Savills erwartet 2026 einen um 3 % höheren Büroflächenumsatz in Europa als 2025.
Savills prognostiziert für das Jahr 2026 einen Anstieg des Büroflächenumsatzes in den europäischen Städten um 3 % gegenüber 2025.Trotz eines Rückgangs im 4. Quartal 2025 um 10 % gegenüber dem Vorjahr,– unter anderem aufgrund anhaltender Zurückhaltung der Nutzer und geopolitischer Faktoren, die Entscheidungsprozesse verlängern – bleibt das Nachfragevolumen auf dem Markt laut Savills weiterhin hoch. Vor diesem Hintergrund erwartet das Immobilienberatungsunternehmen für das laufende Jahr eine Belebung der Vermietungsaktivitäten. Damit könnte 2026 das stärkste Jahr für den europäischen Büromarkt seit 2022 werden.
Savills zufolge entwickelten sich die Märkte in Frankfurt (+45 %) und Dublin (+40 %) im 4. Quartal 2025 im Vergleich zu ihren jeweiligen Fünfjahresdurchschnitten am stärksten. Maßgeblich dazu beigetragen haben großvolumige Abschlüsse von der Commerzbank und Workday. Die Märkte in Südeuropa und Mittel- und Osteuropa stützen weiterhin die Gesamtvermietungszahlen, angetrieben durch starke Binnenkonjunkturen sowie eine im Laufe des vergangenen Jahres zunehmende Aktivität insbesondere aus dem Banken- und Technologiesektor.
Mike Barnes, Director European Commercial Research bei Savills, sagt: „Insgesamt zeichnet sich für den europäischen Büromarkt ein stabiles, eher positiv Bild ab: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor in der Eurozone erreichte im Januar 2026 mit 51,9 einen Wert, der auf ein moderates Wirtschaftswachstum hindeutet. Die Einstellungsbereitschaft erreichte den höchsten Stand seit zwölf Monaten, während die Arbeitslosenquote in der Eurozone auf einem Rekordtief liegt. Diese Indikatoren sowie die geringe Bautätigkeit dürften die Nachfrage nach Büroflächen in den kommenden Monaten weiter stützen und die Mieten stabil halten.“
Bis Ende 2025 stiegen die Spitzenmieten für erstklassige Büroflächen in Europa im Durchschnitt um 3,4 %, angeführt von London City (+18 %), Frankfurt (+13 %) und München (+7 %). Auch Budapest (+7 %) und Warschau (+6 %) verzeichneten nach einer Phase stagnierender Mieten wieder deutliche Mietzuwächse, was vor allem auf einen Mangel an erstklassigen Büroflächen zurückzuführen ist. Savills rechnet für das Jahr 2026 mit einem durchschnittlichen Wachstum der Spitzenmieten von 3,7 % auf den europäischen Märkten, begleitet von einem anhaltenden, langsamen Rückgang der Mietanreize. Im Laufe des Jahres 2025 sanken die durchschnittlichen mietfreien Zeiten für erstklassige Büroflächen in Europa laut Savills von 13 % auf 12 % des Mietwerts, obwohl sie immer noch auf einem historisch hohen Niveau liegen. In Oslo, Madrid und Dublin gingen auch die Mietanreize der Vermieter zurück, da der Mangel an neuen Flächen die Mieter in diesen Märkten weiterhin einschränkt.
„Auch wenn sich die Nutzeraktivität in den letzten Monaten des Jahres 2025 verlangsamte, beobachten wir europaweit weiterhin eine hohe Zahl an Flächengesuchen. Diese dürften noch in diesem Jahr zu Abschlüssen führen und somit das anhaltende Wachstum bei den Büromieten weiter stützen“, sagt Christina Sigliano, EMEA Head of Global Occupier Services bei Savills, abschließend.
Den deutschen Bürovermietungsmarkt dürften 2026 ähnliche Dynamiken prägen. „Die Top-6-Bürovermiteungsmärkte in Deutschland zeigten sich 2025 stabil – so lag der Büroflächenumsatz 2,8 % über dem Vorjahr. Für 2026 erwarten wir ein ähnliches Niveau, wobei mehr Unternehmen aus der Warteschleife kommen dürften. Anmietungen werden vor allem dort stattfinden, wo gute Erreichbarkeit und hohe Gebäudequalität zusammenkommen – das stützt die Spitzenmieten. Periphere Teilmärkte und unsanierte Bestände könnten dagegen stärker vom steigenden Leerstand betroffen sein“, sagt Jan-Niklas Rotberg, Managing Director und Head of Office Agency Germany bei Savills.
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