb der 4000-Dollar-Marke gependelt hatte, kletterte er im August auf zeitweilig fast 4700 Dollar. Das beflügelte die Aktienkurse der Gold-Unternehmen und damit die entsprechenden Fonds: Sie setzten sich spielend an die Spitze der Rendite-Rangliste. Auch Fonds, die in Aktien von Rohstoffunternehmen oder in Rohstoffe direkt investieren, gehörten im August zu den Top-Performern. Unter den Sektoren fielen Technologie und Gesundheitswesen positiv auf und auch Schwellenländer und Asien konnten als Märkte überzeugen.

Am anderen Ende der Rangliste machten Immobilien- und Infrastrukturaktien auf sich aufmerksam. Fonds mit diesen Schwerpunkten verbuchten Verluste von 3,6% bzw. 2,0%. Auffällig ist die hohe Zahl an Renten-Peergroups in den Flop-10 im August. Die Kursverluste bei festverzinslichen US-Papieren zogen mehrere Vergleichsgruppen ins Minus – ein unangenehmer Monat für Anleiheneigner. Sorgen um die hohe US-Staatsverschuldung, inflationäre Tendenzen und ein anhaltend erhöhtes Zinsniveau hatten die Kurse auf Talfahrt geschickt.

Hier können Sie die vollständige Auswertung herunterladen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Scope Analysis GmbH, Lennéstraße 5, D-10785 Berlin, Tel: +49 30 27891-0, Fax: +49 30 27891-100, www.scopeanalysis.com