Deutsche Krypto-Anlegerinnen und -Anleger setzen auf Neo-Broker, Kryptobörsen und Wallet-Anbieter. Besonders junge Investorinnen und Investoren handeln längst außerhalb klassischer Bankstrukturen.

Kryptowährungen entwickeln sich zunehmend vom Nischenthema zur etablierten Anlageklasse. Eine aktuelle BearingPoint-Studie zeigt: Bereits 13 Prozent der Deutschen besitzen Kryptowährungen. Weitere 11 Prozent können sich einen Kauf vorstellen. Damit ist rund jede:r vierte Deutsche entweder bereits im Kryptomarkt aktiv oder offen für ein entsprechendes Investment.

Besonders bemerkenswert: Während die Nachfrage nach digitalen Vermögenswerten wächst, spielen klassische Finanzinstitute für viele Anleger:innen kaum eine Rolle. Stattdessen dominieren Neo-Broker, Kryptobörsen und spezialisierte Wallet-Anbieter den Handel und die Verwahrung von Kryptowährungen. Die Ergebnisse deuten auf eine tiefgreifende Verschiebung im Finanzmarkt hin, bei der neue Akteure zunehmend den direkten Kundenzugang übernehmen.

Junge Anleger:innen treiben den Kryptomarkt

Am stärksten verbreitet sind Kryptowährungen bei jüngeren Altersgruppen. Bereits 21 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 28 Prozent der 25- bis 34-Jährigen besitzen aktuell Kryptowährungen. Auch auf Generationenebene zeigt sich ein ähnliches Bild: Rund 22 Prozent der Generation Z und 25 Prozent der Millennials investieren bereits in digitale Vermögenswerte.

Damit entwickelt sich die Krypto-Nutzung insbesondere bei denjenigen Bevölkerungsgruppen dynamisch, die langfristig die wichtigste Zielgruppe für Banken, Vermögensverwalter und andere Finanzdienstleister darstellen.

Neo-Broker und Kryptobörsen besetzen den Kundenzugang

Bei der Frage nach den bevorzugten Handelsplattformen für Kryptowährungen führen spezialisierte Digitalanbieter das Ranking an. Trade Republic erreicht 17 Prozent der Erstnennungen, gefolgt von Binance mit 16 Prozent, Bitpanda mit 11 Prozent und Coinbase mit 10 Prozent. Erst auf Platz fünf folgt mit Bison das Angebot der Börse Stuttgart.

Auffällig ist dabei vor allem eines: Unter den zehn meistgenannten Anbietern findet sich praktisch kein klassisches Finanzinstitut. Stattdessen dominieren Neo-Broker und spezialisierte Kryptobörsen den Markt.

Auch bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte zeigt sich ein ähnliches Bild. Trade Republic führt mit 15 Prozent der Nennungen das Ranking an, gefolgt von Coinbase (14 Prozent), Binance (11 Prozent), Bitpanda (8 Prozent) und Bison (7 Prozent). Ergänzt wird die Spitzengruppe durch spezialisierte Lösungen wie MetaMask und die Hardware-Wallet Ledger.

Deutschsprachige Anbieter genießen besonderes Vertrauen

Die Studie zeigt zugleich eine starke Position von Anbietern aus dem deutschsprachigen Raum. Mit Trade Republic aus Deutschland, Bitpanda aus Österreich und Bison aus Deutschland stammen drei der fünf beliebtesten Handelsplattformen aus der DACH-Region. Auch bei der Verwahrung digitaler Vermögenswerte zählen diese Anbieter zu den bevorzugten Lösungen der Anleger.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Anleger beim Umgang mit digitalen Vermögenswerten weiterhin Wert auf ein vertrautes regulatorisches Umfeld legen. Von diesem Vertrauen profitieren aktuell jedoch vor allem spezialisierte Krypto-Anbieter und Neo-Broker, während traditionelle Finanzinstitute weitgehend außen vor bleiben.

Bitcoin bleibt die dominante Kryptowährung

Entgegen dem häufig gezeichneten Bild eines überwiegend spekulativen Marktes konzentrieren sich die meisten Anleger:innen in Deutschland auf etablierte Kryptowährungen. Drei Viertel der Krypto-Besitzer:innen halten Bitcoin. Mit deutlichem Abstand folgen Ethereum (33 Prozent), Solana (23 Prozent) und XRP (18 Prozent). Stablecoins wie Tether oder USD Coin spielen dagegen bislang eine deutlich geringere Rolle.

Die Ergebnisse sprechen dafür, dass viele Investor:innen Kryptowährungen zunehmend als langfristige Anlageklasse betrachten und sich vor allem auf die etablierten Marktführer konzentrieren.

Banken stehen vor einer strategischen Entscheidung

Für Banken ist die Entwicklung aus Sicht von BearingPoint ein deutliches Warnsignal. Denn wer den Zugang zu Anleger:innen in einem Zukunftsmarkt verliert, riskiert langfristig den Verlust wichtiger Kundenbeziehungen und zusätzlicher Ertragspotenziale. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass sich der Markt für digitale Vermögenswerte in einer entscheidenden Entwicklungsphase befindet. Mit der europäischen MiCA-Regulierung entsteht mehr Rechtssicherheit für Anbieter und Anleger:innen. Während sich Neo-Broker, Kryptobörsen und spezialisierte Wallet-Anbieter zunehmend als bevorzugte Dienstleister für Handel und Verwahrung digitaler Vermögenswerte etablieren, stehen traditionelle Finanzinstitute vor der Frage, welche Rolle sie künftig in diesem Markt einnehmen wollen.

Dr. Robert Bosch, globaler Leiter Financial Services bei BearingPoint: “Die Studie zeigt eine bemerkenswerte Verschiebung im Finanzmarkt: Mehr als ein Drittel der jungen Erwachsenen handeln bereits mit Kryptowerten, klassische Finanzinstitute kommen dabei jedoch kaum vor. Der Markt für digitale Vermögenswerte wird derzeit vor allem von Krypto-Plattformen und Neo-Brokern besetzt. Nach Inkrafttreten der MiCA-Regulierung gibt es dafür kaum noch regulatorische Hindernisse als Erklärung. Für Banken wird die Frage deshalb zunehmend existenziell: Wollen sie bei der größten Veränderung des Anlagegeschäfts seit dem Aufkommen des Online-Bankings eine relevante Rolle spielen oder zusehen, wie neue Marktteilnehmer den Kundenzugang der Zukunft übernehmen?”

Methodik

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von BearingPoint über das Marktforschungsinstitut YouGov. Für die Befragung wurden im Zeitraum 18. Juni bis 30 Juli 2026 insgesamt 4.149 Personen in Deutschland befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Die Auswertung erfolgte durch BearingPoint.

Verantwortlich für den Inhalt:

BearingPoint GmbH, Speicherstraße 1, 60327 Frankfurt, Tel: +49 69 130 22 0, Fax: +49 69 130 22 10 13, www.bearingpoint.com

Die Deutsche Bank hat im zweiten Quartal 2026 ein Nachsteuerergebnis von 1,9 Mrd. Euro erzielt, ein neuer Höchstwert für ein zweites Quartal. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Anstieg von 10%.

Der Vorsteuergewinn stieg im gleichen Zeitraum um 11% auf 2,7 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) legte im Vergleichszeitraum um 19% auf 0,57 Euro zu. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 erzielte die Bank ein Rekordergebnis nach Steuern von 4,1 Mrd. Euro, ein Anstieg von 9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während das Ergebnis vor Steuern ebenfalls um 9% auf 5,7 Mrd. Euro zulegte.

Vorstandsvorsitzende Christian Sewing: „Unsere Rekordergebnisse im zweiten Quartal wurden von einer starken Wachstumsdynamik und konsequenter Kostendisziplin getragen. Wir haben unsere Globale Hausbank weiter ausgebaut, das Geschäftsvolumen gesteigert und durch operative Effizienzgewinne zusätzliche wertschaffende Investitionen finanziert. Darüber hinaus eröffnet uns der schnelle Fortschritt im Bereich Künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen und zusätzliche Einsparungen zu erzielen. Gleichzeitig zeichnen sich in unserem politischen und regulatorischen Umfeld zunehmend positive Trends ab. Zusammen mit unseren bisherigen Rekordergebnissen in diesem Jahr stärken diese Entwicklungen unsere Zuversicht, dass wir unsere Ziele für 2028 übertreffen können.“

Wesentliche Entwicklungen im zweiten Quartal 2026:

Weitere Fortschritte bei der Erreichung der Ziele und Stärkung zentraler Kennzahlen

Die Nachsteuerrendite auf das materielle Eigenkapital (RoTE)1 stieg auf 11,0%, verglichen mit 10,1% im Vorjahresquartal

Die Aufwand-Ertrag-Relation sank auf 63,0%, gegenüber 63,6% im zweiten Quartal 2025

Wachstum bei Erträgen und Geschäftsvolumen

Die Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 9% auf 8,5 Mrd. Euro, getragen von einem starken Wachstum in allen vier Geschäftsbereichen

Das verwaltete Vermögen stieg im Quartal um 135 Mrd. Euro auf mehr als 1,9 Bio. Euro, einschließlich Nettomittelzuflüssen von 34 Mrd. Euro in der Privatkundenbank und der Vermögensverwaltung

Im Bereich festverzinsliche Wertpapiere und Währungen (FIC) erreichten die Erträge einen Rekordwert, während die Erträge im Bereich Investmentbanking & Kapitalmärkte (IBCM) im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um 36% zulegten

Kosten spiegeln disziplinierte Umsetzung der Strategie wider

Die zinsunabhängigen Aufwendungen legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8% auf 5,3 Mrd. Euro zu. Hierin enthalten sind zusätzliche Investitionen und Kosten im Zusammenhang mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen. Bereinigt um negative Effekte von 0,2 Mrd. Euro, einerseits durch den Ausstieg aus einem Geschäftsfeld, der mit einem positiven Kapitaleffekt einherging, andererseits durch eine Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten im Vorjahresquartal, betrug der Anstieg der Aufwendungen 4%

Operative Effizienzsteigerungen von 0,2 Mrd. Euro im zweiten Quartal und 0,3 Mrd. Euro seit Jahresbeginn. Maßgeblich hierfür waren gezielte Personalmaßnahmen und die Optimierung des Betriebsmodells

Qualität des Kreditportfolios bleibt insgesamt robust und innerhalb der Erwartungen

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft lag bei 460 Mio. Euro, 11% niedriger als im Vorquartal

Die Auswirkungen des geplanten Ausstiegs aus notleidenden Risikopositionen, der die Kapitalbasis stärkt und Risiken reduziert, wurden teilweise durch die Auflösung von Overlays ausgeglichen

Kapitalstärke ermöglicht Geschäftswachstum sowie höhere Ausschüttungen an Aktionäre

Die harte Kernkapitalquote (CET1) der Bank lag bei 13,9% und damit innerhalb der operativen Zielspanne von 13,5% bis 14,0%, nach Berücksichtigung von Kapitalabzügen entsprechend einer Ausschüttungsquote von 60%

Neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. Euro aus dem Gewinn nach Steuern 2026 angekündigt und bereits in Kapitalabzügen berücksichtigt. Dieses folgt nach dem Abschluss des aktuellen Programms im Volumen von 1 Mrd. Euro

Konzernergebnis im Überblick

Finanzvorstand Raja Akram sagt: „Wir haben erneut ein starkes Quartal abgeliefert. Das Ergebnis verdeutlicht die Vorteile unserer gut diversifizierten Aufstellung und spiegelt die Stärke unserer stabilen und kapitaleffizienten Geschäftsbereiche wider: der Unternehmensbank, der Privatkundenbank und der Vermögensverwaltung. Hinzu kam die sehr starke Entwicklung der Investmentbank. Wir haben das verwaltete Vermögen sowie das Kredit- und Einlagenvolumen weiter ausgebaut und zugleich Kosten und Kapital diszipliniert gesteuert. Mit einer harten Kernkapitalquote von 13,9 Prozent und einer starken organischen Kapitalbildung sind wir weiterhin gut positioniert, um in unser Geschäft zu investieren und attraktive Ausschüttungen an unsere Aktionäre zu ermöglichen. Das unterstreicht unser nun angekündigter Aktienrückkauf in Höhe von 500 Millionen Euro aus den Ergebnissen des Jahres 2026.“

Ausbau der Globalen Hausbank: Fortschritte bei zentralen Hebeln im ersten Halbjahr 2026

Fokussiertes Wachstum:

Die Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% auf 17,2 Mrd. Euro und stehen damit im Einklang mit dem Ziel für 2026 von rund 33 Mrd. Euro

Fortschritte in den strategischen Wachstumsfeldern: Fokus auf verwaltetes Vermögen und wenig kapitalintensive Geschäftsfelder in der Investmentbank

Privatkundenbank: Kundenvermögen stieg um 56 Mrd. Euro auf insgesamt 846 Mrd. Euro und ist somit auf dem Weg, das Ziel von 1,0 Bio. Euro bis 2028 zu erreichen

Vermögensverwaltung: Nettomittelzuflüsse von 36 Mrd. Euro im ersten Halbjahr, nach einem Rekordwert von 25 Mrd. Euro im zweiten Quartal

Unternehmensbank: Wachstum im Kreditgeschäft von 8 Mrd. Euro, Einlagen legten gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 26 Mrd. Euro zu

Investmentbank: Rekorderträge für ein zweites Quartal führten im ersten Halbjahr 2026 zu einem Ertragsplus von 6% im FIC- und von 20% im IBCM-Geschäft; der Marktanteil des Geschäftsbereichs IBCM in der Region EMEA stieg im zweiten Quartal 2026 um 40 Basispunkte auf 4,1% (Quelle: Dealogic)

Strikte Kapitaldisziplin:

Die harte Kernkapitalquote2 der Bank stieg auf 13,9%; starke organische Kapitalbildung unterstützte weiteres Geschäftswachstum und Kapitalabzüge für Ausschüttungen entsprechend einer Ausschüttungsquote von 60%

Portfoliomaßnahmen beinhalteten den Verkauf des Privatkundengeschäfts in Indien; mit Abschluss der Transaktion wird ein positiver Effekt auf die harte Kernkapitalquote (CET1) erwartet. Hinzu kamen Kapitaleffizienzmaßnahmen in verschiedenen Geschäftsbereichen, einschließlich Verbriefungen und des geplanten Ausstiegs aus notleidenden Risikopositionen

Neues Aktienrückkaufprogramm über 500 Mio. Euro angekündigt, welches erstmals aus dem Gewinn nach Steuern 2026 finanziert wird

Skalierbares Betriebsmodell:

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 stiegen die zinsunabhängigen Aufwendungen des Konzerns um 3% auf 10,5 Mrd. Euro

Zusätzliche Investitionen von 0,2 Mrd. Euro entfielen unter anderem auf strategische Einstellungen von Kundenbetreuern im Wealth Management sowie Neueinstellungen im Bereich IBCM. Darüber hinaus investierte die Bank in Technologie, die Optimierung ihres Betriebsmodells und den Ausbau des Angebots der Unternehmensbank

Operative Effizienzsteigerungen summieren sich auf 0,3 Mrd. Euro seit Jahresbeginn, einschließlich 0,2 Mrd. Euro im zweiten Quartal. Maßgeblich hierfür waren Personalmaßnahmen und die angestrebte Optimierung des Betriebsmodells

Privatkundenbank: alle für 2026 geplanten Filialschließungen umgesetzt.

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Nach dem Abschluss des Inhaberkontrollverfahrens haben die führenden europäischen Infrastrukturanbieter für Kryptowährungen und digitale Assets, Boerse Stuttgart Digital und tradias, ihren Zusammenschluss vollzogen.

Es entsteht ein voll regulierter One-Stop-Shop für Kryptowährungen und digitale Assets, der die gesamte Wertschöpfungskette von Trading, Verwahrung, Staking und Tokenisierung abdeckt. Unter dem Dach der Boerse Stuttgart Group entsteht eine Unternehmenseinheit mit rund 300 Mitarbeitern, Hauptsitzen in Frankfurt und Stuttgart und weiteren Standorten in Athen, Beirut, Berlin, Dubai, Madrid, Mailand und Ljubljana. Boerse Stuttgart Digital bleibt als Name der Unternehmenseinheit erhalten, tradias als Marke für den Bereich Trading.

Die Unternehmenseinheit wird durch ein gemeinsames Management-Team von Boerse Stuttgart Digital und tradias geführt. Christopher Beck von tradias und Dr. Ulli Spankowski von Boerse Stuttgart Digital werden Co-CEOs, Roman Schmidt von tradias wird Chief Commercial Officer. Jan Munz als Chief Operating Officer und Dennis Winter als Chief Technology Officer führen die Rollen weiter, die sie bisher bereits bei Boerse Stuttgart Digital innehatten. Michael Reinhard von tradias wird als Chief Digital Assets Officer, wie Dr. Ulli Spankowski, dem Group Executive Committee der Boerse Stuttgart Group angehören und dort das Geschäft rund um Kryptowährungen und digitale Assets der Boerse Stuttgart Group verantworten.

Boerse Stuttgart Digital betreibt das größte Geschäft mit Kryptowährungen und digitalen Assets aller europäischen Börsengruppen, tradias ist ein führendes europäisches Handelshaus für Kryptowährungen und digitale Assets. Boerse Stuttgart Digital und tradias bündeln ihre komplementären Angebote für europäische Finanzinstitute, die ihren Kunden einen sicheren und voll regulierten Zugang zu Kryptowährungen und digitalen Assets bieten oder selbst in diesem Markt aktiv sein möchten. Zu den institutionellen Kunden von Boerse Stuttgart Digital zählen unter anderem die DZ Bank mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe und die DekaBank mit den Sparkassen sowie Intesa Sanpaolo und Société Générale-FORGE. tradias betreut Kunden wie flatexDEGIRO, dwpbank, staatliche Institutionen in ganz Europa und viele weitere.

“Der Zusammenschluss von Boerse Stuttgart Digital und tradias ist ein Meilenstein auf unserem Weg zur europäischen Nummer eins unter den regulierten Infrastrukturanbietern für Kryptowährungen und digitale Assets. Das gemeinsame Management-Team unserer neuen Unternehmenseinheit wird die Weichen für beschleunigtes Wachstum in ganz Europa stellen”, sagt Dr. Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group.

“Die Boerse Stuttgart Group verfügt bereits über das größte Geschäft mit Kryptowährungen und digitalen Assets aller europäischen Börsengruppen. Nun bauen wir diese führende Position weiter aus – die neu formierte Unternehmenseinheit bündelt Expertise, Netzwerke und Pioniergeist zweier Top-Anbieter, um Europas vertrauenswürdigster und kompetentester Infrastrukturpartner für Kryptowährungen und digitale Assets zu werden”, sagt Michael Reinhard, Chief Digital Assets Officer der Boerse Stuttgart Group.

“Gemeinsam werden Boerse Stuttgart Digital und tradias die komplette Wertschöpfungskette für Kryptowährungen und digitale Assets abdecken und weitere Wachstumschancen nutzen. Als Infrastrukturanbieter bieten wir in ganz Europa eine integrierte, skalierbare und voll regulierte Plattform”, sagt Dr. Ulli Spankowski, Co-CEO von Boerse Stuttgart Digital.

“Mit Boerse Stuttgart Digital und tradias schließen sich zwei Unternehmen mit hoher Wachstumsdynamik zusammen. Wir werden der präferierte Partner für Finanzinstitute in ganz Europa sein, die ihren Kunden Zugang zu Kryptowährungen und digitalen Assets anbieten möchten”, sagt Christopher Beck, Co-CEO von Boerse Stuttgart Digital und Founder von tradias.

Verantwortlich für den Inhalt:

Boerse Stuttgart GmbH, Börsenstraße 4, 70174 Stuttgart, Tel: +49 711 222985-711, Fax: +49 711 222985-55, www.boerse-stuttgart.de

Mittelstandsförderung für Klima- und Umweltvorhaben hat sich auf 11,2 Milliarden Euro mehr als verdoppelt

Großes Interesse privater Kunden an Bundesförderung effizienter Gebäude einschließlich Heizungsförderung

Export- und Projektfinanzierungen wachsen um 33 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro

Ökonomisches Ergebnis mit 1.238 Millionen Euro deutlich über Vorjahr – Konzernergebnis bei 877 Millionen Euro

Stefan Wintels: “Es ist sehr erfreulich, dass wir unser Konzernergebnis deutlich steigern konnten. Die KfW setzt diese finanzielle Stabilität ein, um Wirtschaft und Gesellschaft wirksam zu unterstützen.”

Die KfW Bankengruppe hat ein sehr gutes erstes Halbjahr verzeichnet und Finanzierungen in Höhe von 57,7 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 39,4 Milliarden Euro). Damit lag zum Halbjahr das Zusagevolumen für originäres Fördergeschäft auf Rekordniveau. Das Neugeschäft lag rund 46 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vor allem in der inländischen Förderung entwickelte sich das zweite Quartal noch dynamischer als das bereits starke erste Quartal. Das Zusagevolumen erreichte zur Jahresmitte 38,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 25,3 Milliarden Euro). Besonders ausgeprägt war die Nachfrage nach Förderkrediten im Segment Mittelstand für Klimaschutz- und Umweltvorhaben (11,2 Milliarden Euro gegenüber 5,3 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum). Auch die Programme für private Kunden – insbesondere die energieeffiziente Gebäudeförderung inklusive Heizungsförderung – wurden wieder intensiv nachgefragt.

Bei KfW Capital haben sich die Zusagen der Fondsinvestments auf 389 Millionen Euro mehr als verdoppelt (01-06/2025: 146 Millionen Euro).

“Die unvermindert hohe Nachfrage nach unseren KfW-Förderangeboten für Klima- und Umweltvorhaben zeigt deutlich: Unternehmen und private Kundinnen und Kunden sind bereit, in die Zukunft zu investieren – wenn die Rahmenbedingungen stimmen”, sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW. “Mit unseren zinsvergünstigten Krediten und Zuschüssen setzen wir wirksame Anreize für Investitionen. Unsere Förderung ist ein wesentlicher Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und zur Zukunftsfähigkeit des Standorts Deutschland.”

Das Neugeschäft der Export- und Projektfinanzierung erreichte 15,4 Milliarden Euro und liegt damit rund 33 Prozent über dem Vorjahresniveau (01-06/2025: 11,6 Milliarden Euro). Gründe für den Anstieg sind die Nutzung attraktiver Marktopportunitäten sowie der erfolgreiche Abschluss großvolumiger Einzelgeschäfte.

Die Zusagen in der KfW Entwicklungsbank lagen mit 3,1 Milliarden Euro sehr deutlich über dem Vorjahresniveau (01-06/ 2025: 2,0 Milliarden Euro). Ursächlich sind vor allem einige großvolumige Zusagen. Ein Großteil dieser Zusagen besteht aus KfW-Eigenmitteln. Dabei gewinnen deutsche und europäische Wirtschaftsinteressen zunehmend an Bedeutung. Auch die DEG verzeichnete einen Zusageanstieg auf 0,9 Milliarden Euro (01-06/2025: 0,6 Milliarden Euro).

Der KfW-Konzern erzielte im ersten Halbjahr ein Ökonomisches Ergebnis (Konzerngewinn vor IFRS-Effekten, Förderaufwand und Steuern) in Höhe von 1.238 Millionen Euro. Es lag damit rund 50 Prozent über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 824 Millionen Euro).

In ihrem Fördergeschäft setzte die KfW 237 Millionen EUR eigene Mittel als Förderaufwand ein, um die Konditionen ihrer Förderung auch in schwierigen Zeiten zu verbessern (01-06/2025: 246 Millionen Euro). Schwerpunkte lagen in der Förderung von Gründung und Unternehmensinvestitionen, Innovation, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Hierdurch konnte das verbilligte Fördervolumen um rund 30 Prozent ausgeweitet werden. Der erfreuliche Konzerngewinn übertraf mit 877 Millionen Euro den Vorjahreswert deutlich (01-06/2026: 289 Millionen Euro).

“Das deutlich verbesserte ökonomische Ergebnis ist die finanzielle Grundlage unserer Handlungsfähigkeit als Förderbank des Bundes und der Länder. Diese Finanzkraft ist Voraussetzung, um unsere Eigenmittel zu stärken und Förderprogramme zu verbilligen”, sagte Wintels.

Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses (Betriebsergebnis vor Bewertungen und Förderaufwand), das mit 1.103 Millionen Euro über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 969 Millionen Euro) lag, resultierte vor allem aus dem Zinsüberschuss (vor Förderaufwand), der mit 1.567 Millionen Euro das Vorjahr deutlich übertraf (01-06/2025: 1.436 Millionen Euro). Der Provisionsüberschuss (vor Förderaufwand), der vor allem die Vergütung von Förderaktivitäten im Auftrag des Bundes umfasst, erreichte mit 340 Millionen Euro das Vorjahresniveau (01-06/2025: 336 Millionen Euro). Der Verwaltungsaufwand (vor Förderaufwand) konnte mit 805 Millionen Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (01-06/2025: 803 Millionen Euro).

Das Ergebnis aus der Kreditrisikovorsorge zeigte sich mit minus 74 Millionen Euro weiterhin moderat (01-06/2026: minus 95 Millionen Euro). Es resultiert aus Zuführungen zur pauschalen Kreditrisikovorsorge und zu Einzelwertberichtigungen. Gegenläufig wirkten Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen.

Der Beitrag des Beteiligungsportfolios zum Bewertungsergebnis in Höhe von 192 Millionen Euro (01-06/2025: 110 Millionen Euro) ist vor allem auf die positive Entwicklung im Geschäftsfeld KfW Capital zurückzuführen und setzt mit 119 Millionen Euro den positiven Trend in der Venture-Capital-Finanzierung fort. Die Geschäftsfelder DEG und KfW Entwicklungsbank tragen ebenfalls zu einem positiven Ergebnisbeitrag bei.

Das Ergebnis aus der Fremdwährungsbewertung (vor IFRS-Effekten) beträgt 28 Millionen Euro (01-06/2025: minus 174 Millionen Euro). Hierin enthalten sind die in Fremdwährung gehaltenen DEG-Beteiligungen und deren Teilabsicherung.

Der Ertragssteueraufwand belief sich auf 90 Millionen Euro (01-06/2025: 68 Millionen Euro). Rein IFRS-bedingte Bewertungseffekte aus Derivaten, die zu Sicherungszwecken eingesetzt werden, belasteten das Ergebnis mit 34 Millionen Euro (01-06/2025: minus 222 Millionen Euro).

Die Bilanzsumme lag mit 550,4 Milliarden Euro um 9,7 Milliarden Euro über dem Wert Ende 2025 (540,7 Milliarden Euro). Diese Entwicklung ergab sich vor allem durch einen Anstieg der Liquiditätshaltung und des Nettokreditvolumens.

Mit einer Gesamtkapitalquote sowie einer (harten) Kernkapitalquote von jeweils 28,1 Prozent liegen die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten weiterhin auf einem sehr guten Niveau (31.03.2026: 28,5 Prozent beziehungsweise 28,4 Prozent). Der Rückgang der Eigenkapitalquoten ergab sich im Wesentlichen aus einem neugeschäftsbedingten Anstieg des Gesamtrisikobetrags sowie erhöhten Abzugspositionen in den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

  1. Mittelstandsbank und Private Kunden

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden lag das Fördervolumen per 30. Juni 2026 mit 32,9 Milliarden Euro mehr als 50 Prozent über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 21,2 Milliarden Euro).

Mittelstandsbank

In der Mittelstandsbank wurden im ersten Halbjahr Förderkredite in Höhe von 16,5 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 10,2 Milliarden Euro).

Der Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen überstieg mit 3,9 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres (01-06/2025: 3,3 Milliarden Euro).

Im Bereich Klimawandel und Umwelt zeigte sich eine besonders hohe Nachfrage. Hier wurden per Ende Juni 2026 mit 11,2 Milliarden Euro mehr als doppelt so viele Mittel zugesagt wie im Vorjahreszeitraum (01-06/2025: 5,3 Milliarden Euro). Das positive Marktumfeld vor allem im Onshore-Windmarkt beflügelt das Programm “Erneuerbare Energien – Standard”, in dem 7,6 Milliarden Euro zugesagt wurden (01-06/2025: 3,6 Milliarden Euro). Auch das Programm “Klimaschutzoffensive für Unternehmen” hat mit Neuzusagen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro den Vorjahreswert deutlich übertroffen (01-06/2025: 0,3 Milliarden Euro).

Die Innovationsfinanzierung erreichte zum Halbjahr mit 1,5 Milliarden Euro das Niveau des Vorjahres.

Private Kunden

Im Segment Private Kunden ist das Neuzusagevolumen ebenfalls stark gestiegen und lag mit 16,4 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahreswert (01-06/2025: 11,0 Milliarden Euro).

Der Anstieg ist vor allem auf die hohe Nachfrage im Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien zurückzuführen. Hier wurden Mittel in Höhe von 12,9 Milliarden Euro zugesagt (01-06/2025: 7,1 Milliarden Euro). Verantwortlich hierfür waren zum einen die höheren Neuzusagen im Programm “Klimafreundlicher Neubau” (5,4 Milliarden Euro gegenüber 1,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum), wozu auch die Wiedereinführung des Energieeffizienzstandard 55 beigetragen hat. Zum anderen blieb das Interesse an der Bundesförderung für effiziente Gebäude inklusive der Heizungsförderung hoch; die Neuzusagen lagen mit 6,5 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert (01-06/2024: 5,2 Milliarden Euro.

Mit 2,8 Milliarden Euro leicht rückläufig waren die Zusagen im Bereich Wohnen und Leben (01-06/2025: 3,0 Milliarden Euro).

Im Bereich Bildung lagen die Neuzusagen per 30. Juni 2026 mit rund 0,8 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

  1. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielte im ersten Halbjahr 2026 ein Zusagevolumen von rund 5,6 Milliarden Euro und übertraf damit den Vorjahreswert (01-06/2025: 4,0 Milliarden Euro) deutlich.

Im Segment der kommunalen und sozialen Infrastruktur konnte ein Volumen von 3,8 Milliarden Euro zugesagt werden. In einem guten Marktumfeld ist der deutliche Zuwachs gegenüber dem anteiligen Vorjahreswert von 2,8 Milliarden Euro maßgeblich auf große Einzelzusagen in der Basisförderung an kommunale Energieversorger und im “Investitionskredit Digitale Infrastruktur” zurückzuführen.

Die Individualfinanzierung Unternehmen erreichte im ersten Halbjahr ein Zusagevolumen in Höhe von 339 Millionen Euro. Insbesondere infolge eines großvolumigen Engagements im Konsortialkredit Nachhaltige Transformation wurde das Vorjahresergebnis (01-06/2025: 213 Millionen Euro) übertroffen.

Auch die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute konnte mit einem Geschäftsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro das Vorjahresvolumen (01-06/2025: 1,0 Milliarden Euro) steigern. Zu diesem Anstieg trugen in erster Linie sowohl die Allgemeine Refinanzierung für Landesförderinstitute als auch die Förderung von KMU über Globaldarlehen Leasing bei.

  1. KfW Capital

Der gute Jahresstart des Geschäftsfelds KfW Capital hat sich auch im zweiten Quartal fortgesetzt: die Zusagen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 389 Millionen Euro (01-06/2025: 146 Millionen Euro). Der Anstieg setzt sich aus den Zusagen des ERP-VC-Fondsinvestments (European-Recovery-Program Venture-Capital-Fondsinvestments), bei dem KfW Capital im Eigenrisiko in europäische VC-Fonds mit Deutschlandfokus investierte, in Höhe von 117 Millionen Euro und den Zusagen des Zukunftsfonds des Bundes, bei dem treuhänderisch über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) weitere rund 117 Millionen Euro investiert wurden. Über die VC-Säule des Deutschlandfonds, die von KfW Capital umgesetzt wird, wurden zudem Investmentzusagen in Höhe von 130 Millionen Euro über das Tech-Fondsinvest-Programm und weitere 25 Millionen Euro über das Scale-up Direct-Programm in Form von Co-Investments im ersten Halbjahr getätigt. Insgesamt ist sowohl die VC-Fondsinvestment- als auch die Co-Investment-Pipeline von KfW Capital für den Jahresverlauf gut gefüllt.

Darüber hinaus fungiert KfW Capital als Anlageberater des “Wachstumsfonds Deutschland” – dieser zählt mit einem Gesamtvolumen von knapp über einer Milliarde Euro zu den größten VC-Dachfonds in Europa. Mehr als zwei Drittel des Kapitals wurden von privaten institutionellen Investoren bereitgestellt. Der Fonds ist weitgehend ausinvestiert: Bis einschließlich des ersten Halbjahres 2026 wurden rund 935 Millionen Euro an 48 VC-Fonds zugesagt.

  1. KfW IPEX-Bank

Die KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortet und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, hat ihren guten Jahresstart fortgesetzt. Ihre Neuzusagen übertrafen zum Ende des ersten Halbjahres mit 15,4 Milliarden Euro um rund 33 Prozent das Niveau des Vorjahreszeitraums (01-06/2025: 11,6 Milliarden Euro). Zum Neugeschäft haben alle Geschäftssparten beigetragen. Hervorzuheben ist allerdings der Bereich “Energy”: Mit 4,9 Milliarden Euro entfiel auf ihn knapp ein Drittel der Neuzusagen (01-06/2025: 2,8 Milliarden Euro). Fast ebenso stark entwickelte sich der Bereich “Mobility”, der die Sparten Schienenverkehr, Maritime Industrie und Luftfahrt umfasst: Auf ihn entfielen 4,8 Milliarden Euro (01-06/2025: 4,1 Milliarden Euro). Im zweiten Quartal wurden unter anderem Finanzierungen für Windparks in Kanada, Schottland und der Ukraine sowie für Solar- und Batteriespeicherprojekte in Chile, Australien und Kanada bereitgestellt. Hinzu kamen die Produktion von nachhaltigem Flugzeugtreibstoff in Brasilien, Elektrobusse und Ladeinfrastruktur in Großbritannien sowie das größte Fernwärmenetz Westeuropas in Berlin. Mit diesen Finanzierungen unterstützt die KfW IPEX-Bank den Wirtschaftsstandort Deutschland und Europa sowie den weltweiten Transformationsprozess.

  1. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

KfW Entwicklungsbank

Das Geschäftsfeld KfW Entwicklungsbank hat im ersten Halbjahr 2026 für Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 3,1 Milliarden Euro zugesagt (01-06/ 2025: 2,0 Milliarden Euro). Der überwiegende Anteil entfällt auf KfW-Eigenmittel: 2,3 Milliarden EUR, davon wiederum 1,3 Milliarden Euro auf Zusagen für Vorhaben in Asien. So wurden für zwei Projekte in Indonesien insgesamt 661 Millionen Euro zugesagt. Mit 261 Millionen Euro fördert die KfW Entwicklungsbank die nachhaltige Energiewende, mit 400 Millionen Euro ein Programm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des Handels. Dieses Darlehen ist an wirtschaftspolitischen Zielen ausgerichtet. Durch seinen Bezug zum Freihandelsabkommen mit der EU und dem OECD-Beitrittsprozess stärkt es die positive Perspektive Indonesiens als aussichtsreicher Wachstumsmarkt – gerade auch für deutsche Unternehmen. Für Vorhaben in der Ukraine wurden 162 Millionen Euro zugesagt, davon 46 Millionen Euro während der Ukraine Recovery Conference im Juni in Danzig. Dort startete auch der “European Flagship Fund for the Reconstruction of Ukraine”, der private Investitionen in moderne, resiliente Infrastruktur mobilisieren soll. Im Auftrag des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) und der Europäischen Kommission nimmt die KfW eine führende Rolle im Finanzierer-Konsortium zusammen mit EIB (Europäische Investitionsbank), BGK (Bank Gospordarstawa Krajowego), CDP (Cassa Depositi e Prestiti) und Proparco ein. Das Zielvolumen des Fonds beträgt eine Milliarde Euro bis Ende 2027.

DEG

Die DEG konnte die Finanzierung und Begleitung privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern im ersten Halbjahr 2026 weiter ausbauen. Zum 30. Juni 2026 erreichten die Neuzusagen aus DEG-Eigenmitteln 903 Millionen Euro und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 556 Millionen Euro.

Zusagen für private Unternehmen in Lateinamerika hatten daran mit 359 Millionen Euro den größten Anteil. Für Asien konnten 229 Millionen Euro zugesagt werden, für die Region Afrika/MENA 154 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für die starke Entwicklung waren unter anderem Finanzierungen für Banken in Lateinamerika. Diese ermöglichen mit den von der DEG bereitgestellten Darlehen Investitionen vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen. Weitere Mittel gingen etwa an Telekommunikationsdienstleister, um in afrikanischen Ländern zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur und der wirtschaftlichen Teilhabe beizutragen.

  1. Finanzmärkte

Die KfW erhöhte ihr Refinanzierungsziel für 2026 Anfang Juli im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung von bisher 75 bis 80 Milliarden Euro auf 80 bis 85 Milliarden Euro. Dies spiegelt sowohl die starke Entwicklung des inländischen Fördergeschäfts seit Jahresbeginn als auch die erwartete positive Entwicklung in den kommenden Monaten wider.

Im ersten Halbjahr 2026 hat die KfW zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes erfolgreich 58,2 Milliarden Euro an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen (01-06/2025: 50,3 Milliarden Euro). Damit sind bereits über 70 Prozent der für das Gesamtjahr geplanten Mittelaufnahme von 80 bis 85 Milliarden Euro realisiert. Die europäische Heimatwährung stellte mit Zuflüssen von 34,7 Milliarden Euro den größten Anteil (60 Prozent), gefolgt vom US-Dollar mit umgerechnet 12,6 Milliarden Euro (22 Prozent). Hinter dem Pfund Sterling (5,8 Milliarden Euro) avancierte der Hongkong-Dollar im ersten Halbjahr 2026 mit umgerechnet 2,3 Milliarden Euro beziehungsweise vier Prozent des Gesamtvolumens zur viertwichtigsten Refinanzierungswährung.

Auch im Green-Bond-Segment verlief das erste Halbjahr 2026 sehr dynamisch: Das Green-Bond-Volumen erreichte 12,6 Milliarden Euro und lag damit rund ein Drittel über dem Vorjahreszeitraum (9,5 Milliarden Euro). Insgesamt wurden elf Transaktionen in sechs verschiedenen Währungen begeben, wobei ein besonderer Fokus auf großvolumigen, liquiden Euro-Green-Bonds lag, die seit Beginn diesen Jahres Teil des KfW-Benchmark-Programms sind.

Außerdem hat KfW Treasury im ersten Halbjahr 2026 weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt, um die künftige europäische Finanzmarktinfrastruktur mitzugestalten. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette testete die KfW gemeinsam mit Marktteilnehmern blockchain-basierte Pilottransaktionen, Settlement-Modelle auf Basis von Distributed-Ledger-Technologie (DLT), Interoperabilitätsszenarien und Experimente mit digitalem Zentralbankgeld. Jüngste Meilensteine aus dem Juni 2026: die dritte Emission einer DLT-basierten KfW-Anleihe als Kryptowertpapier nach dem elektronischen Wertpapiergesetz (eWpG) sowie ein Investment in den DLT-basierten Bond des Landes Sachsen-Anhalt – dem ersten Kryptowertpapier eines deutschen Bundeslands.

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Einfach digital bezahlen – europaweit

Die norisbank erweitert ihr Angebot: Ab sofort steht Kundinnen und Kunden der norisbank die europäische Bezahl-App Wero zur Verfügung. Mit Wero können sie Geld in Echtzeit an Familie und Freunde senden und empfangen sowie in teilnehmenden Online-Shops bequem bezahlen – sicher, schnell und vollständig digital. Die App funktioniert ohne IBAN- oder BIC-Eingabe und ist so einfach nutzbar wie eine Nachricht auf dem Smartphone.

“Mit Wero geben wir nach dem erfolgreichen Start bei Deutsche Bank und Postbank auch unseren Kundinnen und Kunden eine moderne und souveräne europäische Bezahlalternative an die Hand. Für uns als Direktbank ist es entscheidend, Banking so einfach wie möglich zu gestalten – über Ländergrenzen hinweg. Wero passt perfekt zu unserem Anspruch, schnelle und sichere Lösungen für den Alltag bereitzustellen”, freut sich Maik Wennrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der norisbank GmbH.

Europäische Zahlungsverkehrsstandards entwickeln sich rasant weiter. Mit Wero setzt die norisbank frühzeitig auf eine Infrastruktur, die Sicherheit, Effizienz und digitale Souveränität verbindet. Wennrich: “Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet das: transparente Prozesse, unmittelbare Transaktionen und ein weiteres innovatives Feature im digitalen Girokonto der norisbank.”

Wero wächst weiter – mehr Funktionen kommen hinzu

Wero ist eine digitale Bezahllösung, die seit Juli 2024 von der European Payments Initiative (EPI) betrieben wird. Hinter der EPI steht ein Zusammenschluss von 18 großen europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern, die ihren Kunden Sofortüberweisungen ohne Eingabe von IBAN und BIC sowie künftige Einzelhandelstransaktionen ermöglichen. Ziel von Wero ist es, eine einheitliche mobile Zahlungslösung über eine souveräne digitale Geldbörse für ganz Europa zu etablieren.

Und Wero wird kontinuierlich ausgebaut: Bereits seit Herbst 2025 können Waren und Dienstleistungen mit Wero bezahlt werden, wenn der Online-Shop das anbietet. Geplant sind künftig die Verwaltung von wiederkehrenden Zahlungen, beispielsweise für Abonnements, sowie das Bezahlen an der Kasse im stationären Handel (“Point-of-Sale”). In Vorbereitung sind zudem weitere Mehrwertdienste wie Ratenzahlungen (“Buy Now, Pay Later”), die Integration von Händler-Treueprogrammen und Funktionen zur Verwaltung gemeinsamer Ausgaben.

Die App wird direkt mit dem norisbank Girokonto verknüpft – ohne vorherige Aufladung. Beträge werden sofort abgebucht oder gutgeschrieben. Perspektivisch wird Wero zusätzlich in die norisbank-App integriert, um die Nutzung weiter zu vereinfachen.

“Unsere Kundinnen und Kunden erwarten einfache Lösungen – und genau das erfüllt Wero. Die App fügt sich nahtlos in den digitalen Alltag ein und macht Zahlungen genauso unkompliziert wie Messaging. Gleichzeitig macht Wero unser Girokonto noch attraktiver und stärkt das Gesamtpaket der norisbank aus leistungsstarkem Konto, modernen Services und attraktiven Tagesgeldangeboten”, so Maik Wennrich.

“Mit der Einführung von Wero bei der norisbank wächst unser europäisches Netzwerk weiter”, ergänzt Martina Weimert, CEO der European Payments Initiative. “Unser Ziel ist es, Menschen und Unternehmen in Europa eine einheitliche, sichere und einfach nutzbare Bezahlmethode anzubieten – unabhängig von nationalen Grenzen. Die norisbank ist ein wichtiger Teil dieser Entwicklung und bringt uns unserem Ziel eines paneuropäischen Zahlungssystems näher.”

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Schwacher Wohnungsbau verschiebt Vermögensaufbau

Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland hat Ende 2025 mit rund 10 Billionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht. Damit ist die finanzielle Vermögensbasis der privaten Haushalte trotz mehrerer Krisenjahre mit Pandemie, Energiepreisschock, hoher Inflation und schwacher Konjunktur im vergangenen Jahr mit knapp 5 Prozent deutlich gewachsen. Nach Einschätzung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) dürfte sich dieses Wachstum im laufenden Jahr allerdings verlangsamen. Geopolitische Spannungen, eine erhöhte Unsicherheit sowie zeitweise starke Schwankungen an den Finanzmärkten belasten den Vermögensaufbau.

“Dass die privaten Haushalte trotz schwacher Konjunktur und anhaltender Unsicherheiten heute über ein Geldvermögen von nahezu zehn Billionen Euro verfügen, ist zunächst eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass die finanzielle Vermögensbasis der privaten Haushalte in Deutschland insgesamt trotz mehrerer Krisenjahre weiter gewachsen ist”, sagt Marija Kolak, Präsidentin des BVR. “Gleichzeitig dürfen wir die Entwicklung nicht isoliert betrachten. Der Rekord ist nicht allein Ausdruck einer höheren Sparleistung. Er spiegelt auch strukturelle Veränderungen wider, die wirtschaftspolitisch aufmerksam beobachtet werden müssen.”

Der kräftige Anstieg des Geldvermögens ist auch Ausdruck einer anhaltenden Schwäche bei den Investitionen in Wohnimmobilien. Weil private Haushalte weniger Mittel in Wohneigentum investieren, fließt ein größerer Teil der verfügbaren Mittel in Finanzanlagen, heißt es in der aktuellen Sparstudie des BVR.

“Deutschland muss den Investitionsstau im Wohnungsbau endlich auflösen. Eine nachhaltige Vermögensbildung braucht auch Investitionen in Wohnraum und Wohneigentum. Deshalb brauchen wir bessere Rahmenbedingungen, damit private Haushalte wieder stärker in Wohneigentum investieren können”, mahnt Kolak.

Nach Meinung des BVR gehören dazu insbesondere schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren, mehr verfügbares Bauland sowie Maßnahmen zur Senkung der Baukosten. Ein stärkerer Wohnungsbau würde nicht nur den angespannten Wohnungsmarkt entlasten, sondern auch den langfristigen Vermögensaufbau der privaten Haushalte stärken.

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Die Richtung stimmt: EU-Kommission beschreibt in aktueller Mitteilung wichtigen Reformbedarf, konkret bewertbare Vorschläge fehlen

Weiter steigende Eigenkapitalbelastung wird nicht angemessen adressiert

Für vom Output-Floor betroffene deutsche Banken droht durch bereits beschlossene Regulierung von heute bis 2032 ein weiterer Eigenkapitalanstieg von rund 20 %

vdp fordert dauerhafte Fixierung des Output-Floors bei 50 % – wirksam, minimalinvasiv, ohne Gefährdung der Finanzstabilität

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) begrüßt grundsätzlich, dass die Europäische Kommission in ihrer jüngst veröffentlichten Mitteilung zur Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Bankensektors zahlreiche Schwächen des bestehenden Regulierungsrahmens zutreffend identifiziert. Positiv ist insbesondere, dass in den Reformüberlegungen erstmals über eine reine Simplifizierung, also den reinen Abbau bürokratischen Übermaßes in der Regulierung, hinausgegangen wird.

Die Mitteilung der Kommission zeigt allerdings bislang nur recht allgemein Problemfelder und Handlungsmöglichkeiten auf, verzichtet hingegen auf die Entwicklung konkreter Lösungsansätze. Das wird – fast zwei Jahre nach dem Draghi-Report – der Dringlichkeit des Reformbedarfs in der überbordenden Bankenregulierung und der Dynamik der diesbezüglichen Entwicklungen in anderen Rechtsräumen nicht gerecht.

Unverständlich ist überdies, dass die EU-Kommission sich sehr intensiv dem Thema einer möglichen Konsolidierung im europäischen Bankenmarkt widmet, das Thema Kapitalentlastungen hingegen weiterhin nur untergeordnet adressiert. Sie lässt gerade damit Entwicklungen in anderen Regionen der Welt, vor allem in den USA, außer Acht und ignoriert wissentlich den negativen Zusammenhang zwischen Eigenkapitalhöhe/-niveau und der Kreditvergabefähigkeit von Banken.

“Die EU-Kommission gewichtet das Thema der weiter steigenden Eigenkapitalbelastungen in Europa bislang nicht ausreichend hoch und ignoriert damit Entwicklungen in anderen Regionen der Welt. So wird das Kreditvergabepotenzial europäischer Banken nicht hinreichend gestärkt”, kommentiert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

Die europäischen Banken fordern keine massiven Kapitalentlastungen, wie sie nun US-Instituten eingeräumt werden. Die durch die bisherigen Reformen – darunter vor allem Basel III – erreichte Stabilität soll nicht in Frage gestellt werden. Wenn jedoch der europäische Bankensektor – explizit auch aus Sicht von Aufsicht und Regulierern – heute bereits stabil und gut kapitalisiert ist, muss den in den nächsten Jahren der zu erwartenden weiteren starken Zunahme der Eigenkapitalbelastungen konsequent Einhalt geboten werden.

Für die in Deutschland vom Output-Floor betroffenen Banken bedeutet die bereits beschlossene Regulierung von heute bis 2032 einen weiteren Eigenkapitalanstieg um rund 20 %. Das ist nicht sachgerecht. Eine denkbare, minimalinvasive Lösung besteht in der dauerhaften Fixierung des Output-Floors auf seinem Einstiegsniveau von 50 %.

So würde ein Eigenkapital-Aufwuchs im “Autopilot-Modus” verhindert, die Leistungsfähigkeit europäischer Banken wirklich gestärkt und zugleich die Finanzstabilität nicht beeinträchtigt. Zudem würde der Output-Floor damit endlich zu dem, wofür er zu Beginn eigentlich gedacht war: ein Backstop für die Kapitalunterlegung – anstatt einer alles bestimmenden Steuerungsgröße.

Der Anpassungsbedarf bei der Behandlung der Eigenkapitalunterlegung von Wohnimmobilienkrediten und ungerateten Unternehmenskrediten scheint inzwischen grundsätzlich erkannt. Eine Verstetigung der bislang befristet gewährten regulatorischen Privilegierung ist deshalb sachgerecht und auch dringend notwendig. Zugleich wäre auch eine vergleichbare Behandlung von bestimmten Gewerbeimmobilienfinanzierungen, die im Rahmen von Hard-Tests identisch geringe Ausfallraten nachweisen können, geboten.

In den Blick genommen werden sollte auch die prohibitive Eigenkapitalunterlegung von ADC-Finanzierungen(Acquisition, Development and Construction – die typische Finanzierungsform für Neubau und Sanierung von Immobilien). Sie ist ein eklatanter Konstruktionsfehler der europäischen Basel-III-Umsetzung. Denn die aktuelle Behandlung mit einem Risikogewicht, das dem eines ausgefallenen Kredits entspricht, ist nicht nur nicht sachgerecht, sie steht zudem den europäischen politischen Zielen der Schaffung von Wohnraum und der nachhaltigen Transformation des Gebäudebestands diametral entgegen.

Der vdp erwartet, dass den Analysen der Kommission nun schnell konkrete Gesetzgebungsvorschläge folgen, die die Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich stärken. Benötigt wird eine Anpassung, die die Bankenregulierung sach- und risikogerecht ausgestaltet, den erreichten Sicherheitsstandard wahrt und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit und – noch wichtiger – die Leistungsfähigkeit der Kreditwirtschaft für die Realwirtschaft in den Fokus nimmt.

“Die Richtung stimmt. Den allgemeinen Analysen müssen nun aber zügig konkrete Maßnahmen folgen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Kreditwirtschaft tatsächlich spürbar verbessern”, fordert Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp.

“Ein wettbewerbsfähiger europäischer Bankenmarkt braucht einen Regulierungsrahmen, der risikosensitiv und einfach ausgestaltet ist. Nur so können Kreditinstitute ihre zentrale Aufgabe erfüllen: Investitionen, Wohnungsbau und nachhaltige Transformation zu finanzieren”, so Tolckmitt.

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Kolak: Ergebnis unterstreicht Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe – Reform der Sicherungseinrichtung erfolgreich abgeschlossen – Zukunft gestalten – finanzielle Bildung und technologische Innovation als Handlungsfelder

Die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken hat sich im Geschäftsjahr 2025 in der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands gut behauptet. Der konsolidierte Gewinn vor Steuern lag bei 11,6 Milliarden Euro. “Unsere Banken haben solide gewirtschaftet und sind für ihre Kunden in diesen anspruchsvollen Zeiten da. Das zahlt sich aus: in langjährigen Beziehungen zu Millionen von Menschen und Unternehmen und in einem weiter gewachsenen Kundengeschäft”, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Marija Kolak, anlässlich der Präsentation des gruppenweiten Jahresabschlusses. Das Ergebnis unterstreiche die Wettbewerbsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Zugleich verwies Kolak auf zunehmende Herausforderungen aus dem konjunkturellen Umfeld und den spürbar steigenden Wettbewerbsdruck am deutschen Bankenmarkt. “Wir arbeiten daher mit voller Energie für unsere Zukunftsfähigkeit und stellen die Kunden dabei in den Mittelpunkt.”

Das allgemeine Wirtschaftsklima, die Investitionsbereitschaft und das Verbrauchervertrauen seien jedoch weiter gedämpft, so Kolak. Viele Unternehmen litten unter schwankenden Energie- und Rohstoffpreisen, steigendem Fachkräftemangel sowie handelspolitischen Risiken. “Umso wichtiger ist eine Wirtschaftspolitik im Inland, die Orientierung, Tempo und Planungssicherheit bietet”, sagte die BVR-Präsidentin. Die jüngsten Beschlüsse der Koalition zu Aufschwung und Beschäftigung und das klare Bekenntnis zu den Vorschlägen der Rentenkommission seien wichtige Zeichen. “Auch die heute im zweiten Entlastungskabinett vorgesehenen Deregulierungsmaßnahmen sind vielversprechende Signale, dass die Regierung Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum wieder stärker in den Fokus rückt”, kommentierte Kolak. Jetzt komme es auf die konsequente Umsetzung an. Sie warb zugleich für eine ambitioniertere Reform der Einkommensteuer: “Die vorgesehenen Entlastungen werden bei vielen nicht einmal die kalte Progression ausgleichen. Durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes werden leistungsstarke Mittelständler – also diejenigen, auf deren Investitionen es jetzt ankäme – auch noch zusätzlich belastet.”

Beim Thema finanzielle Bildung und Vorsorge sieht Kolak nach Jahren des Stillstands Bewegung. Die geplante Frühstart-Rente und das Altersvorsorgedepot seien wichtige Schritte für eine stärkere dritte Säule. Noch fehle Anbietern mit dem Gesetzentwurf allerdings die notwendige rechtliche Verlässlichkeit. “Unsere Häuser stehen in den Startlöchern”, so Kolak. Die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken setzt dabei nicht nur auf Vorsorge- und Anlageprodukte, sondern auf ein breites Bildungsangebot. Dazu gehören Unterrichtsmaterialien für Schulen und das Schulserviceportal “Jugend und Finanzen”, der Kinderpodcast “Alles über Knete”, Formate für junge Menschen in den sozialen Medien sowie die Entwicklung einer eigenen Finanzbildungs-App, die derzeit gemeinsam mit der gruppeneigenen NextGen-Consultancy Neonblau vorangetrieben wird.

Neben verlässlichen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und einer stärkeren privaten Vorsorge sieht der BVR vor allem technologische Innovationskraft als entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Europa und den Finanzstandort Deutschland. Mit dem Tech Sovereignty Package hat die EU-Kommission Anfang Juni ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, das Europas Abhängigkeit bei Cloud, Künstlicher Intelligenz und Halbleitern verringern und eigene technologische Alternativen stärken soll. Nun kommt es darauf an, aus diesen politischen Weichenstellungen konkrete Investitionen und marktfähige Lösungen entstehen zu lassen. Digitale Souveränität sollte dabei nicht Abschottung bedeuten, sondern die Fähigkeit, technologische Entwicklungen aktiv mitzugestalten und für Kunden nutzbar zu machen. Die genossenschaftliche FinanzGruppe treibt den Einsatz von KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran – von der Automatisierung ihrer Prozesse über intelligente Datennutzung bis hin zu neuen Anwendungen in Beratung und Service. Zugleich bringt sie ihre Erfahrungen als Betreiber kritischer Finanzinfrastruktur aktiv in die politische Debatte um Cloud-Technologien, Datenhoheit und KI-Regulierung ein.

Mit seinem Reformprojekt Geno Next Level hat der BVR erfolgreich die Sicherungseinrichtung gestärkt und ihre Eingriffsrechte bei Banken im Präventions- und Sanierungsstatus verschärft. Die dafür erforderlichen Änderungen an Statuten hat die BVR-Mitgliederversammlung im Juni mit sehr großer Mehrheit beschlossen. “Das ist ein Meilenstein für die Zukunft unseres Sicherungssystems und ein Beleg für die Handlungsfähigkeit unserer Gruppe”, bilanzierte Kolak nach anderthalb Jahren eines von Primärbanken, Regionalverbänden und Verbundunternehmen getragenen Reformprozesses.

In den kommenden Monaten werden sich die Aufsichtsräte und Vorstände aller Genossenschaftsbanken zudem mit dem vom BVR vorgelegten Vorstands- und Aufsichtsratskodex befassen. Dieser soll ein gemeinsames Verständnis verantwortungsvoller Unternehmensführung fördern. Auch die Weiterentwicklung des gruppenweiten Risiko- und Finanzmanagements war Bestandteil von Geno Next Level. Die im Projekt erarbeiteten Leitplanken werden derzeit vom BVR weiter ausgearbeitet.

Erfolgreiches Kundengeschäft

Der Zinsüberschuss – die größte Ertragsquelle der Genossenschaftsbanken – stieg im Jahr 2025 leicht auf 24,5 Milliarden Euro und bestätigt das hohe Vorjahresniveau (24,3 Milliarden Euro).

Dynamischer wuchs erneut der Provisionsüberschuss auf 9,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,5 Milliarden Euro). Haupterlösquellen waren weiterhin Erträge aus dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft.

Das Handelsergebnis verbesserte sich spürbar und drehte von minus 643 Millionen Euro auf plus 384 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür ist der Wegfall marktbedingter Bewertungseffekte bei eigenen Emissionen. Gegenläufig wirkte die Normalisierung des Ergebnisses aus Finanzanlagen von 930 Millionen Euro auf 142 Millionen Euro. Zwar konnten auch hier Wertaufholungen verzeichnet werden, diese fielen jedoch wesentlich geringer aus als im Vorjahr.

Im Berichtsjahr hervorzuheben ist das Versicherungsgeschäft. Eine erfreuliche Entwicklung im Kundengeschäft sowie eine geringere Schadendynamik führten zu einem deutlichen Ergebnisanstieg von 56 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro.

Ihre Risikovorsorge hält die genossenschaftliche FinanzGruppe im Geschäftsjahr 2025 auf weiter hohem Niveau von 4,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,5 Milliarden Euro). Hierin spiegelt sich das aufgrund der schwachen Konjunktur weiterhin anziehende Insolvenzgeschehen bei Unternehmen und Verbrauchern, aber auch die vorsorgliche Planung der Finanz- und Risikomanager in den Banken wider.

Die erzielten Erträge kompensieren die steigenden Verwaltungsaufwendungen, die sich im Geschäftsjahr auf 22,2 Milliarden Euro nach 20,8 Milliarden Euro im Vorjahr erhöhten. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Personalaufwendungen durch Tariferhöhungen und Neubesetzungen. Die Zahl der Mitarbeitenden der genossenschaftlichen FinanzGruppe stieg 2025 um rund 3.000 Personen auf rund 176.500. Damit setzte sie den strategischen Beschäftigungsaufbau im dritten Jahr in Folge fort. Darüber hinaus stiegen die IT-Ausgaben. Die FinanzGruppe investiert damit weiterhin gezielt in ihre Mitarbeitenden und die digitale Weiterentwicklung ihrer Banken.

Die Aufwand-Ertrags-Relation wuchs hierdurch moderat um 1,5 Prozentpunkte auf 58,3 Prozent und liegt damit weiterhin auf gutem Niveau. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern in Höhe von 4,2 Milliarden Euro belief sich der Jahresüberschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2025 auf 7,4 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung im Kundengeschäft spiegelte sich auch in der Bilanz wider: Die Forderungen an Kunden stiegen um 2,9 Prozent, die Kundeneinlagen um 2,7 Prozent. Die konsolidierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen FinanzGruppe erhöhte sich damit auf 1,68 Billionen Euro und lag 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Die genossenschaftliche FinanzGruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Eigenkapitalbasis, die weiterhin zu 83 Prozent von den Genossenschaftsbanken getragen wird, kräftig ausbauen. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um knapp 5,3 Prozent auf 158,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent. Mit dieser sehr soliden Kapitalausstattung ist die genossenschaftliche FinanzGruppe gut aufgestellt für die Zukunft – sowohl für Risiken als auch für erwartete Finanzierungsbedarfe. Dies bestätigen auch die Ratingagenturen: Sowohl Fitch mit AA- als auch Standard & Poor’s mit A+ beurteilen die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken im Branchenvergleich sehr gut – beide mit einem stabilen Ausblick.

Hintergrundinformation zur Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken:

Die 646 Volksbanken und Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD Banken, genossenschaftlichen Kirchenbanken sowie Spezialinstitute vereinen das Kapital der genossenschaftlichen FinanzGruppe – einschließlich der Zentralbank DZ BANK AG – fast vollständig auf sich. Sie betreuen über 30 Millionen Kunden, von denen 17,5 Millionen als Mitglieder Geschäftsanteile an den Kreditgenossenschaften halten. Die Eigentümerstruktur der genossenschaftlichen Bankengruppe ist damit sehr breit und vollständig in privater Hand.

Die Zentralbank und Verbundunternehmen, zu denen neben der Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, der DZ HYP AG, der Union Asset Management Holding AG und der R+V Versicherung AG unter anderem auch die Münchener Hypothekenbank eG, VR Smart Finanz, die TeamBank AG und die DZ PRIVATBANK S.A. gehören, stellen den Volksbanken und Raiffeisenbanken Allfinanzprodukte und -leistungen zur Verfügung, die von den Genossenschaftsbanken im Rahmen ihrer jeweiligen Positionierung im Markt bedarfsgerecht angeboten werden können.

Der BVR ist das strategische Kompetenzzentrum der genossenschaftlichen Bankengruppe und vertritt als Spitzenverband der Kreditwirtschaft bundesweit und international die Interessen der genossenschaftlichen Bankengruppe. Der BVR betreibt ferner ein duales System der Institutssicherung. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft BVR Institutssicherung GmbH ist amtlich als Einlagensicherungssystem anerkannt und stellt – neben der Institutssicherung – den gesetzlichen Auftrag sicher, im Fall einer Bankinsolvenz die Entschädigung der Einleger nach Maßgabe des Einlagensicherungsgesetzes vorzunehmen. Die Sicherungseinrichtung des BVR gewährleistet als zusätzliches, freiwilliges System ebenfalls die Einlagensicherung über den Weg der Institutssicherung.

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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Der Rohstofffonds ist mit zwei Beteiligungen bereits erfolgreich gestartet. Es ist beabsichtigt, die Mittel für Rohstoffprojekte zur Gewinnung, Verarbeitung und zum Recycling von kritischen Rohstoffen auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufzustocken.

Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups sowie den breiten Mittelstand stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere 1,5 Milliarden Euro bereit. Dies beinhaltet auch die Aufstockung und Verstetigung des Zukunftsfonds.

Konkrete Finanzierungen in den Zielgruppen Industrie und Mittelstand, Energieunternehmen sowie Start-ups und Scale-ups sind erfolgt, weitere Bausteine stehen vor dem Start.

Der im Dezember 2025 gestartete Deutschlandfonds ist erfolgreich angelaufen. Der Deutschlandfonds wurde geschaffen, um privates Kapital für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren und so die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu steigern. Private Investitionen sind ein Schlüsselfaktor für mehr Wachstum in Deutschland. Der Deutschlandfonds zielt darauf ab, dass privates Kapital dorthin fließt, wo Innovationen entstehen und Wachstum möglich wird. Dafür adressiert er mit verschiedenen Instrumenten gezielt die Bedarfe von Industrie, Mittelstand und jungen Unternehmen, Start-ups und Scale-ups sowie Energieversorgungsunternehmen.

Der Deutschlandfonds als wichtige Maßnahme der Bundesregierung zur Mobilisierung privaten Kapitals hat in den ersten sechs Monaten erste Finanzierungen erfolgreich angestoßen und so mithilfe staatlicher Anreize konkrete private Investitionen in wichtigen Zukunftsfeldern ermöglicht. Weitere Projekte und Bausteine stehen vor dem Start. Für die Zielgruppe Start-ups und Scale-ups sowie den breiten Mittelstand stellen Bund und KfW in den nächsten zehn Jahren insgesamt weitere 1,5 Milliarden Euro bereit.

Der Rohstofffonds, als ein Baustein des Deutschlandfonds, hat für zwei Rohstoffvorhaben zur Gewinnung von Seltenen Erden und Lithium Investitionsentscheidungen getroffen. Darüber hinaus wurden unter dem Deutschlandfonds Beteiligungen an deutschen Technologie-Start-ups erworben. Das Modul zu Verbriefungen zur Verbesserung der Kreditversorgung des Mittelstands ist ebenfalls angelaufen; erste Avalfinanzierungen für die Produktion von Transformationstechnologien sind zeitnah geplant. Weitere konkrete Projekte sind in der Pipeline: So hat die Konzeption für “MittelstandsKapital”, das im Herbst 2027 starten soll, begonnen, in der Energiewirtschaft stehen drei neue Bausteine des Deutschlandfonds kurz vor dem Start. Außerdem läuft das neue Venture-Capital-Programm “WIN 400” bereits ab heute.

Der Bundesminister der Finanzen Lars Klingbeil: “Der Deutschlandfonds ist ein Instrument, mit dem wir Deutschland innovativer und wettbewerbsfähiger machen können. Nach dem erfolgreichen Start werden wir den Deutschlandfonds jetzt weiter ausbauen. Wir setzen öffentliche Mittel gezielt als Hebel ein, damit deutlich mehr investiert wird. Der Deutschlandfonds kann Risiken absichern und so dafür sorgen, dass die besten Ideen in Deutschland entstehen und hier auch groß gemacht werden. So können wir für mehr Investitionen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und Biotechnologie sorgen und zugleich Industrie und Mittelstand stärken. Außerdem investieren wir in unsere Sicherheit, Resilienz und Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen. Damit mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden, bauen wir zusammen mit der KfW einen Wohnungsbaufonds auf.”

Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche: “Deutschland verfügt über starke Unternehmen und gute Technologien. Häufig entscheidet die Finanzierung darüber, wie schnell daraus neue Produktionsanlagen, moderne Energienetze oder international erfolgreiche Wachstumsunternehmen entstehen. Genau an dieser Stelle setzt der Deutschlandfonds an. Mit Garantien, Krediten und Beteiligungen übernimmt der Staat gezielt einen Teil des Risikos und öffnet damit Raum für ein Vielfaches an privaten Investitionen. Rund 30 Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln und Garantien sollen Investitionen von insgesamt rund 130 Milliarden Euro auslösen.

Die ersten Instrumente sind gestartet, auch ein erstes Scale-up-Investment wurde bereits umgesetzt. Jetzt bauen wir den Fonds Schritt für Schritt aus. Wir stärken die Finanzierung kritischer Rohstoffprojekte und stellen zusätzliches Wachstumskapital für Start-ups und Scale-ups bereit. So schließen wir konkrete Finanzierungslücken und sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Technologien, Produktion und Wertschöpfung in Deutschland ausbauen können.”

Der Vorstandsvorsitzende der KfW Stefan Wintels: “Die ersten sechs Monate nach dem Start zeigen: Der Deutschlandfonds löst Investitionen in und für unseren Standort aus. Als KfW werden wir die Erfahrungen aus den ersten Vorhaben zusammen mit der Bundesregierung auswerten und zur Weiterentwicklung des Deutschlandfonds nutzen – damit aus ersten Erfolgen eine dauerhafte Investitionsdynamik für Deutschland verstärkt wird. Unser Ziel bleibt es, vor allem private Investitionen zu stimulieren – auch durch neue Finanzierungsinstrumente.”

Die Projekte und Fortschritte des Deutschlandfonds im Einzelnen

Für die Zielgruppe der Start-ups und Scale-ups wird wirksam privates Kapital mobilisiert, und die Finanzierungsmöglichkeiten werden ausgeweitet:

  1. KfW Capital hat im Rahmen des Investitionsprogramms “Scale-up Direct” seit Dezember 2025 direkt in mehrere Unternehmen investiert. Das Interesse an Scale-up Direct ist sehr hoch, sodass bis zum Ende des Jahres weitere Investitionen erwartet werden.
  1. Als eine Maßnahme zur Verstetigung des Zukunftsfonds wird das Programm “Tech-Fondsinvest” aus Mitteln des Bundes aufgestockt und aus Mitteln der KfW ergänzt. Damit steht für Investitionen in Venture-Capital-Fonds über dieses breit anwendbare Programm zusätzlich ein Volumen von rund 770 Millionen Euro zur Verfügung. In diesem Rahmen wird das jährliche Zusagevolumen von KfW Capital um 50 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.
  1. Seit dem Start des Deutschlandfonds im Dezember hat KfW Capital bereits rund 185 Millionen Euro in mehreren Venture-Capital-(VC-)Fonds zugesagt. Die VC-Fonds sind auch bei diesem Programm verpflichtet, mit mindestens dem von KfW Capital eingebrachten Kapital Start-ups und innovative Tech-Unternehmen vor allem aus den Bereichen DeepTech, BioTech und KI in Deutschland zu finanzieren.
  1. Für innovative Fondsansätze stellt die KfW unter dem Deutschlandfonds über das Programm WIN 400 außerdem 400 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu gehören zum Beispiel VC-Investments in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, in Secondary-Fonds und in hochinnovative Lösungen im Bereich DeepTech oder auch in Fonds, die das Thema Unternehmensnachfolge und Transformation des Mittelstands im Blick haben.

In der Zielgruppe Industrie und Mittelstand zeigt der Deutschlandfonds bereits sichtbare Wirkung:

  1. Der Rohstofffonds nimmt Fahrt auf und soll erheblich aufgestockt werden: Mit einer Erhöhung auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2030 weitere Rohstoff-Projekte realisiert werden. Das ist ein Meilenstein, um die Versorgungssicherheit und Resilienz der Industrie bei kritischen Rohstoffen abzusichern. Die Aufstockung des Rohstofffonds ist Gegenstand des anstehenden parlamentarischen Haushaltsverfahrens. Zwei konkrete Investitionen wurden bereits getätigt, ein weiteres Projekt ist derzeit in der Due-Diligence-Prüfung. Für weitere aussichtsreiche Vorhaben werden Investitionsentscheidungen vorbereitet. So hat die KfW im Auftrag der Bundesregierung 150 Millionen Euro Eigenkapital für die klimaneutrale Lithiumförderung von Vulcan Energy Resources sowie 50 Millionen Euro für ein Projekt zur Förderung von Seltenen Erden des Unternehmens Arafura Rare Earths zur Verfügung gestellt. Maßnahmen für ein besseres Ineinandergreifen der Finanzierungsinstrumente zur strategischen Rohstoffbeschaffung und für eine einheitliche Marktansprache werden eingeleitet.
  1. Die Absicherung hoher Anzahlungs-, Gewährleistungs- und Umsetzungsleistungen durch Avale bzw. Garantien versetzen Unternehmen in die Lage, zukünftig deutlich größere Projekte zu realisieren. Ein Abschluss steht in Kürze im Bereich Windenergie an.
  1. Der Deutschlandfonds soll zudem über Verbriefungen den Mittelstand mit dem Kapitalmarkt verknüpfen. Indem Finanzierungspartner bei Risiko und Eigenkapital entlastet werden, entsteht zusätzlicher Spielraum für neue Kredite. So hat sich die KfW Anfang Juni an Verbriefungen von Leasingforderungen deutscher Mittelständler beteiligt; weitere Transaktionen sind in Vorbereitung.
  1. Anknüpfend an das Auslaufen von RegioInnoGrowth (RIG) im August 2027, arbeiten Bund und KfW unter Einbindung der Landesförderinstitute an der Ausgestaltung des Nachfolgeprogramms MittelstandsKapital. MittelstandsKapital soll Wachstums- und Innovationsfinanzierung im breiten Mittelstand über Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel stärken und dabei auch die von RIG adressierten innovativen Start-ups weiterhin unterstützen. Regionale Bedarfe können gezielt berücksichtigt werden. Orientiert an der Struktur von RIG, werden Mittel des Bundes auf Ebene der Landesprogramme um Mittel der Bundesländer ergänzt und private Investoren eingebunden.

Zur Stärkung der Investitionen in die Energieinfrastruktur sind die Arbeiten und erste Projekte im Deutschlandfonds deutlich vorangeschritten:

  1. Als nächste Stufe bereitet die KfW Kreditinstrumente für Energieversorgungsunternehmen vor. Der Investitionskredit Energieversorgung und der KfW-Konsortialkredit Energieversorgung sollen zusätzliche Finanzierungsspielräume für Investitionen in netzgebundene Wärme- oder Kälteversorgung (Erzeugung, Speicherung und Verteilung) und den Ausbau der Stromverteilung in Deutschland eröffnen. Beide Programme sollen im August starten. Auch das Programm Erneuerbare Energien – Plus mit Haftungsfreistellung soll über eine Risikoübernahme sowie einer zusätzlichen Zinsvergünstigung die Kreditvergabe in erneuerbare Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung sowie Energiespeicher erhöhen. Der Produktstart von Erneuerbare Energien – Plus mit Haftungsfreistellung soll in diesem Herbst erfolgen.
  1. Derzeit laufen Gespräche mit den Ländern, um 2027 ein Programm zur Bereitstellung von mezzaninem Kapital an Energieversorgungsunternehmen mit den Landesförderinstituten zu realisieren. Es soll die Kapitalbasis von Energieversorgern stärken und zusätzliche Fremdkapitalaufnahmen für Investitionen in Stromverteiler- und Wärmenetze ermöglichen. Die Einbindung privater Investoren in die Gesamtfinanzierung ist auch in diesem Produkt möglich.
  1. Mit dem KfW-Förderkredit Geothermie ist ein erstes Instrument gestartet, das ein zentrales Investitionshemmnis angeht: das Risiko, bei Bohrungen nicht fündig zu werden. Aktuell werden sieben Geothermie-Projekte geprüft, weitere Projekte haben ihr Interesse angemeldet.

Zur Website des Deutschlandfonds: https://www.kfw.de/s/dekB8aSA

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72 Prozent der unter 40-Jährigen nutzen Mobile Payment – bei Älteren sind es 36 Prozent – Kontaktloses Bezahlen mit Karte ist mit 87 Prozent breit etabliert

Kontaktloses Bezahlen mit Karte ist in Deutschland inzwischen Alltag, Mobile Payment bleibt dagegen vor allem Sache der Jüngeren. Während 87 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Bank- oder Kreditkarte kontaktlos einsetzen, zahlen 47 Prozent mit Smartphone, Smartwatch oder App. Besonders deutlich ist der Unterschied zwischen den Generationen: 72 Prozent der unter 40-Jährigen nutzen Mobile Payment, bei den Älteren sind es 36 Prozent. Das zeigt die repräsentative “Postbank Digitalstudie 2026”.

Ob im Kiosk, an der Tankstelle oder im Supermarkt: Kontaktloses Bezahlen hat sich in Deutschland fest etabliert. 87 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher halten an der Kasse ihre Karte ans Lesegerät. Für 61 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer steht dabei der Komfort im Vordergrund.

Mobile Payment legt zu, aber die Karte bleibt beliebter

Das mobile Bezahlen mit Smartphone, Smartwatch oder App legt zu, wird aber im Vergleich zur Karte deutlich seltener genutzt. 47 Prozent der Deutschen zahlen mittlerweile auf diese Weise; 2025 waren es 35 Prozent. Mehr als die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer nennt praktische Gründe: Sie haben das Smartphone ohnehin dabei und sparen sich den Griff zur Bankkarte.

Bei der Akzeptanz zeigen sich deutliche Altersunterschiede. Während 72 Prozent der unter 40-Jährigen bereits mobil bezahlen, sind es bei den Älteren 36 Prozent. Jüngere setzen Mobile Payment deutlich häufiger im Handel und in der Gastronomie ein. Knapp jede oder jeder Fünfte der 18- bis 39-Jährigen nutzt mobiles Bezahlen fast immer, wenn es möglich ist.

Wer Mobile Payment ablehnt, nennt neben der Vorliebe für klassische Bezahlmethoden (62 Prozent) vor allem Sicherheits- und Datenschutzbedenken. 39 Prozent fürchten etwa den Diebstahl des Geräts oder Missbrauch ihrer Zahlungsdaten. Beim kontaktlosen Bezahlen haben 38 Prozent derjenigen, die diese Methode ablehnen, vergleichbare Bedenken.

“Die größte Hürde für Mobile Payment ist weniger die Sicherheit als die Gewohnheit”, sagt David Dommel, Leiter digitales Performance-Marketing der Postbank. “Wer das Bezahlen mit dem Smartphone im Alltag noch nicht ausprobiert hat, bleibt meist bei Karte oder Bargeld.”

Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2026

Für die “Postbank Digitalstudie 2026 – die digitalen Deutschen” wurden im Mai dieses Jahres 3.050 Einwohnerinnen und Einwohner befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im zwölften Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in verschiedenen Lebensbereichen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2022 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

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Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Friedrich-Ebert-Allee 114-126, 53113 Bonn,Tel: +49 (0)228 920 -0, Fax: +49 (0)228 920 -35151, www.postbank.de

Die Europäische Kommission hat am 17.7.2026 ihre Mitteilung zur Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors und des Binnenmarktes im Bankwesen veröffentlicht. Darin stellt sie die aus ihrer Sicht wesentlichen Handlungsfelder und Vorhaben für ein zukunftsorientiertes europäisches Bankensystem vor. Im ersten Quartal 2027 will die Europäische Kommission auf Grundlage ihrer Mitteilung legislative Vorschläge vorlegen.

Daniel Quinten, Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, erklärt federführend für die Deutsche Kreditwirtschaft (DK): “Die Europäische Kommission benennt zwar wesentliche Problemfelder zutreffend, wozu zum Beispiel die übermäßige Komplexität der regulatorischen Anforderungen und die besonderen Belastungen für kleine, risikoarme Institute zählen. Konkrete Maßnahmen zur Beseitigung dieser Probleme sowie der bekannten Wettbewerbsnachteile durch steigende europäische Kapitalanforderungen kommen hingegen zu kurz oder bleiben zu vage.”

Während die Europäische Kommission beispielsweise für grenzüberschreitend tätige Bankengruppen konkrete Verbesserungen entwickelt, bleibe weitgehend offen, welche Erleichterungen sie für kleine und mittlere Institute anstrebt, die ein risikoarmes und regional fokussiertes Geschäftsmodell aufweisen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit bedürfe es hier eines gesonderten Rahmenwerks.

Auch mit Blick auf die Unzulänglichkeiten des mehrstufigen Regulierungsrahmenwerks (Lamfalussy-Verfahren), das aus DK-Sicht aufgrund der verkomplizierenden Wechselwirkungen der Level 2- und Level-3-Regelungen dringend der Überarbeitung bedarf, fehle es an klaren Verbesserungsvorschlägen. Insbesondere müssten die europäischen Finanzaufsichtsbehörden dazu verpflichtet werden, die Auswirkungen ihrer Regulierung auf die Wettbewerbsfähigkeit des Bankensektors zu berücksichtigen.

Zudem dürften die Kapitalanforderungen in Europa nicht weiter steigen. Besonders mit Blick auf die angekündigten Entlastungen für US-Banken müssten Übergangsregelungen in Europa verstetigt und geplante Regelverschärfungen abgemildert werden. Positiv sei, dass die Europäische Kommission erkannt hat, dass Wettbewerbsfähigkeit einen Kulturwandel bei allen Beteiligten erfordert und Regelsetzung zukünftig verhältnismäßiger und schlanker sein sollte. Bislang bleibe es jedoch bei Appellen.

Zu begrüßen sei, dass die EU-Kommission ihren EDIS-Vorschlag aus dem Jahr 2015 zurücknehmen möchte. Dies ermögliche grundsätzlich Chancen für neue konstruktive Überlegungen. Zugleich müssen die angekündigten neuen Überlegungen zur europäischen Einlagensicherung die Eigenständigkeit der nationalen Sicherungssysteme und der Institutssicherungssysteme wahren.

Quinten weiter: “Insgesamt muss darauf geachtet werden, die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Banken in den Kern der kommenden Legislativvorschläge zu stellen und sie nicht mit weiteren Themenkomplexen zu verknüpfen.” Ansonsten könnten kontrovers diskutierte Fragen, etwa die weitere Ausgestaltung der europäischen Einlagensicherung, Fortschritte bei besonders dringlichen Vorhaben wie der Begrenzung des Kapitalanstiegs und einem separaten Kleinbankenregime blockieren.

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Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de

Grundstimmung der Pfandbrief-Expert:innen weiterhin positiv

Bei den vdp-Mitgliedsinstituten ist eine leichte Stimmungseintrübung am Markt für Pfandbriefe und unbesicherte Bankanleihen zu verzeichnen. Bei allen drei Scores sind allerdings weiterhin positive Werte ermittelt worden. Dies ist das Ergebnis der achten Befragung zum vdp-Emissionsklima.

Beim Score für unbesicherte Bankanleihen wurde im Juni 2026 ein leichter Rückgang auf +16 Punkte (nach +22 im Dezember 2025) ermittelt. Der Score für Pfandbriefe verringerte sich innerhalb der vergangenen sechs Monate von +14 auf +7 Punkte. Beide Entwicklungen führten dazu, dass der Gesamt-Score von +17 auf +11 Punkte sank.

Das vdp-Emissionsklima wird zweimal im Jahr erhoben und veröffentlicht. Dabei wird der Stimmungsindikator in einer Bandbreite von -100 bis +100 Punkten angegeben.

Starke Nachfrage nach Pfandbriefen

Die vdp-Mitgliedsinstitute verzeichnen aktuell eine starke Nachfrage nach Pfandbriefen, abzulesen am entsprechenden Teil-Score (+71 Punkte). Der Wert liegt damit deutlich über den Erwartungen von vor sechs Monaten (+22 Punkte). Insgesamt wurden von den vdp-Mitgliedsinstituten in den ersten fünf Monaten dieses Jahres neue Pfandbriefe über 32,2 Mrd. Euro begeben, dies entspricht einem leichten Plus von 2 % gegenüber dem Emissionsvolumen im Vorjahreszeitraum. Dabei entfielen auf Hypothekenpfandbriefe 23,8 Mrd. Euro (plus 6 %) und auf Öffentliche Pfandbriefe 8,4 Mrd. Euro (minus 8 %). Bei den liquiden Pfandbriefen im Benchmark-Format (>= 500 Mio. Euro) wurden in den vergangenen fünf Monaten 20 Mrd. Euro neu auf den Markt gebracht, was dem Niveau des Vorjahres entspricht.

Aus Sicht von Steffen Stachna, Senior Manager im Kapitalmarktbereich des vdp, unterstreicht die starke Nachfrage ein weiteres Mal die Krisenresilienz des Pfandbriefs und dessen Bedeutung als Funding-Tool für Emittenten und qualitativ hochwertiges Anlageprodukt für Investoren. Die mit dem Iran-Krieg verbundenen höheren Inflationserwartungen und Renditeanstiege hätten nur zu einer kurzen Emissionspause geführt. Das vdp-Emissionsklima spiegelt die aktuell positive Stimmung unter den Kapitalmarktexpert:innen wider. Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich ein leicht gedämpfter Ausblick, kommentierte Stachna.

Determinanten für die künftige Nachfrage nach Pfandbriefen

Nach den guten Absatzergebnissen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres sind die Expert:innen der Mitgliedsinstitute für die kommenden sechs Monate spürbar vorsichtiger in ihren Erwartungen bezüglich der Nachfrage, was sich in einem Score von +6 Punkten für Pfandbriefe niederschlägt. Weiterhin wird mit guten Überzeichnungsergebnissen gerechnet: Der entsprechende Score für die kommenden sechs Monate liegt mit +34 Punkten ähnlich hoch wie die gegenwärtige Einschätzung (+37 Punkte). Erwartet wird eine nochmalige leichte Verbesserung beim erzielbaren Asset-Swap Niveau, hier liegt der Score für die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten bei +6 Punkten nach aktuell -6 Punkten. Als weiterhin belastend für die Nachfrage wird der Aufschlag zu Bundesanleihen bewertet, hier beläuft sich der Score auf -38 Punkte für die kommenden sechs Monate – nach aktuell -32 Punkten.

Steffen Stachna, Senior Manager im Kapitalmarktbereich des vdp: “Das vdp-Emissionsklima spiegelt die aktuell positive Stimmung unter den Kapitalmarktexperten wider. Mit Blick auf die kommenden Monate zeigt sich ein leicht gedämpfter Ausblick.”

Leicht eingetrübte Stimmung für unbesicherte Bankanleihen

Ein ähnliches Bild wie bei den Pfandbriefen ergibt sich bei den unbesicherten Bankanleihen: Während der Wert für die aktuelle Einschätzung +48 Punkte beträgt, weist sie für die Nachfrage nach unbesicherten Anleihen in den kommenden sechs Monaten einen Score von +4 Punkten auf. Etwas optimistischer als für Pfandbriefe ist die Erwartung bezüglich zu erzielender Asset-Swap-Spreads: Hier wurden für die folgenden sechs Monate +16 Punkte ermittelt, nach +40 Punkten aktuell.

Steigende Renditen bei zehnjährigen Bundesanleihen erwartet

Die allgemeine Zinsentwicklung in den kommenden sechs Monaten wird sich aus Sicht der Expert:innen deutlich positiv auf die künftige Nachfrage nach Pfandbriefen und unbesicherten Bankanleihen auswirken. Gut 60 % der Befragten erwarten bei den Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen einen leichten Anstieg auf 3 % bis 3,2 % – nach aktuell 3 %. Rund 10 % der Expert:innen rechnen mit einem Anstieg auf über 3,2 %, während 30 % von gleichbleibenden bzw. leicht sinkenden Renditen ausgehen.

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Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V., Georgenstraße 21, 10117 Berlin, Tel: +49 30 20915-330, www.pfandbrief.de

Die UmweltBank AG hat ihren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht.

Mit der zeitgleichen Veröffentlichung liegen die testierten Finanzzahlen sowohl auf Ebene der Aktiengesellschaft als auch auf Konzernebene vollständig vor. Auf Ebene der AG konnte ein Ergebnis vor Steuern von rund 6,4 Mio. Euro erreicht werden, der Jahresüberschuss kletterte auf 14,3 Mio. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 2025 rund 3,2 Mio. Euro, der Konzernjahresüberschuss lag bei rund 12,3 Mio. Euro.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 30. Juli 2026 die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 5 Cent je Aktie vor.

Für das Jahr 2026 rechnet der Vorstand mit einer weiteren Steigerung des operativen Ergebnisses. Entsprechend wird auf Ebene der AG ein Ergebnis vor Steuern zwischen 12,5 Mio. Euro und 17,5 Mio. Euro erwartet. Das Konzernergebnis vor Steuern wird zwischen 10,0 und 15,0 Mio. Euro prognostiziert.

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UmweltBank AG, Laufertorgraben 6, 90489 Nürnberg, Tel: 0911 5308123, www.umweltbank.de

Programm läuft weiter, bis die Bundesmittel zur Zinsverbilligung aufgebraucht sind – maximal bis Jahresende

Förderkredite von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit, Zinssatz wird aus Bundesmitteln verbilligt

Förderung adressiert gezielt den Bauüberhang – Baugenehmigung muss bei Antragstellung vorliegen

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und die KfW verlängern die im Dezember 2025 befristet eingeführte Förderung des Effizienzhaus 55-Standards für Neubauten: Das auf den Abbau des Bauüberhangs im Wohnungsbau abzielende Angebot kann in Anspruch genommen werden, bis die bereitgestellten Bundesmittel aufgebraucht sind – längstens jedoch bis zum Jahresende. Der Bund hat die entsprechende Förderrichtlinie über die zunächst für den 30. Juni 2026 festgelegte Befristung hinaus bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Die Effizienzhaus 55-Förderung ist in das bestehende KfW-Förderprogramm “Klimafreundlicher Neubau” integriert.

Melanie Kehr, für Inländische Förderung zuständige Vorständin der KfW, sagt: “Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Bauministerium die Effizienzhaus 55-Förderung zur Aktivierung des Bauüberhangs weiter anbieten zu können. Für baureife Projekte mit vorliegender Baugenehmigung bieten wir privaten und gewerblichen Investoren aus Mitteln des Bundes zinsverbilligte KfW-Kredite zu attraktiven Konditionen. Kommunale Gebietskörperschaften können Zuschüsse beantragen. Um eine Förderung erhalten zu können, müssen die Neubauten zu 100 Prozent auf Basis Erneuerbarer Energien beheizt werden. So tragen wir dazu bei, dass der Neubau stimuliert wird, Wohnnebenkosten langfristig bezahlbar bleiben und der Klimaschutz im Gebäudesektor vorankommt.”

Zu den Eckdaten der Förderung:

– Gefördert wird der Neubau und Ersterwerb von Wohngebäuden,

die die technischen Anforderungen an ein Effizienzhaus 55 erfüllen

bei denen keine Wärmeerzeuger auf Basis fossiler Energie eingesetzt werden und

für die zum Zeitpunkt der Antragstellung eine gültige Baugenehmigung vorliegt bzw. bei einem nach der jeweiligen Landesbauordnung nicht genehmigungspflichtigen Vorhaben die zuständige Baubehörde von dem Vorhaben Kenntnis erlangt hat und zum Zeitpunkt der Antragstellung mit der Ausführung des Vorhabens begonnen werden darf

– Pro Wohneinheit kann ein Kreditbetrag von bis zu 100.000 Euro beantragt werden. Der Zinssatz orientiert sich grundsätzlich an der Entwicklung des Kapitalmarktes und enthält eine Zinsverbilligung aus Bundesmitteln. Aktuell liegt er für ein Darlehen mit zehn Jahren Laufzeit, zwei tilgungsfreien Anlaufjahren und zehn Jahren Zinsbindung bei 1,0 Prozent effektivem Jahreszins.

– Für Nichtwohngebäude kann die Effizienzhaus 55-Förderung ebenfalls in Anspruch genommen werden.

– Kommunale Gebietskörperschaften können einen Zuschuss in Höhe von 7,5 Prozent direkt bei der KfW beantragen.

– Wichtig ist für alle Neubauvorhaben: Die Antragstellung erfolgt vor Vorhabenbeginn

– Die Förderung ist abhängig von der Verfügbarkeit von Bundesmitteln, die die KfW zur Zinsverbilligung der Förderkredite bzw. für Zuschüsse einsetzt. Ein Rechtsanspruch auf die Förderung besteht nicht.

Die detaillierten Produktbedingungen und Zinskonditionen sind abrufbar unter www.kfw.de/297, www.kfw.de/299 und www.kfw.de/498.

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Während beim aktuellen Fußball-Großereignis die Stärksten auf dem Platz stehen müssen, um zu gewinnen, treten die Deutschen bei ihren Finanzen oft freiwillig geschwächt an.

Aktuell liegen rund 1,9 Billionen Euro als Sichteinlagen (Girokonten und Tagesgelder) bei deutschen Banken. Im Durchschnitt sind sie mit nur 0,48 Prozent pro Jahr verzinst. Dabei wäre deutlich mehr möglich.

Die finanzielle Aufstellung auf einen Blick:

Auf der Ersatzbank: Rund 1,9 Billionen Euro Sichteinlagen (Girokonten und Tagesgelder) werden aktuell mit durchschnittlich nur 0,48 Prozent pro Jahr verzinst.

Die Einwechslung: Wer sein Geld bewusst ins Spiel bringt, kann schon mit einem attraktiven Tagesgeld gut 2,5 Prozent Zinsen im Jahr erzielen. Bei einem einjährigen Festgeld sind sogar etwa 3 Prozent möglich.

Das Rendite-Ergebnis: Bei 10.000 Euro Anlage bringt ein volles Jahr auf dem Spielfeld damit bis zu 250 Euro Zinsen – auf der Ersatzbank (durchschnittliche Sichteinlage) wären es magere 48 Euro.

Finale oder Vorrunde: Hochgerechnet auf die gesamten 1,9 Billionen Euro wird das Ausmaß deutlich: Im gut verzinsten Tagesgeld würden diese jährlich knapp 47,5 Milliarden Euro Zinsen abwerfen – aktuell sind es nur rund 9 Milliarden Euro. Den Deutschen entgehen so jedes Jahr fast 38 Milliarden Euro.

„Beim Sport führt man die bestmögliche Aufstellung aufs Feld. Beim Geld spielen viele Deutsche nur mit der zweiten Mannschaft. Wer sein Geld unverzinst oder schlecht verzinst auf Tagesgeld und Girokonto liegen lässt, holt nicht das Beste heraus. Das ist, als würde man die besten Spieler auf der Ersatzbank lassen, erklärt Katharina Lüth, Vorständin und Finanzexpertin bei Raisin. „Das Girokonto sollte nur zur Deckung der laufenden Ausgaben, wie etwa der Miete, dienen. Der Notgroschen gehört auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto. Für mittelfristige Ziele, zum Beispiel Immobilienkauf, ist Festgeld eine sichere Wahl. Langfristiger Vermögensaufbau gelingt historisch am besten mit breit gestreuten Investments am Kapitalmarkt, etwa über ETFs.“

Methodik

Die Volumendaten und Durchschnittszinsen für Sichteinlagen (Girokonten/Tagesgeld) stammen von der EZB, Spitzenkonditionen von kritische-anleger.de. Angebote exklusiv für Neukunden bzw. Neukundinnen oder mit Sonderbedingungen wurden exkludiert.

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Raisin SE, Schlesische Straße 33/34, 10997 Berlin, Tel: +49 3021784002, www.raisin.com

Die Prolongationswelle ist längst im Markt angekommen. Und möglicherweise deutlicher sichtbar als bislang angenommen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Simon-Kucher prognostiziert, dass bis zum Jahr 2031 rund 555 Milliarden Euro Anschlussfinanzierungen neu verhandelt werden. Nun zeigt eine aktuelle Studie neue Erkenntnisse.

Bis zu 94 Milliarden Euro Anschlussfinanzierungen prägen inzwischen den Baufinanzierungsmarkt

42 % der Kunden entscheiden primär über den Zinssatz, nur 33 % über die bestehende Bankbeziehung

Rund 20 % der Kunden ziehen einen Bankwechsel in Betracht

Bereits im vergangenen Jahr hatte Simon-Kucher mit der Prolongationsstudie 2025 auf eine bevorstehende Marktveränderung im deutschen Baufinanzierungsmarkt aufmerksam gemacht. Die aktuelle Prolongationsstudie 2026* der globalen Strategieberatung zeigt nun: Die Prolongationswelle ist im Markt angekommen. Für Regionalbanken wird die erfolgreiche Bearbeitung von Anschlussfinanzierungen damit zunehmend zum entscheidenden Hebel für Kundenbindung, Margensicherung und Wachstum.

Die Prolongationswelle ist keine Prognose mehr

Während die erste Prolongationsstudie von Simon-Kucher vor allem auf die bevorstehende Marktveränderungen aufmerksam machte, zeigt das aktuelle Update: Aus der Prognose wird zunehmend Realität. So zeigt die Studie, dass Anschlussfinanzierungen inzwischen ein Volumen von bis zu 94 Milliarden Euro jährlich erreichen könnten. “Vor einem Jahr haben wir uns die Frage gestellt, wie Banken mit der bevorstehenden Prolongationswelle umgehen werden. Heute sehen wir: Die Welle ist längst da”, sagt Dr. Steven Kiefer, Partner bei Simon-Kucher. “Viele Marktteilnehmer interpretieren die steigenden Baufinanzierungsvolumina als Erholung des Neugeschäfts. Wir konnten jedoch sehen, dass ein erheblicher Teil dieser Entwicklung bereits durch Anschlussfinanzierungen getrieben wird.”

Höhere Raten – höherer Handlungsdruck

Die aktuelle Generation von Anschlussfinanzierern steht vor einer besonderen Herausforderung. Viele Finanzierungen wurden während der Niedrigzinsphase abgeschlossen und müssen nun zu deutlich höheren Konditionen verlängert werden. So zeigt ein Beispiel aus der Studie: Wer Anfang 2016 ein Darlehen über 300.000 Euro zu 1,85 Prozent Sollzins aufgenommen hat, zahlte bislang rund 962 Euro monatlich. Wird die Finanzierung nach Ablauf der ersten Zinsbindung zu 4,35 Prozent prolongiert, steigt die Monatsrate auf rund 1.239 Euro.

“Für viele Kunden ist die Anschlussfinanzierung erstmals seit Jahrzehnten keine reine Formalität mehr, sondern eine neue finanzielle Grundsatzentscheidung”, erklärt Hendrik Tacke, Director bei Simon-Kucher. “Wer diese Situation nicht aktiv begleitet, riskiert, dass Kunden Vergleichsangebote einholen und wechselbereit werden.”

Standardangebote stoßen an ihre Grenzen

Die Motive hinter der Entscheidung für oder gegen eine Anschlussfinanzierung unterscheiden sich deutlich. Während für 42 Prozent der Kunden vor allem der Zinssatz ausschlaggebend ist, legen 33 Prozent besonderen Wert auf die bestehende Bankbeziehung. Für weitere 25 Prozent steht die monatliche Belastung im Vordergrund. “Die Anschlussfinanzierung ist heute deutlich komplexer als noch vor wenigen Jahren”, sagt Jonathan Schöck, Senior Manager bei Simon-Kucher. “Manche Kunden suchen den günstigsten Zinssatz, andere vor allem Planungssicherheit oder Vertrauen. Wer allen das gleiche Angebot macht, verschenkt Potenzial und riskiert unnötige Kundenverluste.”

Die Prolongation wird zum Ertragshebel

Auch wirtschaftlich wird die Prolongationswelle für Regionalbanken relevanter. “Für ein Institut mit 100 Millionen Euro Baufinanzierungsneugeschäft im Rekordjahr 2021 können sich je nach Professionalisierungsgrad des Prolongationsmanagements Ergebnisunterschiede von bis zu 1,5 Millionen Euro innerhalb von fünf Jahren ergeben”, so Kiefer. “Viele Institute konzentrieren sich im Baufinanzierungsgeschäft noch immer primär auf das Neugeschäft. Unsere Analysen zeigen jedoch, dass bereits wenige Prozentpunkte mehr Kundenbindung oder eine gezieltere Preis- und Angebotsgestaltung Ergebniseffekte im Millionenbereich auslösen können.”

*Über die Studie: Die Prolongationsstudie 2026 basiert auf einer onlinegestützten Befragung von 355 Immobilieneigentümern, die in den vergangenen zwölf Monaten mit einer Anschlussfinanzierung konfrontiert waren. Ergänzt wurde die Untersuchung durch eine auswahlbasierte Conjoint-Analyse sowie umfangreiche Markt- und Bundesbankdatenanalysen.

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Simon Kucher & Partner GmbH,Strategy und Marketing, Haydnstrasse 36 , ­53115 Bonn Tel.: +49 (0)228 / 9843-­0,  www.simon­kucher.com

Zentrale Ergebnisse der KPMG-Studie “Generative KI in der deutschen Wirtschaft 2026”:

98 Prozent der Unternehmen bewerten KI inzwischen als relevant für Geschäftsmodell und Wertschöpfung (2024: 56 Prozent)

98 Prozent der Unternehmen verfügen heute über eine erste KI-Strategie (2024: 31 Prozent)

71 Prozent der Unternehmen geben an, dass bisherige KI-Investitionen ihre Erwartungen erfüllt oder übertroffen haben

Generative KI ist in der deutschen Wirtschaft schneller Realität geworden, als viele Unternehmen noch vor einem Jahr erwartet hatten. 98 Prozent der Unternehmen bewerten KI inzwischen als relevant für ihr Geschäftsmodell und ihre künftige Wertschöpfung. Damit ist dieser Anteil innerhalb von zwei Jahren von 56 Prozent (2024) über 91 Prozent (2025) auf heute nahezu flächendeckende Zustimmung gestiegen. Das zeigt die aktuelle Studie “Generative KI in der deutschen Wirtschaft” von KPMG in Deutschland, für die 480 Entscheider:innen aus unterschiedlichen Branchen befragt wurden.

Unternehmen haben auf diese Entwicklung schnell reagiert. Innerhalb von zwei Jahren ist der Anteil von Unternehmen mit einer KI-Strategie von 31 Prozent auf 98 Prozent gestiegen. Viele Unternehmen befinden sich inzwischen in der Umsetzung und dem Aufbau belastbarer Strukturen. Doch es bestehen hier weiterhin Lücken: Nur in 39 Prozent der Unternehmen werden die Strategien aktiv durch das Top-Management gesteuert.

“Die Dynamik bei KI hat viele Unternehmen überrascht. Strategien wurden in kurzer Zeit aufgebaut und Anwendungen sind produktiv im Einsatz. Die Transformation beginnt: KI muss verlässlich gesteuert und in bestehende Prozesse integriert werden, damit nachhaltiger Mehrwert entsteht”, sagt Benedikt Höck, Partner und Head of AI bei KPMG in Deutschland.

Die Relevanz nimmt weiter zu. 78 Prozent der Unternehmen sehen den Einfluss von KI auf ihre Branche heute als groß oder sehr groß an, 2025 lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. Gleichzeitig sehen 65 Prozent der Unternehmen ihre Erwartungen an die positiven Effekte von KI weitgehend bestätigt.

KI-Investitionen werden planbarer

Die bisherigen KI-Investitionen werden 2026 überwiegend positiv bewertet: 71 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihre Erwartungen erfüllt oder übertroffen wurden. Nur 5 Prozent sehen ihre Erwartungen eher nicht erfüllt. Der Nutzen zeigt sich dabei vor allem im operativen Geschäft. 65 Prozent messen den Erfolg von KI anhand von Produktivitäts- und Effizienzgewinnen, 48 Prozent anhand von Umsatz- und Wachstumsbeiträgen.

Auffällig ist zugleich die veränderte Investitionslogik. Während 2025 noch eine große Mehrheit steigende KI-Investitionen plante, bleibt die Budgetierung 2026 deutlich kontrollierter: 67 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten weniger als zehn Prozent ihres gesamten Investitionsbudgets in KI investieren, 30 Prozent planen mit einem Budgetanteil zwischen zehn und 25 Prozent.

Enablement und verantwortungsvoller KI-Einsatz entwickeln sich weiter

Auch beim Enablement zeigt sich ein klarer Reifeschritt. 84 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Mitarbeitenden inzwischen als grundsätzlich gut oder sehr gut auf den KI-Einsatz vorbereitet ein. Gleichzeitig professionalisieren viele Organisationen ihre Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote: 51 Prozent setzen auf strukturierte, unternehmensweite KI-Weiterbildungsprogramme, weitere 30 Prozent auf rollen- oder funktionsspezifische Qualifizierungsformate.

Ähnlich entwickelt sich der verantwortungsvolle Einsatz von KI. Zwar ist Trusted AI in vielen Unternehmen bereits angelegt, aber noch nicht flächendeckend und ganzheitlich verankert. 53 Prozent haben entsprechende Ansätze etabliert, jedoch ohne durchgängige strategische Steuerung. In der Praxis setzen Unternehmen dabei vor allem auf konkrete Maßnahmen: 54 Prozent auf die kontinuierliche Überwachung und Kontrolle von KI-Systemen, 49 Prozent auf die Einbindung externer Expertise und 37 Prozent auf klar definierte Verantwortlichkeiten und Governance-Strukturen.

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KPMG Consulting AG, Beratungs­ und Wirtschaftsprüfungs­-Unternehmen, Elektrastraße 6, ­81925 München, Tel: 089/9282­1964, www.kpmg.de

Europa braucht vor allem eines: mehr Wachstum. Dazu sind erhebliche Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung und Transformation nötig. Dies ist nur mit einem leistungsfähigen Kapitalmarkt zu schaffen“, sagte Heiner Herkenhoff, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes.

„Internationale Kapitalgeber müssen einfacher auf unserem Kontinent investieren können. Nur so können wir die erforderlichen Mittel für Zukunftsinvestitionen in der EU aufbringen.“

Der Bankenverband fordert jetzt endlich Fortschritte für eine echte Savings and Investment Union, um den europäischen Kapitalmarkt zum Wachstumsmotor zu machen. Damit würden grenzüberschreitende Investitionen erleichtert und Europas Attraktivität erhöht. Trotz zahlreicher Initiativen seien Europas Finanzmärkte nach wie vor fragmentiert, weniger liquide als internationale Vergleichsmärkte und regulatorisch überlastet. Damit bleibe viel Potenzial ungenutzt.

„Brüssel steht sich mit überbordender Bürokratie und komplexen Verfahren selbst im Weg. Wir brauchen einfachere Regulierung und schnellere Prozesse. Der Kapitalmarkt soll Wachstum ermöglichen und darf nicht durch zu viele Detailvorschriften ausgebremst werden“, sagte Herkenhoff.

Der Bankenverband fordert unter anderem vereinfachte Berichtspflichten, harmonisierte Marktprozesse, einen leistungsfähigen europäischen Verbriefungsmarkt sowie technologieoffene Regulierung.

„So sorgen wir für mehr wirtschaftliche Stärke, Resilienz und Europas Souveränität. Unser Kontinent hat alle Voraussetzungen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Dafür braucht es entschlossenes Handeln – und zwar jetzt!“

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Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB), Burgstraße 28, D­-10178 Berlin, Tel.: 030/1663­0, Fax: 030/1663­1399, www.bankenverband.de

YouGov Umfrage im Auftrag der ING Deutschland zeigt: Besonders hohe Offenheit für KI-Beratung bei der Generation Z und konkreten Anwendungsfällen

Klare Rahmenbedingungen müssen erfüllt sein: Transparenz, Kontrolle und menschlicher Ansprechpartner

CEO Lars Stoy: „KI verbindet perspektivisch die Vorteile digitaler Banken mit individueller Beratung – schnell, persönlich und jederzeit verfügbar.”

Künstliche Intelligenz (KI) verändert das Banking nicht nur technisch, sondern strukturell. Eine repräsentative YouGov‑Umfrage im Auftrag der ING Deutschland zeigt: Bankkundinnen und -kunden sind mehrheitlich offen für KI‑gestützte Beratung, formulieren jedoch klare Erwartungen hinsichtlich Transparenz, Kontrolle und menschlicher Verantwortung. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) kann sich eine rein digitale, KI‑gestützte Beratung vorstellen, die sich an der individuellen finanziellen Situation orientiert und personalisierte Empfehlungen liefert. „Das verändert die Rolle der Banken. Diese müssen künftig in der Lage sein, hochpersonalisiert in den Kundendialog zu gehen“, so Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland.

Insgesamt 68 Prozent können sich KI-Beratung in mindestens einem der abgefragten konkreten Anwendungsfälle vorstellen. Für 41 Prozent ist sie bei alltäglichen Bankfragen eine Option, für 33 Prozent bei der Produktsuche und ersten Informationen. Aber auch bei anspruchsvolleren Themen zeigt sich Offenheit: Knapp jeder Fünfte würde KI‑Unterstützung bei der Vorbereitung komplexer Entscheidungen nutzen.

Offenheit besonders bei jungen Bankkundinnen und ‑kunden ausgeprägt

In der Generation Z können sich 71 Prozent grundsätzlich eine solche digitale Beratung vorstellen, bei konkreten Anwendungsfällen liegt die Zustimmung sogar bei 84 Prozent. Zudem vertrauen 64 Prozent der Generation Z ihrer Bank beim Einsatz von KI – insgesamt sind es 58 Prozent der Befragten.

„Die Umfrage zeigt, dass viele Kunden klare Vorteile in KI‑gestützter Beratung sehen“, sagt Lars Stoy. „Gerade bei jungen Bankkunden wird deutlich, dass digitale, individuelle Finanzbegleitung zunehmend als selbstverständlicher Bestandteil moderner Bankleistungen erwartet wird.“

KI‑Assistenten sind für viele Menschen bereits Teil des Alltags: 55 Prozent der Befragten nutzen sie für Erklärungen, Einordnungen und Empfehlungen, bei den Jüngeren sind es sogar 75 Prozent.

Klare Regeln für KI‑Beratung: Empfehlungen ja, Entscheidungshoheit beim Kunden

Gleichzeitig formulieren Kundinnen und Kunden klare Erwartungen. Der Umfrage zufolge ist es für 64 Prozent der Befragten „sehr wichtig“, dass Banken sie informieren, wo die Künstliche Intelligenz entscheidet und wo nicht. Damit wird KI-Transparenz sogar wichtiger eingestuft als Transparenz beim Datenschutz (58 Prozent).

„Die Offenheit für Künstliche Intelligenz im Banking ist vorhanden, aber an klare Bedingungen geknüpft: Kunden wollen verstehen, wie Empfehlungen entstehen, und sie wollen die Kontrolle behalten“, sagt Lars Stoy.

Der Faktor Mensch bleibt unabhängig vom Alter weiterhin wichtig. 72 Prozent der Befragten vertrauen einer KI‑gestützten digitalen Beratung nur, wenn sie jederzeit zu einem menschlichen Ansprechpartner wechseln können.

Wunsch nach besseren Konditionen und frühzeitigen Empfehlungen

Entscheidend ist aus Kundensicht weniger die Technologie als der konkrete Nutzen. Rund vier von zehn Befragten (39 Prozent) geben an, dass bessere Konditionen – etwa Aktions‑ oder Bonuszinsen – ihre Offenheit gegenüber KI‑gestützter Beratung erhöhen. Im gleichen Umfang (39 Prozent) steigern automatische Hinweise zur Kostenvermeidung, etwa bei Dispo‑Zinsen oder Gebühren, die Bereitschaft, entsprechende Angebote zu nutzen.

Auch finanzielle Vorteile durch frühzeitige Empfehlungen (27 Prozent), mehr Transparenz über die eigenen Finanzen (24 Prozent) sowie Zeitersparnis und individuell zugeschnittene Angebote (je rund ein Viertel) erhöhen die Akzeptanz. Die Zahlen zeigen, dass viele Kundinnen und Kunden KI‑gestütztes Banking vor allem als konkrete finanzielle Unterstützung im Alltag verstehen.

Damit untermauert die YouGov-Umfrage die Ergebnisse einer Erhebung, die der Digitalverband Bitkom vergangene Woche veröffentlicht hat. Demnach sehen 56 Prozent der Kundinnen und Kunden KI im Banking als Chance, in der Generation Z sind es 68 Prozent. Fast jeder Dritte glaubt, dass Künstliche Intelligenz Finanzen besser erklären kann als ein Mensch.

KI als Katalysator für neues Banking-Geschäftsmodel

Bisher standen sich im Banking zwei Modelle gegenüber: Filialbanken boten persönliche Beratung und Nähe, waren jedoch in Einfachheit, 24/7‑Verfügbarkeit und attraktiven Konditionen begrenzt. Direkt- bzw. Digitalbanken überzeugten durch Einfachheit, Geschwindigkeit und attraktive Konditionen – blieben bei individueller Beratung jedoch oft generisch.

Die Ergebnisse der Umfrage und die aktuellen KI‑Entwicklungen zeigen, dass sich diese Stärken künftig miteinander verbinden lassen. Neben Filial‑ und Digitalbanken zeichnet sich damit ein zusätzliches Geschäftsmodell ab, das die jeweiligen Vorteile im Sinne der Kundinnen und Kunden zusammenführt.

„Kunden erwarten attraktives digitales Banking, aber zugleich individuelle Begleitung und konkrete Handlungsempfehlungen“, sagt Lars Stoy. „Künstliche Intelligenz eröffnet erstmals die Perspektive, die Effizienz digitaler Banken und die Qualität individueller Beratung in einem KI-Bank-Modell zusammenzuführen. Wir sehen hier ein Zukunftspotenzial – ähnlich wie bei Banking‑Apps, die sich über Jahre als selbstverständlicher Bestandteil des Bankings etabliert haben.“

Methodik

Die Daten dieser Befragung basieren auf Online‑Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 30.04. bis 03.05.2026 insgesamt 2.022 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

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Bilanzsumme wächst weiter auf 31,6 Mrd. Euro

Rekordergebnis in der allgemeinen Kommunalfinanzierung

Förderung im Sozialen Mietwohnungsbau auf historischem Höchstniveau

HessenFonds auf Erfolgskurs

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) hat auch 2025 wieder Kommunen, Bauträger, Bildungseinrichtungen, Privatpersonen, Unternehmen, die hessische Landwirtschaft und viele mehr mit umfangreichen Förderungen unterstützt. Mit rund 4,1 Mrd. Euro konnte sie ihr Neugeschäftsvolumen erneut steigern (2024: 3,9 Mrd. Euro). Die Bilanzsumme nach HGB erhöhte sich um ca. 1,6 Mrd. auf 31,6 Mrd. Euro.

“Die WIBank stärkt Hessen – wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Als Teil der Helaba-Gruppe verbindet sie unsere finanzielle Expertise mit einem klaren öffentlichen Auftrag und schafft einen spürbaren Mehrwert für unser Bundesland”, so Thomas Groß, CEO der Helaba, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der WIBank.

Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori betont: “Die WIBank ist ein zentraler Motor für die Zukunftsfähigkeit Hessens. Sie sorgt dafür, dass öffentliche Investitionen, bezahlbarer Wohnraum, wirtschaftliche Transformation und kommunale Entwicklung nicht an Finanzierungshürden scheitern. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten braucht es starke öffentliche Institutionen, die langfristig denken, Stabilität sichern und Fortschritt ermöglichen. Mit Programmen wie dem HessenFonds oder der Förderung des sozialen Wohnungsbaus zeigt sich deutlich: Wir investieren nicht nur in Infrastruktur und Wirtschaftskraft, sondern in den gesellschaftlichen Zusammenhalt unseres Landes.”

Im Geschäftsfeld “bauen & wohnen” trugen 2025 besonders die soziale Mietwohnungsbauförderung sowie das 2024 neu eingeführte “Hessengeld” zum Neugeschäft bei. Im Geschäftsfeld “versorgen & modernisieren” haben vor allem die Kommunalfinanzierungen sowie die Förderungen im Schulsektor das Neugeschäftsvolumen bestimmt. Das Geschäftsfeld “bilden & beschäftigen” verzeichnete 2025 eine knappe Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr, da 2025 – im Gegensatz zu 2024 – in nahezu allen Förderprogrammen neue Bewilligungsrunden stattfanden. Das Geschäftsfeld “gründen & wachsen” war stark von der erfolgreichen Einführung des HessenFonds geprägt.

Die Entwicklung in den vier Geschäftsfeldern der WIBank stellt sich im Einzelnen folgendermaßen dar:

versorgen & modernisieren

Auf das Geschäftsfeld versorgen & modernisieren entfiel 2025 mit 57 Prozent traditionell der größte Anteil am Neugeschäft. Mit rund 2,32 Mrd. Euro lag das Volumen leicht über dem hohen Vorjahresniveau von 2,30 Mrd. Euro.

“Hessens Zukunftsfähigkeit hängt entscheidend von einer modernen und verlässlichen Infrastruktur ab. Gleichzeitig sehen sich Kommunen, Städte und Gemeinden steigenden Kosten und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber. Als Förderbank des Landes unterstützen wir sie dabei, notwendige Projekte dennoch umzusetzen – damit wichtige Investitionen nicht ausgebremst werden und die Lebensqualität in Hessen gesichert bleibt”, sagt Gottfried Milde, Sprecher der WIBank-Geschäftsleitung.

Der wesentliche Anteil des Neugeschäfts entfiel erneut auf die Finanzierung von diversen Investitionsvorhaben der kommunalen Gebietskörperschaften, die traditionell den umsatzstärksten Förderbereich der WIBank darstellten. Ein Rekordergebnis in Höhe von 818,9 Mio. Euro erreichte dabei die allgemeine Kommunalfinanzierung der WIBank, die nicht mit öffentlichen Mitteln subventioniert wird – das entspricht einem Anstieg von rund 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2024: 566,5 Mio. Euro). Kommunale Investitionen im Rahmen des Hessischen Investitionsfonds wurden 2025 mit insgesamt 351,8 Mio. Euro gefördert. (2024: 361,9 Mio. Euro).

Für Digitalisierungsprojekte kleiner und mittelständischer Unternehmen standen im Jahr 2025 5,5 Mio. Euro zur Verfügung (2024: 1,3 Mio. Euro).

Förderung im Schul- und Gesundheitssektor

Im Jahr 2025 erhielten kommunale Schulträger sowie private Ersatzschulträger im Rahmen des Förderprogramms zum Ausbau der Einrichtungen für die Ganztagesbetreuung von Grundschulkindern Bundes- und Landesmittel in Höhe von insgesamt 95,3 Mio. Euro zur Umsetzung von Investitionsvorhaben – und damit fast 60 Prozent mehr als 2024 (60 Mio. Euro).

Für Baumaßnahmen und die Modernisierung von Schulen sowie zur Digitalisierung von Lehr- und Lernprozessen wurden den Schulträgern in Hessen 2025 aus den Förderprogrammen KIP Schule und DigitalPakt Schule letztmalig insgesamt weitere 266,1 Mio. Euro bewilligt (2024: 119,2 Mio. Euro).

Unter “Direkte Infrastrukturfinanzierungen” fallen in der Regel großvolumige Förderfinanzierungen verschiedener Einzelinvestitionsvorhaben in unterschiedlichen Bereichen der Daseinsvorsorge. Das Gesamtvolumen der direkten Infrastrukturfinanzierungen im Jahr 2025 belief sich auf 204,2 Mio. Euro (2024: 287,7 Mio. Euro). Die Förderung kam im Wesentlichen Schulbauprojekten zugute. Darüber hinaus wurden mehrere Direktfinanzierungsgeschäfte mit Kliniken in Hessen abgeschlossen, um bis zur Umsetzung der auf Bundesebene beschlossenen Strukturreform im Krankenhaussektor die versorgungsnotwendige Infrastruktur für die stationäre Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten und kommunale Haushalte in diesem Zusammenhang zu entlasten.

Die Förderung von Klinikinvestitionen aus Landesmitteln lag mit insgesamt 423 Mio. Euro weiterhin auf einem hohen Niveau (2024: 427,5 Mio. Euro).

bauen & wohnen

Das Geschäftsfeld bauen & wohnen hat 2025 rund 21 Prozent zum Neugeschäft der WIBank beigetragen. Hier konnte das Neugeschäftsvolumen 2025 auf 862,9 Mio. Euro um mehr als 15 Prozent gesteigert werden (2024: 746,0 Mio. Euro).

In der Mietwohnungsbauförderung wurden im vergangenen Jahr insgesamt 423,4 Mio. Euro bewilligt, (2024: 450,4 Mio. Euro). Der Rückgang um rund 6 Prozent war absehbar, da die Steigerungen in den Vorjahren insbesondere auf Nachholeffekte zurückzuführen waren. Dabei lag das Darlehen-Neugeschäft 2025 bei 293,3 Mio. Euro (2024: 335,1 Mio. Euro), während auf das Zuschuss-Neugeschäft in diesem Bereich 130,1 Mio. Euro entfielen (2024: 115,3 Mio. Euro). Im Teilbereich Sozialer Mietwohnungsbau (Darlehen und Zuschüsse) erhöhte sich das Neugeschäft auf einen neuen historischen Höchstwert von insgesamt 357,1 Mio. Euro (2024: 331,8 Mio. Euro). Es entfielen 283,5 Mio. Euro auf die Neubauförderung, 29,8 Mio. Euro auf die Modernisierungsförderung, 7,6 Mio. Euro auf die Förderung von Wohnraum für Studierende und Auszubildende sowie 36,2 Mio. Euro auf den Erwerb von Belegungsrechten.

In der Wohneigentumsförderung konnte die WIBank im Jahr 2025 mit Bewilligungen von insgesamt 92,7 Mio. Euro das sehr gute Vorjahresergebnis von 98,3 Mio. Euro nicht erreichen. Insgesamt entfielen 88,7 Mio. Euro auf Darlehen und 4,0 Mio. Euro auf Zuschüsse.

Die Entwicklung der Wohneigentumsförderung im Einzelnen:

Erwartungsgemäß gab es 2025 eine hohe Nachfrage privater Haushalte nach Zuschüssen zur Bildung von selbst genutztem Wohneigentum in Hessen. Die WIBank stellt dafür im Auftrag des Landes das Programm Hessengeld zur Verfügung. Gefördert wird der erstmalige Erwerb von Wohnimmobilien durch einen Zuschuss zur Grunderwerbsteuer. Antragsberechtigt sind natürliche Personen, die erstmals (Mit-) Eigentümer von selbstgenutztem Wohneigentum in Hessen werden. Im Jahr 2025 konnten 173,7 Mio. Euro Hessengeld bewilligt werden, womit rund 11.200 Haushalte bei dem Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum unterstützt wurden.

In den Wohneigentumsprogrammen Hessen-Darlehen (Bestandserwerb und Neubau) wurde im Jahr 2025 ein Volumen in Höhe von 86,5 Mio. Euro bewilligt (2024: 88,3 Mio. Euro). Im Förderprogramm zum Behindertengerechten Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum lag das Bewilligungsvolumen (Zuschüsse) im Jahr 2025 mit 4,0 Mio. Euro erneut über dem Vorjahresniveau (2024: 3,7 Mio. Euro).

In der Städtebauförderung wurden 2025 147,2 Mio. Euro Zuschüsse bewilligt (2024: 126,8 Mio.).

Diese verteilen sich im Wesentlichen auf die klassische Städtebauförderung mit Zuschüssen in Höhe von 107,5 Mio. Euro (2024: 99,3 Mio. Euro), auf die energetische Modernisierung kommunaler Nichtwohngebäude mit 14,2 Mio. Euro (2024: 17 Mio. Euro) und auf kommunale Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen mit 12,1 Mio. Euro (2024: 9,9 Mio. Euro).

Auch das Programm “Zukunft Innenstadt” ist hier zu nennen. Es wurde 2025 neu aufgelegt und stößt mit 62 Neubewilligungen und einem Volumen von 11,4 Mio. Euro auf großes Interesse. Ziel des Landesprogramms ist es, die Kommunen dabei zu unterstützen, zusammen mit den Akteuren vor Ort kreative und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln, um ihre Innenstädte neu zu gestalten.

gründen & wachsen

Im Geschäftsfeld gründen & wachsen lag das Neugeschäftsvolumen im Jahr 2025 bei 762,6 Mio. Euro (2024: 777,9 Mio. Euro). Zum Einsatz kommen hier sowohl die klassischen Elemente der Wirtschaftsförderung wie Darlehen, Bürgschaften und Beteiligungen als auch die Weiterleitung von Mitteln bzw. Zuschüssen u.a. aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Das Neugeschäft war 2025 wesentlich durch die Einführung von vier neuen Darlehensprogrammenim Rahmen des HessenFonds geprägt. Diese Programme richten sich gezielt an hessische Unternehmen, die Innovations- und Transformationsvorhaben realisieren möchten und treffen aufgrund der attraktiven Zinsvorteile (Vergünstigungen von bis zu 2 Prozent p.a. im Vergleich zum Marktzins) auf eine sehr hohe Nachfrage. Dieser erhebliche Kostenvorteil hilft Unternehmen, innovative und transformative Vorhaben kostengünstig zu finanzieren.

“Hessische Unternehmerinnen und Unternehmer stecken voller guter Ideen und unsere Aufgabe ist es, ihnen die Verwirklichung dieser Ideen zu ermöglichen – so bedarfsgerecht und unbürokratisch wie möglich. Der 2025 neu eingeführte HessenFonds ist hierfür ein wunderbares Beispiel. Damit leisten wir an der Seite der hessischen Landesregierung einen großen Beitrag zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Hessen”, erläutert Dr. Michael Reckhard, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung.

Das HessenFonds-Kleindarlehen richtet sich an Unternehmen jeder Größe und kann bis zu einem Betrag von 300.000 Euro in Anspruch genommen werden. Seit Einführung des Programms im April 2025 wurde das Darlehen 26-mal mit einem Gesamtvolumen von 5,2 Mio. Euro ausgereicht.

Das HessenFonds-Großdarlehen richtet sich ebenfalls an Unternehmen jeder Größe und ist für Darlehen in Höhe von 10 Mio. bis 25 Mio. Euro vorgesehen. 2025 wurde ein Großdarlehen über 10,6 Mio. Euro zugesagt. Weitere Anträge befanden sich zum Stichtag in Bearbeitung.

Das Programm HessenFonds-Innovationskredit ist der Nachfolger des teilweise haftungsfreigestellten “Innovationskredit Hessen” und ist mit einer Darlehenshöhe von max. 10 Mio. Euro ausgestattet. Seit April 2025 wurden vier Darlehensverträge mit einem Gesamtvolumen von 8,6 Mio. Euro geschlossen. Am Stichtag befanden sich noch weitere Anträge im Bearbeitungsprozess.

Als Variante des klassischen GuW-Programms bietet der HessenFonds-GuW die Möglichkeit, für Innovations- und Transformationsvorhaben Darlehen bis zu 1 Mio. Euro zu erhalten. Die Nachfrage nach HessenFonds-GuW hat die Erwartungen weit übertroffen: Insgesamt wurden 215 Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 87,3 Mio. Euro zugesagt. Für anderweitige Investitionen steht nach wie vor das klassische GuW-Programm zur Verfügung.

Die bereits in den Vorjahren festgestellte gute Nachfrage nach dem klassischen Programm “Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)” hat sich im Jahr 2025 auf einem zufriedenstellenden Niveau fortgesetzt. Das Interesse an dem Förderprogramm ist mit Blick auf die 705 Zusagen (Vorjahr 668 Zusagen) spürbar gestiegen, wobei das Gesamtbewilligungsvolumen auf ca. 139 Mio. Euro (Vorjahr: ca. 145 Mio. Euro) geringfügig gesunken ist.

Die BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen mbH ist über die WIBank in die Wirtschaftsförderung des Landes Hessen integriert und unterstützt über verschiedene Beteiligungsfonds den hessischen Mittelstand sowie Start-ups mit Eigenkapital bzw. eigenkapitalähnlichen Mitteln. Mit 60 Beteiligungen (2024: 63) und einem genehmigten Investitionsvolumen von rund 32,3 Mio. Euro – inklusive des Mikromezzanin-Programms des Bundes – konnte die BMH das Jahr 2024 (27,4 Mio. Euro) deutlich übertreffen, wodurch erneut ein gutes Geschäftsjahr für die hessische Beteiligungsgesellschaft erreicht werden konnte. Auf Seed- und Start-up-Finanzierungen entfielen zusammen knapp über 51 Prozent des Gesamtvolumens.

Auch hessische Landwirtinnen und Landwirte werden von der WIBank unterstützt. Ihnen kamen 2025 im Rahmen der Flächenprogramme ELER-GAK und der Direktzahlungen aus dem Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft (EGFL) 332 Mio. Euro zugute (2024: 374,7 Mio. Euro).

Die WIBank setzt zahlreiche durch das Land Hessen geförderte Programme des EFRE um. Im Bereich Technologietransfer und Innovation konnten im Jahr 2025 Auszahlungen in Höhe von 49,8 Mio. Euro verzeichnet werden – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Dieser resultiert sowohl aus der planmäßigen Bewilligung der mehrjährig vorgesehenen Haushaltsmittel als auch aus der zusätzlichen Bereitstellung von Landesfördermitteln.

In den weiteren Förderprogrammen wurden im Jahr 2025 sämtliche geplante Bewilligungen ausgesprochen. Dabei kamen EFRE-, Landes- und Bundesmittel mit einem Gesamtvolumen von 39,3 Mio. Euro zum Einsatz.

bilden & beschäftigen

Im Geschäftsfeld bilden & beschäftigen wurden im Jahr 2025 rund 330 Bewilligungen mit einem Neugeschäftsvolumen von 113,7 Mio. Euro ausgesprochen – und damit 87,3 Prozent mehr als 2024. Hierbei kommen EU-Gelder, größtenteils aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+), und Landesmittel zum Einsatz.

Die Bewilligungen im Bereich der sozialen Inklusion lagen bei 56,8 Mio. Euro gegenüber 14,9 Mio. Euro im Vorjahr. Programme zur Bildung und Qualifizierung wurden mit 56,9 Mio. Euro bezuschusst (2024: 45,8 Mio. Euro). (Pressemeldung bilden & beschäftigen)

Vermögens- und Ertragslage nach HGB

Die Bilanzsumme stieg 2025 um 1,6 Mrd. auf 31,6 Mrd. Euro. Dies ist auf den gestiegenen Finanzierungsbedarf im Rahmen des Fördergeschäfts zurückzuführen. Die Vermögensstruktur ist geprägt vom Kredit- und Treuhandgeschäft, wobei die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 84 Prozent der Bilanzsumme betragen.

Die wesentlichen Ertragskomponenten der WIBank, bestehend aus Zins- und Provisionsergebnis, haben sich im Geschäftsjahr 2025 um 6,7 Mio. Euro auf insgesamt 174,9 Mio. Euro reduziert. Das Provisionsergebnis hat sich dabei um 8,4 Mio. Euro auf 95,3 Mio. Euro erhöht. Das Zinsergebnis, inkl. der Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, ist mit 79,6 Mio. Euro um 15,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (94,7 Mio. Euro) zurückgegangen. Dies liegt im Wesentlichen in einer geänderten Zuordnung der Erträge aus der Verwaltung der beiden Sondervermögen “Wohnungswesen und Zukunftsinvestitionen” (WuZ) sowie “Hessischer Investitionsfonds” (HIF) begründet, die erstmals nach der Rückgabe der Sondervermögen an das Land Hessen im Jahr 2024 vollständig dem Provisionsergebnis zugeordnet werden. Darüber hinaus wirkte sich unter anderem das geänderte Zinsumfeld auf das Zinsergebnis aus.

Die Verwaltungsaufwendungen der WIBank betragen 133,3 Mio. Euro und sind damit im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Mio. Euro angestiegen. Diese Erhöhung resultiert aus dem Zuwachs der Sachaufwendungen (+6,9 Mio. Euro) sowie der Personalaufwendungen (+0,8 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss beträgt 26,7 Mio. Euro nach 26,5 Mio. Euro im Vorjahr.

Judith Mandel, Mitglied der WIBank-Geschäftsleitung, betont: “Innovation ist für die WIBank kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Praxis. Tag für Tag arbeiten wir daran, Förderangebote einfacher, schneller und konsequent an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden auszurichten – stets im Sinne unseres öffentlichen Auftrags. Dabei greifen wir auf die Erfahrung aus 75 Jahren Förderpraxis zurück und verbinden sie mit neuen Ansätzen, etwa modularen Förderungsbausteinen, modernen Arbeitsweisen wie Design Sprints oder dem gezielten Einsatz von KI-Lösungen. Für mich ist dabei entscheidend: Innovation braucht Menschen. Sie lebt vom Mitdenken, von Verantwortungsbewusstsein und vom Mut, neue Wege zu gehen. Im Jahr 2025 hat unser Team viel bewegt. Mein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitenden, die mit ihrer Expertise, ihrem Engagement und ihrer Offenheit diesen Fortschritt jeden Tag möglich machen.”

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Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, rechtlich unselbstständige Anstalt in der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Kaiserleistraße 29-35, 63067 Offenbach am Main, Tel: (+49) 69 91 32-03, www.wibank.de