Interhyp setzt sich unter 12 Baugeldvermittlern durch – Erneut Bestnoten für Beratung und Service im Ranking des Wirtschaftsmagazins EURO

Interhyp, eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland, ist zum 19. Mal in Folge “Bester Baufinanzierer” bei den Vermittlern im Test des Wirtschaftsmagazins EURO (Ausgabe 08/2024). Insgesamt hat das Wirtschaftsmagazin EURO gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut SWI Finance in diesem Jahr 24 Baufinanzierungsanbieter getestet.

“Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden auf der für die meisten größten finanziellen Entscheidung ihres Lebens. Vertrauen ist auf diesem Weg die wichtigste Währung. Und dieses Vertrauen entsteht durch eine exzellente Beratung, durch den besten Service mit den besten Konditionen. Daher freue ich mich sehr über die Auszeichnung als Bester Baufinanzierer bei den Vermittlern”, sagt Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe.

Entsprechend kundenorientiert haben die Tester in den drei Kategorien Vermittler, Onlinebanken und Filialbanken geprüft. In Telefonaten, Online-Chats und bei Vor-Ort-Besuchen untersuchten sie, wie individuell und verständlich die Anbieter auf die komplexen Bedürfnisse der Kunden eingehen – und zu welchen Konditionen Darlehen angeboten werden. Vor allem durch die fast durchgängig hohe Kontaktqualität in Service und Beratung setzt sich Interhyp von den Mitbewerbern ab.

Auch bei den Themen Volltilger-Darlehen, Modernisierung im Bestand und Anschlussfinanzierung erzielte Interhyp in puncto Beratung, Finanzierungsunterlagen und Beantragung erneut sehr gute Ergebnisse.

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

KfW-Kreditmarktausblick

Rückgang des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbständigen verringert sich im ersten Quartal auf 3,9%

Schwache Investitionsausgaben dämpfen Finanzierungsbedarfe der Unternehmen

Mit nachlassenden Finanzierungskosten im zweiten Halbjahr wird Kreditneugeschäft gering wachsen

Zu Jahresbeginn 2024 blieb das von KfW-Research berechnete Kreditneugeschäft deutscher Banken mit Unternehmen und Selbstständigen zwar erneut hinter dem Vorjahresniveau zurück, stabilisierte sich jedoch mit dem überraschenden Wachstum der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal und dem Ende des Zinsstraffungszyklus seit dem Herbst deutlich. Nach zweistelligen Schrumpfungsraten in den Vorquartalen verringerte sich der Rückgang bei neuen Krediten auf nur noch 3,9% im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser langsame Erholungskurs dürfte sich weiter fortsetzen: Für das gerade abgelaufene zweite Quartal erwartet KfW Research eine Schrumpfung der Kreditneuvergabe um noch 2%, bevor ab dem dritten Quartal wieder niedrige positive Wachstumsraten möglich sind.

Über die letzten Monate hat sich der negative Einfluss der Anlageinvestitionen und des allgemeinen noch immer hohen Zinsniveaus auf die Kreditnachfrage der Unternehmen abgemildert. Erstmalig seit einem Jahr fragten die Unternehmen laut Bank Lending Survey nun auch wieder mehr Kredite für Lagerhaltung und Betriebsmittel nach. Das Kreditinteresse dürfte mit der wirtschaftlichen Stimmungsaufhellung weiter zunehmen. Zwar werden die Unternehmensinvestitionen nach dem schwachen ersten Quartal nun in der Jahresbetrachtung im Vergleich zum Vorjahr sinken, für das zweite Quartal ist jedoch mit zunehmenden Investitionsausgaben aufgrund steigender Absatzerwartungen mit der sich erholenden Auslandsnachfrage und dem verbesserten Geschäftsklima zu rechnen. Damit dürften die Unternehmensinvestitionen das Kreditneugeschäft vorerst wieder stärker stützen.

Von der Zinswende ist zunächst nur ein geringer Impuls auf die Kreditnachfrage zu erwarten. Die Kreditzinsen für Unternehmen bewegten sich seit Oktober 2023 seitwärts. Die Leitzinssenkung der EZB im Juni hatte der Markt hatte bereits eingepreist. Erst in der zweiten Jahreshälfte dürften die Kreditzinsen mit der langsam sinkenden Inflationsrate tendenziell abschmelzen und perspektivisch das Kreditneugeschäft stützen.

Auf der Kreditangebotsseite kommt der 2022 begonnene Straffungszyklus der Banken langsam zum Ende: Die Banken verschärften eigenen Angaben zufolge zu Jahresbeginn die Kreditkonditionen kaum noch. Auch die Ablehnungsquote von kreditinteressierten Unternehmen blieb nahezu unverändert zum Vorquartal. Die Banken sehen insbesondere in der deutschen Konjunkturschwäche und der Kreditwürdigkeit der Unternehmen hemmende Faktoren für die Kreditvergabe. Ein konjunktureller Aufschwung der deutschen Wirtschaft dürfte die Banken veranlassen, ihre strengen Vorschriften zu überdenken. Wenn sich der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen in einigen Branchen hingegen fortsetzt, ist mit weiterhin restriktiven Kreditvergabekonditionen der Banken zu rechnen. Erste Anzeichen für eine Stabilisierung bei der Zahl der Unternehmensinsolvenzen bestehen jedoch bereits.

“Die Aussichten für eine nachhaltige Erholung des Kreditneugeschäfts haben sich verbessert, jedoch geht es nur langsam bergauf. Erst wenn sich die wirtschaftliche Aufhellung verstetigt und sich die Zinswende stärker in den Finanzierungskosten widerspiegelt, rechnen wir mit positivem Wachstum des Neugeschäfts. Aller Voraussicht nach wird dies erst im zweiten Halbjahr eintreffen”, fasst Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die Ergebnisse des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks zusammen. “Allerdings beeinflusst auch Planungssicherheit die Investitionsentscheidungen der Unternehmen und damit ihre Finanzierungsbedarfe. Alles, was Unsicherheit erhöht, wie beispielsweise die Entwicklungen nach den Parlamentswahlen in Frankreich, der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im November, oder die Entwicklung von Handelskonflikten dämpft dabei das Investitionsinteresse von Unternehmen.”

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Experten-Prognose: Bauzinsen bis Herbst voraussichtlich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent

Interhyp-Immobilienindex: Immobilienpreise seit Jahresbeginn leicht gestiegen (+2,0 Prozent)

Rat an Kaufinteressierte: Chancen bei Bestandsimmobilien nutzen!

Welche Auswirkungen hat das im Vergleich zu 2023 deutlich niedrigere Niveau auf die Immobilienpreise und den Immobilienmarkt? Wie haben sich die Kaufpreise für einzelne Energieklassen im Zeitverlauf entwickelt? Was bedeutet das für Kaufinteressierte? Im regelmäßigen Interhyp-Zinsupdate geben Branchen-Insider wichtige Einschätzungen und Tipps rund um Finanzierung, Zinsentwicklung und den Immobilienmarkt.

Stabiles Zinsniveau seit Jahresanfang, nachhaltige Erholung am Immobilienmarkt

“Wie Zinslage und Immobilienpreisentwicklung zusammenhängen, zeigt der aktuelle Immobilienmarkt. Aktuell liegen die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen bei 3,67 Prozent. Damit liegen wir deutlich unter dem Niveau von 2023, als sich die Bauzinsen in der Spitze bei mehr als 4,2 Prozent befunden haben. Der Zinsabschwung, den wir zum Ende von 2023 hin gesehen haben, führt zu einer besseren Leistbarkeit von Immobilien und deshalb hat die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern seit Jahresbeginn wieder deutlich angezogen. Der Immobilienmarkt erholt sich gerade – wenn auch in kleinen Schritten”, sagt Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe.

Preiskorrekturen sind vorbei

“Die Preiskorrekturen am Immobilienmarkt sind überwiegend vorbei. Das Preiskarussell dreht sich wieder schneller. Wie die Daten unseres Interhyp-Immobilienindex zeigen, sind die Preise für Wohnimmobilien in Gesamtdeutschland von Januar 2024 bis Ende Mai 2024 um 2 % gestiegen. Bei den Metropolen bleiben die Preise nur in Hamburg nahezu unverändert. In München (+1,9 %), Stuttgart (+2,3 %), Frankfurt (+3,3 %), Berlin (+2,2 %) geht es aufwärts”, so Mohr weiter.

“Außerdem sind die langfristigen Treiber für die Nachfrage nach Immobilien weiterhin intakt: Das eigene Zuhause gehört laut Umfragen unverändert zu den Top 3 Wünschen den Deutschen neben Gesundheit und Sicherheit im Alter. Die temporäre Unsicherheit im Kaufmarkt für Immobilien im letzten Jahr hat die Mieten stark ansteigen lassen, dadurch wird Kaufen im Vergleich wieder deutlich attraktiver. Die Hauseigentumsquote liegt in Deutschland unter 50 Prozent – damit sind wir Schlusslicht in Europa. Ein riesiges soziales Problem, das unsere Regierung nicht in den Griff bekommt. Und die Sanierung von rund drei Viertel unseres Gebäudebestands in Deutschland bis 2025 bringt neue Chancen (und Herausforderungen) mit sich”, betont Mirjam Mohr.

Bestandsimmobilien mit geringer Energieeffizienz bieten Chancen

Objekte mit geringer Energieeffizienz bieten derzeit besonders günstige Einstiegschancen. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2022 sind die Preise für Immobilien der Energieklassen B bis F durchschnittlich um 17 Prozent gesunken. Noch deutlicher fällt der Preisrückgang bei unsanierten Objekten der Klassen G und H aus – hier beträgt die Differenz sogar 22 Prozent. Im Gegensatz dazu zeigen sich energieeffiziente Immobilien der Klassen A+ und A weitgehend preisstabil. Ihre Werte liegen lediglich etwa 5 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022.

Der Abwärtstrend bei den Hauspreisen setzte ein, als die Energiekosten und Bauzinsen Anfang 2022 in die Höhe schnellten. Bemerkenswert ist jedoch, dass sich die Preise für Häuser der Energieklassen A+ und A bereits Anfang 2023 stabilisierten.

Die Interhyp-Daten zeigen, dass aber auch die Preise für Immobilien mit niedrigeren Energieeffizienzklassen in den letzten Monaten wieder angezogen haben. Diese Entwicklung entspricht dem allgemeinen Trend steigender Immobilienpreise, wie er auch im Interhyp-Immobilienindex abgebildet wird.

Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung der Energieeffizienz am Immobilienmarkt und eröffnen gleichzeitig Potenziale für Käufer und Sanierer. Sie verdeutlichen auch die Dynamik des Marktes, der auf wirtschaftliche und energiepolitische Veränderungen reagiert.

Interhyp-Vertriebsvorständin Mirjam Mohr rät: “In unseren Beratungsgesprächen stellen wir fest, dass viele Menschen sehr unsicher sind, was den Kauf einer älteren Immobilie angeht. Wir raten: keine Angst vor Bestandsimmobilien! Wer sich sorgfältig mit energetischer Sanierung auseinandersetzt und vor dem Kauf mit Unterstützung von erfahrenen Energieberatern prüft, welche Maßnahmen Sinn ergeben und mit welchem finanziellen Aufwand sie verbunden sind, kann eine ältere Immobilie zu einem attraktiven Preis erwerben. Mit einer guten Vorbereitung lassen sich Immobilien mit guten Potenzialen identifizieren. Da aber auch hier die Preise bereits wieder steigen, lohnt es sich, das Kaufvorhaben nicht zu lange aufzuschieben.”

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

Die Experten des Interhyp-Zinspanels verorten die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent. Mittel- bis langfristig (Zeitraum von einem halben bis zu einem Jahr) sehen 50 Prozent der Befragten die Bauzinsen auf gleichbleibendem Niveau in besagtem Korridor, die anderen 50 Prozent prognostizieren fallende Zinsen.

Was ist von der EZB im zweiten Halbjahr zu erwarten?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Die EZB zeigt sich zunehmend zögerlich mit weiteren Zinssenkungen. Zu groß ist der Lohn- und Inflationsdruck. Sollte die EZB wirklich maximal nur noch ein bis zwei Mal dieses Jahr den Leitzins senken, wird an den Kapitalmarktzinsen wenig passieren. Das Risiko ist groß, dass es eher weniger als mehr Zinssenkungen werden und damit auch das Risiko, dass die Kapitalmarktzinsen sogar noch einmal leicht steigen.”

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Fokus der Änderungen auf Kriterien für geeignete Assets

Gemeinsam mit den Emittenten von Grünen Pfandbriefen hat der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) die Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe sowie Grüne Öffentliche Pfandbriefe aktualisiert. Die Änderungen der Mindeststandards gelten ab dem 1. Januar 2025, eine freiwillige Anwendung vor diesem Termin ist den Mitgliedsinstituten freigestellt. Für die bereits ausstehenden Pfandbriefemissionen gelten die jeweils zum Zeitpunkt der Emission geltenden Mindeststandards.

Die wichtigsten Änderungen der Mindeststandards für Grüne Hypothekenpfandbriefe betreffen die Kriterien für die geeigneten Assets:

Bei Neubaufinanzierungen muss die Immobilie zukünftig einen Primärenergiebedarf aufweisen, der mindestens 10 % unter dem nationalen Standard für Niedrigstenergiegebäude (NZEB) liegt. Bislang galt die Einhaltung von gesetzlichen energetischen Standards für Neubauten als ausreichend.

Bei der Finanzierung von wohnwirtschaftlichen Bestandsimmobilien muss das Wohngebäude künftig mindestens der Energieeffizienzklasse A angehören. Bislang war eine Energieeffizienzklasse von mindestens B ausreichend

Auch für die Finanzierung gewerblicher Bestandsimmobilien wird das Kriterium ergänzt, dass die Gewerbeimmobilie mindestens der Energieeffizienzklasse A zugeordnet werden kann.

Darüber hinaus werden einige formelle Änderungen am Regelwerk vorgenommen. Die Änderungen der Mindeststandards für Grüne Öffentliche Pfandbriefe gelten lediglich dem Angleich des Wortlautes beider Fassungen, betreffen inhaltlich jedoch nicht die Definition für geeignete Assets.

“Mit der Aktualisierung der Mindeststandards werden die Anforderungen an grüne Deckungswerte weiter in Richtung EU-Taxonomie angepasst.” Ein Abstellen auf sämtliche Taxonomie-Anforderungen sei aufgrund der Komplexität, der mangelnden Praxistauglichkeit und des nicht ausreichenden Transformationsgedankens der Taxonomie-Kriterien nicht möglich und auch absehbar nicht geplant, kommentierte Sascha Kullig, Mitglied der Geschäftsleitung des vdp.

Erfreuliche Entwicklung des Marktes für nachhaltige Pfandbriefe

Das Segment der nachhaltigen Pfandbriefe hat sich seit der ersten Emission durch ein vdp-Mitgliedsinstitut im Jahr 2014 positiv entwickelt. Mittlerweile haben 14 Pfandbriefbanken Grüne und Soziale Pfandbriefe mit einem Gesamtvolumen von über 28,5 Mrd. Euro ausstehend. Davon entfallen auf Grüne Pfandbriefe 23,6 Mrd. Euro und auf Soziale Pfandbriefe von 4,9 Mrd. Euro. Damit beträgt der Anteil der nachhaltigen Pfandbriefe am Gesamtvolumen ausstehender Pfandbriefe aktuell gut 7 %. Bei den neu begebenen Pfandbriefen im Benchmark-Format von mindestens 500 Mio. Euro beläuft sich ihr Anteil auf mittlerweile rund 20 %.

“Das erfreuliche Wachstum des Segments nachhaltiger Pfandbriefe zeigt auch, wie erfolgreich marktorientierte Modelle funktionieren können, wenn sie praxistauglich nachhaltige Finanzierungen fördern und Investoren die gewünschten Anlagemöglichkeiten bieten”, so Kullig.

Verantwortlich für den Inhalt:

Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V., Georgenstraße 21, 10117 Berlin, Tel: +49 30 20915-330, www.pfandbrief.de

Die Deutsche Bank AG (XETRA: DBKGn.DB / NYSE: DB) erwirbt einen Großteil des Flugzeugkreditportfolios der Norddeutschen Landesbank („NORD/LB“).

Von dem Gesamtportfolio mit einem Volumen von 2,75 Milliarden Euro übernimmt die Deutsche Bank Kredite in Höhe von 1,67 Milliarden Euro. Die Bank hat das Portfolio in einem Bieterverfahren erworben. Die Kredite, hinter denen eine breite Anzahl an Leasinggebern und Fluggesellschaften als Kunden stehen, sind durch Passagierflugzeuge besichert. Insgesamt umfasst das Kreditportfolio der NORD/LB derzeit Finanzierungen für rund 300 Flugzeuge und Triebwerke.

Das Portfolio wird vom Bereich Global Credit Financing & Solutions der Deutschen Bank übernommen, der über ein vielfältiges Kreditportfolio verfügt, darunter Finanzierungen für erneuerbare Energien und die Energiewende, Infrastruktur- und Verkehrsfinanzierungen sowie forderungsbesicherte Finanzierungen.

„Mit dieser Transaktion spielen wir unsere Stärken sowie Erfahrung in der Luftfahrtbranche aus und erwerben zugleich ein Portfolio an hochwertigen Krediten mit einem attraktiven Renditeprofil“, sagte Ross Duncan, Co-Leiter des Teams für Global Transportation Finance bei der Deutschen Bank.

Die Ausschreibung ist auf großes Interesse gestoßen – ein Beleg für die hohe Qualität des Portfolios. Die beiden beteiligten Banken haben vereinbart, die Höhe des Kaufpreises nicht zu veröffentlichen.

Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kartellbehörden. Die Transaktion soll in der zweiten Jahreshälfte 2024 abgeschlossen werden.

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Deutsche Bank AG, Taunusanlage 12, 60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 910-00, Fax: +49 69 910-34 225, www.db.com

Bekenntnis der Politik zum ukrainischen Business Development Fund

Die KfW verstärkt ihr Engagement in der Ukraine. Sie hat auf der Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz in Berlin neue Verträge im Volumen von 190,65 Mio. EUR geschlossen. Dabei geht es um neue Zusagen zur Reparatur und Wiederherstellung der Energie-Infrastruktur, Berufsbildung und kommunalen Infrastruktur. Die KfW-Tochter DEG, die ihre Kunden aus dem ukrainischen Privatsektor seit Beginn des Krieges fortlaufend unterstützt, unterzeichnete einen Vertrag über ein neues Vorhaben zu erneuerbaren Energien. Dies teilte die KfW zum Abschluss der Veranstaltung am Mittwoch mit.

Die neuen Verträge adressieren die größten Bedarfe in der andauernden Kriegslage. Im Energiesektor geht es um die Reparatur und Modernisierung sowie den Schutz der Infrastruktur über den ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo. Ziel ist, die aktuelle Versorgungslage zu stabilisieren und zu verbessern. In der kommunalen Infrastruktur ist der Wiederaufbau von Schulen und Berufsbildungseinrichtungen zentral, zudem die Wasserver- und Abwasserentsorgung in ukrainischen Orten. Eine hohe Relevanz hat die Förderung privater Unternehmen, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten, Arbeitsplätze zu sichern und Einkommen zu generieren.

“Der Erfolg der Konferenz in Berlin ist greifbar”, sagte Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW. “Es ist klar: Der Wiederaufbau wird nur im Schulterschluss von internationaler Staatengemeinschaft und Privatwirtschaft gelingen. Auf diesem Weg sind wir mit dem Bekenntnis der Politik zum Ausbau des ukrainischen Business Development Fund zu einer nationalen Entwicklungsinstitution einen großen Schritt vorangekommen.” Der Fund vergünstigt Kredite an Unternehmen vor Ort. Er wird nach dem Vorbild der KfW in Deutschland eine signifikante Rolle beim Wiederaufbau der Ukraine spielen.

Seit dem Start des russischen Angriffs auf die Ukraine vor mehr als zwei Jahren hat die KfW für das Land im Auftrag der Bundesregierung und der EU mehr als 1,4 Mrd. EUR neu zugesagt. Die KfW ist bereits seit den 1990er Jahren ein Partner der Ukraine und verfügt über ein großes Netzwerk und viel Expertise vor Ort.

Folgende Verträge hat die KfW abgeschlossen:

mit dem Finanzministerium der Ukraine und dem ukrainischen Netzbetreiber Ukrenergo über 30,4 Mio. EUR zur Reparatur, zur Modernisierung und zum Schutz der Energieinfrastruktur,

mit Ukrenergo über 15 Mio. EUR zur Reparatur, zur Modernisierung und zum Schutz der Energieinfrastruktur,

mit dem Bildungsministerium der Ukraine über 20,5 Mio. EUR zur Rehabilitierung und Ausstattung von Berufsschulen für Berufsbildung, auch für Binnenvertriebene und Kriegsveteranen,

mit der EU über 100 Mio. EUR für Reparatur, Modernisierung und Schutz der Energieinfrastruktur,

mit der EU über 19,75 Mio. EUR für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur, insbesondere zur Modernisierung der Wasserver- und Abwasserentsorgung in Chernivtsi.

Weiterhin unterzeichnete die KfW:

ein Memorandum of Understanding mit dem Gesundheitsministerium der Ukraine und dem Ukrainian Social Investment Fund zur zukünftigen Zusammenarbeit zu Frauengesundheit,

zwei Absichtserklärungen mit der EU über jeweils 55 Mio. EUR für den Ukraine Sub-Fonds im Regionalfonds European Fund for Southeast Europe sowie für den regionalen “Green for Growth Fund” für Energieeffizienz und erneuerbare Energien, beide zur Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen.

Folgenden Vertrag hat die KfW-Tochter DEG abgeschlossen:

Vertrag zwischen DEG und GOLDBECK SOLAR Gruppe über eine ImpactConnect-Finanzierung in Höhe von 5 Mio. EUR für die Entwicklung von Solarparks in der Ukraine.

Weitere Informationen zum Engagement der KfW in der Ukraine unter:

https://www.kfw-entwicklungsbank.de/%C3%9Cber-uns/Ukraine/

www.kfw.de/stories/gesellschaft/gesellschaftlicher-zusammenhalt/ukraine/

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Interhyp-Zinspanel erwartet in den kommenden Wochen mehrheitlich Bauzinsen zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen

Stabile Zinslage sorgt für bessere Planbarkeit und Leistbarkeit beim Immobilienkauf

Die Europäische Zentralbank EZB hat heute zum ersten Mal seit Herbst 2019 die Leitzinsen gesenkt. Was bedeutet die Zinswende für die Bauzinsen? Wie sollten sich Kaufinteressierte nun am besten verhalten? Experten geben Antworten.

Sinken nach der Leitzinssenkung jetzt die Bauzinsen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Unserer Meinung nach wird die Leitzinssenkung der EZB keine spürbaren Auswirkungen auf die langfristigen Kreditzinsen haben, weil die Finanzmärkte bereits bis zu drei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr eingepreist haben.”

Die Zinsen für 10-jährige Immobilienkredite liegen laut Interhyp-Angebotszinsen derzeit bei 3,70 Prozent (Stand: 6.6.2024). Wo werden die Zinsen für 10-jährige Kredite voraussichtlich im Herbst 2024 liegen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Die monatlich von uns befragen Zinsexpertinnen- und Experten gehen mehrheitlich davon aus, dass das Zinsniveau in den kommenden Monaten auf gleichbleibendem Niveau in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für 10-jährige Darlehen liegen wird. Schwankungen sind dabei jederzeit möglich.”

Werden wir im zweiten Halbjahr 2024 weitere Leitzinssenkungen durch die EZB sehen?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Meiner Meinung nach werden im weiteren Verlauf des Jahres kaum weitere Zinssenkungen folgen. Die Gefahr einer Rückkehr der Inflation ist immer noch zu hoch.”

Werden die gefallenen Leitzinsen die Entwicklung der Immobilienpreise beeinflussen?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “In Erwartung von Zinssenkungen durch die EZB haben die Bauzinsen bereits reagiert und sind Ende 2023 spürbar gesunken. Seitdem bewegen sie sich in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Dieser Zinsabschwung hat auch die Nachfrage angekurbelt, was wiederum den Druck auf die Preise erhöht hat. Die Daten unseres Interhyp-Immobilienindex zeigen, dass die Preise seit Jahresbeginn deutschlandweit um 1,5 Prozent gestiegen sind. Die Tendenz zeigt also leicht nach oben.”

Sollten Kaufinteressierte besser noch warten mit dem Immobilienkauf?

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Es lohnt sich nicht, mit dem Immobilienkauf zu warten. Eine Rückkehr in die Niedrigzinsphase werden wir so schnell nicht sehen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das Kaufvorhaben anzugehen, denn die Immobilienpreise sind (noch) auf einem niedrigeren Niveau und können verhandelt werden. Zudem gibt es deutlich mehr Angebot als zu Zeiten der niedrigen Bauzinsen. Wichtig ist ein enger Austausch mit einem Finanzierungsspezialisten, der das Zinsniveau im Blick hat, Anbieter vergleicht und alle für die Finanzierung relevanten Unterlagen zusammenstellt, so dass Kaufinteressierte jederzeit schnell reagieren können.”

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Trend im Kreditbestand setzt sich fort / Wohnungsmarkt in München rückläufig, Hamburg im Aufwind / Attraktive Konditionen für Bauspardarlehen / Zentraler Wunsch nach Eigenheim und stabiler Zinsmarkt beleben die Nachfrage

Die Anzeichen für eine Erholung des Baufinanzierungsmarktes im Jahr 2024 verdichten sich, auch wenn deutliche Zinssenkungen nicht so schnell zu erwarten sind wie erhofft. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie „Nach der Talsohle ist vor dem Aufstieg…“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in Kooperation mit Interhyp AG. Die Studie beleuchtet die Entwicklungen des ersten Quartals 2024 und ergänzt diese um Prognosen für die kommenden Monate.

Der große Boom bleibt aus

Der Baufinanzierungsmarkt verzeichnet im betrachteten Quartal erste Anzeichen einer Entspannung, wobei auch das Neugeschäft eine leichte Erholung gegenüber dem Vorjahr zeigt. Der Gesamtbestand stieg zum Jahresanfang auf etwa 1.585 Milliarden Euro, was in etwa dem Wachstumsniveau von 2014 entspricht. Trotz dieser positiven Entwicklungen ist eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom vorerst nicht in Sicht. Das Neugeschäft im ersten Quartal deutet lediglich auf eine moderate Erholung hin.

Ebenso beobachten die Expert:innen einen Rückgang der Effektivverzinsung – dies markiert den ersten Rückgang des Zinsniveaus seit 2020 und zeigt eine gewisse Entlastung für potenzielle Kreditnehmer.

„Doch, so die Prognose, bleibt trotz einer leichten Erholung im Neugeschäft eine Rückkehr zum Baufinanzierungsboom der Vorjahre vorerst aus. Dennoch setzt der Rückgang der Effektivverzinsung ein positives Zeichen für potenzielle Kreditnehmer“, so Ernst André Hettermann,Senior Manager bei PwC Deutschland.

Weitere Stabilisierung im Neukundengeschäft absehbar

Im Bereich des Neukundengeschäfts verzeichnet der Markt eine deutliche Wachstumsrate von etwa 12 % im Vergleich zum Vorjahresquartal Q1 2023. Die Stabilisierung des Neugeschäfts setzt sich im ersten Quartal fort, wobei allerdings die saisonale Erholung im März unterdurchschnittlich ausfiel. Absolut gesehen nehmen die Prolongationen um 0,4 Milliarden Euro zu, jedoch sank ihr relativer Anteil am Gesamtvolumen aufgrund des stärker gestiegenen Netto-Neugeschäfts. Die Nachfrageerholung hingegen übertrifft die Erwartungen deutlich, und es wird eine weitere Stabilisierung im zweiten Quartal 2024 erwartet. Zu den zentralen Faktoren für die Nachfrageerholung gehören die nachlassende Volatilität in der Zinspolitik sowie ein leichter Rückgang zum Quartalsanfang. Darüber hinaus stützen ein Preisrückgang am Immobilienmarkt und eine Erholung des Verbrauchervertrauens die Entwicklung.

„Die Anzeichen für eine Erholung des Baufinanzierungsmarktes im Jahr 2024 mehren sich. Deutliche Zinssenkungen sind weniger schnell zu erwarten als bisher angenommen. Der im ersten Quartal zu beobachtende Neugeschäftsanstieg zeigt aber deutlich, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin ungebrochen ist und die Kreditnehmer sich zunehmend an das aktuelle Finanzierungsumfeld gewöhnen“, so Tomas Rederer,Head of Financial Services Management Consulting bei PwC Deutschland.

Während das Interesse an neuabgeschlossenen Bausparverträgen zurückging, stieg die spezifische Nachfrage nach der Darlehenskomponente in den ersten Monaten des Jahres. Im Vergleich zum Höchststand 2023 sanken die Neugeschäftsvolumina deutlich. Gleichzeitig beschleunigten sich der Bestandsrückgang und die Anzahl der Bausparverträge fiel weiter gegenüber dem Vorjahr. Das Kreditvolumen erreichte hingegen den höchsten Stand seit 2015.

Immobilienmarkt konsolidiert

Die Studie beleuchtet auch die deutschen Immobilienpreise und findet Anzeichen einer Stabilisierung, obwohl regionale Unterschiede weiter zunehmen. Ein leichter Preisanstieg signalisiert eine steigende Wohnraumachfrage, da das gesunkene Zinsniveau ein spürbar größeres Interesse am Immobilienkauf hervorruft. Bei Bestandsimmobilien setzt sich die Bodenbildung im Preis fort.

„Es gibt ein großes Angebot an attraktiven Immobilien und Kaufpreise können verhandelt werden. Für Kaufinteressierte ist aktuell ein günstiger Zeitpunkt für den Immobilienkauf“, so Jörg Utecht,CEO, Interhyp AG.

Anders als bei Bestandsimmobilien stagnieren die Neubaupreise merklich. In einigen Metropolregionen ist eine Erholung zu verzeichnen, wobei München auf das Preisniveau von 2020 fällt, Hamburg anzieht und Leipzig die deutlichste Erholung zeigt.

„Langfristig sind die Aussichten für die Baufinanzierung positiv – aber perspektivisch engere Zinsmargen erhöhen den Druck auf die Digitalisierung und Ausrichtung des Produkts“, sagt Tomas Rederer. Prognostiziert wird ein positives Wachstum der Kreditnachfrage, unterstützt durch stabile Zinsen und langfristige Darlehenslaufzeiten. Der Trend zu längeren Gesamtlaufzeiten der Finanzierung und einer rückläufigen Zinsbindung setzt sich dabei ebenfalls fort. Trotz der Konflikte zwischen Eigenheimwunsch und Mietmarkt wird erwartet, dass das Neugeschäft profitiert. Gerade im Bereich Bausparbereich sind die Vorzeichen positiv, eben wegen der erhöhten Nutzung der Darlehenskomponente.

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Neugeschäftsvolumen der vdp-Mitgliedsinstitute steigt um 4,7 %

Das Immobilienfinanzierungsvolumen der im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute belief sich im ersten Quartal 2024 auf 27,0 Mrd. Euro. Der leichte Anstieg um 4,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal bzw. 3,1 % gegenüber dem direkten Vorquartal resultierte vor allem aus einer stärkeren Kreditvergabe für den Bau und Erwerb von Wohnimmobilien.

Wohnimmobiliendarlehen summierten sich auf 17,8 Mrd. Euro, ein Plus in Höhe von 7,2 % auf Jahressicht bzw. 17,1 % auf Quartalssicht. Damit verzeichnete die Wohnimmobilienfinanzierung das beste Quartalsergebnis seit dem dritten Quartal 2022 (22,1 Mrd. Euro). Vom Niveau während der Nullzinsphase war das Neugeschäft allerdings nach wie vor weit entfernt. Gewerbeimmobiliendarlehen konnten ihr Volumen mit 9,2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal halten.

“Die Wohnimmobilienfinanzierung sendet positive Signale.” Jens Tolckmitt

“Seit sechs Quartalen bewegt sich das Neugeschäft stets zwischen 15 und 18 Mrd. Euro. Unsere aktuellen Zahlen deuten auf eine eintretende Entspannung in diesem Geschäftsfeld hin. Die Wohnimmobilienfinanzierung sendet positive Signale: Steigende Reallöhne und stabile Darlehenszinsen wirken sich vorteilhaft auf den finanziellen Spielraum der Privathaushalte aus. Aufgrund der Übernachfrage nach Wohnungen steigen die Neuvertragsmieten weiter an. Dies lässt den Wohneigentumserwerb wieder attraktiver erscheinen”, erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. “Institutionelle Investoren sind dagegen weiterhin zurückhaltend. Dementsprechend verhalten ist der Start in das Jahr 2024 für die Finanzierung von Mietwohngebäuden und Gewerbeimmobilien verlaufen. Für das gesamte Immobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitgliedsinstitute rechnen wir dennoch – dank der voraussichtlich positiven Entwicklung bei Wohnimmobiliendarlehen – mit einem Plus im Vergleich zum Jahr 2023.”

Wohnimmobilienneugeschäft: Segmente wachsen teilweise zweistellig

Das Volumen an Wohnimmobiliendarlehen, das von Januar bis März 2024 um 7,1 % auf 17,8 Mrd. Euro stieg, setzte sich aus neuen Finanzierungen für Ein- und Zweifamilienhäuser (9,0 Mrd. Euro), für Eigentumswohnungen (3,7 Mrd. Euro) für Mehrfamilienhäuser (4,0 Mrd. Euro) und für sonstige Wohnimmobilien (1,1 Mrd. Euro) zusammen. Das Wachstum wurde insbesondere durch eine Belebung bei der Finanzierung selbst genutzten Wohneigentums (Eigenheime und Eigentumswohnungen) getragen, während für Mehrfamilienhäuser sowohl auf Jahres- als auch auf Quartalssicht ein geringeres Darlehensvolumen ausgereicht wurde.

Seitwärtsentwicklung bei Gewerbeimmobiliendarlehen

Das Gewerbeimmobilienneugeschäft im Anfangsquartal 2024 lag vom Volumen her auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums und wurde – der traditionellen Bedeutung entsprechend – erneut dominiert von Büroimmobiliendarlehen, auf die ein Volumen von 5,5 Mrd. Euro bzw. ein Anteil von rund 60 % entfiel. Im Vergleich zum Vorjahresquartal 2023 nahmen die Zusagen für Büroimmobilien um 19,6 % zu, im Vergleich zum direkten Vorquartal um 1,8 % ab. Das Darlehensvolumen für Handelsimmobilien nahm sowohl im Jahres- als im Quartalsvergleich um jeweils 29,6 % auf 1,9 Mrd. Euro ab (Q1 2023 und Q4 2023: jeweils 2,7 Mrd. Euro). Die Volumina für Hotels, Industriegebäude und sonstige Gewerbeobjekte betrugen von Januar bis März dieses Jahres 400 Mio. Euro, 300 Mio. Euro sowie 1,1 Mrd. Euro.

Immobilienfinanzierungsbestand ungefähr auf Niveau vom Jahresende 2023

Zum 31. März 2024 wiesen die vdp-Mitgliedsinstitute einen Bestand an ausgereichten Immobiliendarlehen von 1.003,5 Mrd. Euro aus. Somit konnte das Niveau vom Jahresende 2023 (1.004,1 Mrd. Euro) nahezu gehalten werden.

Die komplette Statistik zum Immobilienfinanzierungsgeschäft  https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240528_Finanzierung.html

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Finanzierungen 2024: Mehr als die Hälfte des Interhyp-Portfolios weist Modernisierungsbedarf auf

Neuer Interhyp-Sanierungsrechner hilft zu verstehen, was beim Kauf oder der Sanierung einer älteren Immobilie auf Kaufinteressierte zukommt

Im aktuellen Marktumfeld, das von stabilen Bauzinsen, verhandelbaren Kaufpreisen besonders für ältere Immobilien und wenig Angebot an Neubauimmobilien geprägt ist, sind Bestandsobjekte am stärksten nachgefragt. Deshalb steht das aktuelle Interhyp-Zinsupdate diesmal auch im Zeichen des Themas Sanierung: Welche Sanierungsmaßnahmen werden aktuell von Käuferinnen und Käufern umgesetzt? Was bringen diese Maßnahmen im Hinblick auf Einsparungen bei den Energiekosten? Experten geben Antworten.

Käuferinnen und Käufer erkennen Chancen bei Immobilien mit niedrigen Energieeffizienzklassen

Die Modernisierung von Bestandsimmobilien hat beim Immobilienkauf weiterhin große Relevanz. Das ergibt eine Analyse des Finanzierungsportfolios der Interhyp Gruppe für das erste Quartal 2024. Denn knapp die Hälfte der über die Interhyp Gruppe in diesem Zeitraum finanzierten Objekte weist eine Energieeffizienzklasse (EEK) von D oder schlechter auf (A+ 7 %; A 8 %; B 8 %; C 12 %; D 17 %; E 11 %; F 9 %; G 5 %; H 7 %; nicht angegeben 16 %).

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Wir haben im ersten Quartal 2024 gesehen, dass die Nachfrage nach Bestandsimmobilien besonders groß war. Das zeigt, dass Käuferinnen und Käufer attraktive Chancen abseits der Immobilien mit Top-Energieeffizienzklasse erkennen und wahrnehmen.”

Eine gute Vorbereitung ist beim Kauf von Immobilien mit Sanierungsbedarf besonders wichtig

Um ein besseres Gespür dafür zu entwickeln, was auf Kundinnen und Kunden zukommt, wenn sie eine ältere Immobilie kaufen oder einen Kredit für eine Modernisierung aufnehmen, ist eine gründliche Vorbereitung noch vor dem ersten Beratungsgespräch ratsam. Eine gute Hilfestellung liefern dabei Online-Modernisierungsrechner.

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Anfang April 2024 hat die Interhyp Gruppe einen hochwertigen Sanierungsrechner live gestellt. Er verschafft Kundinnen und Kunden, die eine Sanierung planen, einen schnellen und umfänglichen Überblick darüber, was sie im Rahmen der Finanzierung erwartet. So lässt sich z.B. der Energieverbrauch der Immobilie abschätzen und auch mögliche Förderungen können sofort in die Kalkulation miteinbezogen werden.”

Was setzen Käufer von Bestandsimmobilien aktuell um?

Welche Maßnahmen setzen aber Immobilienbesitzer entsprechender Bestandsimmobilien um? Darüber geben die Kennziffern der Energieberatungsfirma Fuchs & Eule Aufschluss, mit der die Interhyp Gruppe kooperiert. Das Unternehmen unterstützt Besitzer und Käufer bei der Sanierung ihrer Immobilie im Rahmen des staatlich geförderten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP).

Dazu Robin Behlau, Founder von Fuchs & Eule Energieberatung: “Häufig setzen Kunden bei uns zum Beispiel eine Dachsanierung und einen Heizungstausch um. Bei der Sanierung einer älteren Bestandsimmobilie lautete die Devise früher immer: erst die Gebäudehülle, dann die Heizungstechnik. Heute belohnt die Förderlandschaft Geschwindigkeit. Deshalb ist es jetzt mitunter sinnvoll, die Sanierung der Heizungsanlage etwas früher zu machen, wobei der fertige Zustand der Gebäudehülle natürlich nicht aus dem Auge verloren werden darf. Ging es früher in unseren Beratungen häufig nur um Einsparungen der Energiekosten, reden wir heute auch davon, Werte zu erhalten und Eigentum zu schützen. Energieeffizienzklassen wirken sich mitunter bereits auf Zinsvorteile und Beleihungswerte aus.

Oft kommen Kunden mit einer H-Immobilie zu uns und verbessern ihr Objekt mit den Maßnahmen Dach- und Heizungstausch häufig auf die Energieeffizienzklasse C. Die Kosten liegen dafür bei gut 70.000 Euro, wobei oftmals über 20.000 Euro gefördert werden. Der iSFP lässt bei der Umsetzung dabei mit 15 Jahren ausreichend Zeit.”

Hier geht es zum neuen Interhyp-Sanierungsrechner: https://www.interhyp.de/sanierungsrechner/

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

Die Experten aus dem Interhyp-Zinspanel gehen davon aus, dass sich die Zinsen für 10-jährige Hypothekendarlehen in den kommenden vier Wochen auf gleichbleibendem Niveau bewegen werden. Mittel- bis langfristig (Zeitraum ein halbes bis zu einem Jahr) sehen 50 Prozent der Befragten die Bauzinsen in einem Korridor zwischen 3,5 – 4 Prozent, rund 33 Prozent prognostizieren fallende Bauzinsen in Richtung 3 Prozent, knapp 17 Prozent vertreten die Meinung, dass die Zinsen auch wieder steigen könnten.

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Die erste EZB-Leitzinssenkung wird wohl im Juni kommen. Da die Inflation aber immer noch zu hoch ist und auch die Konjunktur wieder leicht anzieht, ist der Spielraum für die EZB ziemlich beschränkt. Es wird nicht so viel Zinssenkungen geben wie aktuell von den Märkten eingepreist. Daher sollte es bei den Kapitalmarktzinsen eher leicht nach oben gehen als nach unten.”

Über Interhyp:

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Wo diese dennoch fündig werden, was die Angebote taugen

Bereits zum 12. Mal hat das Deutsche Finanz-Service Institut bundesweit angebotene Ratenkredite auf Herz und Nieren geprüft. Dabei fiel auf: Es gibt kaum Angebote für Selbstständige. Lediglich einige Finanzinstitute bieten auch ihnen Ratenkredite zur privaten Verwendung an. Unter diesen Produkten schnitt in der Bewertung von Produktdesign und Kosten der Ratenkredit der Bank 11 am besten ab. Gefolgt vom Privatkredit für Selbstständige der Targobank und dem Ratenkredit der Barclays Bank.

“Die meisten Finanzinstitute winken ab, wenn Selbstständige – also etwa Anwälte, Ärzte, Architekten, Künstler, Publizisten und Gewerbetreibende – für private Anschaffungen einen Ratenkredit beantragen wollen”, weiß Thomas Lemke, Geschäftsführer des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI). “Das mussten wir bei unserer jährlichen Studie zu Ratenkrediten auch 2024 wieder feststellen.” So offerierten gerade einmal sieben von 23 untersuchten bundesweit aktiven Kreditanbietern Ratenkredite in nennenswertem Umfang auch Selbstständigen. Und das vielfach auch nur mit Einschränkungen: Lediglich vier Institute bieten Ratenkredite allen Selbstständigen ohne Wenn und Aber an.

“Die meisten Finanzinstitute dagegen verweisen Selbstständige auch bei Krediten für private Anschaffungen vielfach auf Firmenkredite,” weiß Lemke. Und er nennt Gründe dafür: “Meist sind dort die Zinssätze deutlich höher und die Bestimmungen zum Schutz der Kreditnehmer deutlich niedriger als bei Ratenkrediten zur privaten Verwendung.”

Im Rahmen seiner jährlichen Studie zu Ratenkrediten hat das DFSI auch 2024 ausgewertet, welche Institute Ratenkredite an Selbstständige vergeben. Dabei wurden alle Produkte betrachtet, die zumindest zwei Teilgruppen der Selbstständigen eingeschränkt zur Verfügung standen. Dadurch wurden Produkte ausgeschlossen, die lediglich für Gesellschafter-Geschäftsführer verfügbar sind. Hintergrund: Diese Gruppe ist zum einen die zahlenmäßig kleinste Untergruppe der Selbstständigen und sie hat zum anderen durch ihre Funktion als angestellter Geschäftsführer in der eigenen Firma eine Zwitterstellung inne. Im Gegensatz zu den anderen Untergruppen: Freiberufler – also Ärzte, Anwälte oder Architekten- ; Gewerbetreibende sowie freischaffende Künstler und Publizisten. Durch diese Einschränkung im Studiendesign fielen acht Produkte aus der Untersuchung. So wurden hier letztlich lediglich sieben Ratenkredite betrachtet, die für mindestens zwei Untergruppen von Selbstständigem erhältlich sind.

Vier Produkte stehen dabei allen Untergruppen uneingeschränkt offen: der “Ratenkredit” der Barclays Bank, der “FAIRbraucherkredit” der Ethikbank, der “Ratenkredit” der Neo-Bank N26 sowie der “Privatkredit für Selbstständige” der Targobank. Mit dem “Ratenkredit” der Bank11 steht ein weiteres Produkt zwar allen Untergruppen der Selbstständigen offen, Gesellschafter-Geschäftsführern jedoch nur eingeschränkt. Und mit dem “SofortKredit” von Creditplus steht ein weiteres Produkt allen Selbstständigen-Gruppen zumindest eingeschränkt offen. Zudem wurde der “Younited Credit” des Fin-Techs Younited betrachtet, der jedoch lediglich Freiberuflern sowie freischaffenden Künstlern und Publizisten offensteht.

Mit der Studie wurden Kundenmerkmale, Produktdesign, Zinsen und Kosten sowie optional erhältliche Restschuldversicherungen einer genauen Betrachtung unterzogen. Insgesamt wurden dabei knapp 120 verschiedene Merkmale bewertet.

“Für uns standen folgende Fragestellungen im Vordergrund: Welche Kunden können überhaupt einen Ratenkredit erhalten? Welche Produkteigenschaften weist der Ratenkredit auf? Und welche Möglichkeiten hat der Kunde, die Standardbedingungen des Kredits zu verbessern beziehungsweise seiner individuellen Situation anzupassen?” führt DFSI-Chef Lemke dazu aus. “Und natürlich hat uns auch interessiert: Wie hoch sind die effektiven Zinssätze? Und welche sonstigen Gebühren kommen noch auf Kreditnehmer zu?”

Zudem wurde untersucht, wie sich optionale Verbesserungen der Standardbedingungen des Produkts auf der Kostenseite auswirken.

In der Auswertung ohne Berücksichtigung der Kreditabsicherung schaffte es der Ratenkredit der Bank 11 mit 489,36 Punkten auf Platz 1. Mit 477,90 Punkten nur rund zwölf Punkte dahinter das Produkt der Targobank – der Privatkredit für Selbstständige. Auf dem dritten Platz: der Ratenkredit der Barclays Bank mit 472,19 Punkten. Alle drei Produkte bekamen die DFSI-Bestnote “Exzellent”. Dahinter rangieren die Produkte von Creditplus Bank, Younited, Ethik Bank und N26. Bezieht man die Kreditabsicherung in die Bewertung mit ein, so ändert sich das Ranking auf den vorderen fünf Plätzen nicht. Die beiden anderen Produkte fallen dagegen komplett aus der Wertung, da sie keine Restschuldversicherung offerieren.

Doch Lemke weiß: “Auch Produkte, die in unserem Ranking weiter hinten landeten, sind einen Blick wert.” So biete etwa die Ethikbank mit ihrem bonitätsunabhängigen “FAIRbraucherkredit” durchgängig einen Effektivzins von 5,67 Prozent. Einen niedrigeren Maximalzins gebe es bei keinem anderen der untersuchten Kreditanbieter. Andere Anbieter verlangten dagegen Effektivzinsen von bis zu 14,99 oder sogar 18,41 Prozent.

DFSI Tipp: Potenzielle Kreditnehmer, die ihre individuelle Bonität eher schlecht einschätzen, sollten Anbieter mit solch extrem hohen Maximalzinsen meiden. Sie dürften bei Anbietern mit möglichst niedrigen Maximal-Zinssätzen besser aufgehoben sein. Jedoch kann es sein, dass sie dort überhaupt keinen Kredit erhalten, da sie durch das Bonitäts-Raster dieser Institute fallen.

Übrigens: Die günstigsten Effektivzinsen für Selbstständige mit bester Bonität lagen bei der diesjährigen Studie je nach Anbieter zwischen 1,89 Prozent und 6,67 Prozent.

Lemkes Fazit: “Mit Hilfe des DFSI-Ratenkredittests sollte es Selbstständigen ohne großen Aufwand möglich sein, für private Anschaffungen flexible Ratenkreditprodukte zu finden, die zu ihren individuellen Bedürfnissen passen und zugleich dank niedriger Zinsen und vergleichsweise geringer Kosten einer optionalen Restschuldversicherung (RSV) das eigene Portemonnaie nicht über Gebühr belasten.”

Mehr Informationen zu den Ergebnissen des Ratings finden Sie unter https://www.dfsi-institut.de

DFSI Ratings ist eine Marke des Deutschen Finanz-Service Instituts GmbH (DFSI). Diese ist ein unabhängiger Datendienst, der marktrelevante Informationen zu Versicherern, Banken, sonstigen Finanzdienstleistern und Gesetzlichen Krankenkassen sammelt und bewertet. Dabei werden zu Finanzprodukten die Informationen, die für Privatkunden entscheidungsrelevant sind, gebündelt und als Produktratings dargestellt. Hier fließen insbesondere Daten aus den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB), Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), Leistungs- und Servicedaten des Produktanbieters sowie Preis- und Prämiendaten ein. Das DFSI erstellt seit 2008 branchenweite Leistungstests zu Finanzprodukten. Darüber arbeitet sie als unabhängige Agentur für Qualitätsratings im Versicherungssektor. Sie bietet seit 2011 Qualitätsratings an, die aus Sicht von Privatkunden die Unternehmensqualität von Versicherern und Gesetzlichen Krankenkassen darstellen. Dabei werden keine Bonitätsratings für Investoren und/oder Anleger erstellt. DFSI Ratings hat bei Versicherern und Gesetzlichen Krankenkassen mit über 120 Ratings die höchste Abdeckung veröffentlichter Qualitätsratings im deutschen Markt.

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DFSI Ratings GmbH, Am Vorgebirgstor 1, 50969 Köln, Thomas Lemke Geschäftsführer, Tel: +49 (0)221 6777 4569 0, Fax: +49 (0)221 423 468 38, www.dfsi-ratings.de

Der aktuelle Konsumkredit-Index des Bankenfachverbandes prognostiziert insgesamt eine konstante Nutzung von Konsumkrediten im Jahr 2024.

Mit einem Wert von 84 Punkten zeigt der Index eine Kreditaufnahme auf Vorjahresniveau mit leicht abnehmender Tendenz an. Dies ist das Ergebnis einer Befragung von rund 1.800 Verbraucherhaushalten im GfK Finanzmarktpanel.

“Viele Verbraucher sind angesichts der herausfordernden Wirtschaftslage verunsichert und zögern mit privaten Investitionen”, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Bankenfachverbandes. Dies manifestiert sich gemäß den Studienergebnissen in einer eher gering ausgeprägten Neigung der Privathaushalte, sich Konsumgüter anzuschaffen. Der entsprechende Teil-Indexwert liegt bei 76 Punkten. Dagegen ist die Absicht der Verbraucher, Konsumgüter zu finanzieren, mit einem Teil-Indexwert von 110 Punkten konstant. “Finanzierungen sind ein entscheidender Faktor, um Konsumgüterinvestitionen zu ermöglichen und die Konjunktur zu beleben”, so Loa.

Die prognostizierten Trends zur Kreditaufnahme fallen in den einzelnen Konsumgütergruppen unterschiedlich aus. Ein gleichbleibendes Finanzierungsniveau zeigt der Index bei Möbeln und Küchen sowie bei Haushaltsgroßgeräten an. Mit einem abnehmenden Niveau ist bei Krediten für Autos und für Unterhaltungselektronik zu rechnen. Für sonstige Anschaffungen, zu denen auch Renovierungen und Umzüge zählen, wollen Verbraucher künftig mehr Finanzierungen nutzen als im Vorjahr.

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Bankenfachverband e.V., Littenstr. 10, 10179 Berlin, Tel: 030 2462596-0, www.bfach.de

Neugeschäft auf Vorjahresniveau – Plus bei Kfz-Krediten

Die auf Finanzierungen spezialisierten Kreditbanken in Deutschland hatten zum 31.12.2023 insgesamt Kredite im Wert von 195,5 Milliarden Euro an Unternehmen und Verbraucher vergeben. Sie konnten damit ihren konsolidierten Kreditbestand innerhalb eines Jahres weiter um 8,0 Prozent ausbauen. Das Bestandswachstum zeigt sich sowohl in ihren Hauptgeschäftsfeldern Konsum- und Investitionsfinanzierung, zu denen auch die Finanzierung von Kraftfahrzeugen zählt, als auch in der Einkaufsfinanzierung und dem Forderungsankauf.

Ihr gesamtes Kreditneugeschäft belief sich im Jahr 2023 auf 127,3 Milliarden Euro. Das entspricht mit einem leichten Rückgang um 0,5 Prozent annähend dem Vorjahresniveau. “Angesichts der herausfordernden wirtschaftlichen Lage und des gedrückten Konsumklimas ist das ein zufriedenstellendes Ergebnis”, sagt Christian Ruben, Vorstandsvorsitzender des Bankenfachverbandes.

Mehr Investitions-, weniger Konsumfinanzierungen

Das Neugeschäft entwickelte sich in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich. Ihre Investitionsfinanzierungen für Unternehmen bauten die Kreditbanken in 2023 um 7,3 Prozent auf 11,0 Milliarden Euro aus. Im Bereich Konsumfinanzierung für Verbraucher lag ihr Neugeschäft bei 52,7 Milliarden Euro und damit 7,3 Prozent unter dem starken Vorjahreswert. Zurückgegangen sind darunter insbesondere Barkredite zur freien Verwendung, während private Kfz-Finanzierungen relativ stabil blieben. “Verbraucher haben zwar ihre Ausgaben eingeschränkt, aber weiterhin in Konsumgüter investiert und diese finanziert”, so Ruben.

1,9 Prozent mehr Kredite für Kraftfahrzeuge

In 2023 vergaben die Kreditbanken Kfz-Kredite im Wert von 23,3 Milliarden Euro an private und gewerbliche Kunden. Das entspricht einem Plus von 1,9 Prozent zum Vorjahr. Gewachsen sind insbesondere gewerbliche Kfz-Kredite, die um 12,3 Prozent zulegten. Private Kfz-Kredite gingen dagegen um 1,1 Prozent leicht zurück. Insgesamt finanzierten die Kreditbanken in 2023 rund 1,6 Millionen Kraftfahrzeuge, darunter 1,1 Millionen per Kredit und 0,5 Millionen per Leasing. Während der Anteil kreditfinanzierter Kfz um 1,8 Prozent rückläufig war, gewann der Leasing-Anteil um 4,4 Prozent. “Zur Anschaffung von Elektro-Fahrzeugen nutzen Unternehmen und Verbraucher verstärkt Leasing”, erläutert Ruben.

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ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski: “Die Kapitalmärkte haben inzwischen ihre aggressiven Zinssenkungserwartungen aufgegeben”

Stabiles Zinsniveau, (noch) niedrigere Immobilienpreise, gute Verhandlungsmöglichkeiten und mehr Angebot schaffen attraktive Bedingungen für einen Immobilienkauf

Wie werden sich die Bauzinsen in den kommenden Monaten entwickeln? Noch warten mit dem Immobilienkauf – oder ihn jetzt angehen? Im regelmäßigen Interhyp-Zinsupdate geben Branchen-Insider wichtige Einschätzungen und Tipps rund um Finanzierung, Zinsentwicklung und den Immobilienmarkt.

Wie geht es mit den Bauzinsen weiter?

Dazu Carsten Brzeski, Chefvolkswirt für Deutschland und Österreich der ING: “Mittlerweile haben die Finanzmärkte ihre aggressiven Zinssenkungserwartungen aufgegeben, wodurch die Kapitalmarktzinsen gestiegen sind. Wenn die EZB ab dem Sommer den Leitzins langsam senkt, sollten die Kapitalmarktzinsen nicht mehr reagieren. Nur falls es im nächsten Jahr einen Umschwenk der EZB hin zu mehr geldpolitischer Unterstützung für die Konjunktur gibt, könnten auch die Kapitalmarktzinsen weiter nachgeben.”

Für die Entwicklung der Bauzinsen ist weniger die Entwicklung der Leitzinsen, sondern die Entwicklung der Kapitalmarktzinsen entscheidend. Ab Herbst 2023 waren die Finanzmärkte davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank EZB im Laufe des Jahres 2024 den Leitzins relativ bald senken wird. Es wurden Zinssenkungen um ca. 125 Basispunkte bis zum Jahresende erwartet und entsprechend eingepreist, was einen deutlichen Rückgang der Bauzinsen unter die Vier-Prozent-Marke zur Folge hatte.

In seinem Vortrag bei dem Digitalevent “Interhyp Wohnperspektiven” wies Carsten Brzeski darauf hin, dass sich die Erwartungen der Finanzmärkte in Richtung EZB mittlerweile leicht verändert hätten. Diese würden aktuell von einer Leitzinssenkung nur noch um rund 100 Basispunkte im Laufe des Jahres ausgehen, was die Kapitalmarktzinsen zuletzt wieder leicht ansteigen ließ.

Weiter sagte Brzeski bei den Interhyp Wohnperspektiven, dass er in diesem Jahr von drei Zinssenkungen um je 25 Basispunkte durch die EZB ausgehe. Laut Brzeski wird die EZB zurückhaltend sein, zu schnell den Leitzins zu senken, solange nicht sicher ist, dass die Inflation beständig gegen zwei Prozent geht. “Wenn die Inflationsrate in den kommenden zwei Monaten konstant bleibt und die Lohnentwicklung nicht nach oben schießt, könnte im Juni die erste Leitzinssenkung kommen”, prognostiziert der ING-Chefvolkswirt. Ähnlich sehen das übrigens auch die meisten Kreditinstitute aus dem monatlichen Interhyp-Zinspanel.

Bleibt die EZB auf Kurs in Richtung einer ersten Zinssenkung im Juni, sollten sich die Kreditzinsen zunächst weiter seitwärts bewegen. Die Experten aus dem Interhyp-Zinspanel gehen mehrheitlich davon aus, dass sich die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen in den kommenden Monaten in einem Korridor zwischen 3,5 und 4 Prozent bewegen werden.

Das neue Normal und seine Chancen

Dazu Mirjam Mohr, Vertriebsvorständin bei Interhyp Gruppe: “Aktuell sehen wir, dass sich der Immobilienmarkt mehr und mehr in einem ‘neuen Normal’ stabilisiert. Das Zinsniveau pendelt sich auf einem gleichbleibenden Niveau ein, was bessere Leistbarkeit und Planbarkeit für Kaufinteressierte mit sich bringt. Es ist ein neues, gesünderes Gleichgewicht entstanden mit mehr Immobilienangebot als in den letzten Jahren und besserer Preisverhandlungsmacht für Käuferinnen und Käufer. Bei den Immobilienpreisen befinden wir uns immer noch auf einem niedrigeren Niveau als vor der Zinswende. Allerdings sehen wir in unserem Immobilienpreis-Index, dass die Preise seit Jahresbeginn wegen der gestiegenen Nachfrage wieder leicht nach oben gehen. Dieses positive Gesamtbild auf dem Immobilienmarkt ist ein sehr guter Anreiz für Kaufinteressierte, jetzt den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen.”

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2022 ein Finanzierungsvolumen von 29,0 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

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Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Datenanalyse – Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI): Region Süd 4. Quartal 2023

Hoch, höher, am höchsten: München. Trotz eines beachtlichen Preisrückgangs innerhalb der vergangenen zwei Jahre steht die bayerische Landeshauptstadt weiterhin an der Spitze der teuersten Immobilienmärkte (Süd-)Deutschlands: „Auch wenn die Preise bei manchen Objekten noch etwas fallen dürften, sollten Kaufinteressierte preislich gesehen keine Wunder erwarten“, weiß Michael Müller, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in München. Wenngleich die Quadratmeterpreise für Häuser und Wohnungen auch in Frankfurt am Main oder Stuttgart nicht gerade günstig sind, so ist die Differenz von mehreren Tausend Euro doch beachtlich.

München: stolze Preise, zurückhaltende Käufer

Der Immobilienmarkt in und um München ist eine Welt für sich: Während der Kauf von Wohneigentum in Deutschland in den vergangenen Wochen und Monaten vielerorts zugelegt hat, beobachten Finanzierungsspezialisten in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell eher Zurückhaltung: „Der Münchner Immobilienmarkt wurde zu Beginn des Jahres durch die gesunkenen Bauzinsen etwas reanimiert, momentan ist jedoch wieder Ruhe eingekehrt. Viele Interessierte stoßen sich noch immer an den zu hohen Kaufpreisen. Zwar rufen auch die Vermieter für wenig Wohnraum gepfefferte Preise auf, dennoch geht die Schere zwischen dem finanziellen Aufwand einer Miete und einer monatlichen Darlehensrate weit auseinander – im Unterschied zu den meisten anderen Regionen Deutschlands. Viele Kaufpreise für Immobilien liegen in München schlicht im Überschallbereich“, erklärt Michael Müller.

„Der ausschlaggebende Faktor, um in Eigentum zu wechseln, ist für Münchner demnach nur zum Teil ein hoher Mietpreis. Wichtig ist den Menschen eine gewisse Auswahl am Immobilienmarkt und dass mehrere Besichtigungen möglich sind“, so Müller weiter. Für mehr Belebung könnte also ein höheres Angebot sorgen. „In einem Umkreis von 40 Kilometern gibt es nun zumindest wieder vereinzelt attraktive Angebote bei Einfamilienhäusern aus dem Bestand. Das sah vor wenigen Jahren noch ganz anders aus, der Markt war wie leergefegt. Wer jetzt Glück hat, den Markt im Auge behält und Durchhaltevermögen beweist, kann für Münchner Verhältnisse außerdem mal wieder ein Schnäppchen finden“, meint der Spezialist für Baufinanzierung weiter.

Aktuelle Zahlen belegen das hohe Preisniveau für Münchner Immobilien, das sich trotz eines bedeutenden Rückgangs über die vergangenen zwei Jahre hinweg gehalten hat: Im Schnitt investieren Käufer zum Ende des Vorjahres 6.027 €/qm für ein eigenes Haus, für eine Wohnung sogar 7.119 €/qm. Und auch wenn die Medianpreise für den Quadratmeter seit Ende 2022 beträchtlich gesunken sind, – nämlich um durchschnittlich 688 €/qm bei Häusern und 1.214 €/qm bei Wohnungen – so kommt doch keine der anderen von Dr. Klein untersuchten Großstädte an den preislichen Spitzenreiter München heran.

Frankfurt mit größter Teuerung bei Wohnungen, Stuttgarter Preise weiter leicht rückläufig

In Frankfurt am Main kennt die Preisentwicklung im vierten Quartal des Vorjahres bei Eigentumswohnungen nur eine Richtung: nach oben. Zum Jahresende 2023 steigen die tatsächlich gezahlten Kaufpreise für Appartements in der Börsenmetropole um 1,82 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Wer eine Wohnung in „Mainhattan“ sein Eigen nennen möchte, zahlt für den Quadratmeter 3.857 Euro, das sind jedoch immer noch 518 Euro weniger als ein Jahr zuvor.

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt hingegen haben Wohnungen um 1,06 Prozent beim Preis nachgelassen. Käufer zahlen hier im Schnitt 3.911 €/qm für ihr eigenes Appartement, zum Ende des Jahres 2022 mussten sie mit 4.461 €/qm noch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

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Dr. Klein Privatkunden Aktiengesellschaft, Hansestraße 14, 23558 Lübeck, Tel: 0451/14 08-0, Fax: 0451/14 08-33 99, www.drklein.de

Entry steht ab sofort allen Banken und Vertrieben der Europace Plattform zur Verfügung und wird zum Standard-Feature in BaufiSmart Weiterlesen

Schrumpfung des Kreditneugeschäfts mit Unternehmen und Selbständigen verlangsamt sich im vierten Quartal 2024 auf -12,5%

Im laufenden Quartal Schrumpfung um 3 % zu erwarten

Im Jahresverlauf weitere Erholung aufgrund der sich abzeichnenden Entspannung bei den Kreditzinsen

Das von KfW Research berechnete Kreditneugeschäft deutscher Banken und Sparkassen mit Unternehmen und Selbstständigen hat seinen Tiefpunkt durchschritten: Wie der aktuelle KfW-Kreditmarktausblick zeigt, verlangsamte sich der Rückgang des Neugeschäfts im vierten Quartal 2023 auf -12,5% im Vergleich zum Vorjahr, nachdem er im dritten Quartal bei beträchtlichen -15,7% gelegen hatte. Im laufenden ersten Quartal 2024 erwartet KfW Research eine weitere, deutliche Verlangsamung des Rückgangs und im Jahresverlauf eine Belebung.

Die starken Rückgänge im Kreditneugeschäft im zweiten Halbjahr 2023 sind neben ökonomischen Belastungsfaktoren, hoher Zinsen und die eingetrübte Wirtschaftslage durch einen Basiseffekt im Referenzzeitraum 2022 getrieben. Damals hatte die Energiekrise zu hohen Finanzierungsbedarfen bei den Unternehmen und einem außerordentlichen Anstieg des Neuvergabevolumens gesorgt. Das derzeitige Niveau des Kreditneugeschäfts liegt weiter oberhalb des Niveaus vor der Energiekrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Insgesamt zeigt sich die Kreditversorgung der Unternehmen intakt.

Positive Anzeichen auf der Kreditnachfrage- und -angebotsseite sprechen für eine weitere Abschwächung des Schrumpfungstempos der neu ausgereichten Unternehmenskredite: Was die Nachfrageschwäche der Unternehmen anbelangt, so milderte sich diese dem Bank Lending Survey vom Januar 2024 zufolge zum Jahresende deutlich ab. Nach dem steilen Anstieg der Kreditzinsen bis Oktober 2023 sind seitdem erste Zinsrückgänge insbesondere bei Darlehen mit längerfristiger Laufzeitbindung zu verzeichnen. Die Bedeutung hoher Zinsen als Grund für den Verzicht auf Kreditaufnahme geht parallel zurück. Dämpfend auf die Kreditnachfrage wirkt noch die schwache Investitionsneigung der Unternehmen, die unter hohen Finanzierungskosten, hoher Unsicherheit und pessimistischen Wirtschaftsaussichten leidet. KfW Research erwartet einen erneuten Rückgang der Investitionen im laufenden Quartal, und eine Erholung im späteren Verlauf des Jahres dank sinkender Leitzinsen und einer Belebung der Nachfrage im In- und Ausland. Parallel dürfte die Stützungswirkung der Unternehmensinvestitionen bei der Kreditneuvergabe vorübergehend abnehmen, bevor sie später im Jahr wieder zulegt. Mit Blick auf die Angebotsseite lässt sich festhalten, dass die deutschen Banken ihre Kreditvorschriften im vierten Quartal 2023 gegenüber Unternehmen nur noch wenig weiter gestrafft haben.

“Erste Anzeichen machen Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt am Kreditmarkt. Eine nachhaltige Umkehr am Kreditmarkt setzt jedoch voraus, dass sich die Konjunktur erkennbar belebt und die Planungssicherheit der Unternehmen wieder zunimmt”, sagt Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. Entscheidend dabei sei, dass sich der nachlassende Preisdruck fortsetzt. Damit dürften auch die Erwartungen einer geldpolitischen Trendwende im Laufe des Jahres bestärkt werden, was positive Rückwirkungen auf die Kreditkosten bedeutet. “Für das laufende Quartal erwarten wir bei weiterhin gedämpftem Kreditangebot und langsam zunehmender Nachfrage einen Rückgang des Kreditneugeschäfts um 3%. Im zweiten Quartal dürfte die Kreditnachfrage der Unternehmen mit der wirtschaftlichen Aufhellung an Schwung gewinnen. Die Kreditvergabe dürfte stärker zulegen und nur noch etwas unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Eine Rückkehr der Jahreswachstumsrate in den positiven Bereich werden wir aller Voraussicht nach erst ab dem Sommer sehen”, so Köhler-Geib.

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Neugeschäftsvolumen bei vdp-Mitgliedsinstituten fällt im vierten Quartal 2023 höher aus als im Vorjahresquartal

Die im Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute sagten im Geschäftsjahr 2023 Kredite für den Bau und Erwerb von Wohn- und Gewerbeimmobilien in Höhe von 110,0 Mrd. Euro zu (Vorjahr: 160,0 Mrd. Euro), ein Rückgang um 31,3 %. Mit -23,8 % fiel die Abnahme bei Gewerbeimmobilienkrediten geringer aus als bei Wohnimmobilienkrediten (-35,8 %).

Zwischen Januar und September 2023 war ein sukzessiver Anstieg der Finanzierungsvolumina von Quartal zu Quartal auf moderatem Niveau festzustellen. Im vierten Quartal, in dem das Immobilienfinanzierungsneugeschäft traditionell am geringsten ausfällt, wurde mit 26,2 Mrd. Euro ein Volumen auf dem Niveau des ersten Quartals 2023 erzielt. Gegenüber dem Vorjahresquartal stand ein Plus in Höhe von 5,2 % zu Buche (Q4 2022: 24,9 Mrd. Euro).

“Der Abschwung am Immobilienmarkt schlug sich 2023 auch im Neugeschäft der immobilienfinanzierenden Kreditinstitute nieder: Die vdp-Mitgliedsinstitute reichten 2023 deutlich weniger Immobilienkredite aus als im Vorjahr – allerdings ist zu berücksichtigen, dass das erste Halbjahr 2022 zum einen noch vom jahrelangen Marktaufschwung geprägt war und zum anderen auch von Vorzieheffekten in Form eines hohen Volumens an Forward-Darlehen profitierte. Das wirkte sich dann in den Folgequartalen entsprechend dämpfend aus”, betonte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. “Dass im Abschlussquartal 2023 mehr Immobilienkredite vergeben wurden als im entsprechenden Vorjahresquartal, deutet auf eine einsetzende Stabilisierung des Finanzierungsgeschäfts hin. Da die Kreditzinsen offenbar ihren Höhepunkt erreicht haben und größere Planungssicherheit hinsichtlich der Finanzierungsbedingungen besteht, rechnen wir für das laufende Jahr 2024 mit einer leichten Belebung des Immobilienfinanzierungsneugeschäfts.”

Wohnimmobilienneugeschäft: Ein- und Zweifamilienhäuser dominieren

In den Monaten Oktober bis Dezember 2023 wurden von den vdp-Mitgliedsinstituten Wohnimmobiliendarlehen im Volumen von 15,2 Mrd. Euro vergeben. Dies stellt sowohl gegenüber dem dritten Quartal 2023 als auch gegenüber dem Vorjahresquartal 2022 einen Rückgang um 11,6 % dar (Q3 2023 und Q4 2022: jeweils 17,2 Mrd. Euro).

Von den Wohnimmobilienkrediten entfiel im vierten Quartal 2023 mit 7,2 Mrd. Euro etwas weniger als die Hälfte auf die Finanzierung von Ein- und Zweifamilienhäusern – das Volumen blieb nahezu konstant im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Q4 2022: 7,3 Mrd. Euro). Kredite für Eigentumswohnungen machten im Abschlussquartal 2023 ein Volumen in Höhe von 2,9 Mrd. Euro aus und lagen damit über dem Vorjahreswert (Q4 2022: 2,5 Mrd. Euro). Das Volumen an Krediten für Mehrfamilienhäuser in Höhe von 4,2 Mrd. Euro verzeichnete hingegen einen Rückgang (Q4 2022: 6,6 Mrd. Euro).

Deutlich mehr Gewerbeimmobiliendarlehen als im Abschlussquartal 2022

Neue Gewerbeimmobiliendarlehen wurden im vierten Quartal 2023 im Volumen von 11,0 Mrd. Euro ausgereicht. Im Vergleich zum direkten Vorquartal gingen die Kreditzusagen damit um 20,3 % zurück (Q3 2023: 13,8 Mrd. Euro). Allerdings lagen sie zugleich 42,9 % oberhalb des Volumens, das in den Monaten Oktober bis Dezember 2022 erzielt worden war (Q4 2022: 7,7 Mrd. Euro).

Das Gewerbeimmobilienfinanzierungsgeschäft der vdp-Mitgliedinstitute wurde erneut von den Kreditzusagen für Büroimmobilien dominiert, die einen Anteil von 51,0 % ausmachten. Das ausgereichte Volumen an Büroimmobilienkrediten in Höhe von 5,6 Mrd. Euro lag unterhalb des Vorquartals (Q3 2023: 6,1 Mrd. Euro), aber deutlich über dem Vorjahresquartalswert (Q4 2022: 3,4 Mrd. Euro). Auch die neu zugesagten Kredite für Einzelhandelsimmobilien wiesen mit einem Volumen von 2,7 Mrd. Euro einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal 2023 sowie einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal auf (Q3 2023: 3,5 Mrd. Euro / Q4 2022: 1,2 Mrd. Euro). Das Finanzierungsneugeschäft für Hotel- bzw. Industriegebäude erreichte im Berichtsquartal Volumina in Höhe von 1,1 bzw. 0,2 Mrd. Euro und erreichte damit ähnliche Niveaus wie in den Vergleichszeiträumen.

Mit 1.004,1 Mrd. Euro blieb der Bestand an ausgereichten Immobilienkrediten bei den vdp-Mitgliedsinstituten auf Quartalssicht stabil (30.09.2023: 1.003,9 Mrd. Euro).

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Zwei von drei Banken und Sparkassen in Deutschland bemängeln, dass die Aufsicht keine klaren und verständlichen Vorgaben macht, wie ESG-Risiken bei Firmenkundenkrediten berücksichtigt werden sollen.

Die Folge: hohe Aufwände. 65 Prozent der Institute halten die Anforderungen zur Berücksichtigung von ESG-Risiken für zu hoch und darum nicht mehr für ökonomisch angemessen. Zudem seien sie faktisch wirkungslos. Das ergibt die Neuauflage der Studie “Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Kreditprozess für Firmenkunden” der PPI AG und der FH Münster.

Banken und Sparkassen müssen ESG-Risiken einbeziehen, wenn sie darüber entscheiden, ob sie Kredite an Firmenkunden vergeben. Das schreiben die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) der BaFin seit der 7. Novelle verbindlich vor. Die Institute haben gegenüber dem vergangenen Jahr erhebliche Fortschritte bei der Auswahl und Implementierung notwendiger Methoden erzielt. Ein Einfluss auf die Bepreisung oder Ablehnung einer Finanzierung lässt sich bisher allerdings nur bei wenigen Häusern erkennen. 71 Prozent der Institute erklären, dass sich durch die von ihnen ergriffenen ESG-Maßnahmen am Pricing für einen Kredit faktisch nichts verändert. 60 Prozent sagen dasselbe über die Kreditvergabe an sich. Lediglich zwei Prozent der Institute berichten über eine spürbare Verschärfung der Vergaberichtlinien mit vermehrt negativen Kreditentscheidungen.

“Es ist zu früh für eine endgültige Beurteilung des Verhältnisses von Nutzen und Aufwand. Soziale (,S’) und Governance-Risiken (,G’) wurden mitunter bereits in der Vergangenheit im Rahmen der Bonitätsprüfung berücksichtigt”, sagt Prof. Dr. Christian Tallau von der FH Münster, Co-Autor der Studie. “Zusätzlich beurteilt werden vor allem eher langfristig wirkende Umweltrisiken (,E`), die sich über den typischen Zeitraum einer Kreditvergabe häufig noch nicht materialisieren.”

62 Prozent berücksichtigen ESG-Kriterien bei Kreditentscheidung

Aktuell berücksichtigen nur 62 Prozent der Institute ESG-Kriterien bei der Entscheidung, ob sie einen Kredit vergeben wollen. “Inwiefern die Aufsicht die Nichtberücksichtigung – immerhin bei fast vier von zehn Banken und Sparkassen – als Verstoß gegen die MaRisk beanstanden wird, bleibt abzuwarten”, sagt Thomas Paulat, Manager bei der PPI AG und Co-Autor der Studie. Immerhin planen fast alle der befragten Banken und Sparkassen, daran etwas zu ändern. Bei der Kreditüberwachung haben 29 Prozent bereits Maßnahmen ergriffen, um ESG-Kriterien zu berücksichtigen. Weitere 64 Prozent haben das vor.

Schlusslicht ist das Pricing. 36 Prozent der Institute planen wie bisher ein von ESG-Risiken unabhängiges Pricing. “Die Ermittlung von Kreditkonditionen kann bereits ohne den Einbezug von ESG-Kriterien sehr komplex sein. Wenn dann noch ESG-Aspekte dazukommen, die oft schwer zu beziffern sind, schreckt das viele ab.”, erläutert PPI-Manager Paulat.

Umweltaspekte am wichtigsten für Kreditentscheidung

Ein Blick auf die Relevanz der einzelnen ESG-Komponenten im Rahmen der Kreditentscheidung zeigt, dass Umweltaspekte die entscheidende Rolle einnehmen. 98 Prozent der Institute bezeichnen sie als relevant oder sogar sehr relevant. Danach folgen soziale Erwägungen mit 63 Prozent und Governance-Kriterien, also wie ein Unternehmen geführt wird, mit 60 Prozent.

87 Prozent der Banken und Sparkassen beurteilen im Rahmen der Kreditentscheidung auch das zu finanzierende Objekt unter ESG-Aspekten. Allerdings bleibt das Kreditgeschäft immer ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren des Engagements, zum Beispiel Kreditnehmer, Kapitaldienst und Finanzierungsobjekt. 73 Prozent der Institute geben an, dass ein positiver ESG-Score allein keine Verbesserung der Kreditwürdigkeit des Antragstellers bewirkt. “Eine Strategie, die darauf abzielt, durch grüne Projekte die eigene Kreditwürdigkeit zu verbessern, zahlt sich demnach selten aus”, so Prof. Dr. Tallau.

Über die Studie

Die Studie “Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Kreditprozess für Firmenkunden” ist ein gemeinsames Werk der FH Münster und der PPI AG. 55 Kreditinstitute nahmen daran teil. Befragt wurde jeweils ein Vertreter für jedes Haus, entweder aus der Kreditanalyse oder dem Kredit- und Nachhaltigkeitsmanagement. Zehn Banken zählen als “Significant Institution” (SI), die direkt von der Europäischen Zentralbank beaufsichtigt werden. 44 fallen als “Less-significant Institution” unter die nationale Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Befragung entspricht weitestgehend der vorherigen Befragung aus dem Jahr 2022 und lässt somit wichtige Erkenntnisse auf die Entwicklung zwischen den beiden Umfragezeiträumen zu.

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PPI AG, Moorfuhrtweg 13, 22301 Hamburg, Tel: +49 40 227 433 0, www.ppi.de

Die Zahlen sind eindeutig, die Conclusio unumstößlich: Ein Hauskauf war 2022 wesentlich teurer als zehn Jahre zuvor.

Doch in welcher Stadt gab es den größten Preisanstieg? Wie hat sich der Bedarf an Eigenkapital entwickelt? Und wie viele Monatsgehälter kostete ein Haus 2012, wie viele 2022? Der Baufinanzierungsvermittler Dr. Klein hat die Leistbarkeit eines Immobilienkaufs in diesen beiden Jahren verglichen.

Höher und höher stiegen die Kosten einer Immobilienfinanzierung zwischen 2012 und 2022. Spitzenreiter dieser Entwicklung war München, Dortmund verzeichnete die geringsten Veränderungen. „Wir haben in der untersuchten Dekade einen starken Zinsrückgang erlebt und in der Folge einen enormen Anstieg der Immobilienpreise“, resümiert Michael Neumann, Vorstandvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG. „Das Ergebnis war ein Verkäufermarkt, an dem es Kaufinteressenten zunehmend schwer hatten, zu guten Konditionen eine Immobilie zu erwerben.“

Finanzieller Aufwand im Schnitt um 62 Prozent gestiegen

326 monatliche Haushaltsnettoeinkommen brauchen Immobilienkäufer in München für die 20-jährige Volltilgung ihres Hauskredits – so viel wie nirgends sonst in Deutschland. Und auch die Steigerung von 2012 bis 2022 ist in der Bayernmetropole am deutlichsten: Das Plus der benötigten Gehälter liegt bei 92 Prozent. Eine ähnlich starke Veränderung findet sich nur noch in Hannover (87 Prozent), wo die Anzahl der monatlichen Haushaltsnettoeinkommen jedoch insgesamt deutlich geringer ist: 2012 betrug sie 89, 2022 waren es 166. Lediglich in drei der untersuchten Städte – Dortmund, Frankfurt und Dresden – liegt die Steigerungsrate des Preis-Einkommens-Verhältnisses für die Finanzierung eines Eigenheims bei unter 50 Prozent. Am günstigsten ist die Immobilienfinanzierung in Dortmund: 2022 brauchten Darlehensnehmer hier 166 Nettomonatsgehälter – ungefähr halb so viele wie in München. Basis der Modellrechnung sind folgende Annahmen: der gemittelte, gezahlte Preis für ein 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus in den Jahren 2012 und 2022, 20 Prozent Eigenkapital des Gesamtpreises, ein Volltilgerdarlehen über eine Laufzeit von 20 Jahren mit einem gezahlten Durchschnittszins von 3,5 Prozent (2012) beziehungsweise 2,6 Prozent (2022) sowie die durchschnittlichen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen laut Statistischem Bundesamt (2012: 3.069 Euro, 2022: 3.456 Euro).

Hauspreise mit Steigerungsrate von bis zu 141 Prozent

Das Plus der gemittelten, gezahlten Preise für ein Einfamilienhaus beträgt zwischen 78 Prozent in Dortmund und Frankfurt und 141 Prozent in München. In insgesamt vier Städten – Berlin, Stuttgart, Hannover und München – verdoppelte sich der Kaufpreis innerhalb der zehn Jahre. „Mit Blick auf die Immobilienpreise liegen Welten zwischen 2012 und 2022“, sagt Neumann. „Wir haben eine unglaubliche Dynamik erlebt: Wer eine Immobilie verkaufen wollte, konnte Preise aufrufen, die zu Beginn der 2010er Jahre undenkbar gewesen wären. 2022 hatte diese Entwicklung ihren absoluten Höhepunkt.“

Bedarf an Eigenkapital verdoppelt

Gestiegene Kaufpreise haben höhere Erwerbsnebenkosten zur Folge – und damit auch zusätzlich benötigtes Eigenkapital. Bei angenommenen 20 Prozent der geplanten Gesamtausgaben, die sich aus Kaufpreis plus Nebenkosten zusammensetzen, hat sich das eingesetzte Eigenkapital im Schnitt um knapp 98 Prozent erhöht. An vorderster Stelle dieser Entwicklung ist erneut München mit einer Steigerung von 93.761 Euro auf 219.742 Euro (plus 134 Prozent). Den geringsten Anstieg und zugleich den niedrigsten Eigenkapitalbetrag verzeichnet wiederum Dortmund: Während Käufer 2012 hier 56.290 Euro selbst aufbrachten, waren es zehn Jahre später 99.111 Euro – ein Plus von 76 Prozent. „Der gestiegene Eigenkapitalbedarf ist für viele Kaufwillige problematisch“, weiß Neumann. „Doch Banken erkennen nicht nur Erspartes an. Bausparverträge, Lebensversicherungen oder die elterliche Immobilie werten viele Kreditinstitute als Zusatzsicherheiten. Auch Privatdarlehen und regionale Förderungen können als Eigenkapitalersatz dienen. Um die individuellen Möglichkeiten auszuloten, ist eine ausführliche Beratung ratsam.“

Bis zu über 100.000 Euro mehr Zinsleistungen

Auch die Zinsbeträge, die Käufer während der Darlehenslaufzeit aufbringen, haben zwischen 2012 und 2022 zugelegt. Zwar ist der Zinssatz im Vergleich niedriger, doch die stark gestiegenen Immobilienpreise machen diesen Vorteil wett. Die mit Abstand höchste „Leihgebühr“ für ihren Baukredit zahlen Münchner Hausbesitzer: 249.150 Euro Zinsen kostete 2022 ein Darlehen in der Bayernmetropole – 70 Prozent beziehungsweise rund 100.000 Euro mehr als zehn Jahre zuvor (146.965 Euro). Insgesamt zeigt der Vergleich deutschlandweit eine deutliche Steigerung, wobei Dortmund mit 27 Prozent erneut die geringste Differenz aufweist (von 88.231,15 Euro auf 112.375,48 Euro).

„Der Blick auf die Zahlen zeigt deutlich, dass eine Baufinanzierung in den ersten Jahren des Betrachtungszeitraums günstiger war“, so Neumann. „Doch es lohnt hier, aus heutiger Sicht hinzuschauen: Zwar liegen die Zinsen derzeit über dem Durchschnittsniveau von 2022, aber dafür sind die Immobilienpreise seitdem gesunken. Dieser Trend wird sich meines Erachtens bei älteren Immobilien, die Sanierungsbedarf haben, noch fortsetzen. Hinzukommt, dass in vielen Bereichen die Gehälter gestiegen sind – damit wird ein Immobilienkauf wieder leistbarer. Wer außerdem bereit ist, Kompromisse einzugehen, beispielsweise hinsichtlich der Lage, der Größe oder der Ausstattung eines Hauses, wird meines Erachtens zukünftig durchaus ein Objekt finden, das zu ihm passt – auch finanziell.“

Über die Dr. Klein Privatkunden AG

Die Dr. Klein Privatkunden AG ist einer der größten Finanzdienstleister Deutschlands und bereits seit 1954 am Markt etabliert. Mit mehr als 550 Beraterinnen und Beratern in deutschlandweit über 240 Büros hat das Unternehmen die meisten Standorte der Branche. Die Spezialisten von Dr. Klein beraten in den Bereichen Baufinanzierung, Versicherung und Ratenkredit.

Dr. Klein arbeitet mit über 600 Kredit- und Versicherungsinstituten zusammen und berät umfassend, anbieterneutral und kostenfrei. So erhalten die Kunden maßgeschneiderte Finanzierungen und günstige Konditionen. Dafür erhält das Unternehmen immer wieder Auszeichnungen, zuletzt zum zehnten Mal in Folge beim „Deutschen Fairness-Preis“. Dr. Klein ist eine 100%ige Tochter des an der Frankfurter Börse im SDAX gelisteten technologiebasierten Finanzdienstleisters Hypoport SE.

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