Vorstellung der 3. Auflage des Grundlagenbuches für notleidende Forderungen

 

Die dritte Auflage des Standardwerks „Grundlagen des NPL-Geschäfts“ ist erschienen. Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V. (BKS) liefert darin die Blaupause für den Zweitmarkt für notleidende Kredite. „Dieser Zweitmarkt stabilisiert die Finanzbranche“, sagt Jürgen Sonder, Präsident der BKS. „Und das wird in den kommenden Jahren, in denen die Auswirkungen der Pandemie und anderer Krisen sichtbar werden, immer wichtiger.“

„Die aktuelle Auflage des Grundlagenbuches für notleidende Kredite verknüpft die regulatorischen Initiativen in der Coronakrise mit den praktischen Anwendungen im Risikomanagement der Banken“, sagt Sonder. Experten für Non-performing Loans (NPLs) sowie Mitglieder und Beiräte der BKS aus der Finanzbranche haben wissenschaftliche Beiträge geliefert und mit ihrer Expertise aus dem Risikomanagement dazu beigetragen, das Buch zu einem Grundlagenwerk für die NPL-Branche zu entwickeln.

Die Inanspruchnahme des Kapitalmarktes durch Verkäufe sowie Servicing von NPLs sind für einen funktionierenden Kreditmarkt ein entscheidender Faktor, ermöglichen sie doch Finanzdienstleistern, ein aktives Risikomanagement zu betreiben. Dies wiederum hat positive Auswirkungen auf die Kreditvergabe der Banken und damit auf die Versorgung der Wirtschaft mit Kapital.

Das Buch „Grundlagen des NPL-Geschäftes“ beschreibt die rechtlichen Grundlagen des NPL-Geschäftes im Sinne des (europäischen) regulatorischen Rahmens, der Datenschutzanforderungen und des Insolvenzrechts. Zudem wird der Prozess von NPL-Transaktionen dargestellt und verschiedene Aspekte des NPL-Marktes erläutert.

Die Autoren kommen aus der Finanzbranche, von Investoren und Kreditservicern sowie aus Kanzleien und der Wissenschaft. Sie verbinden die theoretischen Grundlagen des NPL-Geschäftes mit profunder Fachexpertise aus der Praxis. Dies verleiht dem Buch eine hohe Relevanz für all diejenigen, die mit dem NPL-Geschäft befasst sind, sei es auf Seiten der Kreditgeber, der Investoren oder der Servicer.

Daher spannt das Buch einen weiten Bogen von der Definition von NPLs über die rechtlichen Rahmenbedingungen eines funktionierenden NPL-Marktes sowie das Risikomanagement in der Bankenwelt für notleidende Forderungen bis hin zu Bearbeitungs- und Verwertungsstrategien auf Seiten der Investoren und Servicer. Ebenfalls behandelt werden Innovationen des NPL-Geschäftes durch die Digitalisierung. Die europäischen Regulierungsthemen ergänzen die Beiträge im Kontext, die Darstellung von Musterverträgen rundet das Buch ab.

Jürgen Sonder: „Der Sekundärmarkt spielt eine wesentliche Rolle beim Bewältigen aktueller und zukünftiger NPL-Themen. Diese Einstellung hat auch die EU-Kommission gewonnen und wird in den nächsten Wochen ein Rahmenwerk für den Sekundärmarkt ratifizieren. Die Verzahnung zwischen Banken und Sekundärmarkt ist daher eine zentrale Aufgabe für die nächsten Jahre, um Krisen in Zukunft effektiver zu managen. Dazu gehört gerade in den nächsten Jahren, die Folgen der Pandemie in Europa, speziell in der Finanzindustrie und in der Wirtschaft, abzumildern.“

Noch sind die Corona-bedingten Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft in ihrer ganzen Dimension nicht absehbar. Die massiven Unterstützungsmaßnahmen der europäischen Staaten, der Bundesregierung sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) haben Deutschland bisher vor einer Insolvenzwelle und signifikanten Kreditausfällen geschützt. „Die Finanzindustrie sollte daher die Risikomodelle hinsichtlich möglicher Auswirkungen immer wieder neu adjustieren“, sagt Sonder.

Über die BKS

Die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing (BKS) wurde 2007 gegründet, hat ihren Sitz in Berlin und vertritt die Interessen ihrer derzeit 31 im Sekundärmarkt tätigen Mitgliedsunternehmen in Deutschland. Sie setzt sich zusammen mit ihrem Beirat, der überwiegend aus Vertretern deutscher Kreditinstitute besteht, auf politischer und fachlicher Ebene für einen funktionierenden und transparenten Sekundärmarkt ein. Mit Portfoliotransaktionen und Servicing von NPLs (Non-performing Loans) sichern Kreditdienstleister die Liquidität des Bankensektors. Der Verkauf von notleidenden Darlehensforderungen hilft Banken, Sparkassen und Landesbanken, Risikostrukturen zu verbessern und Liquidität zu sichern, um Neukredite an Darlehensnehmer zu vergeben.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing e.V., Marienstraße 14, 10117 Berlin, Tel: +49 (0) 30 204534-15, www.bks-ev.de