Der AXA WF Global Green Bonds wurde im November 2018 drei Jahre alt.

 

Seit seiner Auflegung konnte der Fonds ähnlich hohe Renditen wie ein vergleichbarer Fonds aus dem Standard-Anleihenuniversum erzielen. Damit bietet er Investoren die Möglichkeit, in Umweltprojekte zu investieren, ohne Kompromisse bei der Rendite eingehen zu müssen.

Seit rund einem Jahrzehnt können Emittenten und Investoren mit einem Engagement in Green Bonds positive Renditen erwirtschaften und gleichzeitig Gutes für die Umwelt tun. Denn Green Bonds finanzieren eine Vielzahl verschiedener Initiativen für eine nachhaltigere Umwelt, darunter zum Beispiel erneuerbare Energien, Verschmutzungsprävention, Energieeffizienz und den Erhalt der Artenvielfalt. Das globale Bewusstsein für die Umwelt und den Klimaschutz nimmt zu – unter anderem auch durch das Pariser Klimaabkommen. Daher ist es kaum verwunderlich, dass der Markt für grüne Anleihen in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist.

Zwar machen Green Bonds immer noch einen vergleichweise kleinen Teil des Marktes aus, aber die Anlageklasse scheint sich allmählich zu etablieren. Investoren sind entsprechend mit einigen weit verbreiteten – und unter anderem auch falschen – Klischees zu Green Bonds konfrontiert. Anlass genug für AXA IM, im Folgenden damit aufzuräumen.

  1. Green Bonds sind projektbezogene Anleihen

FALSCH – Green Bonds sind keine projektbezogenen Anleihen. In fast allen Fällen handelt es sich bei grünen Anleihen um vorrangig unbesicherte Anleihen, bei denen der Emittent das Kreditrisiko trägt. Das ist die häufigste Form der Anleiheemission und aus der Sicht von AXA IM einer der Hauptgründe für die weit verbreitete Ausgabe von Green Bonds durch Emittenten mit Benchmark-Größe und institutionelle Investoren. Im Zuge der jüngsten Entwicklung des Green-Bond-Marktes wurden auch nachrangige Anleihen und andere Wertpapier-Arten wie Asset-Backed-Securities verfügbar.

  1. Grüne Anleihen entwickeln sich schlechter als konventionelle Anleihen

FALSCH – Grüne Anleihen sind vorrangig unbesicherte Anleihen. Unter der Annahme, dass alle Merkmale der Anleihe (Emittent, Laufzeit, Währung usw.) gleich sind – bis auf den Unterschied, dass die Anleihe entweder grün oder grau (nicht-grüne Anleihen) ist, zeigt das Research von AXA IM keinen signifikanten Unterschied im Primär- oder Sekundärmarkt.

  1. Es ist unklar, was grüne Anleihen finanzieren

FALSCH – Der wesentliche Unterschied zwischen einer grünen und einer grauen Anleihe besteht darin, dass der Erlös aus der Anleihe speziell für die Finanzierung von ökologisch wertvollen Projekten verwendet wird. Die Erlöse aus grauen Anleihen haben eine breite Palette von Verwendungsmöglichkeiten, sind aber in den meisten Fällen für den allgemeinen Unternehmenseinsatz bestimmt. Als absolutes Minimum erwartet AXA IM von den Emittenten von Green Bonds, dass sie transparent sind – also genau darlegen, für was die Erlöse verwendet werden. Die Art der Transparenz ist unterschiedlich. Einige offenbaren Details zu jedem einzelnen Projekt, das pro Green Bond finanziert wird. Andere bieten diese Detailgenauigkeit möglicherweise nicht, weil es schlicht und einfach nicht praktisch darstellbar wäre – unter anderem wenn sie Tausende von kleinen Projekten finanzieren, die die Umweltkriterien des Emittenten erfüllen.

  1. Green Bonds erfüllen keine Standards

WAHR – Emittenten von Green Bonds sind nicht dazu verpflichtet, sich an irgendwelche Standards zu halten. Es gibt anerkannte Standards wie die Zertifizierung der Climate Bond Initiative, aber diese werden derzeit nur von einer kleinen Anzahl von Emittenten übernommen. Die wichtigste branchenübliche Richtlinie zur Definition der Eigenschaften einer grünen Anleihe sind die Green Bond Principles. Diese bestehen aus vier Säulen: Verwendung der Erlöse, Prozess zur Projektbewertung und -auswahl, Verwaltung der Erlöse und Berichterstattung. Es gibt jedoch keine festen Regeln, die Emittenten von grünen Anleihen verpflichten, diese Grundsätze einzuhalten. Allerdings gibt es kaum grüne Anleihen, die die Prinzipien ignorieren. Im Zuge des weltweiten Marktwachstums haben sich unterschiedliche lokale Ansätze etabliert, unter anderem eine chinesische Variante für lokale Emittenten. Daher hat AXA IM einen internen Bewertungsrahmen festgelegt, nach dem jede Anleihe bewertet wird. Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Investmentprozesses: Er stellt sicher, dass grüne Anleihen, die hinter unseren Erwartungen zurückbleiben (und die einige abschätzig als “Green-Washing”-Anleihen bezeichnet haben), nicht versehentlich in die Portfolios von AXA IM gelangen.

  1. Emittenten von Green Bonds können umweltschädlich handeln

WAHR – Nichts hindert ein kontroverses Unternehmen mit umweltschädlichen Praktiken daran, eine grüne Anleihe auszugeben. Konkrete Beispiele gibt es bisher bereits. Einige Anleger konzentrieren sich ausschließlich auf den ökologischen Nutzen der Anleihe – aber der Bewertungsrahmen von AXA IM verlangt, dass wir die breiteren Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken (ESG) und die Performance des Emittenten sorgfältig analysieren. Wenn wir zu dem Schluss kommen, dass die Praktiken nicht unseren Erwartungen entsprechen, ist die Anleihe für Investitionen nicht geeignet.

Mit dem AXA WF Global Green Bonds setzt AXA IM genau auf die Anleihen, die zur Finanzierung von umweltfreundlichen Projekten oder Anlagen emittiert werden. Der Fonds ist dazu konzipiert, das ihm anvertraute Kapital für Projekte mit positivem Nutzen für die Umwelt einzusetzen. Mithilfe des Green Bond Analysis Framework identifiziert AXA IM Emittenten mit einer klaren Umweltstrategie, um in glaubwürdig grüne Projekte zu investieren. Der globale Fixed-Income-Investmentprozess ermöglicht darüber hinaus, Top-Down und Bottom-Up-Chancen zu erkennen und adäquat auf einen rasch wachsenden Markt zu reagieren.

Der AXA WF Global Green Bonds (ISIN, Anteilsklasse A EUR: LU1280195881) wurde am 5. November 2015 lanciert und ist seither auf ein Volumen von mehr als 115 Millionen Euro angewachsen. Das Portfolio besteht vor allem aus Anleihen in Euro (55,4 Prozent) und US-Dollar (31,1 Prozent). Rund 75 Prozent der enthaltenen Anleihen weisen Ratings im Bereich A oder besser auf. Der Fonds investiert vor allem in Erneuerbare Energien (40 Prozent), Transportwesen (28 Prozent), nachhaltiges Bauen (18 Prozent) und Energieeffizienz (6 Prozent). Der AXA WF Global Green Bonds war vormals unter dem Namen AXA WF Planet Bonds bekannt und wurde 2018 umbenannt.

 

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