Welche Aspekte sind Menschen bei ihrer Geldanlage wichtig? Welche Sorgen und Befürchtungen prägen ihre finanziellen Entscheidungen? Und wie entscheiden sie sich, wenn es um die Abwägung zwischen garantierter Sicherheit und möglichen Renditechancen geht?

 

Die aktuelle Anlegerstudie der BarmeniaGothaer in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa beantwortet diese Fragen und gibt einen Einblick in die Einstellungen und Prioritäten von Anlegerinnen und Anlegern im Jahr 2026.

Sicherheit bleibt das zentrale Motiv bei der Geldanlage in Deutschland: 47 Prozent der Befragten nennen eine möglichst hohe Sicherheit als wichtigsten Aspekt – deutlich vor Flexibilität (26 Prozent), Rendite (13 Prozent) und einem Beitrag zur Nachhaltigkeit (8 Prozent). „Geldanlage wird weiterhin als Instrument zur Sicherung der eigenen Stabilität verstanden, weniger als reine Renditechance“, ordnet Anton Buchhart, Vorstand des BarmeniaGothaer Asset Managements die Ergebnisse ein. „Die hohe Sicherheitsorientierung ist Ausdruck eines wachsenden Bedürfnisses nach Planbarkeit in unsicheren Zeiten.“

Globale politische Veränderungen sind Hauptbefürchtung bei Geldanlage

Die Studie zeigt zudem eine Verschiebung in der Risikowahrnehmung. Während zuletzt die Folgen des Klimawandels im Vordergrund standen, rücken nun globale politische Veränderungen in den Fokus. 83 Prozent der Befragten befürchten, dass globale politische Veränderungen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Stabilität in Deutschland gefährden (2025: 81 Prozent). Damit lösen sie die Klimasorgen als wichtigste Einflussgröße auf Anlageentscheidungen ab. Aktuell sorgen sich noch 78 Prozent der Anlegerinnen und Anleger, dass die Folgen des Klimawandels für sie zu höheren Kosten führen könnten. Im vergangenen Jahr waren es 84 Prozent. Ebenfalls weit verbreitet ist die Befürchtung, dass die Preise aufgrund geopolitischer Spannungen weiter steigen und sich deswegen die eigene finanzielle Situation verschlechtert. Derzeit äußern 75 Prozent der Befragten diese Sorge, 2025 waren es 71 Prozent. Auch die Inflation zählt weiterhin zu den zentralen Sorgen und Befürchtungen bei der Geldanlage. 2025 befürchteten 67 Prozent der Anlegerinnen und Anleger steigende Preise und Alltagskosten sowie eine daraus resultierende Entwertung ihrer Geldanlagen. Im Jahr 2026 sind es 63 Prozent. Mehr als jeder Zweite (52 Prozent) sorgt sich zudem, dass die eigenen Geldanlagen später nicht ausreichen könnten, um den aktuellen Lebensstandard zu halten. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Sorge jetzt weiter verbreitetet, denn 2025 teilten 47 Prozent diese Befürchtung.

Garantien wichtiger als Renditechancen

Die Sicherheitsorientierung spiegelt sich auch in der Produktpräferenz wider: 75 Prozent der Befragten bevorzugen ein Anlageprodukt mit garantiertem Auszahlungsbetrag – selbst dann, wenn sie dafür auf eine höhere Rendite verzichten müssten. „Sicherheit ist mittel- und langfristig betrachtet kein Gegensatz zu Wachstum“, erklärt Anton Buchhart. „Langfristiger Vermögensaufbau braucht Diversifikation und eine Strategie, die einzelne oder temporäre Schwankungen aushalten kann. Sicherheit im Sinne einer täglichen vollen Verfügbarkeit kann jedoch zu keinem nennenswerten Vermögensaufbau führen.“

Versicherer als Stabilitätsfaktor

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Rolle langfristig orientierter institutioneller Anleger an Bedeutung. Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit verwaltet die BarmeniaGothaer Kundengelder in einer eigenen Vermögensverwaltungsgesellschaft – mit dem Anspruch, diese im Sinne ihrer Kundinnen und Kunden verantwortungsvoll und nachhaltig anzulegen. „Unsere Aufgabe ist es, Unsicherheit in Planbarkeit zu übersetzen“, betont Anton Buchhart. „Das bedeutet: individuelle Risikoprofile, transparente Beratung und langfristige Perspektiven statt kurzfristiger Marktreaktionen. Gerade in Phasen erhöhter Volatilität zeigt sich, wie wichtig solide Kapitalanlage, breite Diversifikation und nachhaltige Steuerung von Risiken sind.“

Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass finanzielle Sicherheit weit über individuelle Vorsorge hinausgeht. Sie ist ein Baustein gesellschaftlicher Stabilität und wird zur Absicherung gegen politische, wirtschaftliche und demografische Risiken genutzt, um finanzielle Resilienz zu schaffen. „Finanzielle Resilienz bedeutet, auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben“, erklärt Anton Buchhart weiter. „Wir verstehen uns als Partner, der Menschen stärkt und dabei unterstützt, ihr Vermögen strukturiert, verantwortungsvoll und zukunftsfähig aufzubauen.“

Zur Studie:

Die BarmeniaGothaer Studie zum Anlageverhalten der Deutschen wurde im Auftrag der BarmeniaGothaer Asset Management AG vom Meinungsforschungsinstitut forsa vom 5. bis 8. Januar 2026 mit Hilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Dabei wurden 1.002 Bundesbürger*innen ab 18 Jahren nach einem systematischen Zufallsverfahren repräsentativ ausgewählt und befragt.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

BarmeniaGothaer AG, Arnoldiplatz 1, 50969 Köln, Tel: 0221 308-00, www.barmeniagothaer.de

Kommentar von Portfoliomanager Oliver Blackbourn und Adam Hetts, Global Head of Multi-Asset, Janus Henderson Investors

  • Der Konflikt im Nahen Osten hat sich verschärft: die Straße von Hormus ist praktisch gesperrt, und die neue iranische Führung hat die Aussichten auf eine baldige Deeskalation verringert.
  • Unterbrechungen der Energieversorgung, steigende Öl- und Gaspreise und das Fehlen eines klaren Auswegs erhöhen die Inflationsrisiken.

Der Konflikt im Nahen Osten hat sich in den letzten Tagen verschärft, und die Hoffnungen auf einen kurzen Krieg schwinden. Die diplomatischen Bemühungen der Region zur Deeskalation scheinen zu scheitern, und der Iran reagiert weiterhin mit Vergeltungsmaßnahmen auf die Angriffe der USA und Israels. Infolgedessen bleibt die Straße von Hormus – der weltweit wichtigste Zugang für Energierohstoffe – praktisch für alle außer den waghalsigsten Reedereien gesperrt.

Die Sperrung der Meerenge ist das Ergebnis fehlenden Versicherungsschutzes, der Zurückhaltung von Unternehmen, die nicht bereit sind, den Verlust künftiger Kapazitäten durch den Untergang von Schiffen zu riskieren, sowie der Sorge um das Leben der Seeleute nach mehreren Todesfällen. Nun besteht jedoch das Risiko einer verstärkten Intervention durch die USA und/oder Israel. Berichten zufolge erwägen diese Länder den Einsatz von Bodentruppen, um entweder iranisches angereichertes Kernmaterial zu beschlagnahmen oder die Insel Kharg zu erobern, einen wichtigen Seehafen für den iranischen Ölexport. Gleichzeitig wurde ein neuer Oberster Führer des Iran gewählt, der als weiterer Hardliner gilt. Dies dürfte von den USA, die einen moderateren Kandidaten bevorzugt hätten, kaum positiv aufgenommen werden, sodass diese Wahl kaum zu einer Deeskalation beitragen dürfte.

Gewünschtes Endziel noch ungewiss

Es ist noch nicht ganz klar, was die endgültigen Ziele der USA und Israels sind. Zwar wurden verschiedene Absichten öffentlich geäußert, aber es ist nicht eindeutig, welche davon rote Linien und welche nur Präferenzen sind. Eine weitere Einschränkung der Möglichkeiten des Iran, Atomwaffen zu bauen, scheint am ehesten eine Voraussetzung zu sein. Da jedoch davon ausgegangen wurde, dass dies durch die Angriffe im Jahr 2025 erreicht worden sei, ist eine Definition des Ergebnisses schwierig. Ebenso wurde der Wunsch nach einer Zerstörung des iranischen Langstreckenraketenprogramms geäußert, aber auch dies dürfte schwer zu garantieren sein. Letztendlich wird nun ein Regimewechsel, entweder aus militärischen oder humanitären Gründen, als zentrales Ziel angepriesen. Es bleibt jedoch fraglich, wie dies allein mit Luftangriffen erreicht werden kann.

Das Ziel ist entscheidend

Um einschätzen zu können, wie lange der Krieg dauern könnte und welche Folgen er für die Wirtschaft haben wird, muss man die Motive verstehen. Mehrere Faktoren deuten darauf hin, dass es sich um einen längeren Konflikt handeln könnte. Der Iran hat signalisiert, er könne seine derzeitige Taktik noch sechs Monate lang fortsetzen – weit länger als die wenigen Wochen, mit denen die Märkte offenbar gerechnet hatten. Die USA haben erklärt, dass sie das zuvor angereicherte Uran, das für Atomwaffen verwendet werden könnte, sicherstellen wollen. Seit der letzten internationalen Inspektion ist jedoch viel Zeit vergangen, und sein Verbleib dürfte sehr ungewiss sein. Ebenso deutet die Kontinuität eines neuen Hardliner-Führers darauf hin, dass der Iran noch kaum Druck verspürt, seinen Kurs zu ändern.

Es gibt jedoch auch Szenarien, in denen der Konflikt früher beendet werden könnte. Am offensichtlichsten ist, dass US-Präsident Trump während seiner Amtszeit mehrfach bereit war, seine Politik abrupt zu ändern, unabhängig vom Ausmaß der Auswirkungen. Angesichts der bevorstehenden Kongresswahlen im Herbst dürfte die US-Regierung sehr sensibel auf alles reagieren, was die Lebenshaltungskosten in die Höhe treibt. Daher könnte die Suche nach einer Möglichkeit zur Verkündung eines Sieges und zur Senkung der Ölpreise letztlich Vorrang vor längerfristigen militärischen Zielen haben.

Die Dauer ist entscheidend

Ein länger andauernder Konflikt erhöht die Gefahr einer stärkeren Destabilisierung der Region, erhöht das Potenzial für schwerwiegendere Schäden an wichtigen Infrastrukturen und birgt das Risiko länger anhaltender Auswirkungen auf die Energieversorgung. Zwar gibt es einige Möglichkeiten, die Auswirkungen kurzfristig abzufedern, beispielsweise durch den Transport von Öl über Pipelines zu Häfen außerhalb des Persischen Golfs oder durch die Freigabe strategischer Reserven außerhalb des Nahen Ostens, doch sind diese entweder von Natur aus nur vorübergehend oder reichen nicht aus, länger anhaltende Beschränkungen in der Straße von Hormus auszugleichen.

Öl gilt angesichts seiner Bedeutung insbesondere für die Benzinpreise in den USA oft als der wichtigste Rohstoff, wenn es um Konflikte im Nahen Osten geht. Für andere Regionen, wie beispielsweise Europa, ist jedoch die Versorgung mit Erdgas von entscheidender Bedeutung. Auch andere Grundstoffe werden in Bereichen von Chemikalien bis hin zu Düngemitteln eingesetzt. Letzte Woche schienen die Märkte die Energiepreise entsprechend einer kurzfristigen Unterbrechung der Versorgungslage zu bewerten. Die Annahmen hierzu scheinen sich über das Wochenende geändert zu haben, sodass nun ein höheres Risiko einer längeren Auseinandersetzung eingepreist wird. Die Unklarheit über die Ziele der USA und Israels trägt nicht dazu bei, die von den Märkten so gefürchtete Ungewissheit zu verringern.

Auswirkungen auf die Märkte

Der Ölpreis ist aufgrund zunehmender Versorgungsängste auf über 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Die europäischen Erdgaspreise haben sich seit Ende Februar fast verdoppelt. Dies lässt die Gefahr einer Inflationswelle aufkommen, die durch den russischen Einmarsch in der Ukraine Anfang 2022 und den damit verbundenen Ausfall eines Großteils der russischen Lieferungen an die Energiemärkte ausgelöst wurde.

Die Sorge um einen Anstieg der Inflation in Europa oder einfach nur eine anhaltende Verharrung der Inflation in den USA lässt die Anleiherenditen steigen. Die Renditen für US-Treasuries sind gestiegen, da die Märkte eine der bis zum Jahresende erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank bereits eingepreist haben. Die Renditen für 10-jährige Treasuries haben sich weniger stark bewegt als ihre europäischen Pendants, da die kürzlich veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten den durch die erwartete Inflation verursachten Aufwärtsdruck auf die Renditen teilweise ausgeglichen haben.

Die Inflationssorgen haben zu einem Anstieg der Breakeven-Raten in Deutschland und Großbritannien geführt, sodass die Markterwartungen für die Zinssätze der Europäischen Zentralbank Ende 2026 nun von mehr als 1,5 Zinserhöhungen ausgehen. Seit Ende Februar haben sich die Erwartungen an die Bank of England von zwei Zinssenkungen bis Ende 2026 zu einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50:50 für eine Zinserhöhung verschoben – eine deutliche Veränderung der Prognosen. Die Märkte preisen nun für die absehbare Zukunft höhere Ölpreise ein, wobei die Sorgen über eine Stagflation zunehmen, sollten höhere Energiekosten eine erneute Belebung des Wirtschaftswachstums bremsen.

Die Unsicherheit hat dem vielgeschmähten US-Dollar Auftrieb gegeben, da die amerikanische Wirtschaft besser als andere Volkswirtschaften in der Lage zu sein scheint, einen Energieschock zu überstehen. Allerdings haben höhere Anleiherenditen und ein stärkerer Greenback die Aufwärtsdynamik des Goldpreises im aktuellen Umfeld gedämpft, nachdem er in anderen volatilen Phasen zuletzt eine starke Performance gezeigt hatte.

An den Aktienmärkten ist eine gewisse Umkehr der jüngsten Performance-Dynamik zu beobachten. Märkte, die bis Ende Februar positiv ins Jahr gestartet waren, stehen plötzlich unter größerem Druck. Ein stärkerer US-Dollar und höhere Ölpreise belasten asiatische Aktien, die in den ersten beiden Monaten des Jahres einen Aufschwung erlebt hatten. Die Gaspreise bleiben Europas geopolitische Achillesferse. Die Marktteilnehmer sind offensichtlich besorgt, dass die Region erneut einem übermäßigen Risiko ausgesetzt ist. In den USA gab es letzte Woche Anzeichen für eine Umkehr der jüngsten Outperformance von Value-Aktien gegenüber ihren Growth-Pendants. KI-bezogene Aktien hatten 2026 bisher im Vergleich zum Rest des Marktes zu kämpfen, aber die Befürchtungen, dass höhere Ölpreise die sehr rosigen Wirtschaftsaussichten trüben könnten, führen zu einer gewissen Neubewertung.

Die faktische Schließung der Straße von Hormus ist beispiellos und hat zweifellos schwerwiegende Auswirkungen auf Risikoanlagen. Um den Ausverkauf jedoch in den richtigen Kontext zu setzen, müssen Anleger auch berücksichtigen, dass Aktien zu Beginn des Konflikts mit einem deutlichen Aufschlag gegenüber historischen Bewertungsniveaus gehandelt wurden. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) der wichtigsten globalen Aktienmärkte lagen im Vergleich zu ihrer 20-jährigen Geschichte im obersten Quartil, was einem Aufschlag von etwa 15 % bis 30 % gegenüber dem Medianwert entspricht. Tatsächlich sind die Märkte, die die größten Ausverkäufe verzeichnen, diejenigen, die mit den höchsten Renditen seit Jahresbeginn (bis zum 9. März 2026) in die Krise gestartet sind.

Risiken eines langwierigen Krieges, doch ein schneller „Sieg“ ist nicht auszuschließen

Situationen wie diese zeigen den Wert gut diversifizierter Multi-Asset-Portfolios. Geopolitische Ereignisse sind selten leicht zu durchschauen, zumal die derzeitige US-Regierung offenbar Unsicherheit als Verhandlungsstrategie nutzt. Aus den Ereignissen der letzten Tage lässt sich schließen, dass der Konflikt wahrscheinlich länger andauern wird, als viele ursprünglich gehofft hatten. Das bedeutet, dass es zu größeren wirtschaftlichen Auswirkungen kommen könnte – und die Märkte haben begonnen, diese Veränderung einzupreisen.

Die Inflationsrate könnte schneller steigen und das Wirtschaftswachstum sich verlangsamen, wobei sich die Vermögenswerte bislang auf unterschiedliche Aspekte konzentrieren. Die Risiken bleiben jedoch weiterhin zweigeteilt. Angesichts des politischen Drucks in den USA ist ein schneller „Sieg“ nicht auszuschließen. Die von den Energiepreisen getriebenen Vermögenspreise dürften heftigen Schwankungen unterliegen, da die Anleger ihre Erwartungen hinsichtlich beider Szenarien anpassen.

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Der US-israelische Angriff auf den Iran belastet die weltweite Wirtschaft – und damit auch die Börse.

Wohin sich die einzelnen Märkte in den nächsten Monaten entwickeln, dürfte daher primär von der Entwicklung am Persischen Golf in den nächsten Wochen bestimmt werden.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Wie lange dauert noch der Iran-Konflikt? Welche Richtung schlagen die Kurse an der Börse in den kommenden Tagen und Wochen ein? Wie stelle ich mich nun mit meinem Portfolio am besten auf? Dies sind wohl nur einige Fragen, die sich aktuell viele Anleger stellen dürften. Naturgemäß gibt es auf diese Fragen keine verlässlichen Antworten; in Panik müssen Anleger nun aber dennoch nicht verfallen. Der Reihe nach.

Fakt ist: Nach dem Beginn der Angriffe auf das iranische Regime ist nicht nur der Ölpreis kräftig gestiegen, auch die Gaspreise zogen deutlich an. Die drastische Verteuerung der beiden für die Industriestaaten und Schwellenländer immens wichtigen Energieträger belastet zunehmend die Konjunkturaussichten und schürt die Sorge vor einem Anstieg der Inflation. Das sorgt an den Aktienmärkten für teils deutliche Kursrückgänge. Nahezu alle weltweit wichtigen Aktienindizes weisen seit Kriegsbeginn Verluste auf.

Straße von Hormus spielt eine zentrale Rolle

Welche Richtung die Kurse künftig einschlagen werden, ist derzeit völlig ungewiss. Denn einerseits sind die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten für die Weltwirtschaft noch nicht einschätzbar und werden wohl auch erst nach und nach greifbarer. Andererseits haben sich viele Staaten und Unternehmen noch nicht auf die neue Situation eingestellt und werden erst mit der Zeit Maßnahmen umsetzen, um sich angesichts knappen Öls und steigender Energiepreise zu behaupten.

Gleiches gilt im Grunde auch für die Notenbanken in den USA und der Euro-Zone; sie müssen nun erstmal prüfen, wie sich der Iran-Krieg und die damit einhergehenden Anstiege der Rohstoffpreise auf die Verbraucherpreise auswirken könnten. Die bisher diesseits und vor allem jenseits des Atlantiks erwarteten Zinssenkungen in diesem Jahr könnten geringer ausfallen als bisher gedacht oder sogar ganz ausfallen. Auch sind Erhöhungen des Leitzinses möglich, sollte die Inflation stärker anziehen als bisher angenommen.

Welchen Kurs die Börse kurzfristig einschlägt, dürfte daher im Wesentlichen davon abhängen, wie schnell es gelingt, die globale Ölversorgung wieder herzustellen und den Ölpreis so zu stabilisieren. Die häufig in der Berichterstattung erwähnte Straße von Hormus spielt dabei eine zentrale Rolle. Durch die Meerenge am Persischen Golf wird normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs transportiert. Solange der Iran diese Passage noch teilweise kontrolliert und damit die Öl- und Gastanker bedroht, können wichtige Förderländer am Golf wie Saudi Arabien, Kuwait oder Katar große Teile ihres Öls nicht abtransportieren.

Anhaltende Korrektur oder zeitnahe Stabilisierung

Das pessimistische Szenario würde bedeuten, dass die globale Ölversorgung über einen längeren Zeitraum gestört ist. In diesem Fall könnte der Ölpreis noch weiter steigen und damit einhergehend auch die Gefahr einer nachhaltig steigenden Inflation. Sollte die Teuerung zu stark zunehmen, wären die Notenbanken wohl zu Zinserhöhungen gezwungen, die die Konjunktur und somit schließlich auch die Börsen belasten. Die wirtschaftliche Lage bliebe dann auch in Deutschland und Europa angespannt und die erhoffte Konjunkturbelebung könnte dann wohl noch auf sich warten lassen – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Währungsmarkt.

Auf der anderen Seite ist aber auch eine rasche Stabilisierung der Lage im Nahen Osten und die Wiederherstellung des globalen Ölhandels ein mögliches Szenario. Sollte der Angriff auf den Iran zeitnah beendet und die Straße von Hormus danach wieder sicher passierbar sein, würde der Ölpreis voraussichtlich wieder deutlich nachgeben. Das würde auch die Inflationsgefahren mindern und die Spielräume der Notenbanken für Zinssenkungen wieder erhöhen. Die Aussichten der Unternehmen und Volkswirtschaften würden sich wieder verbessern, die Konjunktur könnte sich erholen und der erhoffte Aufschwung womöglich doch nicht so lange auf sich warten lassen.

Ein Portfolio für Krisenzeiten und die Zeit danach

Aber: Sicher ist derzeit nur, dass nichts sicher ist. Dafür ist die Entwicklung im Nahen Osten noch zu dynamisch. Für Anleger bedeutet dies: Sie sollten auf alle Szenarien bestmöglich vorbereitet sein und sich dementsprechend positionieren. Und dies bedeutet nicht, dass sie nun vorschnell ihre Strategie über Bord werfen und sich zeitnah von zahlreichen Wertpapieren trennen. Vielmehr geht es in solch herausfordernden Zeiten zunächst einmal darum, Ruhe zu bewahren und die Chancen und Risiken der verschiedenen Börseninvestments genauestens zu prüfen.

Konkret bedeutet dies, dass große Risiken eliminiert und gleichzeitig Chancen gewahrt werden sollten. Grundsätzlich ist dieses Ziel am ehesten zu erreichen, wenn Anleger – entsprechend ihren Anlagezielen und ihrer persönlichen Risikobereitschaft – ihr Vermögen möglichst breit über verschiedene Anlageklassen streuen. Wer aber Mühe hat, diese alles andere als triviale Aufgabe in Eigenregie umzusetzen, kann mit einem aktiv gemanagten Mischfonds oder einer vermögensverwaltenden Lösung auch einem Anlageprofi die Wertpapierauswahl überlassen. Weist das Wertpapierportfolio dann wieder ein attraktives Chance- und Risikoprofil auf, haben Anleger beste Chancen, nicht nur die Nahost-Krise gut zu überstehen, sondern auch von der danach zu erwartenden Erholung zu profitieren.

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Scope erwartet auch für 2026 weitere Mittelabflüsse. Die meisten Fonds – allen voran die Schwergewichte – realisieren aktuell jedoch ausreichend Objektverkäufe. Die Liquiditätsquote der Fonds liegt durchschnittlich bei 15,2% des Fondsvermögens.

Offene Immobilienfonds befinden sich in einer anspruchsvollen Marktphase. Ein von Unsicherheit geprägtes makroökonomisches Umfeld, anhaltend schwache Immobilien-Transaktionsmärkte, deutliche Mittelabflüsse und einzelne Rücknahmeaussetzungen belasten die Branche. Geopolitische Spannungen wie jüngst der Irankrieg drücken zusätzlich auf die Stimmung an den Finanzmärkten.

Weitere Mittelabflüsse erwartet: 2025 verzeichneten offenen Immobilienfonds einen Nettomittelabfluss von rund 7,6 Mrd. Euro, nach 5,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Scope rechnet für 2026 mit einem weiteren Rückgang des Gesamtvermögens – auch wenn nicht alle Fonds davon gleichermaßen betroffen sind. Einige Fondsanbieter verzeichnen einen Rückgang der Kündigungen.

Liquiditätsmanagement im Fokus – Fondsmanager zuversichtlich

Fonds, bei denen die Rückflüsse die Zuflüsse dauerhaft übersteigen, müssen Immobilien zur Liquiditätsbeschaffung veräußern. Um die Mittelbewegungen und Verkaufsvolumina einzuordnen, wurden 20 der von Scope analysierten Fonds untersucht. Im Jahr 2024 belief sich das Objektverkaufsvolumen dieser Fonds auf rund 5,3 Mrd. Euro, während der Nettomittelabfluss bei 5,1 Mrd. Euro lag. Im Jahr 2025 stieg das Verkaufsvolumen auf 6,7 Mrd. Euro, während der Nettomittelabfluss im Saldo 6,2 Mrd. Euro betrug. Diese Zahlen zeigen, dass die Fonds in Summe signifikante Objekteverkäufe realisieren können.

Auch für 2026 gibt der überwiegende Teil der Fondsmanager an, die zur Liquiditätsbeschaffung erforderlichen Verkäufe realisieren zu können. Eine Rücknahmeaussetzung schätzt die überwiegende Zahl der Manager, insbesondere die Manager der fünf Flaggschiff-Fonds daher weiterhin als unwahrscheinlich ein. Für einzelne Fonds kann Scope weitere Rücknahmeaussetzungen dennoch nicht ausschließen.

Auf Grundlage der zum 30. Januar 2026 verfügbaren Daten hielten alle 26 von Scope analysierten Fonds liquide Mittel in Höhe von zusammen 15,4 Mrd. Euro, was einer Liquiditätsquote von durchschnittlich 15,2% des Fondsvermögens entspricht. Damit liegen die Fonds auf einem grundsätzlich soliden Niveau – und weiterhin deutlich über der regulatorischen Mindestliquiditätsanforderung von 5%.

Fonds sind konservativer bewertet als in den Vorjahren – Vermietungsquoten solide

Aufgrund von Bewertungsanpassungen sind die Fonds deutlich konservativer bewertet als in den Vorjahren. Die Vermietungsquoten der offenen Immobilienfonds bleiben auf einem soliden Niveau. Mit durchschnittlich 92,6% (30.01.2026) liegt die volumengewichtete Quote auf dem gleichen Niveau wie Ende 2024 (92,4%). Viele Mietverträge wurden während der Corona-Pandemie langfristig abgeschlossen oder vorzeitig verlängert. Die Mieteinnahmen wurden auch durch Indexierung (Inflationsanpassung) erhöht, was den Cashflow der Fonds grundlegend stützt.

Die Herausforderungen für Büroimmobilien bleiben dennoch beträchtlich. Die Leerstandsquoten sind in einigen Fällen deutlich gestiegen. Gleiches gilt für Immobilien in B-Lagen und für Gebäude, die in Bezug auf Nachhaltigkeit schlecht positioniert sind. Der Großteil der Fondsportfolios besteht jedoch weiterhin aus Core-Immobilien in europäischen Märkten, die ein hohes Maß an Stabilität bieten.

Wertberichtigungen belasten die Performance – Erholung der Renditen erwartet

Zum 31. Dezember 2025 betrug die Zwölfmonatsrendite -1,2%. Auch zum 31. Januar 2026 lag der Durchschnitt der Branche bei -1,2% (Spanne von -18,2% bis +3,2%). Hauptgrund für die negative Durchschnittsrendite sind Wertberichtigungen in den Immobilienportfolios einiger Fonds und negative Effekte aus den Verkaufsaktivitäten. Für das Jahr 2026 erwartet Scope im Durchschnitt grundsätzlich eine Erholung der Renditen bei offenen Immobilienfonds, sollten weitere Ereignisse nicht zu neuen signifikanten Rückgabeverlangen der Anleger führen.

Sämtliche Auswertungen und Ergebnisse im vollständigen Marktbericht – zum Download

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Die Depotbanken verwahrten zum Jahresende 2025 insgesamt 3.095 Milliarden Euro für in Deutschland aufgelegte Fonds.

Das sind über sechs Prozent mehr als zum Ende des Vorjahres (2.904 Milliarden Euro). Die Statistik, die der deutsche Fondsverband BVI mit dem Praxisforum Depotbanken erstellt, umfasst 27 Verwahrstellen in Deutschland. 70 Prozent (2.154 Milliarden Euro) des verwahrten Vermögens entfallen auf die fünf größten Anbieter. BNP Paribas führt die Liste mit einem Vermögen von 732 Milliarden Euro an. Es folgen die State Street Bank mit 407 Milliarden Euro und die DZ Bank mit 381 Milliarden Euro.

24 Verwahrstellen sind im Geschäft mit offenen Wertpapierfonds mit einem Vermögen von 2.736 Milliarden Euro tätig. 9 Depotbanken verwahrten ein Netto-Vermögen von 301 Milliarden Euro für offene Sachwertefonds. Im Segment der geschlossenen Investmentfonds, die nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuchs aufgelegt sind, betreuen 13 Verwahrstellen ein Netto-Vermögen von 58 Milliarden Euro.

Die Verwahrstellenstatistik umfasst Angaben zu in Deutschland aufgelegten offenen Wertpapierfonds und Sachwertefonds sowie geschlossenen Investmentfonds gemäß Kapitalanlagegesetzbuch, unabhängig von einer Mitgliedschaft im BVI.

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BVI ­ Bundesverband Investment und Asset­Management e.V., Eschenheimer Anlage 28, D-­60318 Frankfurt/Main, Tel.: 069/154090­0, Fax: 069/5971406, www.bvi.de

Finance in Motion hat den IJGlobal Frontier Market Award gewonnen. Die Auszeichnung wurde für ein Solarprojekt in der Ukraine vergeben, das zur Sicherung der Energieversorgung und zur Energiewende in dem kriegsgeschädigten Land beitragen wird.

„Weite Teile der ukrainischen Energieinfrastruktur sind den Kriegshandlungen der vergangenen Jahre zum Opfer gefallen. Mit unseren gezielten Investitionen in erneuerbare Energien sichern wir nicht nur eine zuverlässige Stromversorgung, sondern tragen auch dazu bei, dass die Ukraine ihre Wirtschaftskraft aufrechterhalten kann“, sagt Sylvia Wisniwski, CEO von Finance in Motion.

Das Solarprojekt realisiert der von Finance in Motion verwaltete Green for Growth Fund (GGF) gemeinsam mit GOLDBECK SOLAR Investment Ukraine, einem Joint Venture zwischen GOLDBECK SOLAR Investment und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Die Anlage befindet sich im Westen der Ukraine und umfasst rund 40 Hektar. Dort sollen künftig mehr als 28.000 Megawattstunden Strom pro Jahr erzeugt und gleichzeitig mehr als 12.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das Vorhaben sichert nicht nur Strom für Haushalte und Unternehmen in der Ukraine, sondern schafft auch Aufträge entlang europäischer Wertschöpfungsketten. „Das zeigt, dass verantwortungsvolle Investitionen selbst unter Kriegsbedingungen möglich sind“, sagt Wisniwski.

Finance in Motion gehört damit zu den ersten privaten Impact-Investoren, die substanzielle Mittel in den ukrainischen Energiesektor lenken. Ermöglicht wurden die Investitionen unter anderem durch speziell für die Ukraine vorgesehene Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). „Unsere Investitionen zielen darauf ab, die Energieversorgung der Ukraine zu sichern und externe Abhängigkeiten zu verringern. Nur eine stabile Basis aus erneuerbaren Energien sorgt langfristig für Energiesicherheit und nachhaltiges Wachstum“, sagt Wisniwski. „Das Land ist schon vor dem Krieg einer unserer wichtigsten Partner gewesen. Insofern reiht sich das Investment in eine lange Reihe erfolgreicher Projekte ein – und wir freuen uns sehr, dass diese Arbeit nun mit dem IJGlobal Award gewürdigt wird.“

Olga Kovalchuk, Geschäftsführerin GOLDBECK SOLAR Investment Ukraine: „Diese Auszeichnung unterstreicht, was möglich ist, wenn starke Partner mit einem gemeinsamen Engagement für Resilienz und langfristige Wertschöpfung zusammenkommen. Die Umsetzung eines Solarprojekts in der Ukraine unter solch schwierigen Umständen erforderte Vertrauen, Flexibilität und eine klare Fokussierung auf die Wirkung. Wir sind stolz darauf, unser Fachwissen in ein Projekt eingebracht zu haben, das die Energiesicherheit stärkt und die nachhaltige Erholung der Ukraine unterstützt.“

Die IJGlobal Awards gehören zu den renommiertesten Auszeichnungen für Investments im Bereich Energie und Infrastruktur. Die Bewertung erfolgt durch unabhängige Branchenexperten.

Verantwortlich für den Inhalt:

Finance in Motion GmbH, Carl-von-Noorden-Platz 5, 60596 Frankfurt am Main, Tel: +49 (0)69 271 035 0, www.finance-in-motion.com

Seturion, die paneuropäische Settlement-Plattform für tokenisierte Assets der Boerse Stuttgart Group, schließt eine strategische Partnerschaft mit Nasdaq, um die Modernisierung der europäischen Post-Trade-Infrastruktur voranzutreiben.

Die Boerse Stuttgart Group hat Seturion als eine allen Marktteilnehmern offenstehende paneuropäische Settlement-Plattform für tokenisierte Assets gegründet und wird ihre eigenen Handelsplätze an die Plattform anbinden. Seturion unterstützt alle Klassen von tokenisierten Assets, öffentliche und private Blockchains sowie die Abwicklung gegen Zentralbankgeld und On-Chain-Geld.

Im Rahmen der Partnerschaft werden sich die europäischen Handelsplätze von Nasdaq an Seturion anbinden, um den Handel mit tokenisierten Wertpapieren zu ermöglichen, die über die Plattform abgewickelt werden. Mit einem initialen Fokus auf strukturierten Produkten werden Seturion und Nasdaq das Netzwerk von Finanzinstituten erweitern, die sich an Seturion anbinden. Ziel ist es, ein Ökosystem von Emittenten, Brokern und anderen Partnern in ganz Europa aufzubauen.

Die Zusammenarbeit ist ein Schritt zur Transformation der fragmentierten Abwicklungslandschaft in Europa und zur Verbesserung der Effizienz der europäischen Kapitalmärkte durch Blockchain-Technologie. Emittenten und Anleger profitieren von einer schnelleren und kosteneffizienteren Abwicklung von tokenisierten Assets, unter Beibehaltung bewährter Marktstrukturen und bestehender Kunden-Workflows. Langfristig streben die Partner an, das Ökosystem für den Handel und die Abwicklung tokenisierter Wertpapiere in ganz Europa dynamisch voranzutreiben.

Partnerschaft geht europäische Fragmentierung im Post-Trade-Bereich an

Die europäischen Kapitalmärkte sind im Post-Trade-Bereich stark fragmentiert, mit zahlreichen nationalen Infrastrukturanbietern. Dies führt zu hohen Kosten, langen Abwicklungszyklen und operativer Komplexität. Die Partnerschaft von Seturion und Nasdaq adressiert diese Herausforderungen: Durch den Einsatz von Blockchain-Technologie wird eine Settlement-Plattform geschaffen, die vollständig auf europäische Regulierung wie MiFID II und DLT Pilot Regime abgestimmt ist.

Dr. Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group, sagt: “Mit Seturion bauen wir die paneuropäische Settlement-Plattform für tokenisierte Assets. Seturion ist bewusst als offene Industrielösung konzipiert und trägt entscheidend dazu bei, die derzeitige nationale Zersplitterung der europäischen Post-Trade-Infrastruktur zu überwinden und die Basis für einen einheitlichen europäischen Kapitalmarkt zu schaffen. Wir freuen uns, mit Nasdaq einen global führenden Börsenbetreiber als ersten Partner von Seturion zu begrüßen, um Seturion gemeinsam europaweit zu skalieren.”

Dr. Lidia Kurt, CEO von Seturion, sagt: “Finanzmärkte sollten sich nicht länger auf Post-Trade-Infrastruktur verlassen, die nicht für eine digitale Welt konzipiert wurde. Mit Seturion wird die Abwicklung von Transaktionen grundlegend verbessert, indem Reibungsverluste beseitigt, Komplexität reduziert und ein neues Maß an Effizienz ermöglicht wird. Unsere Partnerschaft mit Nasdaq markiert einen entscheidenden Schritt, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. Gemeinsam mit unseren Partnern – und vielen weiteren, die sich uns in Zukunft anschließen werden – etablieren wir die Post-Trade-Infrastruktur des digitalen Zeitalters.”

Roland Chai, President European Market Services and Head of Digital Assets bei Nasdaq, sagt: “Die europäischen Kapitalmärkte stehen vor Fragmentierung und Effizienzherausforderungen, die das Wettbewerbspotenzial der Region einschränken. Die Tokenisierung bietet eine transformative Chance, Ineffizienzen in Abwicklungs- und Wertpapierverarbeitungsprozessen anzugehen und gleichzeitig das Vertrauen, die Stabilität und die strenge Regulierung zu bewahren, die gut funktionierende Märkte untermauern. Diese Partnerschaft baut auf unserer umfassenderen Vision für die Zukunft der Marktinfrastruktur auf, die kontinuierliche Aktivität in den Bereichen Handel, Clearing, Abwicklung, Risikomanagement und Collateral umfasst. Als Betreiber kritischer Marktinfrastruktur und führender Anbieter von Finanztechnologie ist Nasdaq einzigartig positioniert, um diese Transformation anzuführen.”

Verantwortlich für den Inhalt:

Boerse Stuttgart GmbH, Börsenstraße 4, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 222985-711, Fax: +49 711 222985-55, www.boerse-stuttgart.de

Neue Systeme greifen den Marktführer an. Doch Navigation, KI, Monitoring und Neurotechnologie verändern die Medizintechnik 2026 stärker als Roboterarme.

Ein Ausblick von Kai Brüning, Senior Portfoliomanager Healthcare der Apo Asset Management GmbH.

Der Roboter im Rampenlicht

Kaum ein Bild steht so sehr für medizinischen Fortschritt wie der OP-Roboter. Präzise Bewegungen, minimalinvasive Schnitte, digitale Planung – das klingt nach Zukunft.

Der Marktführer Intuitive Surgical hat mit dem da-Vinci-System über Jahre hohe Margen erzielt. Doch der Wettbewerb wird spürbar intensiver. Das US-Unternehmen Medtronic positioniert Roboter „Hugo“ als modulare Alternative. Medizinriese Johnson & Johnson arbeitet mit „Ottava“ an einer integrierten Plattform. CMR Surgical expandiert aus Großbritannien mit „Versius“ und Shanghai MicroPort MedBot entwickelt ebenfalls eigene Robotikplattformen. Allein in Deutschland arbeiten bereits über 300 Kliniken mit roboterassistierten Systemen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt: Der eigentliche technologische Kern liegt oft nicht im Roboterarm, sondern in der Software, die ihn führt.

Das neue GPS im OP – Digitale Sicherheit wird ein Wettbewerbsfaktor

Der größte Fortschritt entsteht durch Navigationssysteme, die wie ein hochpräzises GPS im Körper funktionieren. Sie zeigen dem OP-Team in Echtzeit, wo sich Instrumente im Körper befinden – millimetergenau. Dadurch lassen sich Schrauben sicherer platzieren, die Strahlenbelastung sinkt, Eingriffe werden planbarer und präziser. Der Roboter setzt häufig nur um, was die Navigation vorgibt.

Auch deutsche Unternehmen sind hier stark positioniert. Siemens Healthineers verbindet hochauflösende Bildgebung mit digitaler OP-Integration. Brainlab hat sich als Spezialist für Navigationssoftware etabliert. In den USA kombinieren Medtronic, Stryker oder Zimmer Biomet Navigation mit Assistenzsystemen. Für die digitale Medizintechnik der Zukunft verändert sich damit das Spielfeld: weniger Hardware, mehr Software und vor allem Datenintegration. Entscheidend ist, wie Bildgebung, Navigation, Robotik und Klinik-IT nahtlos zusammenspielen. Auch IT-Sicherheit, Stabilität und Support werden dadurch immer wichtiger. Diese Faktoren werden mitentscheiden, wer im Wettbewerb vorne liegt.

KI: Evolution statt Revolution

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in Planung und Monitoring. Sie analysiert Bilddaten, unterstützt die Auswahl von Implantaten oder warnt vor potenziellen Fehlplatzierungen oder Risikokonstellationen. Anders als bei reinen Plattformunternehmen entsteht hier kein spekulatives Narrativ. KI in der Medizintechnik ist eingebettet in regulatorische Verfahren, klinische Evidenz und reale Erstattungsstrukturen.

Von der Operation zur Begleitung

Medizintechnik verschiebt sich zunehmend vom einzelnen Eingriff zur kontinuierlichen Betreuung. Remote-Monitoring-Systeme überwachen Implantate oder neurologische Funktionen. Sensorbasierte Lösungen ermöglichen frühzeitige Intervention statt später Revision. Unternehmen wie Onward Medical aus den Niederlanden arbeiten an neurostimulatorischen Ansätzen zur Wiederherstellung von Bewegungsfunktionen nach Rückenmarksverletzungen. Exoskelette von Anbietern wie Ottobock aus Deutschland oder Cyberdyne aus Japan unterstützen Rehabilitation und Mobilität. Der Trend geht Richtung Funktionserhalt, Prävention und Lebensqualität – mit wiederkehrenden Erlösmodellen statt einmaliger Geräteverkäufe.

Wettbewerb als Reifezeichen

Die zunehmende Konkurrenz in der Robotik ist auch ein Zeichen von Reife. Monopolähnliche Strukturen weichen dem Wettbewerb der Plattformen. Hardware allein genügt nicht mehr, sondern Integration, Service, Software und internationale Skalierung entscheiden. Für den Kapitalmarkt bedeutet das: Nicht jede Innovation wird dominant. Aber die Branche als Ganzes wird breiter und technologisch tiefer.

Innovation trifft Kapitalmarkt

Medizintechnik ist kein spekulativer KI-Hype. Sie basiert auf physischer Infrastruktur, regulatorischen Eintrittsbarrieren und realer Nachfrage. Systeme werden eingesetzt, gewartet und ersetzt. Erstattungssysteme sorgen für Planbarkeit. Nach einer Phase schwächerer Kursentwicklungen notieren viele Medizintechnik-Unternehmen heute unterhalb ihrer langfristigen Wachstumsperspektiven. Wettbewerb und Investitionszyklen sorgen für Volatilität – sie verändern jedoch nicht die strukturellen Treiber.

Unternehmen, die Navigation, Software und Monitoring zu integrierten Plattformen verbinden und wiederkehrende Erlöse generieren, verfügen über belastbare Geschäftsmodelle. Reine Hardwareanbieter ohne Systemintegration geraten dagegen schneller unter Druck. Nicht der spektakulärste Roboter entscheidet über Wert, sondern die technologische Infrastruktur dahinter. Für langfristig orientierte Anlegerinnen und Anleger bleiben Gesundheitsaktien damit auch 2026 attraktiv – nicht durch kurzfristige Schlagzeilen, sondern mit struktureller Substanz.

Kai Brüning, Apo Asset Management GmbH (apoAsset)

Kai Brüning ist Senior Portfolio Manager Healthcare bei der apoAsset und gehört seit 2011 zum Management-Team rund um die Gesundheitsfonds. Der Diplom-Kaufmann und DVFA Investment Analyst verfügt über langjährige Investment-Erfahrung im weltweiten Gesundheitsmarkt. Frühere Stationen als Fondsmanager waren unter anderem für Deka Investment, Cominvest und ADIG Investment.

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Apo Asset Management GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf, Tel: (02 11) 86 32 31 0, www.apoasset.de

Der Ölpreis ist mit den Angriffen auf das wichtige Ölförderland Iran schon kräftig gestiegen – und er könnte noch weiter in die Höhe schnellen.

Auch wenn die Börsen zunächst auf Talfahrt gehen, könnten westliche Ölkonzerne profitieren. Allerdings waren sie auch schon vor dem Iran-Krieg eine Überlegung wert. Warum derzeit alles für mehr Ölaktien im Depot spricht.

Von David Wehner, Head of Liquid Assets, FGTC Investment

Die Ölkonzerne kämpfen seit Jahren mit einem sinkenden Ölpreis. Seit dem Hoch nach Ausbruch des Ukraine-Krieges von mehr als 120 Dollar für ein Barrel Öl (Fass á 159 Liter) ging es unter Schwankungen abwärts. Bis zu den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran notierte die Ölsorte WTI bei 66 US-Dollar und die Sorte Brent bei 70 US-Dollar je Barrel. Inzwischen stiegen die Preise für beide Sorten kräftig an, WTI notiert bei mehr als 75 Dollar und Brent bei mehr als 80 Dollar.

Der Iran ist nicht nur eines der wichtigsten Ölförderländer, er kontrollierte bislang auch die Straße von Hormus, die wichtigste Schifffahrtspassage für den globalen Ölhandel. Immerhin ein Fünftel der weltweiten Öl-Fördermenge muss die Meerenge passieren, zudem ein Drittel der Gasförderung. Wie sich der Ölpreis angesichts der neuen Eskalation im Nahen Osten entwickelt, hängt im Wesentlichen davon ab, wie schnell dort eine sichere Passage wieder möglich ist. Sollte die Straße von Hormus über einen längeren Zeitraum unpassierbar bleiben, wird sich das in einem deutlich höheren Ölpreis und einem Anstieg der Inflation in den Industriestaaten niederschlagen. Vorhandene Pipelines sind keine ausreichende Alternative und auch die zurückhaltende Fördermengenerhöhung der OPEC hilft kaum. Daher ist davon auszugehen, dass der Ölpreis tendenziell weiter steigt. Stärkere Schwankungen sind dabei durchaus möglich.

Die gute Nachricht für Anleger: Es gibt auch Profiteure der Entwicklung im Nahen Osten. Insbesondere westlichen Ölkonzernen kommt der höhere Ölpreis zugute, sofern sie weiterhin ungestört Öl fördern können. Sie profitieren vom sinkenden Angebot aus den arabischen Ländern.

Angespannte Angebotsseite bei moderat wachsender Ölnachfrage

Der schwache US-Dollar belastet jedoch weiterhin die Bilanzen der nicht-amerikanischen Ölmultis, da Öl international in Dollar gehandelt wird. Die Angebotsseite dürfte auch weiter angespannt bleiben, da die globale Ölnachfrage insgesamt moderat wächst. Die OPEC+-Staaten werden sich mit Erhöhungen der Fördermenge hingegen zurückhalten, da sie Interesse an einem hohen Ölpreis haben. Das spielt den USA und Kanada in die Hände, die ihre Ölförderung aus Fracking bei einem höheren Ölpreis rentabler ausbauen können. Hinzu kommt, dass die USA auch von Öllieferungen aus Venezuela profitieren, nachdem die US-Regierung Staatschef Nicolas Maduro verhaftet und eine USA-freundliche Regierung installiert hat. US-Präsident Donald Trump hat jedenfalls angekündigt, mit Hilfe amerikanischer Konzerne die Ölproduktion in Venezuela zum Vorteil der USA auszuweiten.

Gründe für Aktien der Ölmultis

Die genannten Faktoren spielen vor allem westlichen Ölkonzernen in die Hände.

  • Westliche Länder und ihre Ölmultis bauen ihre Marktanteile aus. Sie profitieren von Sanktionen gegen Russland und begrenzten Fördermengen in den OPEC-Staaten.
  • US-Ölkonzerne dürften von der Neuordnung in Venezuela und der Vormachtstellung der USA profitieren und die dortigen riesigen Ölvorkommen weiter erschließen.
  • Der Krieg gegen den Iran belastet alle wichtigen Förderländer im Nahen Osten von Kuwait bis Katar, da die iranische Führung auch diese Länder attackiert, um sie in den Konflikt mit den USA und Israel hineinzuziehen. Ihre Ölexporte sind zudem größtenteils von einer freien Passage durch die Straße von Hormus abhängig, die derzeit viel zu unsicher ist. Westliche Ölkonzerne können daher versuchen, die Angebotslücke auf dem internationalen Ölmarkt zu schließen.
  • Nachdem die Aktienmärkte trotz großer Unsicherheit und vor allem dank des KI-Booms neue Rekorde erklommen hatten und bis zum Beginn der Angriffe auf den Iran seitwärts tendierten, suchen Anleger wieder vermehrt Sicherheit in der Old Economy. Davon profitieren vor allem die Aktien westlicher Ölkonzerne, die auch vor dem Hintergrund einer möglichen Konjunktureintrübung von einem höheren Ölpreis profitieren.
  • Die stabilen und hohen Dividendenausschüttungen der Ölmultis sind kurz vor der Bilanzsaison besonders attraktiv und ein Renditegarant in Seitwärtsmärkten. Vier bis fünf Prozent Dividendenrendite sind im Sektor ohne weiteres möglich. Da immer mehr Investoren ihre Portfoliorisiken reduzieren wollen, sind die dividendenstarken Aktien wieder zunehmend gefragt.
  • Viele Ölkonzerne sitzen auf hohen Cash-Reserven und nutzen diese weiterhin für Aktienrückkäufe. Das erhöht den Gewinn pro Aktie und wirkt tendenziell kurssteigernd.

Rohstoffe auf Goldkurs

Unabhängig von der Entwicklung im Nahen Osten hat die Ölbranche an der Börse ohnehin Rückenwind, so wie viele Rohstoffe. Der Grund dafür liegt in einem tiefgreifenden ökonomischen Paradigmenwechsel, dem Übergang von einer Ära der monetären Expansion zu einer Ära der fiskalischen Dominanz, die sich an vier Kernpunkten festmachen lässt. Erstens verfolgt die US-Regierung unter Donald Trump das Ziel, die Wirtschaft durch Steuersenkungen, fiskalische Anreize und niedrige Zinsen heißlaufen zu lassen. Diese „Run-it-hot“-Politik äußert sich unter anderem in dem Druck der US-Regierung auf die US-Notenbank, die Zinsen niedrig zu halten oder weiter zu senken. Zweitens ist die Politik der De-Globalisierung (Zollpolitik) und des Populismus strukturell inflationär, was sich an hartnäckigen Inflationsraten oberhalb von zwei Prozent und einem geschwächten Dollar zeigt. Dadurch nehmen Investoren zunehmend Sachwerte wie Gold sowie andere Rohstoffe in den Fokus und gewichten diese stärker. Ein dritter Faktor, der Rohstoffwerte stützt, ist die Tatsache, dass der Energiesektor von der Investorenseite über Jahre vernachlässigt wurde. Nun aber rückt der Energiesektor aufgrund des enormen Energiehungers im Zusammenhang mit KI-Rechenzentren erneut auf die Wunschliste der Anleger und könnte von Preissprüngen profitieren. Viertens wäre auch das Ende der Kriege in der Ukraine und dem Iran langfristig sogar gut für den Energiesektor und die Ölbranche, da dann die globalen Energiemärkte neu ausgerichtet werden könnten und eine Normalisierung der Nachfrageströme stattfinden sollte, nachdem erste deflationäre Schocks überstanden wären.

Ölbranche auf Erholungskurs, Dividenden als Renditegarant

All das unterstützt die Renaissance der Rohstoffwerte unter Investoren, die schon länger zu beobachten ist, beispielsweise bei Silber und Kupfer, seit dem Jahresbeginn auch beim Öl. An der Börse gab es bereits vor den Angriffen auf den Iran Anzeichen für eine Erholung des Ölsektors, die nun nochmals Fahrt aufgenommen hat, vor allem bei europäischen und US-amerikanischen Ölkonzernen. Dieser beginnende Aufwärtstrend dürfte weiter an Schwung gewinnen. Ölaktien scheinen daher in der jetzigen Marktlage eine attraktive Depotbeimischung, um die Dividendenrendite zu erhöhen und das Risiko im Portfolio breiter zu streuen.

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Benjamin Louvet, Head of Commodities, kommentiert die aktuelle Situation im Nahen Osten und den Einfluss auf den Öl- und Gasmarkt:

„Eine Woche nach Beginn des Konflikts stehen die Öl- und Gasmärkte weiterhin unter starkem Druck. Die Exporte aus den Golfstaaten sind fast zum Erliegen gekommen: In sieben Tagen passierte nur ein iranischer Tanker die Meerenge in Richtung Arabisches Meer, und kein einziger schaffte es in den Persischen Golf – verglichen mit etwa 50 Passagen pro Tag unter normalen Umständen. Aufgrund fehlender Lagerkapazitäten haben Kuwait, Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate bereits begonnen, ihre Öl- und Gasproduktion zu drosseln.

Saudi-Arabien leitet einen Teil seiner Rohölströme über das Rote Meer um und nutzt dabei die Häfen von Yanbu und Al Muajjiz. Das Land könnte täglich rund 2,3 Millionen Barrel exportieren – ein Niveau, das deutlich unter den üblichen 6 Millionen Barrel liegt (Quelle: Bloomberg, 6. März 2026). Diese Lösung ist jedoch weiterhin fragil, da die Ost-West-Pipeline, die von Dhahran durch die Wüste verläuft, zum Ziel von Drohnenangriffen werden könnte. Darüber hinaus müssen diese Mengen den Suezkanal passieren, während die Houthis die Schifffahrt im Roten Meer bedrohen und der Großteil des Öls aus der Golfregion für Asien bestimmt ist, was größere Umwege ineffizient macht.

Ohne eine rasche Wiedereröffnung der Straße von Hormus dürften sich die Produktionsausfälle im Nahen Osten häufen, was die Argumente für Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel oder sogar 150 Dollar im Falle einer anhaltenden Pattsituation – eine Schätzung, die vom Energieminister Katars genannt wurde – stärken würde.

Die globalen Auswirkungen sind bereits sichtbar: China hat Beschränkungen für den Export von Raffinerieprodukten verhängt. Die Benzin- und Dieselpreise in den USA steigen rapide an. Der durchschnittliche Preis für Benzin erreichte am Samstag etwa 3,41 Dollar pro Gallone und könnte bis Mitte der Woche 3,50 Dollar überschreiten – ein politisch heikles Thema vor den Zwischenwahlen.

Auch die europäischen Gaspreise sind auf rund 50 Euro pro Megawattstunde gestiegen, verglichen mit zuvor 30 Euro (Quelle: Bloomberg. 6. März 2026).

Unser Basisszenario bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert: robustes Wachstum und gedämpfte Inflation – obwohl der Konflikt die kurzfristigen Inflationsrisiken und die Risiken für das langfristige Wachstum erhöht, insbesondere in Europa, das stärker von Energieimporten abhängig ist.“

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Der Krieg gegen den Iran könnte die USA strategisch noch teurer zu stehen kommen als gedacht. Nicht, weil Ölpreise steigen, die Inflation angeheizt wird, Aktienmärkte einbrechen. Sondern weil eine der Säulen der US-Dominanz im Welthandel erodiert: das System Petrodollar.

„China hält sich derzeit trotz der strategischen Relevanz von iranischem Öl auffällig zurück“, sagt Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum AM. „Trotzdem könnte es der größte Profiteur der Krise sein, wenn sich seine langjährige Vorbereitung auszahlt und der Yuan die Alternative zum US-Dollar im Welthandel wird.“

China scheint hier eine Strategie der strategischen Geduld zu verfolgen. Wo die aktuelle Eskalation erhebliche politische, militärische und finanzielle Ressourcen der Vereinigten Staaten bindet, inszeniert sich China als stabile und berechenbare Alternative. Konflikte im Nahen Osten waren bereits in der Vergangenheit kostspielig, doch selten wirkten sie so destabilisierend auf eine der zentralen Energie- und Handelsregionen der Welt. „Für strategische Wettbewerber wie China eröffnet sich dadurch ein klassisches geopolitisches Zeitfenster“, sagt Fischer. „Gerade weil es nicht unmittelbar Partei ergreift oder sogar militärisch eingreift, kann es dennoch indirekt profitieren – etwa durch wirtschaftliche oder institutionelle Alternativen.“

Denn derzeit wächst innerhalb der Golfregion eine bemerkenswerte wirtschaftspolitische Nervosität. Vertreter Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwaits und Katars haben laut Berichten intern die ökonomischen Folgen der aktuellen Konfliktlage diskutiert. „Im Mittelpunkt stehen steigende Verteidigungs- und Sicherheitskosten, mögliche Störungen von Handelsströmen sowie Belastungen für Tourismus, Luftfahrt und Energieexporte“, so Fischer. Gleichzeitig überprüfen einige Golfstaaten laufende Investitionen und zukünftige Kapitalzusagen, um potenzielle wirtschaftliche Schäden durch eine weitere Eskalation zu begrenzen. „Hier könnte Kapital in großem Umfang neu allokiert werden“, sagt Fischer.

Die Tragweite solcher Überlegungen ist erheblich. Die Staatsfonds der Golfmonarchien gehören zu den größten Kapitalsammelstellen der Welt. Noch vor Kurzem hatten sie Investitionen von mehreren Hundert Milliarden US-Dollar in den Vereinigten Staaten in Aussicht gestellt. „Eine Neubewertung dieser Kapitalströme könnte unmittelbare Auswirkungen auf globale Finanzmärkte haben“, sagt Fischer. „Und auf die Zusammenarbeit mit den USA, deren Vorgehen als riskant gesehen wird und das die Geschäftsmodelle der Golfstaaten direkt bedroht.“

Hinzu kommt die strategische Dimension: Die Golfmonarchien bilden historisch das Fundament des sogenannten Petrodollar-Systems. Seit den 1970er-Jahren wird ein Großteil des internationalen Ölhandels in US-Dollar abgewickelt. „Dieses Arrangement hat maßgeblich dazu beigetragen, die Rolle des Dollars als dominante Weltreserve- und Handelswährung zu zementieren“, sagt Fischer. „Sollten zentrale Energieexporteure ihre wirtschaftlichen Beziehungen jedoch stärker diversifizieren, könnte sich die globale Währungsarchitektur langfristig pluralisieren.“

China hat sich auf eine solche Entwicklung bereits seit Jahren vorbereitet. Mit der Belt-and-Road-Initiative entstand ein weitreichendes Infrastruktur-Netzwerk, das Häfen, Eisenbahnlinien, Straßen, Stromnetze, Glasfaserkabel und Logistikzentren in mehr als 150 Ländern umfasst. Diese physische Infrastruktur schafft langfristige wirtschaftliche Bindungen und erleichtert den Zugang zu chinesischen Lieferketten sowie Finanzierungssystemen. Parallel bietet China institutionelle Alternativen zum westlich geprägten Finanzsystem. „Mit seinem internationalen Zahlungssystem CIPS verfügt China über eine Plattform, über die grenzüberschreitende Transaktionen auch außerhalb der klassischen SWIFT-Strukturen abgewickelt werden können“, so Fischer. „Zugleich gewinnt die erweiterte BRICS-Gruppe an Bedeutung. Mittlerweile gehören ihr mehrere große Energieexporteure an, wodurch ein potenzielles Gegengewicht zu den etablierten wirtschaftspolitischen Institutionen des Westens entsteht.“

Symbolisch bedeutsam war ein Schritt im Jahr 2023: Saudi-Arabien begann, einen Teil seiner Ölverkäufe an China in chinesischer Währung abzuwickeln. Noch handelt es sich um begrenzte Volumen. Doch das Signal ist klar: Selbst zentrale Akteure des bisherigen Systems prüfen zunehmend alternative Optionen.

Während die Vereinigten Staaten in den vergangenen zwei Jahrzehnten enorme Summen in militärische Konflikte im Nahen Osten investierten, konzentrierte sich China stärker auf wirtschaftliche Integration und infrastrukturelle Vernetzung. „Hierbei stand vor allem Afrika im Mittelpunkt, wo langfristig die größten Wachstumschancen gesehen werden“, so Fischer. „Der strategische Ansatz ist klar: weniger direkte geopolitische Konfrontation, dafür langfristige wirtschaftliche Verflechtung.“

Vor diesem Hintergrund wirkt Pekings Schweigen im aktuellen Konflikt weniger wie Passivität, sondern vielmehr wie eine kalkulierte Form strategischer Geduld. „Jede geopolitische Eskalation, die Allianzen belastet, Energiepreise destabilisiert oder Kapitalströme verschiebt, könnte indirekt genau jene alternative Wirtschaftsordnung stärken, die China seit zwei Jahrzehnten systematisch aufbaut“, sagt Fischer. Oder, wie in einem Napoleon zugeschriebenen berühmten Bonmot formuliert: „Unterbrich deinen Gegner niemals, wenn er gerade dabei ist, einen Fehler zu machen.“

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Das Goldbarometer von OPHIRUM zeigt: Wer Gold besitzt, denkt aktuell immer seltener über einen Verkauf nach – der jüngsten Kurskapriolen zum Trotz.

Obwohl der Goldpreis in den vergangenen Wochen eine Berg- und Talfahrt gezeigt hat, bleiben deutsche Goldbesitzerinnen und -besitzer ihrem Edelmetall treu: In den vergangenen drei Monaten ist die Quote derer, die einen Verkauf oder Teilverkauf ihrer Bestände in den jeweils kommenden sechs Monaten planen, kontinuierlich zurückgegangen. Das besagt das jüngste Goldbarometer, das Deutschlands größter Edelmetallfilialist OPHIRUM in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey regelmäßig veröffentlicht. „Die jüngste Entwicklung zeigt, warum Gold kein klassisches Spekulationsobjekt ist und für viele als sicherer Hafen gilt: weil viele Besitzer auch in turbulenten Zeiten an ihm festhalten“, erklärt Önder Çiftçi, CEO von OPHIRUM. „Die Widerstandsfähigkeit seines Preises gibt ihnen auch Recht.“

Zwar hatte der Goldpreis zum Monatswechsel von Januar auf Februar deutlich korrigiert, nachdem US-Präsident Donald Trump Kevin Warsh als neuen Fed-Chef nominiert hatte. Warsh sprechen die Marktteilnehmer eine restriktivere Geldpolitik zu, die mit steigenden Zinsen einhergehen könnten – und diese sind bekanntlich ein Argument gegen Goldinvestments. Rückenwind hat dem Goldpreis dann aber wieder die geopolitische Entwicklung gegeben. So ist unter anderem die Unsicherheit, die von den den Äußerungen von Donald Trump zu Zöllen verursacht wurde, einer der Treiber der zügigen Erholung im Februar gewesen, in deren Zuge sich der Goldpreis wieder oberhalb der Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze etabliert hat. „Die Stabilität der Notierung ebenso wie unseres Goldbarometers ist auch insofern bemerkenswert, als umfangreichere Gewinnmitnahmen im Zuge des seit etwa zweieinhalb Jahren kontinuierlich steigenden Kurses nachvollziehbar gewesen wären“, so Önder Çiftçi weiter.

Stattdessen sind die Goldanhänger ihrem Edelmetall nach wie vor treu. Konkret hat sich der Anteil der Goldbesitzerinnen und -besitzer in Deutschland, die planen, in den jeweils kommenden sechs Monaten Gold zu verkaufen, von 16,8 Prozent Ende November auf aktuell 10,3 Prozent verringert. Das ist der niedrigste Stand im OPHIRUM Goldbarometer seit August 2025. Zwar ist zugleich der Anteil derer, die Gold bereits besitzen und noch zukaufen wollen, im selben Zeitraum von 28,9 auf 22,5 Prozent gesunken. Mit 10,3 zu 22,5 ist das Goldbarometer damit aber nach wie vor deutlich auf der bullischen Seite.

Im Rahmen des Goldbarometers wertet das Live-Monitoring von OPHIRUM und Civey die Antworten auf die Frage aus, wie hoch der Anteil derjenigen Anleger in der Gesamtbevölkerung ist, die in den jeweils vergangenen sechs Monaten physisches Gold in Form von Barren oder Münzen gekauft haben bzw. wie viele planen, in den kommenden sechs Monaten Gold zu kaufen. Dieselben Fragen stellt es denjenigen, die bereits Goldbesitzer sind. Demgegenüber stellt es die Zahlen derer, die zuletzt Gold verkauft haben bzw. die vorhaben, es in den nächsten sechs Monaten zu verkaufen.

ÜBER OPHIRUM

Die Ophirum GmbH ist ein auf Edelmetalle spezialisiertes Unternehmen und eine der ersten Adressen für Retail-Goldhandel in Deutschland. Ophirum bietet in seinen aktuell 34 Retail-Stores und zudem über einen Onlineshop den Kauf von Edelmetallen in verschiedenen Formen an, etwa als Barren oder Münzen. Zudem umfasst das Angebot ein Golddepot sowie Sparpläne mit Tresorgold. Die Spezialisten des Ophirum-Teams haben im Zuge ihrer beruflichen Vergangenheit die Faszination von Rohstoffen sowie den Nutzen und die strategische Bedeutung speziell von Edelmetallen bei der Geldanlage und der Absicherung von Risiken entdeckt. Diese Erkenntnis sowie der bis dato vorherrschende Mangel an vertrauenswürdigen Angeboten physischer Edelmetalle in Deutschland waren Impulse für die Gründung der Ophirum GmbH.

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Ophirum GmbH, Friedensstr. 6-10, 60311 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 21 999 744, www.ophirum.de

Beitrag von Edgar Bauschert und Cornelius Theiß, Managing Director NORAMCO Asset Management S.A.

Seit über 30 Jahren arbeitet die NORAMCO mit den unabhängigen Fondsgesellschaften ALGER und DAVIS zusammen. Firmengründer Joe Becker, hat es sich nicht leicht gemacht, um die richtigen Partner aus den USA für seine europäischen Kunden zu finden. Beide Fondsgesellschaften verkörpern die verschiedenen Anlagestile des Growth- und Value-Investings mit unterschiedlichen Schwankungsbreiten bzw. Volatilitäten und werden damit den unterschiedlichen Investmentprofilen der Anleger und Berater gerecht.

Ein Anleger, der am 19.08.1996 eine Einzahlung von 100.000,- Euro in den Alger American Asset Growth Fund A US geleistet hat, verfügte zum Jahresende 2025 über ein Vermögen von mehr als 2,5 Mio. Euro. Mit einer Investition von 100.000,- Euro bei Fondsauflage in den Davis Value Fund A wäre das Vermögen per Ende 2025 auf über 1,28 Mio. Euro gewachsen.

Verantwortlich für diesen außergewöhnlichen Wertzuwachs ist neben der langfristigen Anlage in erstklassige Fonds auch der damit verbundene Zinseszinseffekt, durch den sich das angelegte Kapital langfristig exponentiell vermehrt.

Dies ist für viele Fondsgesellschaften ein Mythos, aber bei NORAMCO gelebte Realität.

Seit fast 30 Jahren stehen jeweils ein Fonds von ALGER und DAVIS im Fokus, die speziell für NORAMCO im europäischen Markt aufgelegt wurden und bis heute die Top-Empfehlungen der Gesellschaft für ihre Anleger und Vertriebspartner sind.

Hier die Ergebnisse seit Auflage der Fonds bis zum 31.12.2025 auf Euro-Basis:

Rendite kumuliert – Rendite pro Jahr – Datum der Auflegung

Alger American Asset Growth Fund A US         + 2.543,9 %      + 11,8 %               19.08.1996

Davis Value Fund A                                           + 1.285,3 %       + 8,9 %                10.04.1995

Die erstklassige und weitsichtige Auswahl von Joe Becker zeigt sich nicht nur in den langfristigen Ergebnissen der beiden Fondsgesellschaften, sondern auch in den Auszeichnungen, die ALGER für den Alger American Asset Growth Fund A US über verschiedene Anlagezeiträume erhalten hat.

Alger American Asset Growth Fund A US
LU0070176184

2026
Platz 3 über 1 Jahr
Platz 1 über 3 Jahre

2025
Platz 1 über 1 Jahr
Platz 1 über 20 Jahre

2024
Platz 1 über 20 Jahre

NORAMCO Quality Funds

Der NORAMCO Quality Funds USA wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Die Idee war es, die unterschiedlichen Anlagestrategien – Growth und Value – mit dem Know-how der beiden erfahrenen und am US-Aktienmarkt sehr erfolgreichen Fondsmanager ALGER und DAVIS in einem Produkt zu vereinen. Diese Strategie hat sich für die Anleger als sehr erfolgreich erwiesen: Der Fonds erzielte eine durchschnittliche jährliche Rendite von + 9,8 % in Euro über zehn Jahre per 31.12.2025.

Im Jahr 2001 erweiterte die NORAMCO ihre Produktpalette um den auf europäische Aktien spezialisierten NORAMCO Quality Funds Europe. Im Januar 2026 übernahm Goodhart Partners LLP das Fondsmanagement dieses Teilfonds. James Sym, der bereits im Mai 2024 die Verantwortung für die Aktienauswahl übernahm, bleibt Fondsmanager, sodass die Kontinuität der Anlagestrategie gewährleistet ist. Bei der Aktienauswahl legt das Fondsmanagement seit vielen Jahren großen Wert auf sozial verantwortliches Investieren (SRI-Produkte). Da das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Jahren jedoch immer stärker in den Vordergrund rückte, erfolgte im Mai 2024 die Umstellung des Fonds auf einen ESG-Fonds gemäß Artikel 8 der EU-Verordnung 2019/2088.

Vertriebsunterstützung der NORAMCO

Die NORAMCO Quality Funds sind über alle gängigen Fondsplattformen handelbar. Bei der FNZ Bank und der FIL Fondsbank bietet die NORAMCO ihren Vertriebspartnern ein hochprofessionelles Beratungstool für die Finanzanlageberatung und den Fondsvertrieb. Mit diesem Beratungstool haben die Vermittler die Möglichkeit sämtliche Daten und Berichte auf die entsprechenden Plattformen zu übertragen und zu hinterlegen. NORAMCO begleitet damit ihre Vertriebspartner im Rahmen der Digitalisierung bei allen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen auch in Bezug auf nachhaltiges Investieren.

Edgar Bauschert, NORAMCO: „Nach meinen Jahren 1994 – 1998 als Vertriebsdirektor der Firma NORAMCO habe ich mich Anfang 1998 mit einer eigenen Vertriebsorganisation selbständig gemacht. Ohne die Erfahrungen von Herrn Joe Becker und der weiteren Unterstützung der NORAMCO wäre dies sicherlich nicht möglich gewesen. Dass ich nach über 20 Jahren nochmals zurückkehre und die NORAMCO dann Ende 2021 gemeinsam mit meinem Partner, Cornelius Theiß, übernehmen konnte, das empfinde ich bis heute immer noch als eine große Ehre mit einer besonderen Verantwortung.“

Risikohinweis: Performance der Vergangenheit ist keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Die gezeigte Performance wurde nach Abzug aller Kosten des Fonds unter Anwendung der BVI-Methode berechnet. Dies ist keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Allein gültig sind die offiziellen Verkaufsdokumente.

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NORAMCO Deutschland GmbH, Nagelstr. 14, 54290 Trier, Tel: +49 (0) 651 – 97095 – 20, www.noramco.de

Die “Goldenen Bullen” sind vergeben. Die Preisverleihung fand am 5. März im exklusiven Rahmen in München statt und gilt als Qualitätskompass der Finanzbranche.

Die “Goldenen Bullen” haben seit mehr als drei Jahrzehnten einen hohen Stellenwert in der deutschen Finanzwelt und gehören zu den prestigeträchtigsten Auszeichnungen der Branche. In einem Markt, in dem Privatanleger Orientierung, Transparenz und belastbare Qualitätssignale benötigen, setzen die Awards einen klaren Maßstab für Exzellenz und bieten ebendiese Orientierung.

Als führendes Medienhaus für Finanzinhalte im deutschsprachigen Raum will die Börsenmedien AG mit dieser Auszeichnung auch besondere Leistungen sichtbar machen – von unternehmerischer Spitzenführung über Fonds- und ETF-Kompetenz bis hin zu Innovationen in den Bereichen Brokerage, Vermögensverwaltung, Krypto, Vorsorge und Gesundheit.

Vergeben werden die “Goldenen Bullen” in 16 Kategorien an die herausragendsten Finanzdienstleister, Fondsmanager und Persönlichkeiten der Branche. Die Preisträger werden von der Fachredaktion der Finanzmagazine BÖRSE ONLINE, €uro und €uro am Sonntag in Zusammenarbeit mit einem Kreis ausgewiesener Branchenexperten bestimmt.

Die diesjährigen Sieger wurden nun am 5. März 2026 im Rahmen einer exklusiven Abendgala in München feierlich im kleinen Kreis geehrt. Als besonderes Highlight konnte die Börsenmedien AG in diesem Jahr den bekannten Welt-Journalisten, Podcaster und Finanzexperten Holger Zschäpitz als Moderator gewinnen.

In der Kategorie “Unternehmer des Jahres” wurde Stefan Klebert ausgezeichnet. Der seit 2019 amtierende CEO der GEA Group hat das Unternehmen mit Weitblick, Mut und Führungsstärke aus einer tiefen Krise geführt und im Herbst 2025 per Fast Entry in den DAX gebracht. Für diese Leistung wurde er von den Lesern von BÖRSE ONLINE, €uro und €uro am Sonntag sowie einer Jury der Börsenmedien AG ausgezeichnet.

Mit seinem klaren Fokus auf Risikomanagement konnte Kay-Peter Tönnes, Gründer und Geschäftsführer der Antecedo Asset Management GmbH, die Jury überzeugen und sich die Auszeichnung als “Fondsmanager des Jahres” sichern. Er stabilisiert Aktienportfolios in volatilen Märkten mit klarem Fokus auf Risikomanagement und optionsbasierten Strategien und erreicht so ein überzeugendes Verhältnis von Rendite zu Risiko.

Zur “Fondsgesellschaft des Jahres” wurde bereits zum vierten Mal Union Investment gekürt. Besonders punkten konnte die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken mit ihrer ausgesprochenen Expertise im Multi-Asset-Bereich. Zugleich markiert die Auszeichnung einen würdigen Abschied für Hans Joachim Reinke, der seit 2010 an der Spitze des Hauses steht und sich nun in den Ruhestand verabschiedet.

Mit einer durchschnittlichen FondsNote von 2,08 setzte sich die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH mit Alexander Röhrs, CIO Public Markets, als “Fondsspezialist des Jahres” gegen die Konkurrenz durch. In die Wertung flossen 12 Investments ein, darunter die mit der FondsNote 1 eingestuften Produkte MEAG ProInvest und MEAG EuroBalance, die dank einer konsistenten Anlagephilosophie dieses hervorragende Ergebnis erzielen konnten.

Seit über drei Jahrzehnten zählt Eckhard Sauren zu den Größen der deutschen Fondsszene. Sein Sauren Ruhestandsfonds ist die “Fondsinnovation des Jahres” und orientiert sich speziell an den Bedürfnissen von Menschen, die sich im Ruhestand oder kurz davor befinden. Der Fokus liegt auf planbaren, stabilen Erträgen statt auf dem langfristigen Vermögensaufbau.

Bereits vor zwei Jahren konnte das Team von J.P. Morgan Asset Management um Travis Spence, Global Head of ETFs, die Redaktion überzeugen und sich den Award “ETF-Haus des Jahres” sichern. Nun wiederholt der weltweite Marktführer bei aktiven ETFs diesen Erfolg. Mit 40 aktiven ETFs und einem Investmentvolumen von 43,2 Milliarden US-Dollar zeichnet der Asset Manager für rund 46 Prozent des Gesamtmarkts verantwortlich.

In der Kategorie “Zertifikatehaus des Jahres” konnte sich Morgan Stanley bereits zum zweiten Mal gegen die Konkurrenz durchsetzen. Mit Produkten auf mehr als 2.400 Basiswerte bietet Morgan Stanley die mit Abstand breiteste Auswahl in den Anlageklassen Aktien, Indizes, Rohstoffe, Edelmetalle sowie Zinsen, Währungen und Kryptowährungen im deutschen Markt. Das Frankfurter Team von Executive Direktor Nicolai Tietze kann damit auf die volle Stärke der globalen Branchenabdeckung zurückgreifen und verbindet diese Stärke mit einem Fokus auf Kundenorientierung.

Kryptowährungen erfreuen sich in den vergangenen Jahren einer stetig wachsenden Beliebtheit. Ein Vorreiter dieser Entwicklung ist Dr. Ulli Spankowski mit seiner 2019 gegründeten Krypto-Tradingplattform BISON. Als Teil der Boerse Stuttgart Group verzeichnet sie mittlerweile das größte Digital- und Kryptogeschäft aller europäischen Börsengruppen und bietet einen besonders geschützten, einfachen und fortlaufend optimierten Zugang zu Kryptowährungen für Privatanleger. Das überzeugte auch die Jury und so kann sich BISON über den in diesem Jahr erstmals verliehenen Award als “Krypto-Anbieter des Jahres” freuen.

“Online-Broker des Jahres” ist 2026 flatexDEGIRO SE. Entschieden wurde das Rennen um den diesjährigen Titel durch eine Sonderauswertung aller 2025 in BÖRSE ONLINE und €uro am Sonntag erschienenen Online-Broker-Tests. Dabei konnte das Team um CEO Oliver Behrens und Head of flatex Tobias Spreiter mit Kundenorientierung, einer riesigen Auswahl an Wertpapieren und starken Marktzugängen punkten und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Die VZ VermögensZentrum Bank AG konnte ihre Erfolgsgeschichte fortsetzen und wurde bereits zum vierten Mal in Folge als “Vermögensverwaltung des Jahres” ausgezeichnet. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz und der produktunabhängigen Beratung überzeugen CEO Michael Huber und Vorstand Christian Lange nicht nur ihre stetig wachsende Zahl an Kunden, sondern auch die Jury der “Goldenen Bullen”.

Mit punktgenauen makroökonomischen Analysen und einem Fokus auf reale Werte erzielte Daniel Zindstein von der Zindstein Vermögensverwaltung GmbH im vergangenen Jahr 2025 eine Performance von 36,5 Prozent. Die systematische Verknüpfung von Liquidität, Bewertungen und Risiken beschert ihm nicht nur konstanten Erfolg, sondern nun auch bereits zum vierten Mal in den letzten 10 Jahren den Titel als “Vermögensverwalter des Jahres”.

Einen echten Hattrick schaffte die quirion AG. Zum dritten Mal in Folge wurde das Unternehmen unter Martin Daut als “Robo-Advisor des Jahres” ausgezeichnet. Die Berliner brillieren sowohl bei Performance und Kosten als auch bei der Nutzerfreundlichkeit. Zudem wird der Finanz-IQ stetig durch die hauseigene KI optimiert.

Der neue “Finanzberater des Jahres” heißt Rico Bialy und stammt aus Brandenburg. Der selbstständige Investmentberater erzielte beim €uro-Wettbewerb die höchste Punktzahl in der Depot- und Wissenswertung. Damit war ihm die diesjährige Auszeichnung mit dem “Goldenen Bullen” nicht mehr zu nehmen.

Der Titel “Versicherungsinnovation des Jahres” geht 2026 an die Kooperation zwischen der BreachBunny GmbH und der Allianz Versicherungs-AG. Die speziell für junge Kunden konzipierte Digitalversicherung ermöglicht es, sich gegen Verletzungen der persönlichen Onlinesphäre abzusichern. Michael Töpler, Marketingdirektor der Allianz, und das BreachBunny-Team um Felix Schütz und Maxine Adams erschließen damit ein bislang noch oft unterschätztes Marktsegment.

Mit einer vollständig überarbeiteten und verbesserten Version ihrer Grundfähigkeitsversicherung konnten sich Gert Wagner und Stefan Holzer von der Swiss Life Lebensversicherung SE den Titel “Vorsorgeprodukt des Jahres” sichern. Der sogenannte Vitalschutz leistet dabei im Gegensatz zur allseits bekannten Berufsunfähigkeitsversicherung bereits beim Verlust einzelner, essenzieller Fähigkeiten, egal ob physischer oder psychischer Art.

Krankenkassen stehen zunehmend vor der Herausforderung, die begrenzten Ressourcen möglichst zielgerichtet einzusetzen. Die Mobil Krankenkasse hat hier in Zusammenarbeit mit der Docyet GmbH eine innovative Lösung gefunden und stellt Versicherten mit mentalen Problemen einen webbasierten Versorgungslotsen zur Verfügung. Dafür hat die Jury dem Team um Mario Heise und Tanja Euhus den Titel “Krankenkassen-Innovation des Jahres” verliehen.

Weitere Informationen zur Preisverleihung und den Preisträgern sowie Bildmaterial unter: www.goldener-bulle.de

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Der Markt für tokenisierte Wertpapiere wächst rasant: Immer öfter werden Aktien nicht in ein Depot eingebucht, sondern digital auf einer Blockchain abgebildet. „Viele Investoren setzen auf die Tokenisierung realer Vermögenswerte, weil ihnen das erhebliche Effizienzgewinne bringt – und dabei klare rechtliche Strukturen existieren“, sagt Daniel Knoblach, Verwaltungsrat der Super Global Services SA.

 

Das Gesamtvolumen tokenisierter realer Vermögenswerte, sogenannter Real World Assets, kurz RWA, hat sich innerhalb der vergangenen zwölf Monate vervierfacht – auf mehr als 26 Milliarden US-Dollar. Allein die Marktkapitalisierung tokenisierter Aktien hat mittlerweile die Marke von einer Milliarde US-Dollar übersprungen. Gleichzeitig ist das Segment verglichen mit dem klassischen Aktienmarkt noch verschwindend klein. „Das lässt für die nächsten Jahre hohes Wachstum im Handel tokenisierter Wertpapiere erwarten, denn immer mehr Emittenten und Investoren erkennen die Vorteile einer Abwicklung über die Blockchain“, sagt Knoblach.

Wertpapiere auf einer Blockchain abzubilden, macht den Vertrieb effizienter und erleichtert die Handelbarkeit. Transaktionen lassen sich innerhalb weniger Sekunden verarbeiten und ausführen, ohne dass ein Broker zwischengeschaltet ist. Somit sind auch unmittelbare Verkäufe zwischen Investoren, der Peer-to-Peer-Handel, durchführbar – unabhängig von Börsenöffnungszeiten. Zudem ist es möglich, nur ein Bruchstück einer Aktie zu erwerben.

Neben den Vorteilen beim Handeln bleiben die Merkmale eines Investments in konventionelle Wertpapiere erhalten: Die Wertentwicklung verläuft nahezu eins zu eins zum Kurs des zugrunde liegenden Papiers. Auch regulatorisch werden die Assets entsprechend behandelt. „Rechtlich handelt es sich bei den auf der Blockchain abgebildeten RWA bei entsprechender Ausgestaltung weiterhin um Wertpapiere“, sagt Knoblach.

Bei der Abwicklung über Dienstleister in Luxemburg gilt gleichzeitig der etablierte regulatorische Rahmen des Finanzplatzes im Großherzogtum: Für Produkte, die als Compartments aufgesetzt sind, gelten die klaren Leitplanken des luxemburgischen Verbriefungsgesetzes.

Nicht nur die Tendenz, Aktien als tokenisierte Wertpapiere abzubilden, dürfte sich daher in den kommenden Monaten verstärken. Weil die Blockchain Transaktionen illiquider Güter wie Immobilien ebenfalls vereinfacht, sei auch hier mit größerer Nachfrage zu rechnen: „Tokenisierung ist mittlerweile gelebte Praxis – und in unserer Branche stehen wir damit erst am Anfang“, sagt Knoblach.

Über Super Global

An den Standorten Deutschland und Luxemburg bietet Super Global etablierte Investmentvehikel mit innovativen Lösungen sowie nachhaltigen Produktkonzepten an. Als AIFM für Alternative Investmentfonds verbindet Super Global DE maßgeschneiderte Fonds sowie Dienstleistungen für die Bereiche Portfoliomanagement, Risikomanagement und Administration. Die Luxemburger Gesellschaft ermöglicht weltweit anerkannte und etablierte Securitisation-Lösungen, individuell gestaltbar und auf die jeweiligen Kundenanforderungen ausgerichtet. Super Global übernimmt das Set-up, die regulatorische Strukturierung sowie die fortlaufende Administration.

 

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Ausblick: 2026 mit Rekord-Emissionsvolumen – „Hyperscaler“ vorneweg

Der Markt für Investment-Grade-Anleihen ist mit einer außergewöhnlichen Dynamik in die ersten beiden Monate des Jahres 2026 gestartet: Allein in der ersten vollen Woche wurden in den USA Investment-Grade-Papiere im Wert von rund 95 Milliarden US-Dollar emittiert – das viertgrößte Wochenvolumen der Geschichte. Dieses Rekordangebot wurde maßgeblich durch den Finanzsektor und die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur getrieben und traf auf eine enorme Nachfrage der Investoren, die das Volumen mühelos absorbierte. Da das Kaufinteresse das Angebot derzeit materiell übersteigt, eröffnen sich für Anlegerinnen und Anleger attraktive Renditechancen. So boten in der Vergangenheit Phasen hoher Emissionstätigkeit im Investment-Grade-Markt gute Gelegenheiten. Nach Einschätzung von Iain Stealey, International Chief Investment Officer in der Fixed Income, Currency & Commodities Gruppe bei J.P. Morgan Asset Management, sind derzeit insbesondere Carry-Strategien sowie Bankanleihen attraktiv. Auch angesichts der jüngsten geopolitischen Eskalationen im Nahen Osten sieht Stealey einen „Flight to Quality“, bei dem Investoren vermehrt Schutz in liquiden und bonitätsstarken Papieren suchen.

Fundamentale Stärke trifft auf expansiven Unternehmenszyklus

Die Fundamentaldaten für Anleihen hoher Bonität (Investment Grade, kurz IG) präsentieren sich nach den ersten zwei Monaten des Jahres 2026 äußerst solide, basierend auf gesunden Unternehmensbilanzen und robusten Kreditkennzahlen. In den USA ist ein deutlicher Trend erkennbar: Unternehmen priorisieren zunehmend Investitionen sowie Fusionen und Übernahmen. Dies deutet darauf hin, dass sich der Markt in einer expansiveren Phase des späten Konjunkturzyklus befindet. Vor allem der Ausbau von Technologie-Infrastruktur und Rechenzentren treibt das Investitionswachstum voran, was bereits in zwei Dritteln der IG-Sektoren zu höheren Ausgaben im vergangenen Jahr geführt hat. Der „One Big Beautiful Bill Act“ wirkt hierbei weiterhin unterstützend, während Unternehmen gleichzeitig ihre Geschäftsmodelle an die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz (KI) anpassen.

Die Ertragslage untermauert diese positive Einschätzung: Im dritten Quartal 2025 stiegen die Gewinne in den USA um 4,5 Prozent und die Umsätze um 3,3 Prozent im Vorjahresvergleich. Sowohl Umsatz als auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beschleunigten sich auf Quartalsbasis und markierten damit eine der stärksten Perioden der jüngeren Vergangenheit. Und auch wenn das US-Wachstum zum Jahresende etwas an Schwung verloren hat, konnten die Unternehmen im S&P 500-Index ihre Gewinne im Gesamtjahr 2025 um rund zwölf Prozent steigerten und für die Jahre 2026 und 2027 werden Gewinnsteigerungen von jeweils rund 15 Prozent prognostiziert.

Hohe Emissionstätigkeit trifft auf starke Nachfrage

„Dass der Markt das enorme Emissionsvolumen zum Jahresauftakt mit einer mehr als deutlichen Überzeichnung und nur minimalen Zugeständnissen bei der Preisgestaltung absorbiert hat, verdeutlicht das enorme Vertrauen der Anleger“, erklärt Iain Stealey. „Trotz des anhaltenden Margendrucks in Sektoren wie Chemie und Konsumgütern verbessern sich die operativen Kennzahlen insgesamt. Wir erwarten eine Fortsetzung der positiven Umsatz- und EBITDA-Entwicklung, sobald die Unternehmen die Auswirkungen der anhaltenden Zolldebatte vollständig verarbeitet haben“, führt Stealey aus.

In der Vergangenheit hat der Investment-Grade-Markt Phasen massiver Emissionswellen stets gut verarbeitet. „Zwar weiteten sich die Sektor-Spreads als Reaktion auf das hohe Angebot oft vorübergehend aus, doch bot dies in der Vergangenheit häufig attraktive Gelegenheiten für Anleger“, erklärt Stealey. Aktuell zeige sich derzeit das Bewertungsniveau stabil.

„Ein wesentlicher Treiber für die hohe Nachfrage ist die Verknappung renditestarker Papiere am Sekundärmarkt. Da der Anteil der Anleihen, die mit einer Rendite von über 6 Prozent gehandelt werden, deutlich gesunken ist, sind Neuemissionen bei Anlegern derzeit besonders begehrt“, sagt Anleihenexperte Stealey. In den USA bleiben Privatanleger, ausländische Investoren und Lebensversicherer gleichermaßen aktiv. Stealey geht davon aus, dass sich die Kapitalströme zunehmend zugunsten ausländischer Anleger verschieben, da die Geldpolitik weltweit divergiert: Während in den USA die Hoffnung auf Zinssenkung vorherrscht, zeichnen sich in Japan Zinserhöhungen ab – eine Kombination, die die Zuflüsse in den US-Kreditmarkt weiter beflügeln könnte. In Europa bleibt die technische Marktverfassung ebenfalls stark, wobei die Nachfrage hier weiterhin primär durch Investmentfonds getrieben wird.

Ausblick: 2026 mit Rekord-Emissionsvolumen – „Hyperscaler“ vorneweg

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Iain Stealey mit einem Rekordniveau bei den Bruttoemissionen. Ein wesentlicher Teil dürfte von den sogenannten „Hyperscalern“ – den führenden Technologieplattformen – kommen, deren Emissionsvolumen in den nächsten zwei Jahren rund 240 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Dies würde ihren Anteil am US-Investment-Grade-Markt auf 6,6 Prozent steigern. In Europa werde das Angebot voraussichtlich durch Refinanzierungen dominiert, während M&A-bezogene Emissionen vor allem von „Reverse Yankee“-Emittenten, also US-Unternehmen mit Euro-Emissionen, stammen dürften.

Implikationen für Anleger: Carry-Strategien und Bankensektor attraktiv

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet Iain Stealey eine Fortsetzung der positiven Entwicklung bei Investment-Grade-Anleihen, wobei die USA gegenüber Europa etwas besser abschneiden dürften. „Der Markt ist gut positioniert, um das erhöhte Angebot aufzunehmen und gleichzeitig jene Emittenten zu belohnen, die attraktive Renditen bieten“, so Iain Stealey.

Stealey bevorzugt derzeit Papiere mit hohem Carry und mittlerer Laufzeit sowie Sektoren mit klarem strukturellem Rückenwind. „Eine Übergewichtung besteht weiterhin im Bankensektor, wo die Kombination aus hoher Profitabilität und starken Kreditkennzahlen Raum für eine Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt bietet“, sagt Stealey. Investoren suchten derzeit verstärkt nach Rendite und bevorzugten dabei Wertpapiere, die in der Kapitalstruktur weiter unten angesiedelt sind, wie etwa nachrangige Anleihen. Im Gegensatz dazu sei in Sektoren wie Chemie, Basiskonsumgütern sowie im Nahrungs- und Genussmittelbereich Vorsicht geboten. „Hier erscheinen die aktuellen Spreads nicht ausreichend, um die spezifischen sektoralen Risiken angemessen zu kompensieren“, sagt Stealey.

„Angesichts der weiterhin divergierenden Geldpolitik zwischen den USA, Europa und Japan bleibt Flexibilität bei der Sektor- und Titelauswahl entscheidend. In einem Umfeld mit hoher Emissionstätigkeit und engen Spreads können aktiv gemanagte Strategien gezielt Marktineffizienzen nutzen und so zusätzliche Renditechancen erschließen.“

Aktive ETFs als effizientes Instrument für Unternehmensanleihen-Investments

Um von den Chancen im Markt für Unternehmensanleihen zu profitieren, bieten sich aktiv gemanagte ETFs als effiziente Investmentmöglichkeit an. Der JPMorgan Global IG Corporate Bond Active UCITS ETF (JIGG) ermöglicht einen flexiblen Zugang zu einem diversifizierten Portfolio hochwertiger Investment-Grade-Unternehmensanleihen. Das erfahrene Portfoliomanagement-Team wird von einem globalen Research-Team mit mehr als 70 quantitativen und fundamentalen Research-Analysten unterstützt: Dank des etablierten aktiven Investmentprozess und den umfangreichen Ressourcen, lassen sich Marktineffizienzen gezielt ausnutzen, um von den Diversifikations- und Renditevorteilen des globalen Unternehmensanleihenmarktes effizient zu profitieren. Dabei liegt die Gesamtkostenquote bei attraktiven 0,25 Prozent.

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J.P.Morgan Asset Management, (Europe) S.á.r.l. , Frankfurt Branch, Junghofstraße 14, ­60311 Frankfurt Tel.: 069/71240, Fax: 069/71242180, www.jpmam.de

Frauen investieren heute deutlich häufiger in Wertpapiere als noch vor fünf Jahren. Vor allem der Anteil jüngerer Anlegerinnen wächst. Beim Vermögen bestehen weiterhin große Unterschiede zu Männern. Bei der Rendite liegen Frauen allerdings vorn.

Bereits seit mehr als 100 Jahren ist der Internationale Frauentag am 8. März ein Tag, an dem auf die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. „Give to Gain“ („Geben, um zu gewinnen“) lautet das Motto des Tages 2026.

Ein weiterhin markantes Merkmal struktureller Ungleichheit ist die Vermögensverteilung zwischen Frauen und Männern. Laut einer Studie von Oxfam beträgt das Gender Wealth Gap bei Finanzanlagen 35 Prozent. Das heißt: Frauen verfügen bei Geldanlagen im Schnitt über rund ein Drittel weniger Vermögen als Männer. Berücksichtigt man alle Vermögensarten – also neben Finanzanlagen auch Immobilien und Betriebsvermögen – fällt die Lücke zwar geringer aus, ist mit 27 Prozent aber weiterhin deutlich.

Wie investieren Frauen konkret in Wertpapiere? Welche Altersgruppen treiben die Entwicklung? Auf welche Anlageprodukte setzen Frauen vor allem? Und wie hat sich ihr Vermögen im Vergleich zu dem der Männer entwickelt?

Die Consorsbank hat zu diesen Fragen anonymisiert Depot-Daten ihrer rund 1,86 Mio. Kundinnen und Kunden für den Zeitraum 2021 bis 2025 ausgewertet. Die Untersuchung ist nicht bevölkerungsrepräsentativ, liefert aufgrund der großen Stichprobe jedoch einen belastbaren Einblick in das Anlageverhalten privater Investoren.

Altersstruktur: Junge Anlegerinnen holen deutlich auf

In den vergangen fünf Jahren ist der Anteil weiblicher Wertpapieranleger kontinuierlich gestiegen. Machten 2021 Wertpapierbesitzerinnen noch 26,4 Prozent der Kunden aus, belief sich der Anteil Ende 2025 auf 29,6 Prozent. Der Zuwachs geht vor allem auf jüngere Altersgruppen zurück. So wuchs der Anteil der Anlegerinnen im Alter von 18 bis 25 Jahren im Betrachtungszeitraum um 8,5 Prozentpunkte auf 42,0 Prozent. In der Altersgruppe der 26- bis 35-Jährigen legte der Frauenanteil um 7,6 Prozentpunkte auf 37,1 Prozent zu. Trotz dieser positiven Entwicklung stellen Männer in allen Altersgruppen aber weiterhin die deutliche Mehrheit.

Vermögen: Frauen liegen deutlich hinter Männern

Ende 2025 verfügten Kundinnen bei der Consorsbank im Durchschnitt über ein Wertpapiervermögen von rund 69.200 Euro. Das sind rund 39.800 Euro weniger als bei männlichen Kunden. Zwar legte der Wert des Wertpapierbestandes der Frauen gegenüber dem Tief im Corona-Jahr 2022 bis Ende 2025 um gut 25.700 Euro bzw. 59,0 Prozent zu. Die Männer verbuchten im gleichen Zeitraum jedoch ein Plus von mehr als 41.400 Euro bzw. 61,3 Prozent. Die Vermögenslücke bleibt damit trotz wachsender Beteiligung am Kapitalmarkt erheblich.

Diversifikation: Frauen legen breiter an

Aktien bilden in den Depots von Frauen wie Männern den größten Vermögensanteil. Allerdings setzten Männer Ende 2025 mit 55,5 gegenüber 47,3 Prozent bei den Frauen stärker auf Aktien. Frauen investieren dafür überdurchschnittlich häufig in Exchange Traded Funds (ETF) und gemanagte Fonds. Ihre Depots sind damit diversifizierter aufgestellt – zumindest mit Blick auf die Anlagevehikel. Ob und wie stark die Investments regional oder thematisch gestreut sind, wurde nicht im Detail untersucht. Die stärkere Gewichtung von ETFs und Fonds gegenüber Aktien lässt dies vermuten. Anleihen, Zertifikate und sonstige Wertpapiere spielen bei beiden Geschlechtern nur eine untergeordnete Rolle im Depot-Mix.

Auffällig ist der Bedeutungsgewinn von ETFs: Bei Frauen legte er von 2021 bis 2025 um 13,0 Prozentpunkte auf 35,9 Prozent zu, bei Männern um 9,5 Prozentpunkte auf 30,2 Prozent. Relativ große Sprünge machten auch die Anteile von Anleihen und Zertifikaten, absolut bleibt ihre Rolle aber gering.

Beliebte Aktien: Bei Rheinmetall und Nvidia sind sich die Geschlechter einig

Aktien des Rüstungsunternehmens Rheinmetall und des Chiphersteller Nvidia standen bei Frauen und Männern zuletzt ganz oben auf dem Einkaufszettel. Besteht auf den Rängen drei bis sieben noch halbwegs Einigkeit, zeigt sich im weiteren Verlauf der Rangliste der Aktien mit dem höchsten Kaufumsatz 2025, dass die Präferenzen unterschiedlich waren. Mit Siemens, DroneShield, BYD, Münchener Rückversicherung, Apple und Covestro schaffen es bei den Frauen sechs Titel in die Top-20-Liste, die bei den Männern nicht vertreten sind. Umgekehrt fanden die Frauen im Vergleich zu den Männern weniger Gefallen an Aktien von Commerzbank (Männer Platz 10), BASF (Männer Platz 15), Thyssenkrupp (Männer Platz 16), Newmont (Männer Platz 17), Strategy (Platz Männer 18) und Alphabet (Männer Platz 19).

Sparpläne: Frauen setzen stärker auf ETFs

Wertpapiersparpläne sind bei Frauen beliebter als bei Männern. 46,7 Prozent der Frauen und 40,8 Prozent der Männer, die über ein Depot mit Bestand verfügten, legten 2025 regelmäßig Geld in ETFs, Aktien, Fonds oder Zertifikaten an bei der Consorsbank. Gegenüber 2021 wuchs der Anteil der Sparplannutzer bei den Frauen stärker als bei den Männern.

Nach oben ging es auch mit den Sparsummen. Sowohl Frauen als auch Männer investierten 2025 gegenüber dem Jahr 2021 spürbar mehr Geld in Sparpläne. Mit durchschnittlich knapp 3.900 Euro legten Frauen übers gesamte Jahr aber deutlich weniger Geld per Sparplan an als Männer (rund 5.500 Euro).

ETFs sind mit Abstand das beliebteste Sparplanprodukt bei Frauen wie Männern. Bei den weiblichen Anlegern sind sie aber nochmal gefragter als bei den männlichen. Fast drei Viertel aller Sparpläne bei Frauen laufen auf ETFs, bei Männern sind es rund zwei Drittel.

Auffällig ist der Rückgang bei Fonds-Sparplänen in den zurückliegenden fünf Jahren, auch wenn sie hinter den ETFs immer noch das am zweitmeisten genutzte Sparplanprodukt im Bestand sind. Aktiensparpläne gewannen wie die ETFs an Bedeutung über die zurückliegenden fünf Jahre, konnten den Fonds-Sparpläne aber noch nicht den Rang ablaufen.

Performance: Frauen erzielen die bessere Rendite

Wer hatte das bessere Händchen beim Investieren in den zurückliegenden fünf Jahren (2021 bis 2025)? Mit einem knappen Vorsprung bei der Depot-Performance von 33,6 zu 31,4 Prozent haben die Frauen das bessere Ergebnis erzielt.

Zugrunde liegt hier eine vereinfachte Performance-Berechnung mit Vergleich der Depotsalden zu Anfang und zu Ende des Untersuchungszeitraums unter Herausrechnung von Zu- oder Abflüssen beispielsweise durch Wertpapierüberträge und unterjährigen Käufen und Verkäufen. Dividendenzahlungen, sofern sie nicht gleich wiederangelegt wurden, finden ebenso wenig Berücksichtigung wie Gebühren. Insofern handelt es sich um Annäherungswerte, die nichtsdestotrotz einen belastbaren Vergleich erlauben.

Betrachtet man den Performance-Verlauf über die vergangenen fünf Jahre, zeigt sich, dass die jährlichen Werte für die Frauen- und Männer-Depots recht nah beieinanderliegen. Lediglich im Jahr 2022 ist ein größerer Abstand sichtbar. Seinerzeit schüttelte die Corona-Pandemie die Börsen gehörig durch. Die Frauen waren möglicherweise resilienter aufgestellt in ihrem breiter gestreuten Depot-Mix und verbuchten ein um 2,5 Prozentpunkte geringeres Minus als die Männer. Dieser Vorsprung war vermutlich der Schlüssel, der sie über den gesamten Betrachtungszeitraum die bessere Perfomance erzielen ließ.

Ermutigung für Frauen, in Wertpapiere zu investieren

„Ich würde mir wünschen, dass die Performance-Werte der Depots unserer Kundinnen noch mehr Frauen ermutigen, in die Geldanlage mit Wertpapieren einzusteigen“, sagt Svenja Weith, Head of Brokerage bei der Consorsbank. „Der wachsende Anteil von vor allem jungen Frauen unter den Investoren zeigt, dass wir in der Gesellschaft auf dem richtigen Weg sind – aber noch lange nicht am Ziel. Der Abstand zu den Männern, was die Teilhabe am Kapitalmarkt angeht und die Vermögenswerte, ist immer noch zu groß. Finanzielle Selbstbestimmung sollte im Jahr 2026 eine Selbstverständlichkeit sein. Hierfür müssen sich aber auch Rahmenbedingungen ändern wie etwa die Unterschiede beim Arbeitseinkommen zwischen Männern und Frauen. Schließlich ist die Entscheidung, ob man zur Aktionärin oder zum Aktionär wird, maßgeblich an die persönlichen wirtschaftlichen Verhältnisse gekoppelt“, so Weith.

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Scope hat die Ratings für knapp 7.200 Fonds aktualisiert.

Verbessern konnten sich 198 Produkte, abwärts ging es für 274. Deutschlands größter Aktienfonds kehrt zurück zu früherer Stärke, ein anderer prominenter Aktienfonds ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

DWS Top Dividende – Nachhaltige Verbesserung

Kein halbes Jahr ist es her, da stand der DWS Top Dividende noch auf einem D-Rating. Nun hat er sich binnen weniger Monate auf Note B emporgearbeitet. Basis dieses bemerkenswert schnellen Aufstiegs ist die hervorragende Entwicklung der vergangenen Monate: Auf Jahressicht steigerte der Fonds seinen Wert um 14,1%, während die Vergleichsgruppe nur auf 5,4% kam. Dank dieser guten Leistung in der jüngeren Vergangenheit liegt er mit seiner Rendite nun auch über drei und fünf Jahre vor dem durchschnittlichen Konkurrenten. Auf der Risikoseite überzeugt der Fonds ebenfalls. Sowohl beim maximalen Verlust als auch bei der Volatilität steht er besser da als die Peergroup. Fondsmanager Thomas Schüßler kauft Bluechips, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen. Auffällig sind die deutlichen Untergewichtungen der USA und des IT-Sektors im Vergleich zum Weltaktienindex MSCI World.

Janus Henderson Global Life Sciences – Herausragende Leistung

In der ersten Jahreshälfte 2025 musste der Janus Henderson Global Life Sciences einen Rückgang seines Rating-Scores verkraften, konnte sich aber auf einem B-Niveau halten. Die leichte Schwäche war allerdings nur von kurzer Dauer und jetzt ist der Fonds auf Note A zurückgekehrt. Er investiert weltweit in Aktien aus dem Gesundheitswesen, zurzeit etwa in Eli Lilly, Johnson & Johnson und AstraZeneca. Zwar konnte die Branche in den vergangenen Jahren mit Spitzensektoren nicht mithalten, doch der Janus-Henderson-Fonds holte für die Anleger möglichst viel heraus. Während der Anteilswert des durchschnittlichen Konkurrenten in den vergangenen fünf Jahren stagnierte, erwirtschaftete der Fonds ein Plus von 6,4% pro Jahr. Der Preis des Erfolgs sind erhöhte Risikowerte. Volatilität und maximaler Verlust fallen schlechter aus als der Durchschnitt der Peergroup.

Comgest Growth Europe – Gefallener Stern

Jahrelang trug der Comgest Growth Europe ein A-Rating, war ein Vorzeigefonds für europäische Aktien. Das lag unter anderem an einem Marktumfeld, das für die Anlagestrategie des Fonds – Quality Growth – nahezu perfekt war: ein niedriges nominales Wirtschaftswachstum in der EU, ein starker US-Dollar, sinkende Zinsen. Unternehmen, die ihre Gewinne verlässlich steigern konnten, zählten damals zu den Lieblingen der Anleger. Jetzt hat sich der Wind gedreht und 2025 war eines der schwächsten Jahre für Quality-Growth-Investoren in den vergangenen 30 Jahren. Dessen ungeachtet bleibt der Comgest-Fonds seiner Linie treu – und leidet. In nicht einmal zwei Jahren ging es von der Höchstnote in den Rating-Keller. Die Zwölf-Monats-Performance zeigt, warum: Das Produkt verbuchte deutliche Verluste (-14,5%), während Europa-Fonds im Durchschnitt um 11,5% zulegten.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Und täglich grüßt das Murmeltier: Zum wiederholten Male setzt sich die Peergroup Aktien Gold & Edelmetalle an die Spitze des Monatsrankings. Im Januar hatte der Goldpreis zum ersten Mal die Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze übersprungen und ließ Goldminenbetreiber und ihre Aktionäre jubeln. Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse der Aktienfonds-Peergroups Alternative Energien und Emerging Markets, die beide einen glänzenden Monat verbuchten. Dass sie in den vergangenen Jahren hingegen wenig geliebt waren, zeigt die Fünf-Jahres-Performance, die in der Vergleichsgruppe Aktien Alternative Energien sogar negativ ausfällt. Insgesamt war der Januar für asiatische Aktien ein Wonnemonat. Vier der erfolgreichsten zehn Peergroups auf Monatssicht setzen auf Aktien aus Fernost, nimmt man Emerging Markets noch hinzu, sind es sogar fünf. Aus dem Lob für asiatische Titel auszunehmen sind jedoch indische Aktien. Sie erwischten einen rabenschwarzen Monat und die Peergroup gab um 7,0% nach. Damit ist die Langfristperformance wieder auf ein Normalmaß zurechtgestutzt (7,5% p.a. über fünf Jahre). Des Weiteren dehnt sich das Jammertal für Besitzer von US-Anleihen aus. Mehrere Peergroups, die Festverzinsliches aus Nordamerika abdecken, gaben im Januar nach. Damit setzt sich der Wertverfall der Papiere resultierend aus dem Vertrauensverlust der Anleger fort.

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Mit dem Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) in der EU verliert das Neobroker-Modell einen zentralen Ertragspfeiler – ausgerechnet in einer Phase, in der erste Anbieter operativ Kurs auf nachhaltige Profitabilität nehmen. Max Biesenbach und Jakob Dipoli Wieser von der globalen Strategieberatung Simon-Kucher ordnen ein, warum die Debatte um ETF-Bestandsprovisionen weit über eine reine Vergütungsfrage hinausgeht.

Wenn Neobroker heute prüfen, ob ETF-Bestandsprovisionen künftig eine Rolle spielen sollen, geschieht das nicht aus Opportunismus. Der regulatorische Eingriff verändert die Ertragsstruktur spürbar. Das ökonomische Potenzial solcher Provisionen ist unbestritten. Doch die entscheidende Frage ist nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern strategisch: Wie tragfähig bleibt das eigene Wertversprechen – günstig, transparent, frei von klassischen Bankanreizen – wenn sich die Ertragslogik grundlegend verschiebt?

Bestandsprovisionen sind im Wertpapiergeschäft etabliert. Sie tragen seit Jahren das Geschäftsmodell klassischer Banken und stehen ebenso lange in der Kritik. Der zentrale Vorwurf: Produkte verteuern sich für Kunden, zugleich entstehen zumindest potenzielle Interessenkonflikte. Gerade durch den bewussten Verzicht auf solche Mechanismen und den Fokus auf kostengünstige ETFs konnten sich Neobroker bislang klar vom traditionellen Bankvertrieb abgrenzen.

Von der Disruption zur Profitabilität

Die aktuelle Diskussion markiert daher eine strategische Weggabelung. Die erste Wachstumsphase der Neobroker war geprägt von Disruption: niedrige Preise, intuitive Apps, schnelle Skalierung und aggressive Kundengewinnung. Die nächste Phase muss von strukturell belastbaren Erträgen getragen werden. Das PFOF-Verbot – und damit das Wegbrechen einer der zentralen Ertragsquellen – kommt dabei für Neobroker denkbar ungünstig und macht alternative Ertragsquellen dringend notwendig.

ETF-Bestandsprovisionen wirken auf den ersten Blick besonders attraktiv: Sie erscheinen nicht unmittelbar in der Preisliste und lassen das “nahezu kostenlos”-Versprechen formal unangetastet. Doch selbst wenn ETFs faktisch nicht teurer werden und keine realen Interessenkonflikte entstehen, kann sich die Wahrnehmung verändern. Im digitalen Plattformgeschäft ist Vertrauen ein zentraler Vermögenswert und Wahrnehmung damit ein ökonomischer Faktor.

Strategische Alternativen statt kurzfristiger Margenreaktionen

Insbesondere deshalb sollten Neobroker die gesamte Bandbreite möglicher Ertragshebel systematisch prüfen. Subscription-Modelle nach dem Vorbild von Revolut oder N26 schaffen planbare, wiederkehrende Umsätze. In einem Umfeld höherer Zinsen gewinnen Margen auf nicht investierte Kundengelder an Bedeutung; bereits geringe Zinsspannen skalieren bei Millionen Nutzern erheblich. Über Securities Lending lassen sich zusätzliche Erträge generieren. White-Label-ETFs oder eigene Produktlösungen ermöglichen die Partizipation an Management Fees und erhöhen die Wertschöpfungstiefe. Der Aufbau eigener Handelsplätze eröffnet zusätzliche Ertragspotenziale über Spreads und Matching Fees und stärkt zugleich die Kontrolle über die Execution.

Dass neue Ertragsquellen erschlossen werden müssen, steht außer Frage. Die Debatte um ETF-Bestandsprovisionen ist Ausdruck dieser Notwendigkeit. Entscheidend ist jedoch, welche Maßnahmen langfristig Wert schaffen – und welche lediglich kurzfristig Margen stabilisieren. In einer Phase, in der sich das Geschäftsmodell neu justiert, wird sich zeigen, ob Profitabilität und strategisches Selbstverständnis miteinander in Einklang gebracht werden können – oder ob genau hier ein Teil der ursprünglichen Differenzierung verloren geht.

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Die Hamburger Sutor Bank erweitert ihr Portfolio im Bereich Investment-as-a-Service (IaaS) um eine dedizierte White-Label-Lösung für das kommende staatlich geförderte Altersvorsorgedepot.

Das Institut stellt damit die technische und administrative Infrastruktur bereit, die Finanzvertriebe und Fintech-Unternehmen für den Marktstart des neuen Vorsorgeprodukts zum 1. Januar 2027 benötigen.

Mit der Einführung des Altersvorsorgedepots schafft der Gesetzgeber zum Jahr 2027 ein neues Instrument der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge. Das Produkt ist als fondsbasierter Sparplan konzipiert, bei dem Anleger Zulagen erhalten, deren Höhe von der Investitionssumme sowie der Anzahl der Kinder abhängt. Um die komplexen Anforderungen an die Verwaltung dieser Depots zu erfüllen, bietet die Sutor Bank potenziellen Partnern eine modulare Abwicklungslösung an. Diese umfasst sämtliche notwendigen Dienstleistungen von der Produktzertifizierung über das automatisierte Zulagenmanagement bis hin zur steuerlich korrekten Behandlung der Erträge.

Die technische Anbindung erfolgt über eine bewährte Investment-as-a-Service-Infrastruktur, die mittels Programmierschnittstellen (APIs) eine nahtlose Integration in die digitalen Frontends der Partner ermöglicht. Die Ausgestaltung des Produkts ist flexibel. So können das zur Verfügung stehende Anlageuniversum sowie die individuellen Preismodelle in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern definiert werden. Dies erlaubt sowohl Fintechs als auch traditionellen Finanzvertrieben, das Altersvorsorgedepot passgenau auf ihre jeweilige Zielgruppe und Vergütungsmodelle zuzuschneiden. Darüber hinaus kann die Sutor Bank die zugelassenen Anlageinstrumente in einen Vermögensverwaltungsmantel hüllen.

„Wir stellen Partnern eine technologische Infrastruktur zur Verfügung, die die administrative und regulatorische Komplexität im Hintergrund flexibel auflöst. Damit schafft die Sutor Bank die Voraussetzung, dass Fintechs und Finanzdienstleister ein Frontend-Erlebnis für ihre Kunden realisieren können, wie man es sonst nur von modernen Online-Brokern kennt“, erklärt Hartmut Giesen, Geschäftsleiter der Sutor Bank. „Schnelligkeit und Einfachheit sind zentrale Kriterien, um nicht nur Brokerage, sondern auch Altersvorsorge für eine digitalaffine Generation von Sparern einfach zugänglich zu machen.

Bei der Administration staatlich geförderter Altersvorsorgeprodukte greift die Sutor Bank auf langjährige Erfahrung zurück. Zusammen mit Partnern hat das Institut sowohl Riester- als auch Rürup-Produkte entwickelt und über 50.000 Kundenverträge geschlossen. Die Partner kamen sowohl aus dem Bereich der klassischen Strukturvertriebe als auch aus dem Fintech-Segment.

Durch die Kombination aus spezialisiertem Know-how im staatlich geförderten Altersvorsorgewesen und einer skalierbaren IT-Infrastruktur bietet die Sutor Bank Marktteilnehmern eine verkürzte „Time to Market“ für das neue Fördersegment. Partner können so das Altersvorsorgedepot unter eigenem Namen anbieten, ohne die hohen regulatorischen und technischen Hürden einer eigenen Zertifizierung und Administration bewältigen zu müssen.

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank bietet mit der Mission „Banking the Future since 1921“ Partnern eine digitale Banking-Plattform, auf der diese innovative Finanz-Geschäftsmodelle und -produkte entwickeln können. Zu den Partnern gehören Fintechs und Kryptotechs sowie traditionelle Finanzvertriebe. Das traditionelle Sutor Private Banking betreut seit 1921 Kunden mit einer vielfach ausgezeichneten Vermögensverwaltung und einer umfassenden Vermögensberatung.

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Sutor Bank GmbH, Hermannstr. 46, 20095 Hamburg, Tel. +49 (0)40 / 8090 6855 17, www.sutorbank.de