Verglichen mit einer herkömmlichen lokalen Serverinfrastruktur benötigen Cloud-Kunden nur 16% der Energie

 

Rechenzentren, die unseren „Always-on“-Lebensstil ermöglichen, benötigen 3% des weltweit produzierten Stroms und machen 2% der Treibhausgasemissionen aus. Dieses Emissionsniveau entspricht dem der Luftfahrtindustrie. Doch im Unterschied zur Luftfahrt steigert Cloud Computing die Energieeffizienz und wächst nachhaltig. Das eröffnet Anlagechancen, die einen niedrigeren CO₂-Fußabdruck ermöglichen, ohne Kompromisse bei der Rendite einzugehen.

Cloud Computing bezieht sich auf das Outsourcing der IT eines Unternehmens, von Daten und Speicher bis hin zu Software. Das wirtschaftliche Konzept des Cloud Computing besteht in der Verteilung der Rechenzentrumskosten durch eine Co-Lokalisierung der Nutzer, was zu einer effizienteren Nutzung im Vergleich zu privaten Rechenzentren führt. Unternehmen wie Adobe, Intuit und Microsoft spielen eine wichtige Rolle bei der digitalen Transformation unserer Wirtschaft. Sie dürften in den nächsten drei Jahren den größten wachsenden Anteil an den IT-Budgets erhalten, vor allem aufgrund der Verschiebung des lokalen Arbeitsvolumens in die Cloud. Die gesamte Branche bietet ein günstiges Wachstum, ein attraktives abonnementbasiertes Geschäftsmodell und positive Umweltauswirkungen. Und da Vorstandsetagen weltweit der Cloud und der digitalen Transformation Priorität einräumen, dürfte die Branche auf absehbare Zeit stark wachsen.

Hendrik-Jan Boer, Head of Sustainable & Impact Equity Investing bei NN Investment Partners: „Unsere nachhaltigen Aktienfonds, wie der NN (L) Global Sustainable Equity, sind gut positioniert, um vom Wachstum im Cloud Computing zu profitieren, z. B. durch Positionen in Unternehmen wie Adobe, Intuit und Microsoft. Diese Beteiligungen haben sich sowohl positiv auf unseren CO₂-Fußabdruck als auch auf die Alpha-Generierung ausgewirkt.“[1]

Cloud Computing reduziert den CO₂-Fußabdruck

Aus ökologischer Sicht bietet Cloud Computing eindeutig messbare Vorteile. Eine Cloud-basierte Infrastruktur ist energieeffizienter als ein herkömmliches, vor Ort installiertes System. Die Serverkapazität in der Cloud passt sich an schwankende Anforderungen an, so dass die Kunden nur die Energie verbrauchen, die sie benötigen, und keine übermäßigen CO₂-Fußabdrücke hinterlassen. Hyperscale Cloud-Unternehmen wie Adobe, Microsoft Azure und Amazon Web Services, das die Cloud-Infrastruktur für Intuit bereitstellt, haben sich verpflichtet, zu 100% erneuerbare Energien zu nutzen und sind diesem Ziel bereits ein gutes Stück näher gekommen.

Am Beispiel Microsoft lässt sich der CO₂-Vorteil gut aufzeigen: Das Unternehmen ist auf dem Weg, seinen CO₂-Fußabdruck bis 2030 um 75% gegenüber dem Jahr 2013 zu senken. Wenn man Microsofts Nutzung von erneuerbaren Energien berücksichtigt, liegt der CO₂-Ausstoß der Microsoft Cloud-Infrastruktur 92% niedriger als bei herkömmlichen Rechenzentren.

Ein wesentlicher Grund für die CO₂-Einsparung liegt darin, dass eine Hyperscale Cloud-Infrastruktur Analysen zufolge eine Servernutzungsrate von rund 65% erzielt, während eine lokale Serverinfrastruktur durchschnittlich nur rund 15% der Kapazität nutzt. Zudem ist die Energieeffizienz einer durchschnittlichen lokalen Lösung 29% schlechter als die eines großen Cloud-Anbieters. All diese Faktoren führen dazu, dass Cloud-Kunden insgesamt nur 16% der Energie benötigen, die sie bei Nutzung einer herkömmlichen lokalen Infrastruktur verbrauchen würden.

Hendrik-Jan Boer: „Cloud-Computing-Aktien notieren derzeit auf einem erhöhten Bewertungsniveau und auch Cybersicherheitsrisiken sind weit verbreitet. Wir bewerten diese Faktoren während des gesamten Analyseprozesses. Dieser Risiken zum Trotz ist die Cloud eine grüne Technologie. Cloud Computing kann die CO₂-Emissionen um Millionen Tonnen reduzieren spart zudem Milliarden von Dollar an Energiekosten.”

 

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