Sorge um Zinsen und Inflation überschattet bessere Konjunkturdaten

Die Stimmung unter den Immobilienfinanzierern hat sich im dritten Quartal 2026 deutlich verschlechtert. Der Deutsche Immobilienfinanzierungsindex (Difi)* verliert 6,1 Punkte und notiert bei minus 14,0 Punkten. Damit macht der Index die moderate Stabilisierung aus dem Vorquartal, als er sich noch um 1,1 Punkte verbessert hatte, vollständig zunichte.

Der Difi wird von JLL und dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erhoben sowie veröffentlicht und bildet die Einschätzungen von Finanzierungsexperten ab. Quartalsweise werden die Lage am Kreditmarkt in den vergangenen sechs Monaten und die erwartete Entwicklung in den kommenden sechs Monaten bewertet. Der Difi berechnet sich als ungewichtetes Mittel aus den Salden der beiden Teilindikatoren Finanzierungssituation und Finanzierungserwartung aller Nutzungsarten.

Verantwortlich für die erneute Eintrübung ist vor allem der Erwartungsindikator. Während sich die aktuelle Finanzierungssituation nach einem Plus von 2,0 Punkten auf minus 13,6 Punkte leicht erholt, verschlechtert sich der Erwartungsindikator deutlich und fällt von minus 0,3 auf minus 14,4 Punkte. Damit dreht sich das Bild aus dem Vorquartal vollständig: Noch im zweiten Quartal hatten die Marktteilnehmer trotz schwieriger Gegenwart auf eine baldige Trendwende gesetzt – nun überwiegt die Sorge, dass sich die Finanzierungsbedingungen in den kommenden sechs Monaten nochmals leicht verschärfen könnten.

„Der jüngste Zinsanstieg und die Rückkehr der Inflation belasten die Finanzierungskonditionen und dämpfen die mittelfristigen Perspektiven der Marktteilnehmer merklich, obwohl sich die konjunkturellen Rahmendaten zuletzt aufgehellt haben“, sagt Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany. „Offenbar wiegen die Sorgen um steigende Kapitalkosten und ein erneut anziehendes Preisniveau derzeit schwerer als die zuletzt verbesserten Wirtschaftsdaten.“

Nur Wohnen behauptet die Pluszone – Logistik verliert deutlich an Boden

Bei den einzelnen Nutzungsarten zeigt sich ein deutlich eingetrübtes Bild. Einzig das Wohnsegment bleibt trotz eines Rückgangs um 7,5 Punkte mit plus 2,9 Punkten im positiven Bereich und führt damit weiterhin das Feld an. Den stärksten Einbruch verzeichnet Logistik: Nach dem kräftigen Sprung ins Plus im Vorquartal (plus 4,5 Punkte) verliert das Segment 17,8 Punkte und fällt auf minus 13,3 Punkte – gleichauf mit dem Einzelhandel, bei dem der Rückgang mit 1,9 Punkten jedoch moderater ausfällt. Hotels geben ebenfalls leicht nach und schließen bei minus 5,4 Punkten. Das Bürosegment bleibt trotz eines geringeren Verlusts von 2,4 Punkten mit minus 41,0 Punkten mit Abstand das Schlusslicht.

Bei der aktuellen Situationseinschätzung zeigt sich hingegen ein differenzierteres Bild: Das Bürosegment kann sich nach dem Absturz im Vorquartal (minus 59,1 Punkte) um 19,1 Punkte auf minus 40,0 Punkte erholen, bleibt damit aber weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Auch Wohnen (plus 0,5 Punkte auf plus 8,8 Punkte), Hotel (plus 1,2 Punkte auf minus 3,6 Punkte) und Einzelhandel (plus 1,5 Punkte auf minus 16,7 Punkte) verzeichnen leichte Verbesserungen ihrer Lagewerte. Demgegenüber steht ein deutlicher Rückschlag bei Logistik, wo der Situationsindikator von minus 4,5 auf minus 16,7 Punkte abrutscht.

Der Erwartungsindikator dreht dagegen in allen fünf Segmenten ins Minus. Am stärksten trifft es erneut das Bürosegment mit einem Rückgang um 23,7 Punkte auf minus 41,9 Punkte. Logistik verliert 23,6 Punkte und fällt von plus 13,6 Punkten auf minus 10,0 Punkte. Auch das Wohnsegment büßt 15,4 Punkte ein und verlässt mit minus 2,9 Punkten erstmals seit Langem die Pluszone. Einzelhandel und Hotels geben um 5,5 beziehungsweise 2,3 Punkte nach und schließen bei minus 10,0 sowie minus 7,1 Punkten. Damit weist im dritten Quartal 2026 ausnahmslos jede Assetklasse einen negativen Erwartungswert auf.

„Im Bürosegment liegen Lage- und Erwartungswert mit minus 40,0 beziehungsweise minus 41,9 Punkten nahezu gleichauf auf sehr niedrigem Niveau. Das deutet darauf hin, dass die schwierigen Finanzierungsbedingungen in diesem Segment auch in den kommenden sechs Monaten anhalten dürften”, erklärt Andreas Lagemann, Senior Researcher am HWWI. Bemerkenswert sei die Entwicklung beim Wohnen: „Hier liegt die Erwartung erstmals seit Langem unter der aktuellen Lage. Das ist ein deutliches Signal, dass selbst der bislang stabilste Sektor nicht mehr gegen den allgemeinen Trend immun ist.“

Fast drei Viertel der Experten erwarten hohe Relevanz von KI bei Finanzierungsentscheidungen

Die aktuelle Sonderbefragung widmet sich der Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) für die Immobilienfinanzierung. Aktuell spielen KI-gestützte Modelle in den Kredit- und Finanzierungsprozessen der befragten Institute eine klar untergeordnete Rolle: Die Hälfte der Experten stuft die Relevanz als gering ein, nur 2,9 Prozent halten den Technologieeinsatz bereits heute für „sehr relevant“.

Für die kommenden drei Jahre erwarten die Finanzierungsexperten jedoch eine deutlich stärkere Nutzung der Technologie. Rund drei Viertel der Befragten halten den Einsatz von KI dann für „ziemlich relevant” oder „sehr relevant”. „Das ist ein klares Zeichen, dass KI-gestützte Modelle vom ergänzenden Hilfsmittel zu einem zentralen Bestandteil der Kreditentscheidung aufsteigen dürften“, sagt Dominik Rüger, Senior Director Debt Advisory JLL Germany.

Hinsichtlich der Risiken für Immobilienfinanzierungen sieht die Mehrheit der Befragten (70,0 Prozent) durch den vermehrten KI-Einsatz keine Veränderung auf Gesamtmarktebene. Während in den Sektoren Wohnen, Hotel und Logistik die Zuversicht überwiegt, dass KI das Risiko tendenziell sogar leicht senken kann, zeigt sich in den strukturell stärker unter Druck stehenden Segmenten Büro und Einzelhandel eine deutlich differenziertere Einschätzung. Nach Ansicht Rügers hängt diese Polarisierung weniger mit der Technologie selbst zusammen. Ausschlaggebend sei vielmehr die Unsicherheit über die künftige Nutzung dieser Objekte. „Wo Cashflows bereits heute schwerer einzuschätzen sind, wirkt der zusätzliche Faktor KI auf einen Teil der Befragten risikoverstärkend, während in stabileren Segmenten KI überwiegend als risikoreduzierendes Analyseinstrument gesehen wird.“

Neugeschäft wächst im ersten Halbjahr 2026 – Bestände schrumpfen leicht

Zur quantitativen Analyse der gewerblichen Immobilienfinanzierung in Deutschland betrachtet JLL halbjährlich das Neugeschäft der Banken sowie die Entwicklung ihrer Kreditbestände. Betrachtet werden die Aktivitäten von zwölf deutschen Banken. Dabei werden ausschließlich neu ausgegebene Finanzierungen für deutsche Immobilien berücksichtigt. Erfasst werden sowohl gewerblich als auch wohnwirtschaftlich genutzte Objekte, die zur Kapitalanlage dienen.

Im ersten Halbjahr 2026 vergaben die Banken Kredite im Umfang von rund 17 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (14,8 Milliarden Euro) ist das ein Zuwachs von 15 Prozent. „Trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen entwickelte sich das Neugeschäft im ersten Halbjahr positiv. Insbesondere im zweiten Quartal setzte eine deutliche Belebung ein“, beobachtet Rüger. Davon profitierten unter anderem Hotelimmobilien, die zunehmend in die Kreditvergaberichtlinien der Institute integriert worden seien.

Am aktivsten war in den ersten sechs Monaten erneut die Berlin Hyp mit einem Neugeschäft von 4,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,3 Milliarden Euro), gefolgt von der DZ Hyp mit 3,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,5 Milliarden Euro) und der BayernLB mit 2,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,4 Milliarden Euro). Mit Ausnahme der Helaba (1,6 Milliarden Euro) verbuchten alle Finanzierer einen Zuwachs beim Neugeschäft.

Die Kreditbestände der analysierten Banken (In- und Ausland) haben sich im Jahresvergleich um ein Prozent auf 282,9 Milliarden Euro verringert. Bei acht Instituten schrumpfte der Bestand, am stärksten bei der Hamburg Commercial Bank mit 21 Prozent. Mit einem Bestand von 54,8 Milliarden Euro ist die Berlin Hyp der Spitzenreiter, gefolgt von der DZ Hyp (41,9 Milliarden Euro), der Aareal Bank (32,4 Milliarden Euro) und der Helaba (32,4 Milliarden Euro).

Auf Gesamtjahressicht sind die Aussichten eingetrübt. Das Neugeschäftswachstum zum ersten Halbjahr dürfte sich insbesondere bei den marktführenden Banken zu einer Seitwärtsbewegung verändern. Nach Ansicht Rügers befindet sich der deutsche Immobilienfinanzierungsmarkt in einer Phase qualitativer Konsolidierung. „Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und eines strukturell höheren Zinsniveaus agieren Kreditgeber deutlich selektiver und setzen verstärkt auf eine ‚Flight-to-Quality‘-Strategie. Trotz vorsichtigerer, qualitätsorientierter Kreditvergabe und steigender Finanzierungskosten halten die meisten Institute dennoch an ihren Jahreszielen fest, beobachten ihre Portfolios jedoch aufmerksamer als zuvor.“

*Anmerkung: An der Umfrage des Deutschen Immobilienfinanzierungsindex vom 18. August bis 26. August 2026 beteiligten sich 34 Expertinnen und Experten. Abgefragt wurden die Einschätzungen zur Marktsituation (vergangene sechs Monate) und zur Markterwartung (kommende sechs Monate). Dargestellt sind die prozentualen Anteile der Antwortkategorien sowie die Veränderungen in Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal (Δ Vorquartal). Die Salden ergeben sich aus der Differenz der positiven und negativen Antwortkategorien (wie z.B. „verbessert“ und „verschlechtert“). Der DIFI berechnet sich als ungewichtetes Mittel aus den Salden der Finanzierungssituation sowie der Finanzierungserwartung aller Nutzungsarten.

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Bedeutung von Zertifizierungen wächst abseits der Spitzenlagen

Nachhaltigkeitszertifizierungen gewinnen auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt weiter an Bedeutung. In den sieben Immobilienhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart summierte sich der Bestand zertifizierter, vorzertifizierter oder zur Zertifizierung registrierter Büroflächen zum Ende des ersten Halbjahres 2026 auf rund 19 Millionen m². Damit verfügt inzwischen nahezu jeder fünfte Quadratmeter Bürofläche in den Metropolen über eine Nachhaltigkeitszertifizierung. Das geht aus dem „Cesar 2026“ (Certification and Sustainability Radar) hervor, für den JLL den Büroflächenbestand sowie die Flächennachfrage nach zertifizierten Büroimmobilien analysiert hat.

„Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels sowie ein sich weiterentwickelnder regulatorischer Rahmen erhöhen den Druck auf Unternehmen und Investoren, sich systematisch mit Klimarisiken auseinanderzusetzen. Nachhaltigkeitszertifizierungen wie DGNB, LEED und BREEAM werden dadurch als messbare und vergleichbare Qualitätsstandards für Gebäude immer wichtiger“, kommentiert Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und einer eher verhaltenen Flächennachfrage steigt die Bedeutung zertifizierter Büroflächen kontinuierlich. Während der gesamte Büroflächenumsatz in den sieben Hochburgen im ersten Halbjahr 2026 bei 1,35 Millionen m² lag, entfielen davon rund 580.000 m² auf zertifizierte Flächen. Der Anteil zertifizierter Büroflächen am gesamten Flächenumsatz stieg damit auf 43 Prozent und erreichte einen neuen Höchstwert. Im Vorjahr lag der Anteil bei 40 Prozent.

Beim Verhältnis zertifizierter Flächen zum Büroflächenbestand ist Frankfurt weiterhin Spitzenreiter. Der Anteil erhöhte sich in der Bankenstadt im Jahresvergleich um acht Prozent auf eine Quote von 32 Prozent. Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichneten Düsseldorf mit 24 Prozent und Berlin mit 22 Prozent. In Düsseldorf trugen unter anderem die DGNB-Gold-Auszeichnungen des rwi4 im Regierungsviertel zu dieser Entwicklung bei. In Berlin sorgten insbesondere das Quartier Heidestraße – Track Central Line in der Europacity sowie der Forum Tower am Potsdamer Platz, beide mit DGNB-Gold-Zertifizierung, für zusätzlichen Flächenzuwachs.

„Die Anforderungen an Büroflächen steigen weiter. Unternehmen prüfen Neuanmietungen heute wesentlich intensiver und legen zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und langfristige Resilienz. Zertifizierungen entwickeln sich dabei immer stärker vom Differenzierungsmerkmal zum Standard“, sagt Daniel Bey, Head of Project & Development Services JLL und Tetris Germany.

Besonders auffällig ist die Entwicklung außerhalb der klassischen Toplagen. Während der Zertifizierungsanteil in den Spitzenlagen im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozentpunkte zurückging, stieg er in Zweit- und Drittlagen um acht Prozentpunkte. Damit lagen beide Lagekategorien mit 44 beziehungsweise 42 Prozent nahezu gleichauf. „Die Entwicklung zeigt, dass bei weniger zentralen Standorten die Gebäudequalität und damit auch Nachhaltigkeitszertifikate entscheidend für die Vermietbarkeit werden“, erklärt Bey.

Auch bei der Branchenbetrachtung zeigt sich die wachsende Bedeutung nachhaltiger Büroflächen. Den höchsten Anteil zertifizierter Abschlüsse verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 die Branche Transport, Verkehr und Lagerhaltung mit 80 Prozent. Dahinter folgen EDV sowie Industrie und Handel mit jeweils 54 Prozent, Banken und Finanzdienstleister kommen auf 51 Prozent. Besonders hoch ist die Nachfrage internationaler Nutzer. Bei Abschlüssen über 1.000 m² entfielen 69 Prozent des Umsatzes ausländischer Unternehmen auf zertifizierte Büroflächen. Bei inländischen Nutzern lag der Anteil bei 47 Prozent.

„Nachhaltigkeitszertifizierungen haben sich im Büroimmobilienmarkt endgültig vom Nice-to-have zum Must-have entwickelt“, sagt Scheunemann. „Die Nachfrage nach zertifizierten Flächen wächst schneller als das Angebot. Vor dem Hintergrund regulatorischer Anforderungen und steigender ESG-Erwartungen werden zertifizierte Gebäude zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor.“

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Hochtransparente Märkte verzeichnen kräftiges Transaktionswachstum

Eine fortschreitende Digitalisierung, der verstärkte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) und gezielte staatliche Reformen haben zu einer Zunahme der Transparenz und der Investmentumsätze in den führenden Immobilienmärkten weltweit geführt. Dies geht aus dem Global Real Estate Transparency Index (Greti) von JLL und LaSalle hervor, der alle zwei Jahre herausgegeben wird.

Europa ist weltweit nach wie vor die transparenteste Region mit Großbritannien und Frankreich auf den ersten beiden Plätzen sowie den Niederlanden auf Rang fünf. Deutschland reiht sich wie in der vorherigen Untersuchung auf Platz zehn ein. Die Top Ten komplettieren Australien (Rang drei), die USA (Rang vier), Kanada (Rang sechs), Neuseeland (Rang sieben), Irland (Rang acht) und Schweden (Rang neun). In der Kategorie „Highly transparent” sind zudem wie zuletzt Japan, Belgien und Singapur vertreten.

Deutschland hat seine Position durch Fortschritte bei der Berichterstattung über den Fremdkapitalmarkt sowie die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) gefestigt. Positiv werden die Rechtslage und die Transaktionsprozesse hierzulande bewertet. „Es gibt aber auch noch Verbesserungspotenzial, wie zum Beispiel bei der Verfügbarkeit von Marktdaten für alternative Immobiliensegmente“, unterstreicht Konstantin Kortmann, CEO und Head of Capital Markets JLL Germany. „Wir sehen, dass Deutschland internationales Immobilienkapital anzieht. Um die Attraktivität weiter zu steigern und zur absoluten Spitzengruppe der hochtransparenten Länder aufzuschließen, bedarf es der konsequenten Digitalisierung öffentlicher Datenbestände und die Schaffung zentraler, öffentlich zugänglicher Datenplattformen.“

Die aktuelle Studie bewertet die Markttransparenz in 88 Ländern sowie in 146 Städten weltweit anhand von 260 Einzelmerkmalen. Dazu gehören beispielsweise die Verfügbarkeit von Informationen zu Mieten, Belegungsraten und Preisgestaltung, Kennzahlen zu Transaktionsprozessen, dem regulatorischen/rechtlichen Umfeld sowie zur Nachhaltigkeit etwa in Bezug auf Gebäudestandards, Energieverbräuche und Klimarisiken. Demnach haben zwei Drittel der untersuchten Länder ihre Transparenz in den vergangenen zwei Jahren verbessert.

Die Hauptmotoren globaler Transparenzgewinne sind Länder im asiatisch-pazifischen Raum und in der MENA-Region (Mittlerer Osten, Nordafrika), darunter vier Golf-Staaten (Saudi-Arabien, Dubai, Abu Dhabi, Katar). Die 13 Länder, die als „hochtransparent“ eingestuft werden, haben in den vergangenen beiden Jahren 81 Prozent der globalen Immobilieninvestments angezogen. Das Transaktionsvolumen in dieser Gruppe ist um 64 Prozent gestiegen und übertrifft damit den Rest der Welt um 20 Prozentpunkte.

„Der Fokus auf Transparenz für Investoren war auf den globalen Immobilienmärkten noch nie so groß wie heute, da externe Herausforderungen wie geopolitische Spannungen in naher Zukunft zunehmende Aufmerksamkeit auf sich ziehen”, erklärt Richard Bloxam, CEO JLL Capital Markets. „Zusätzliche Faktoren wie Künstliche Intelligenz, höhere Standards bei den Nachhaltigkeitspflichten sowie der -berichterstattung und die wachsende Bedeutung alternativer Immobiliensektoren veranlassen Anleger dazu, mehr Transparenz zu suchen und einzufordern.“

KI beschleunigt Transparenzgewinne – und schafft neue Herausforderungen

Ein entscheidender Treiber der Transparenzverbesserungen ist die rasante Verbreitung von KI in der Immobilienwirtschaft. Über 90 Prozent der Nutzer und Investoren setzen mittlerweile KI-Tools ein, die beispielsweise große Datenmengen analysieren, Marktfundamentaldaten auswerten und Möglichkeiten auf den Kapitalmärkten prognostizieren. Regierungen digitalisieren zunehmend ihre Dienstleistungen und integrieren KI, um Effizienz zu steigern, Investitionen anzuziehen und Wachstum zu ermöglichen.

Gleichzeitig stehen die Branche und ihre Nutzer vor neuen Herausforderungen. So sind drei der vier größten Herausforderungen für Unternehmensimmobilienportfolios technologiebezogen: Cybersicherheit und Datenschutz, KI-Disruption sowie Unsicherheit über die Auswirkungen von KI auf den Flächenbedarf. Diese Unsicherheit macht Transparenz umso wichtiger, um die Auswirkungen auf Nachfrage, Marktgrundlagen und Preisgestaltung über Märkte hinweg zu verfolgen.

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Das sind die Ergebnisse des aktuellen immowelt Mietkompass für die 15 größten deutschen Städte:

Angebotsmieten von Bestandswohnungen verteuern sich deutschlandweit seit Jahresbeginn um 2,1 Prozent auf durchschnittlich 10,83 Euro pro Quadratmeter

Berlin verzeichnet vergleichsweise geringes Plus von 1,8 Prozent auf 14,63 Euro

Hamburg (+4,8 Prozent; 13,98 Euro) und Frankfurt am Main (+4,7 Prozent; 17,12 Euro) mit stärksten Mietsteigerungen

München bleibt mit 21,65 Euro pro Quadratmeter (+2,8 Prozent) unangefochten die teuerste Metropole

Der deutsche Mietwohnungsmarkt bleibt angespannt. Vor allem in den Großstädten konkurrieren viele Wohnungssuchende um ein begrenztes Angebot. Hohe Finanzierungskosten erschweren zudem den Immobilienkauf, wodurch der Anteil der Mietanfragen auf immowelt deutschlandweit auf 81,7 Prozent gestiegen ist (Vorjahr: 80,6 Prozent). Wie der neue immowelt Mietkompass zeigt, steigen die Angebotsmieten von Bestandswohnungen deutschlandweit seit Jahresbeginn um 2,1 Prozent auf durchschnittlich 10,83 Euro pro Quadratmeter. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Anstieg noch 3,9 Prozent betragen. In den 15 größten deutschen Städten fiel der Zuwachs mit durchschnittlich 2,9 Prozent jedoch deutlich stärker aus als im Bundesdurchschnitt.

„Der Druck auf dem Mietmarkt bleibt hoch. Viele Menschen können oder wollen den Schritt ins Wohneigentum unter den aktuellen Bedingungen nicht gehen und suchen weiter nach einer Mietwohnung“, sagt immowelt CEO Theo Mseka. „Gleichzeitig kommt zu wenig neuer Wohnraum auf den Markt. Dass die Mieten in diesem Jahr in einigen Städten weniger stark steigen als zuvor, ändert deshalb nichts an der angespannten Situation für Wohnungssuchende. Besonders deutlich zeigen Hamburg und Frankfurt, dass in einzelnen Metropolen weiterhin kräftige Mietsteigerungen möglich sind.“

Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

Berlin verliert an Dynamik: In Berlin legen die Mieten seit Jahresbeginn um 1,8 Prozent auf 14,63 Euro pro Quadratmeter zu und steigen damit deutlich schwächer als im Vorjahreszeitraum (+4,4 Prozent). Hohe Preise begrenzen den finanziellen Spielraum der Haushalte; zudem sank der Wanderungsgewinn der Hauptstadt 2025 um rund 27 Prozent1.

Hamburg und Frankfurt ziehen an: In Hamburg steigen die Angebotsmieten von Bestandswohnungen mit +4,8 Prozent (auf 13,98 Euro pro Quadratmeter) am stärksten unter den Top 15. Frankfurt folgt knapp dahinter mit +4,7 Prozent (auf 17,12 Euro). Sowohl in Hamburg2  als auch in Frankfurt3  trifft eine hohe Nachfrage auf stark rückläufige Fertigstellungszahlen im Neubau.

München unverändert am teuersten: Mit 21,65 Euro pro Quadratmeter (+2,8 Prozent) liegt München weit vor der zweitteuersten Stadt Frankfurt

Kräftige Zuwächse: In Bremen (+3,4 Prozent; 10,54 Euro pro Quadratmeter), Dresden (+3,4 Prozent; 9,59 Euro), Köln (+3,1 Prozent; 13,90 Euro) und Nürnberg (+3,0 Prozent; 12,15 Euro) steigen die Mieten überdurchschnittlich stark

Geringste Dynamik in Leipzig: Leipzig verzeichnet mit +1,3 Prozent (9,68 Euro) den schwächsten Anstieg der Großstädte. Die günstigsten Mietmärkte der Analyse bleiben Duisburg (7,60 Euro) und Dortmund (8,34 Euro)

Entwicklung der Angebotsmieten in den 15 größten Städten und bundesweit seit Jahresbeginn:

Stadt Miete (pro m²)  01.01.2026 Miete (pro m²)  01.10.2026 Entwicklung

Berlin 14,37 €       14,63 €       1,8%

Bremen       10,19 €       10,54 €       3,4%

Dortmund   8,17 €         8,34 €         2,1%

Dresden      9,27 €         9,59 €         3,4%

Duisburg     7,41 €         7,60 €         2,6%

Düsseldorf   13,85 €       14,18 €       2,4%

Essen 8,87 €         9,11 €         2,7%

Frankfurt a.M.       16,35 €       17,12 €       4,7%

Hamburg     13,34 €       13,98 €       4,8%

Hannover    11,00 €       11,27 €       2,5%

Köln   13,48 €       13,90 €       3,1%

Leipzig         9,56 €         9,68 €         1,3%

München     21,06 €       21,65 €       2,8%

Nürnberg     11,80 €       12,15 €       3,0%

Stuttgart     14,85 €       15,21 €       2,4%

Deutschland 10,61 €       10,83 €       2,1%

Berechnungsgrundlage:

Basierend auf den auf immowelt.de veröffentlichten Immobilienanzeigen werden jeden Monat die Mieten für Wohnungen und Häuser für jede Stadt in Deutschland berechnet. Für den immowelt Mietkompass werden die Angebotsmieten für Wohnungen in den 15 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern analysiert. Um eine Vergleichbarkeit der Preise herzustellen, wird die Kaltmiete einer Standardwohnung (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre, keine weiteren Besonderheiten) verwendet. Damit die Heterogenität und die zeitliche Entwicklung des Immobilienmarktes der jeweiligen Stadt berücksichtigt werden können, wird für die Preisberechnung eine hedonische Anpassungsmethode verwendet. Diese basiert auf der langjährigen Expertise in der Preisberechnung des französischen Partnerportals Meilleurs Agents.

1 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

2 Quelle: Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen Hamburg – 2024 und 2025

3 Quelle: Stadt Frankfurt am Main – Statistik aktuell

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Kaufpreise entwickeln sich bundesweit weiter stabil bis leicht positiv: Im Bestand +0,3 Prozent für Wohnungen und +0,5 Prozent für Häuser, im Neubau +0,7 für Wohnungen und +0,6 Prozent für Häuser.

Höhere Finanzierungskosten beeinflussen die Nachfrage: In den Metropolen verschiebt sich die Nachfrage auf den Mietmarkt

Der deutsche Kaufmarkt zeigt sich trotz gestiegener Finanzierungskosten insgesamt preisstabil. Im bundesweiten Durchschnitt steigen die Angebotspreise im dritten Quartal erneut leicht. Gleichzeitig reagieren Kaufinteressierte auf Baufinanzierungszinsen von aktuell rund 4,3 Prozent: Die Nachfrage nach Kaufimmobilien geht in den Metropolen im Vergleich zum Vorquartal zurück, während das Interesse am Mietmarkt zunimmt. Das zeigt das ImmoScout24 WohnBarometer für das dritte Quartal 2026.

„Die höheren Finanzierungskosten verschieben die Nachfrage spürbar: Gerade in den Metropolen orientieren sich Kaufinteressierte wieder stärker Richtung Mietmarkt. Gleichzeitig ziehen die Angebotspreise bundesweit leicht an. Umso wichtiger ist es für Kaufinteressierte, regional genau hinzuschauen und die eigene Finanzierung realistisch zu bewerten“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24.

Höhere Zinsen dämpfen Kaufnachfrage in den Metropolen

Im dritten Quartal 2026 zeigt sich die Nachfrage nach Kaufimmobilien zurückhaltender als im Vorquartal. In den acht Metropolen liegt die Nachfrage neun Prozent unter dem Niveau des zweiten Quartals, in ihrem Umland um acht Prozent. In kreisfreien Städten beträgt der Unterschied sechs Prozent, im ländlichen Raum zwei Prozent. In allen Regionsklassen liegt die Nachfrage noch über dem Niveau des dritten Quartals 2023.

Parallel gewinnt der Mietmarkt an Nachfrage. Zwischen Mai und September gehen die Kaufanfragen im bundesweiten Durchschnitt um 7 Prozent zurück, während die Mietanfragen um 12 Prozent steigen. Im gleichen Zeitraum sind die Baufinanzierungszinsen gestiegen und liegen aktuell bei etwa 4,3 Prozent bei einer Zinsbindung von zehn Jahren.

Bestandspreise steigen bundesweit, in fünf Metropolen sinken sie

Die Angebotspreise für Bestandswohnungen steigen im dritten Quartal 2026 bundesweit um +0,3 Prozent auf 2.653 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich liegen sie damit +4,1 Prozent höher. Bei Häusern im Bestand steigen die Preise gegenüber dem Vorquartal um +0,5 Prozent auf 2.955 Euro pro Quadratmeter und liegen +3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den Metropolen zeigt sich im Quartalsvergleich ein differenzierteres Bild: Während die Preise im zweiten Quartal noch in allen acht Städten gestiegen sind, gehen sie im dritten Quartal bei Bestandswohnungen in fünf Metropolen zurück. Die stärksten Preisrücksetzer verzeichnen Berlin und Hamburg mit jeweils -1,5 Prozent, gefolgt von Frankfurt am Main mit -1,0 Prozent. In München und Stuttgart beträgt der Rückgang jeweils -0,4 Prozent. Gleichzeitig steigen die Preise in Düsseldorf um +1,0 Prozent, Leipzig um +0,7 Prozent und Köln um +0,3 Prozent.

Im Jahresvergleich liegen die Preise für Bestandswohnungen in sieben der acht Metropolen weiterhin über dem Vorjahresniveau. München bleibt mit 8.309 Euro pro Quadratmeter mit deutlichem Abstand die teuerste Metropole; Frankfurt am Main folgt als zweitteuerster Standort mit 5.385 Euro pro Quadratmeter. Leipzig weist mit 3.074 Euro das niedrigste Preisniveau unter den Metropolen auf.

Neubaupreise steigen bundesweit weiter, Metropolen entwickeln sich uneinheitlich

Die Angebotspreise für Neubauwohnungen steigen im dritten Quartal 2026 bundesweit um +0,7 Prozent auf 4.196 Euro pro Quadratmeter. Im Jahresvergleich liegen sie damit +2,5 Prozent höher. Auch Neubauhäuser verteuern sich um +0,6 Prozent auf 3.975 Euro pro Quadratmeter und liegen +2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Bei Neubauwohnungen zeigt sich in den Metropolen ein geteiltes Bild: In vier Städten steigen die Preise, in vier gehen sie leicht zurück. Die stärksten Zuwächse verzeichnen Frankfurt am Main und Köln mit jeweils +1,0 Prozent, gefolgt von Stuttgart mit +0,9 Prozent und Düsseldorf mit +0,5 Prozent. Leichte Rückgänge gibt es in Hamburg mit −1,0 Prozent sowie Berlin und Leipzig mit jeweils −0,6 Prozent und in München mit −0,4 Prozent.

Im Jahresvergleich liegen die Neubaupreise in allen acht Metropolen über dem Vorjahresniveau. München bleibt mit 10.541 Euro pro Quadratmeter mit deutlichem Abstand am teuersten, während Leipzig mit 4.734 Euro das niedrigste Preisniveau aufweist.

Methodik

Das ImmoScout24 WohnBarometer ist der Marktreport zur Entwicklung des Immobilienmarkts. Herausgeber ist ImmoScout24: Deutschlands führende Online-Plattform für Wohnimmobilien. Das ImmoScout24 WohnBarometer gibt die Preisentwicklung in realen Angebotspreisen wieder. Die Datenbasis umfasst über 8,5 Millionen Inserate der letzten fünf Jahre auf ImmoScout24. Die Werte werden für Referenzobjekte für den jeweils betrachteten Immobilientyp durch einen Algorithmus aus dem Bereich des maschinellen Lernens ermittelt. Für Wohnungen zum Kauf wird eine Drei-Zimmer-Wohnung mit 80 Quadratmetern Wohnfläche zugrunde gelegt. Das betrachtete Einfamilienhaus hat 140 Quadratmeter Wohnfläche und einen Grundstücksanteil von 600 Quadratmetern. Die Kategorie Neubau enthält alle Angebote mit einem Baualter von maximal zwei Jahren zum jeweiligen Bestimmungszeitpunkt. Die aktuellen Angebotskaufpreise beziehen sich immer auf den letzten Datenpunkt im Marktreport und stehen damit für den Angebotspreis im dritten Quartal 2026.

Verantwortlich für den Inhalt:   

Immobilien Scout GmbH, Andreasstr. 10, 10243 Berlin, Tel: +49 30 24301-1023, www.immobilienscout24.de 

Die aktuelle Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 3. Quartal zeigt:

Preisanstiege flachen ab: Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser verteuern sich deutschlandweit um jeweils 0,7 Prozent – im Vorquartal waren die Anstiege mit +1,0 beziehungsweise +1,1 Prozent noch stärker

Nachfrage verschiebt sich von Kauf zur Miete: Anteil der Mietanfragen steigt in den 15 größten Städten binnen eines Jahres um bis zu 5 Prozentpunkte

Berlin verliert an Dynamik: Wohnungspreise steigen im 3. Quartal nur noch um 0,2 Prozent; in München (+0,8 Prozent), Hamburg und Frankfurt (je +1,2 Prozent) verteuern sich Wohnungen deutlicher

Hauspreise: Rückgänge in Berlin (-0,5 Prozent) und Frankfurt (-1,7 Prozent); fortgesetzte Anstiege in München (+2,3 Prozent) und Hamburg (+0,5 Prozent)

Der Aufwärtstrend am deutschen Immobilienmarkt setzt sich im 3. Quartal fort, verliert aber an Tempo. Die Angebotspreise von Bestandswohnungen sind zwischen Juli und September deutschlandweit um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 3.288 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Im Vorquartal hatte das Plus noch 1,0 Prozent betragen. Bei Einfamilienhäusern zeigt sich ein ähnliches Bild: Nach +1,1 Prozent im 2. Quartal verteuerten sie sich zuletzt ebenfalls um 0,7 Prozent auf durchschnittlich 2.886 Euro pro Quadratmeter. Unter den 15 größten deutschen Städten hat die Dynamik besonders in Berlin deutlich nachgelassen: Während sich Eigentumswohnungen in der Hauptstadt zuletzt kaum noch verteuert haben, sind die Hauspreise sogar gesunken. Parallel zur bundesweit abgeschwächten Preisentwicklung verschiebt sich die Immobiliensuche zudem immer stärker vom Kauf in Richtung Miete.

Das geht aus der aktuellen Ausgabe des immowelt Preiskompass für das 3. Quartal 2026 hervor. Darin wurde analysiert, wie sich die Angebotspreise von Bestandshäusern und Bestandswohnungen in Deutschland sowie in den 15 größten deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern entwickelt haben.

“Der Kaufmarkt kommt zunehmend an einen Punkt, an dem weitere Preissteigerungen schwieriger werden”, sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. “Das zeigt sich besonders in den größten Städten: Während einige Märkte noch kräftig zulegen, verlieren andere bereits deutlich an Dynamik. Gleichzeitig verschiebt sich die Nachfrage stärker vom Kauf zur Miete. Für eine nachhaltige Belebung des Kaufmarkts müssten sich deshalb vor allem die Bedingungen für Käufer verbessern.”

Nachfrage verschiebt sich vom Kauf zur Miete

Die veränderten Rahmenbedingungen am Kaufmarkt spiegeln sich zunehmend im Suchverhalten auf immowelt wider. Von Januar bis August 2026 entfielen deutschlandweit 18,3 Prozent der Anfragen auf Kaufimmobilien. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 19,4 Prozent. Der Anteil der Kaufanfragen ist damit binnen eines Jahres um 1,1 Prozentpunkte zurückgegangen. Gleichzeitig stieg der Anteil der Mietanfragen von 80,6 auf 81,7 Prozent.

In den bevölkerungsreichsten Städten ist die Verschiebung teilweise noch ausgeprägter. Am stärksten nahm der Anteil der Mietanfragen in Stuttgart zu (+5,3 Prozentpunkte), gefolgt von Essen (+4,4 Prozentpunkte), Nürnberg und Köln (jeweils +4,1 Prozentpunkte) sowie Berlin (+4,0 Prozentpunkte). Entsprechend ging in diesen Städten der Anteil der Kaufanfragen zurück.

Wohnungspreise: Berlin tritt auf der Stelle

Beim Blick auf die Entwicklung der Wohnungspreise in den größten deutschen Städten zeigt sich eine spürbare Abschwächung. Während im Vorquartal noch 12 der 15 bevölkerungsreichsten Städte steigende Angebotspreise verzeichnet hatten, waren es in den vergangenen 3 Monaten nur noch 10 Städte. Besonders deutlich wird die gebremste Dynamik in Berlin: Nach +1,4 Prozent im 2. Quartal stiegen die Preise von Bestandswohnungen zwischen Juli und September nur noch um +0,2 Prozent auf 5.007 Euro pro Quadratmeter. Hierzu hat neben den schwierigen Finanzierungsbedingungen möglicherweise auch die im Zuge des Berliner Wahlkampfs wieder aufgeflammte Vergesellschaftungsdebatte beigetragen. Diese könnte für zusätzliche Unsicherheit bei Investoren gesorgt und die Preisanstiege somit gedämpft haben.

In Hamburg (+1,2 Prozent), München (+0,8 Prozent) und Frankfurt (+1,2 Prozent) legten die Angebotspreise von Bestandswohnungen im 3. Quartal weiter zu. Rückgänge gab es dagegen in Duisburg (-1,9 Prozent), Dortmund (-1,0 Prozent), Hannover (-0,8 Prozent) und Nürnberg (-0,3 Prozent). Die stärksten Anstiege verzeichneten Düsseldorf (+3,7 Prozent) und Essen (+3,5 Prozent).

Hauspreise: Entwicklungen driften auseinander

Bei Einfamilienhäusern stiegen die Angebotspreise im 3. Quartal in 12 der 15 größten Städte – im 2. Quartal war es in 13 Städten zu Verteuerungen gekommen.

In Berlin gingen die Preise von Bestandshäusern nach einem Plus im Vorquartal in den vergangenen 3 Monaten um 0,5 Prozent zurück, in Frankfurt sogar um 1,7 Prozent. Hamburg verlor ebenfalls an Tempo und legte nur noch um 0,5 Prozent zu. München verzeichnete dagegen einen Anstieg von 2,3 Prozent, Köln von 3,8 Prozent.

Die stärksten Zuwächse gab es in Dortmund und Essen mit jeweils +4,2 Prozent. Auffällig ist somit, dass einige der kräftigsten Hauspreisanstiege außerhalb der teuersten Märkte stattfanden, während mehrere hochpreisige Städte zuletzt schwächere Zuwächse oder sogar Rückgänge verzeichneten.

Berechnungsgrundlage:

Basierend auf den auf immowelt.de veröffentlichten Immobilienanzeigen werden jeden Monat die Preise für Wohnungen und Häuser für jede Stadt in Deutschland berechnet. Für den immowelt Preiskompass werden die Angebotspreise für Eigentumswohnungen und Häuser in den 15 Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern analysiert. Um eine Vergleichbarkeit der Preise herzustellen, werden eine Standardwohnung (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre, keine weiteren Besonderheiten) und ein Standardhaus (Einfamilienhaus, 600 Quadratmeter Grundstücksfläche, 5 Zimmer, Baujahr zwischen 1945 und 1970) verwendet. Damit die Heterogenität und die zeitliche Entwicklung des Immobilienmarktes der jeweiligen Stadt berücksichtigt werden können, wird für die Preisberechnung eine hedonische Anpassungsmethode verwendet. Diese basiert auf der langjährigen Expertise in der Preisberechnung des französischen Partnerportals Meilleurs Agents.

Verantwortlich für den Inhalt:

Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D-­90411 Nürnberg Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15, www.immowelt.de

JLL-Analyse belegt „Go-Central-Trend” in den großen deutschen Büromärkten

Rechtsanwaltskanzleien zählen zu den anspruchsvollsten Nutzern auf dem deutschen Büroimmobilienmarkt. Ihr Fokus liegt auf sehr guten Lagen und modernen, qualitativ hochwertigen Flächen. Dafür sind sie auch bereit, mehr Miete zu bezahlen als der durchschnittliche Büromieter. Das zeigt eine aktuelle Analyse von JLL, für die das Anmietungsverhalten in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart untersucht und mit gezielten Befragungen ausgewählter Kanzleien angereichert wurde.

In allen sieben Märkten liegen die von Rechtsanwaltskanzleien gezahlten Durchschnittsmieten demnach über dem jeweiligen branchenübergreifenden Marktniveau. Die Aufschläge reichen von zehn Prozent in Köln bis zu 55 Prozent in München. Auch Düsseldorf (plus 54 Prozent) und Frankfurt (plus 49 Prozent) verzeichnen deutlich überdurchschnittliche Mietniveaus für Kanzleiflächen, während diese in Berlin (plus 16 Prozent) und Hamburg (plus 28 Prozent) etwas moderater ausfallen.

Ein weiteres Ergebnis der JLL-Analyse: Führende Kanzleien verlagern ihre Standorte systematisch in die historischen Geschäftszentren der sieben Metropolen. In Düsseldorf gab es beispielsweise Umzüge von Standorten wie Seestern oder Grafenberg-Ost in die Innenstadt beziehungsweise an den Kennedydamm. In Frankfurt verlief die Bewegung von Randlagen wie Sachsenhausen oder Nord/Ost in den CBD, in Hamburg von Eimsbüttel oder Altona-Ottensen-Bahrenfeld in die HafenCity und die Innenstadt. Ähnliche Muster zeigen sich in München (von Bogenhausen und Arabellapark ins Westend), Köln (von Ehrenfeld/Braunsfeld ins Rheinufer-West) und Stuttgart (von Feuerbach und Vaihingen-Möhringen in den CBD).

Treiber dieser Entwicklung ist der Wandel des Büros vom reinen Arbeitsplatz zum „Erlebnisraum“ für persönliche Kollaboration und Unternehmenskultur. „Das Büro muss heute Dinge leisten, die Homeoffice nicht kann: Kollaboration, Kultur, spontanen fachlichen Austausch“, erklärt Miguel Rodriguez Thielen, Head of Office Leasing Germany bei JLL.

Für die größten Abschlüsse sorgten in den vergangenen drei Jahren Freshfields an der Königsallee in Düsseldorf (10.500 m²), White & Case an der Bockenheimer Landstraße in Frankfurt (10.100 m²) sowie Hengeler Mueller, ebenfalls an der Düsseldorfer Königsallee (9.600 m²). Auch international agierende Kanzleien wie Milbank, Jones Day und Herbert Smith Freehills haben sich in den vergangenen Jahren neue Flächen in zentralen Innenstadtlagen gesichert. „Die Liste der Neuanmietungen liest sich wie ein Who’s Who der Rechtsbranche. Sie alle haben eines gemeinsam: die Adresse in bester Innenstadtlage. Das ist kein Zufall, sondern strategisches Kalkül“, kommentiert Rodriguez Thielen.

Weil die Neubaupipeline auf den deutschen Büromärkten spürbar abnimmt und spekulative Projekte seltener werden, konkurrieren die Kanzleien jedoch um ein zunehmend kleiner werdendes Marktsegment. „Wer heute nicht vorausschauend plant, läuft Gefahr, zum Vertragsende keine passende Fläche mehr zu finden“, warnt Rodriguez Thielen. „Der Vorlauf für Standortentscheidungen wird länger, das gilt besonders für Kanzleien mit hohen Qualitätsansprüchen. Zeiträume von drei bis vier Jahren sind hierbei keine Seltenheit mehr.“

Verantwortlich für den Inhalt:

Jones Lang LaSalle GmbH , Wilhelm-­Leuschner-Straße 78, D-­60329 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 2003 0, www.joneslanglasalle.de

Eine immowelt Analyse zur Entwicklung der Angebotspreise und Angebotsmieten von Bestandswohnungen im Vorjahresvergleich an 50 ausgewählten deutschen Automobil- und Zulieferer-Standorten zeigt:

Abkühlung im VW-Kernland Niedersachsen: An Industriestandorten wie Salzgitter (-5,4 Prozent) und Braunschweig (-1,0 Prozent) sinken die Kaufpreise binnen eines Jahres, während die Mietdynamik weit hinter dem Landestrend zurückbleibt.

Ostdeutsche Standorte entwickeln sich konträr: Während Zwickau (-1,0 Prozent) und Chemnitz (-0,9 Prozent) Preisrückgänge beim Immobilienkauf verzeichnen, erweist sich Dresden (+5,5 Prozent) als robuster Technologie-Hub.

Starker Süden federt ab: In Ingolstadt (+5,8 Prozent) und Sindelfingen (+5,1 Prozent) steigen die Kaufpreise weiter. Eine breite Branchenvielfalt stützt die Märkte in Süddeutschland.

Während in der deutschen Automobilindustrie intensiv über Werksschließungen, Abbaupläne und E-Auto-Quoten diskutiert wird, hinterlässt der Wandel erste sichtbare Spuren auf den regionalen Immobilienmärkten. Eine umfassende immowelt Analyse von 50 Automobil- und Zulieferer-Standorten zeigt ein differenziertes Bild: Während ein flächendeckender Einbruch ausbleibt, entkoppeln sich einzelne stark industrieabhängige Regionen spürbar vom bundesweiten Trend.

In der Gesamtschau präsentiert sich der deutsche Immobilienmarkt bislang allerdings robust: Im bundesweiten Durchschnitt stiegen die Angebotspreise für Bestandswohnungen in den vergangenen zwölf Monaten um 3,4 Prozent und die Angebotsmieten um 2,5 Prozent. Die Umstrukturierungen in der Automobilbranche haben sich somit nicht zu einer flächendeckenden Krise ausgewachsen. Wo jedoch Beschäftigung und Kaufkraft maßgeblich an einzelnen Großkonzernen hängen, hinterlässt die wirtschaftliche Verunsicherung Spuren auf den lokalen Märkten. Für die Auswertung wurde die Entwicklung der Angebotspreise und Angebotsmieten von Bestandswohnungen in ausgewählten deutschen Automobil- und Zulieferer-Standorten in den letzten 12 Monaten untersucht.

„In einzelnen Regionen zeigen unsere Daten auffällige Preiskorrekturen, die zeitlich mit den Umbau- und Sparmaßnahmen der dort ansässigen Automobilindustrie zusammenfallen“, sagt Theo Mseka, CEO von immowelt. „Dies ist ein messbarer Indikator dafür, dass sich wirtschaftliche Unsicherheiten auf lokaler Ebene in der Preisentwicklung von Wohnimmobilien widerspiegeln.“

Abkühlung im niedersächsischen VW-Kernland

Besonders deutlich zeigt sich dieser Mechanismus in Niedersachsen. In Salzgitter, das sich im Wandel zum Batteriezell-Standort befindet, sinken die Kaufpreise im Jahresvergleich um -5,4 Prozent auf 1.624 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten stagnieren nahezu bei +0,4 Prozent und bleiben damit deutlich hinter dem niedersächsischen Landesdurchschnitt (+2,7 Prozent) zurück. Auch im VW-Komponentenstandort Braunschweig geben die Kaufpreise um -1,0 Prozent auf 3.100 Euro pro Quadratmeter nach, während die Mietdynamik ebenfalls bei +0,4 Prozent verharrt.

Gegenläufiger Trend in Wolfsburg

In der VW-Stammstadt Wolfsburg driften Kauf- und Mietmarkt auseinander. Die Kaufpreise zeigen sich mit einem Zuwachs von +4,8 Prozent auf 2.664 Euro pro Quadratmeter widerstandsfähig – getragen von Kapitalanlegern und langfristig orientierten Käufern. Der Mietmarkt fungiert hingegen als Schnelligkeits-Indikator: Wenn weniger Berater, Dienstleister und Leiharbeiter für befristete Projekte nach Wolfsburg kommen, stehen Mietwohnungen schneller leer. Die Angebotsmieten sinken dementsprechend um -0,7 Prozent (auf 8,23 Euro pro Quadratmeter).

Ostdeutsche Industriestandorte entwickeln sich konträr

In den ostdeutschen Autoregionen offenbart sich ein gespaltenes Bild. An den traditionsreichen sächsischen Fahrzeugbaustandorten Zwickau (-1,0 Prozent auf 1.113 Euro pro Quadratmeter) und Chemnitz (-0,9 Prozent auf 1.408 Euro pro Quadratmeter) korrigieren die Kaufpreise nach unten. In Leipzig schwächt sich der Kaufpreiszuwachs auf +0,3 Prozent ab. Konträr dazu präsentiert sich Dresden: Volkswagen hat im Dezember 2025 nach 24 Jahren die Autoproduktion in der Gläsernen Manufaktur beendet. Das Werk wird derzeit zum Innovationscampus für Mikroelektronik umgebaut. Trotzdem steigen die Preise deutlich – getragen von Dresdens Rolle als Chip-Standort: Hier fertigt Infineon Halbleiter, die in Fahrzeuge weltweit eingebaut werden. Die Kaufpreise legen um 5,5 Prozent zu, die Mieten um 4,2 Prozent.

Starker Süden: Diversifikation federt Schwankungen ab

Dass der Immobilienmarkt Branchen-Beben auch absorbieren kann, beweist ein Blick nach Süddeutschland. Die bayerischen Standorte zeigen sich weitgehend unbeeindruckt: In Ingolstadt (Audi) steigen die Kaufpreise binnen eines Jahres um +5,8 Prozent und die Mieten um +2,7 Prozent. Auch in München (BMW) wächst der Markt weiter (Kauf: +1,6 Prozent, Miete: +3,5 Prozent). Selbst an traditionsreichen Zulieferer-Standorten wie Würzburg (+6,3 Prozent) und Schweinfurt (+6,4 Prozent) sowie im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau (+0,5 Prozent) verzeichnen die Kaufpreise weiterhin Zugewinne.

Im benachbarten Baden-Württemberg zeigen sich zwar punktuell Preisanpassungen, ein Einbruch bleibt jedoch aus: Während in der Autometropole Stuttgart die Kaufpreise leicht um -1,0 Prozent (auf 4.265 Euro pro Quadratmeter) nachgeben, legt das nahegelegene Sindelfingen sowohl beim Kauf (+5,1 Prozent) als auch bei den Mieten (+4,8 Prozent) spürbar zu. Die süddeutschen Wirtschaftsräume profitieren von einer breiten Branchenvielfalt und einer anhaltend hohen Grundnachfrage, die Schwankungen einzelner Industrien abfedert.

Überblick: Entwicklung der Wohnungspreise an ausgewählten Autostandorten

Standort (Konzern)         Kaufpreis

(vs. Vorjahr)         Mietpreis

(vs. Vorjahr)

Salzgitter (VW)      -5,4% 0,4%

Stuttgart (Mercedes, Porsche)  -1,0% 3,5%

Zwickau (VW)       -1,0% 1,2%

Braunschweig (VW)        -1,0% 0,4%

Chemnitz (VW)      -0,9% 1,9%

Wolfsburg (VW)     4,8% -0,7%

Dresden (VW)       5,5% 4,2%

Ingolstadt (Audi)   5,8% 2,7%

Deutschland gesamt       3,4% 2,5%

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 01.09.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum 01.09.2025 wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise. Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 01.08.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum 01.08.2025 wieder. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung.

Verantwortlich für den Inhalt:

Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D-­90411 Nürnberg Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15, www.immowelt.de

Die Krise der offenen Immobilienfonds spitzt sich zu. Anleger ziehen seit Monaten Milliarden ab, während sinkende Liquidität erste Fonds dazu zwingt, Auszahlungen vorübergehend zu stoppen. Für Immobilienanleger stellt sich damit aktuell die Frage, ob sie ihr Geld einem Fonds anvertrauen oder lieber selbst eine Wohnung kaufen sollten.

Gerade jetzt lohnt es sich, genau hinzusehen, wie unterschiedlich beide Formen der Immobilienanlage funktionieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Lehren Anleger aus der aktuellen Fondskrise ziehen können und für wen sich der direkte Immobilienkauf als Alternative eignet.

Die Fondskrise zeigt ein grundsätzliches Problem

Wer in einen Immobilienfonds investiert, beteiligt sich zwar am Immobilienmarkt, gibt jedoch einen großen Teil der Kontrolle ab. Welche Objekte gekauft oder verkauft werden, wie sie bewirtschaftet werden und welche Kosten dabei entstehen, entscheidet das Fondsmanagement. Anleger können diese Entscheidungen kaum beeinflussen.

Besonders deutlich wird dieser Nachteil, wenn viele Investoren gleichzeitig ihr Geld zurückfordern. Immobilien lassen sich nicht kurzfristig verkaufen, weshalb Fonds ausreichend liquide Mittel benötigen, um Rückgaben bedienen zu können. Gerät dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht, kann der Zugang zum eigenen Kapital eingeschränkt sein. Hinzu kommen bei offenen Immobilienfonds gesetzliche Mindesthalte- und Kündigungsfristen. Bei geschlossenen Fonds ist das Kapital häufig sogar über mehrere Jahre gebunden.

Eine eigene Wohnung lässt sich zwar ebenfalls nicht jederzeit sofort verkaufen – der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass der Eigentümer selbst entscheidet, was mit seinem Vermögen geschieht.

Eigentümer können ihr Investment aktiv steuern

Wer eine Wohnung direkt kauft, kann sie vermieten, modernisieren, innerhalb der Familie nutzen oder wieder verkaufen. Dadurch entsteht ein Gestaltungsspielraum, den ein Fonds nicht bietet. Gerade bei sanierungsbedürftigen Objekten kann das interessant sein: Wer günstig einkauft und anschließend gezielt modernisiert, kann sowohl die Vermietbarkeit als auch den Wert der Immobilie verbessern.

Damit hängt die Entwicklung des Investments nicht ausschließlich von allgemeinen Marktbewegungen ab. Eigentümer können selbst Maßnahmen ergreifen, um Einnahmen zu erhöhen oder den Objektwert zu steigern. Voraussetzung ist allerdings, dass Kaufpreis, Lage und Zustand sorgfältig geprüft werden. Denn eine falsch kalkulierte Immobilie wird nicht allein durch den direkten Besitz zu einer guten Geldanlage.

Kosten und Steuern sprechen für einen genauen Vergleich

Auch die Kosten können beim Vergleich eine wichtige Rolle spielen. Immobilienfonds verursachen unter anderem Verwaltungs- und Managementkosten sowie Aufwendungen für Immobilientransaktionen. Diese werden aus dem Fondsvermögen getragen und reduzieren damit die Erträge, die letztlich beim Anleger ankommen.

Beim eigenen Objekt entstehen ebenfalls Kosten, beispielsweise für Kauf, Finanzierung, Verwaltung und Instandhaltung. Allerdings behält der Eigentümer einen größeren Einfluss darauf, welche Ausgaben anfallen und welche Maßnahmen durchgeführt werden.

Hinzu kommen steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten. Bei vermieteten Immobilien können Abschreibungen und bestimmte Aufwendungen die steuerpflichtigen Einkünfte aus Vermietung reduzieren. Besonders bei sanierungsbedürftigen Objekten kann dieser Effekt für die Gesamtrechnung relevant sein. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen ist außerdem ein Verkauf einer privat gehaltenen Immobilie nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist einkommensteuerfrei möglich.

Fremdkapital kann die Eigenkapitalrendite erhöhen

Ein weiterer Vorteil des Direktinvestments liegt in der Finanzierung. Anleger müssen eine Wohnung nicht vollständig aus eigenen Mitteln bezahlen, sondern können Fremdkapital einsetzen. Dadurch lässt sich mit einem vergleichsweise begrenzten Eigenkapital ein größerer Vermögenswert erwerben.

Entwickeln sich Mieteinnahmen und Immobilienwert entsprechend positiv, kann dieser Hebel die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital deutlich erhöhen. Gleichzeitig lässt sich die Finanzierung individuell auf das Objekt und die finanzielle Situation abstimmen.

Allerdings erhöht Fremdkapital auch das Risiko. Zinsen, Mietausfälle oder unerwartete Sanierungskosten können die Kalkulation belasten. Deshalb sollten Anleger nicht möglichst hoch finanzieren, sondern prüfen, ob die Immobilie auch unter weniger günstigen Bedingungen tragfähig bleibt.

Mehr Möglichkeiten erfordern mehr Wissen

Die eigene Immobilie bietet damit gegenüber einem Fonds vor allem eines: mehr Einfluss. Eigentümer entscheiden über Finanzierung, Vermietung, Sanierung und Verkauf selbst und können zugleich steuerliche Möglichkeiten nutzen. Gerade die aktuellen Probleme bei offenen Immobilienfonds zeigen, welchen Wert diese Kontrolle haben kann.

Der Preis dafür ist ein höherer eigener Aufwand. Wer direkt investiert, muss den Markt verstehen, Objekte sorgfältig prüfen und genügend Rücklagen einplanen. Ohne entsprechende Kenntnisse können Fehlentscheidungen teuer werden.

Für Anleger, die bereit sind, sich intensiv mit ihrem Investment auseinanderzusetzen, kann der direkte Kauf deshalb die attraktivere Form der Immobilienanlage sein. Statt Entscheidungen und einen Teil der Erträge an ein Fondsmanagement abzugeben, behalten sie die wesentlichen Stellschrauben selbst in der Hand und können aktiv darauf Einfluss nehmen, wie sich ihr Immobilienvermögen entwickelt.

Über Gerald Hörhan:

Gerald Hörhan ist mit Einzimmerwohnungen zum Millionär geworden und ist der festen Ansicht, dass 90 Prozent der Menschen ebenso dazu in der Lage sind. Mit der Gründung der Investment Punk Academy hat er einen Ort geschaffen, an dem die Teilnehmer lernen, wie sie ihre finanzielle Freiheit systematisch planen. Damit holt er nach, was im Bildungssystem versäumt wird. Schließlich wird nirgends der richtige Umgang mit Geld gelehrt. Mit der Investmentpunk Academy konnte er mittlerweile über 100.000 Menschen Finanzen lehren und ihnen helfen, auf diesem Weg ihre Ziele zu realisieren.

Verantwortlich für den Inhalt:

Investmentpunk Academy GmbH, Singerstraße 2/13, A- 1010 Wien, Austria, www.investmentpunk.com

Ein immowelt Vergleich der Angebotsmieten von studententypischen Wohnungen (40 Quadratmeter) mit der BAföG-Wohnpauschale und dem BAföG-Höchstsatz in 138 ausgewählten deutschen Hochschulstädten zeigt:

Wohnpauschale zu niedrig: In 82 von 138 untersuchten Hochschulstädten kostet eine 40-Quadratmeter-Mietwohnung mehr als die BAföG-Wohnpauschale von monatlich 380 Euro

Spitzenbelastung: In München ist die Monatsmiete (862 Euro) mehr als doppelt so hoch wie die Wohnpauschale; selbst der volle BAföG-Höchstsatz (992 Euro) wird zu 87 Prozent durch die Miete aufgebraucht

Städte mit Sparpotenzial: Chemnitz, Halle, Bochum und Dortmund bieten gute Hochschulen und bezahlbare Mieten

Sachsen ist bundesweit das günstigste Flächenland fürs Studieren, Bayern, Hessen und Baden-Württemberg sind im Schnitt am teuersten

Studieren mit BAföG wird in vielen deutschen Hochschulstädten zur finanziellen Herausforderung. In 82 der 138 untersuchten Städte reicht die Wohnpauschale von 380 Euro nicht einmal für die Kaltmiete einer studententypischen Wohnung. In den teuersten Uni-Städten braucht die Miete sogar mehr als die Hälfte des gesamten BAföG-Höchstsatzes von 992 Euro auf. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt, in der die Angebotsmieten von Bestandswohnungen (40 Quadratmeter, Baujahr 1990er-Jahre) mit der BAföG-Wohnpauschale und dem BAföG-Höchstsatz verglichen wurden.

“Die Lücke zwischen der BAföG-Wohnpauschale und den Mieten für Studentenwohnungen ist in vielen Hochschulstädten inzwischen enorm”, sagt Theo Mseka, Geschäftsführer von immowelt. “In den teuersten Städten reicht selbst der gesamte BAföG-Höchstsatz kaum aus, um neben der Miete noch den übrigen Lebensunterhalt zu bestreiten. Hinzu kommt, dass längst nicht alle Studierenden den vollen Höchstsatz erhalten. Viele sind deshalb auf einen Nebenjob oder finanzielle Unterstützung ihrer Familie angewiesen.”

Münchner Mieten beanspruchen fast das gesamte BAföG

Nirgendwo ist die Belastung so groß wie in München. Für eine 40-Quadratmeter-Wohnung werden dort durchschnittlich 862 Euro Kaltmiete verlangt – mehr als das Doppelte der Wohnpauschale. Damit fließen 87 Prozent des BAföG-Höchstsatzes von 992 Euro allein in die Miete.

Mit deutlichem Abstand folgen Frankfurt am Main (681 Euro) und Stuttgart (608 Euro), wo 69 Prozent beziehungsweise 61 Prozent vom Gesamt-BAföG durch die Miete verzehrt werden. In Berlin (59 Prozent), Düsseldorf (57 Prozent), Hamburg (56 Prozent) und Köln (56 Prozent) müssen Studierende ebenfalls mehr als die Hälfte der maximalen Förderung ausgeben.

Hohe Wohnkosten sind allerdings kein reines Metropolenproblem. Auch kleinere Universitätsstädte wie Heidelberg (534 Euro; 54 Prozent) und Konstanz (532 Euro; 54 Prozent) zählen zu den teuersten Orten für Studierende.

Günstiger studieren: Chemnitz, Halle und Ruhrgebiet als Alternativen

Wer bei der Wahl des Studienortes auch auf die Wohnkosten achtet, findet jedoch weiterhin deutlich günstigere Alternativen mit guten Hochschulen. Chemnitz ist mit 234 Euro Kaltmiete die preiswerteste Hochschulstadt im gesamten Vergleich. Die Miete beansprucht lediglich 24 Prozent des BAföG-Höchstsatzes. Auch die Wohnpauschale von 380 Euro reicht hier locker für eine Studentenwohnung aus. Mit der TU Chemnitz verfügt die Stadt zugleich über eine etablierte technische Universität.

Auch Halle – Sitz der traditionsreichen Martin-Luther-Universität – bietet mit einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 349 Euro beziehungsweise 35 Prozent des BAföG-Höchstsatzes bezahlbare Bedingungen.

Besonders günstig lässt sich auch im Ruhrgebiet studieren: In Bochum kostet eine 40-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 332 Euro pro Monat, in Dortmund 333 Euro. Damit werden jeweils nur rund 34 Prozent der maximalen Förderung für die Miete benötigt. Mit der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund stehen Studierenden dort gleichzeitig zwei große Hochschulen zur Auswahl.

Sachsen günstig, Süddeutschland teuer

Auch zwischen den Bundesländern zeigt sich ein klares Gefälle. Sachsen ist das günstigste Flächenland für Studierende: Im Durchschnitt beansprucht die Miete einer 40-Quadratmeter-Wohnung in den dort untersuchten Hochschulstädten lediglich 29 Prozent des BAföG-Höchstsatzes.

Am anderen Ende liegen Bayern (47 Prozent), Hessen und Baden-Württemberg (je 46 Prozent). Der hohe bayerische Durchschnitt wird allerdings stark von München geprägt. In anderen Unistädten im Bundesland wie Nürnberg (49 Prozent) oder Bamberg (41 Prozent) liegt die Mietbelastung für Studierende deutlich niedriger als in der Isarmetropole.

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote in ausgewählten deutschen Hochschulstädten. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die monatlichen Mieten von Bestandswohnungen (40 Quadratmeter, Baujahr 1990er-Jahre) zum 01.09.2026 wieder. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Der Höchstsatz der BAföG-Förderung wurde, wie im Gesetz niedergeschrieben, mit 992 Euro veranschlagt. Die darin enthaltene Wohnpauschale beträgt 380 Euro.

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Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D-­90411 Nürnberg Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15, www.immowelt.de

Auch in der ersten Jahreshälfte 2026 setzen die Angebotsmieten in allen Städtekategorien ihren Aufwärtstrend mit hoher Dynamik fort. Der Mietpreisanstieg zieht sich dabei breit durch alle Marktsegmente.

Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Angebotsknappheit und einer unverändert hohen Nachfrage bleibt der Druck auf die Mietpreise bestehen. Die Analyse von BNP Paribas Real Estate verbindet eine fundierte Einordnung der Mietwohnungsmärkte mit einer differenzierten Betrachtung der Wohninvestmentmärkte in den A-, B- und C-Städten seit der Zinswende. Sie bietet institutionellen Investoren eine verlässliche Orientierung zur Entwicklung der Investment- und Vermietungsmärkte bundesweit sowie in elf Top-Städten, ergänzt durch zentrale Marktkennzahlen und Fact Sheets für über 100 Städte.

Der deutsche Mietwohnungsmarkt präsentiert sich auch im ersten Halbjahr 2026 in einer bemerkenswert robusten Verfassung. Trotz bereits hoher Mietniveaus sind die Angebotsmieten in allen betrachteten Städtekategorien innerhalb von nur sechs Monaten erneut spürbar gestiegen. In den A-Städten sowie den Groß- und Mittelstädten legten die Angebotsmieten im Bestand seit Jahresbeginn um jeweils 3 % zu, während Hochschulstädte mit einem Plus von 4 % die höchste Dynamik aufweisen. Die A-Städte führen das Mietpreisranking weiterhin mit einer mittleren Angebotsmiete von 16,25 EUR/m² an, gefolgt von den Hochschulstädten mit 12,75 EUR/m². Auffällig ist dabei, dass sich die Mietpreisdynamik immer stärker auf Standorte außerhalb der großen Metropolen verlagert. Insbesondere Hochschul- und Mittelstädte profitieren von einer hohen Wohnraumnachfrage, während das Angebot infolge rückläufiger Baufertigstellungen und anhaltend hoher Baukosten vielerorts knapp bleibt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend im Neubausegment.

“Bemerkenswert ist, dass die stärkste Mietpreisdynamik aktuell meist außerhalb der klassischen Top-Standorte zu beobachten ist. Zahlreiche Hochschul- und Mittelstädte weisen heute ähnlich stabile Fundamentaldaten wie die Metropolen auf, profitieren aber teilweise noch von niedrigeren Miet- und Kaufpreisniveaus. Für Investoren ergeben sich dadurch zunehmend attraktive Opportunitäten jenseits der etablierten A-Städte”, erläutert Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und Head of Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.

Im Durchschnitt der sieben größten deutschen Städte liegt die Median-Angebotsmiete für Neubauwohnungen derzeit bei 21,35 EUR/m² und damit 2 % über dem Niveau zum Jahresbeginn. München bleibt mit einer mittleren Neubaumiete von 25,90 EUR/m² der teuerste Neubaustandort. Hamburg rangiert mit 23,00 EUR/m² weiterhin auf Rang zwei. Auf den dritten Platz rückt Stuttgart mit 20,80 EUR/m² vor und überholt damit Berlin, Frankfurt und Düsseldorf im Ranking der teuersten Neubaumärkte. Außerhalb der Top-Standorte zählen Freiburg im Breisgau (20,00 EUR/m²), Heidelberg (19,90 EUR/m²) und Potsdam (19,35 EUR/m²) zu den teuersten Neubau-Mietwohnungsmärkten Deutschlands.

Marktqualität wird wieder stärker bepreist

Die Zinswende hat den deutschen Wohninvestmentmarkt nachhaltig verändert. Die aktuelle Analyse zeigt jedoch, dass die Marktanpassung seit dem Peak 2021 je nach Städtekategorie unterschiedlich ausgefallen ist. Während sich die Kaufpreisfaktoren in A- und B-Städten vergleichsweise ähnlich entwickelten, fiel die Korrektur in den C-Städten deutlich stärker aus. Gleichzeitig haben sich die Fundamentaldaten vieler Wohnungsmärkte durch steigende Mieten, sinkende Leerstände und einen anhaltenden Nachfrageüberhang weiter gefestigt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Marktanpassung der vergangenen Jahre primär kapitalmarktgetrieben war und weniger auf eine Verschlechterung der wohnungswirtschaftlichen Fundamentaldaten zurückzuführen ist.

“Für Investoren ist besonders interessant, dass die Marktanpassung seit 2021 deutlich differenzierter ausgefallen ist als vielfach erwartet. Während C-Städte heute mit höheren Risiko- und Liquiditätsprämien bewertet werden, weisen zahlreiche B-Städte weiterhin eine bemerkenswerte Nähe zu den A-Standorten auf. Die Zinswende hat damit die Unterschiede zwischen den Marktsegmenten wieder sichtbarer gemacht und die Bedeutung von Marktqualität, Liquidität und Fungibilität spürbar erhöht”, so Christoph Meszelinsky.

Perspektiven

Die strukturelle Angebotsknappheit auf den deutschen Mietwohnungsmärkten dürfte auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Zwar mehren sich die Anzeichen für eine Stabilisierung der Neubautätigkeit, eine spürbare Ausweitung des Wohnungsangebots ist jedoch aufgrund der langen Entwicklungs- und Bauzeiten kurzfristig nicht zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Wohnraumnachfrage hoch. Vor allem die A-Städte profitieren weiterhin von Bevölkerungszuwächsen und anhaltenden Urbanisierungstendenzen. Gleichzeitig zeigen jedoch auch zahlreiche Hochschul-, Groß- und Mittelstädte eine anhaltend hohe Nachfragedynamik, sodass der Nachfrageüberhang zunehmend eine Vielzahl deutscher Wohnungsmärkte erfasst. Die bestehende Neubaulücke dürfte sich vorerst nur langsam schließen, sodass der Nachfrageüberhang insbesondere in den angespannten Wohnungsmärkten fortbestehen wird. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin von steigenden Mieten auszugehen, wobei das Neubausegment aufgrund des begrenzten Angebots und der hohen Entwicklungskosten die stärkste Dynamik aufweisen dürfte.

Auch mittel- bis langfristig sprechen die Rahmenbedingungen für eine anhaltend hohe Attraktivität des deutschen Mietwohnungsmarkts. Stabile demografische Entwicklungslinien, der Trend zu kleineren Haushalten sowie die häufig deutlichen Preisvorteile bestehender Mietverträge gegenüber Neuvermietungen begrenzen die Fluktuation und halten den Nachfrageüberhang aufrecht. Grundlegende Veränderungen dieser Marktmechanismen sind derzeit nicht absehbar. Gleichzeitig bieten Wohnimmobilien angesichts weiterhin erhöhter geo- und makroökonomischer Unsicherheiten ein hohes Maß an Stabilität und Planbarkeit. Insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Mietniveaus und der anhaltend niedrigen Leerstandsquoten verfügen viele Wohnungsmärkte heute über eine robuste Ertragsbasis. Durch die Kombination aus resilienter Nachfrage, begrenztem Angebot und vergleichsweise verlässlichen Cashflows dürfte der deutsche Mietwohnungsmarkt daher auch künftig als attraktive Anlageklasse gelten.

Verantwortlich für den Inhalt:

BNP Paribas Real Estate Holding GmbH, Fritz-Vomfelde-Straße 26, 40547 Düsseldorf. Tel: +49 (0)211-301 82-0, Fax: +49 (0)211-301 82-10 00, www.realestate.bnpparibas.de

Wer heute eine Immobilie kauft, investiert nicht nur in den aktuellen Standort, sondern in die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte.

Infrastruktur, Demografie, Klimaanpassung, Mobilität und die wirtschaftliche Entwicklung einer Region werden künftig stärker denn je darüber entscheiden, welche Stadtviertel an Attraktivität gewinnen und welche an Wert verlieren. Wer diese Faktoren früh erkennt, kann Fehlentscheidungen vermeiden und langfristig profitieren.

Der Immobilienmarkt der Zukunft wird nicht mehr allein durch die Lage bestimmt. Entscheidend ist, wie sich ein Stadtviertel entwickelt – wirtschaftlich, infrastrukturell und gesellschaftlich. Wer nur auf den heutigen Zustand schaut, investiert mit Blick in den Rückspiegel. Nachfolgend erfahren Sie, welche Merkmale die Gewinnerstandorte der nächsten 20 Jahre auszeichnen, welche Risiken Eigentümer im Blick behalten sollten und woran sich erkennen lässt, ob ein Stadtviertel langfristig an Wert gewinnt oder verliert.

Diese Faktoren entscheiden über die Viertel von morgen

Ein wichtiger Indikator ist die künftige Wärmeversorgung. Seit dem 30. Juni 2026 müssen deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern einen kommunalen Wärmeplan vorlegen, kleinere Kommunen folgen bis Mitte 2028. Die Planung zeigt unter anderem, welche Gebiete perspektivisch für Wärmenetze vorgesehen sind und wo eher dezentrale Lösungen infrage kommen.

Für Eigentümer kann daraus ein unterschiedlicher Investitionsbedarf entstehen. Während ein Wärmenetz eine gemeinschaftliche Versorgung ermöglichen kann, müssen Gebäude in dezentral versorgten Gebieten ihre technische Lösung grundsätzlich individuell sicherstellen. Zwar garantiert die Einstufung noch keinen tatsächlichen Netzanschluss; dennoch liefert sie einen wichtigen Hinweis darauf, welche Kosten und Modernisierungen langfristig auf eine Immobilie zukommen könnten.

Neben der Energieversorgung gewinnt das Mikroklima an Bedeutung. Hitze und Starkregen verteilen sich innerhalb einer Stadt keineswegs gleichmäßig. Stark versiegelte Straßenzüge ohne Bäume können sich im Sommer erheblich stärker aufheizen als begrünte Quartiere. Gleichzeitig steigt in gefährdeten Gebieten das Risiko von Schäden durch Starkregen.

Damit werden Grünflächen, Verschattung, Entsiegelung und ein funktionierendes Regenwassermanagement zu Faktoren der Lagequalität. Kommunale Hitze-, Hochwasser- und Starkregenkarten helfen dabei, entsprechende Risiken bereits vor einem Immobilienkauf einzuschätzen.

Flexibilität schützt vor langfristigem Wertverlust

Nicht nur das Umfeld muss sich verändern können. Auch die Bausubstanz selbst sollte anpassungsfähig sein. Flexible Grundrisse, ausreichende Raumhöhen oder geeignete Tragstrukturen erleichtern spätere Umbauten und ermöglichen neue Nutzungen.

Das kann die wirtschaftliche Lebensdauer eines Gebäudes deutlich beeinflussen. Denn eine Immobilie kann technisch weiterhin intakt sein und dennoch an Wert verlieren, wenn ihre ursprüngliche Nutzung nicht mehr gefragt ist und eine Umgestaltung hohe Kosten verursacht. Gebäude, die sich vergleichsweise einfach an veränderte Wohn- oder Arbeitsformen anpassen lassen, haben hier einen Vorteil.

Ähnliches gilt für ganze Stadtviertel. Besonders homogene Siedlungen bergen ein häufig unterschätztes Risiko: Wurden viele Gebäude zur gleichen Zeit errichtet, fallen auch Sanierungszyklen oftmals in ähnliche Zeiträume. Besteht zusätzlich eine vergleichbare Eigentümerstruktur, können zahlreiche Objekte innerhalb weniger Jahre gleichzeitig auf den Markt kommen.

Quartiere mit unterschiedlichen Baujahren, Gebäudetypen und Nutzungen verteilen solche Veränderungen dagegen über längere Zeiträume. Diese Mischung kann dazu beitragen, Nachfrage und Investitionen stabiler zu halten.

Demografie und Mobilität verändern gute Lagen

Wie sich Immobilienwerte entwickeln, hängt außerdem von der Bevölkerungsstruktur und der wirtschaftlichen Perspektive einer Region ab. Wo die Zahl der Einwohner und Erwerbstätigen deutlich sinkt, droht langfristig eine schwächere Nachfrage. Bleiben gleichzeitig Investitionen in Infrastruktur aus, kann sich diese Entwicklung zusätzlich verstärken.

Deshalb lohnt sich der Blick über die aktuellen Einwohnerzahlen hinaus. Entscheidend ist beispielsweise, ob Arbeitsplätze entstehen, Schulen und medizinische Angebote erhalten bleiben und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen ein Viertel nachfragen.

Auch die Erreichbarkeit wird wichtiger. Quartiere, in denen Bewohner alltägliche Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen können, sind weniger vom Auto abhängig. Kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten und anderen Einrichtungen erhöhen zugleich die Alltagstauglichkeit – gerade mit Blick auf eine alternde Bevölkerung.

Woran sich gefährdete Viertel erkennen lassen

Ein möglicher Wertverlust ist einem Stadtteil nicht unbedingt anzusehen. Auch gepflegte und ruhige Wohngebiete können langfristige Schwächen aufweisen. Problematisch kann insbesondere eine Kombination aus einheitlichem Baualter, hohem Sanierungsbedarf, geringer Nutzungsmischung, schlechter Verkehrsanbindung und ungünstiger demografischer Entwicklung werden.

Aussagekräftiger als der aktuelle Zustand ist deshalb häufig die Entwicklung über mehrere Jahre. Ein Bodenrichtwert, der über acht bis zehn Jahre stagniert, während vergleichbare Viertel zulegen, kann beispielsweise auf eine relative Schwäche hinweisen.

Umgekehrt können heute noch durchschnittlich bewertete Stadtteile langfristig gewinnen, wenn sie gut angebunden sind, verschiedene Nutzungen ermöglichen und Investitionen in Infrastruktur sowie Klimaanpassung erfolgen. Hinweise darauf finden Kaufinteressenten nicht nur im Exposé: Kommunale Wärme- und Verkehrsplanungen, Bodenrichtwertsysteme, Bebauungspläne sowie Starkregen- und Hitzekarten liefern konkrete Informationen über die mögliche Entwicklung.

Wer eine Immobilie mit einem Zeithorizont von 20 Jahren betrachtet, sollte daher weniger fragen, welches Viertel heute besonders gefragt ist. Wichtiger ist, welche Standorte auf Veränderungen vorbereitet sind. Denn langfristige Lagequalität entsteht dort, wo Infrastruktur, Gebäude und öffentlicher Raum auch unter veränderten wirtschaftlichen, klimatischen und gesellschaftlichen Bedingungen funktionieren.

Über André Heid:

André Heid ist Geschäftsführer der Heid Gruppe und ist auf Immobilienbewertungen spezialisiert. Unterstützt von einem Team aus öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, erstellt er jährlich über 6.000 Gutachten, darunter umfassende Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Mit einem breiten Kundenstamm, der Banken, Versicherungen, Gerichte, öffentliche Einrichtungen sowie Privat- und Geschäftskunden umfasst, steht die zuverlässige und professionelle Bewertung von Immobilien stets im Mittelpunkt.

Verantwortlich für den Inhalt:

Heid Immobilien GmbH, Ziegelstr. 25, 69190 Walldorf, Tel: 0172 746 95 36, www.heid-immobilienbewertung.de

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg im Juli der Umsatz im Bauhauptgewerbe im Vergleich zu Vorjahresmonat real um 4,6 Prozent; der Auftragseingang sank dagegen preisbereinigt um 1,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten übertraf das Vorjahresniveau im Juli um 1,5 Prozent.

Dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe: “Die Auftragsbücher werden dünner. Noch arbeiten die Betriebe ab, was vor Monaten bestellt wurde. Doch die Lage der Baubranche bleibt fragil.

Zum Jahreswechsel droht der nächste Rückschlag: Die Sonderförderung für EH-55-Neubauten läuft spätestens Ende 2026 aus, für 2027 stehen Kürzungen beim Neubau-Etat im Raum, und wie die Förderung ab Januar aussieht, weiß weiterhin niemand. Eine Förderlücke bis Sommer 2027 ist nicht mehr auszuschließen. So gelingt kein Bauturbo.

Die Wohnungsbauförderung ist für die Bundesregierung der günstigste Weg, die Konjunktur anzukurbeln. Wer Wohneigentum fördert, entlastet angespannte Mietmärkte, stärkt die heimische Wirtschaft und zeigt den Bürgern, dass er ihre Sorgen ernst nimmt.

Wer jetzt plant und bauen will, braucht Verlässlichkeit. Nötig ist eine Übergangsregelung bis zum Start der neuen Förderung, damit zum Jahreswechsel keine Förderlücke entsteht. Andernfalls bleiben die positiven Signale der letzten Monate nur ein Strohfeuer und der Wohnungsbau kommt weiter nicht in Gang.”

Einzelne Bausparten

Das Umsatzplus kommt vor allem aus dem Tiefbau durch Aufträge aus den Vormonaten. Der Hochbau bleibt deutlich schwächer. Bei den Auftragseingängen fehlen neue Impulse: Im Juli lagen sie sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau geringfügig höher als im Vorjahr.

Der Wohnungsbau kommt weiter nicht voran. Nach dem Plus im Juni gingen die Aufträge im Juli wieder deutlich um nominal 3,6 Prozent zurück. Der Umsatz liegt seit Jahresbeginn etwa auf Vorjahresniveau.

Solange Bauherren nicht wissen, mit welcher Förderung sie künftig rechnen können, bleibt der Wohnungsbau das Sorgenkind der Branche. Dabei wird durchaus genehmigt. Im Juli lag die Zahl der genehmigten Wohnungen um 1,9 Prozent über dem Vorjahresmonat. Hinzu kommen rund 453.000 Wohnungen, die Ende 2025 zwar genehmigt, aber noch nicht begonnen waren. Diese Projekte ließen sich mit befristeten Sonderkonditionen schnell mobilisieren, etwa mit einem Zinsvorteil oder Zuschuss bei Baustart innerhalb einer festen Frist.

Auch im Wirtschaftsbau bleibt die Entwicklung uneinheitlich. Zwar stieg der Umsatz kräftig, getragen vom Wirtschaftstiefbau. Bei den Aufträgen im gewerblichen Hochbau gab es jedoch ein Minus von nominal 2,6 Prozent. Das spricht dafür, dass die Investitionszurückhaltung der Unternehmen anhält.

Stabilisierend wirkt der öffentliche Bau. Hier stiegen die Aufträge um nominal 12,2 Prozent, auch im Straßenbau ging es aufwärts. Der Zuwachs geht allerdings zu einem guten Teil auf einzelne Großprojekte zurück. In der Breite kommen die Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen bislang jedoch kaum an. Damit das Sondervermögen wirkt, müssen die Mittel verbindlich zusätzlich zu den regulären Investitionshaushalten fließen und nicht bestehende Haushaltslücken schließen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin, Tel: 030-20314-409, www.zdb.de

ZIA-Präsidentin Iris Schöberl: “Ergebnisse sind ein Warnruf: Investitionen scheitern nicht am Kapital, sondern an Bürokratie und fehlender Planungssicherheit”

Geschäftslage leicht verbessert: Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage steigt um 2,4 Punkte auf 10,2 Punkte.

Erwartungen etwas heller: Die Erwartungen legen um 4,2 Punkte zu, bleiben mit minus 7,1 Punkten jedoch weiterhin im negativen Bereich.

Immobilienklima wieder positiv: Das Immobilienklima verbessert sich um 3,3 Punkte auf 1,3 Punkte und kehrt damit knapp in positives Terrain zurück.

Nach dem deutlichen Stimmungseinbruch im Vorquartal zeigt die Immobilienwirtschaft wieder Anzeichen einer Stabilisierung. Das geht aus der aktuellen Befragung zum ZIA-IW-Immobilienstimmungsindex (ISI) für das dritte Quartal 2026 [PDF | 500 KB] hervor. Sowohl die Bewertung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen der Unternehmen haben sich leicht verbessert. Von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch noch keine Rede sein. Die Bewertung der Geschäftslage steigt um 2,4 Punkte auf 10,2 Punkte. Die Erwartungen legen um 4,2 Punkte zu, bleiben mit minus 7,1 Punkten allerdings weiterhin im negativen Bereich. Das Immobilienklima verbessert sich insgesamt um 3,3 Punkte auf 1,3 Punkte und kehrt damit knapp in positives Terrain zurück.

„Nach dem deutlichen Einbruch im Vorquartal sehen wir eine leichte Stimmungsaufhellung. Die Ergebnisse sprechen jedoch eher für eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau als für einen nachhaltigen Aufschwung“, betont ZIA-Präsidentin Iris Schöberl. „Geopolitische Unsicherheiten, die Zinsentwicklung und weiterhin unklare politische Rahmenbedingungen bremsen Investitionen und sorgen für große Zurückhaltung im Markt.“

Sonderfrage: Investitionshemmnisse

Insbesondere die diesmalige Sonderfrage macht deutlich, welche Faktoren Investitionen besonders stark behindern: Als größte Hemmnisse nennen die Unternehmen lange Planungs- und Genehmigungsverfahren (88 Prozent), die Diskussion über weitere Regulierung (87 Prozent), die bestehende Regulierung (83 Prozent) sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage (78 Prozent).

Hinzu kommen hohe Finanzierungs-, Energie- und Dekarbonisierungskosten. Gemeinsam schaffen diese Faktoren ein Umfeld, das Investitionen erschwert und dringend benötigtes Kapital zurückhält.

“Kapital folgt Vertrauen. Und Vertrauen entsteht dort, wo politische Entscheidungen nachvollziehbar sind, wo regulatorische Rahmenbedingungen verlässlich bleiben und wo Investoren langfristig planen können. Es entsteht dort, wo Eigentumsrechte geschützt werden, Genehmigungsverfahren effizient funktionieren und wirtschaftspolitische Ziele über Legislaturperioden hinaus Bestand haben,” so Schöberl weiter.

Büroimmobilien: Erwartungen ziehen wieder an

Im Bürosegment hat sich die Stimmung nach dem starken Rückgang im Vorquartal stabilisiert. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage bleibt mit 13,8 Punkten nahezu unverändert. Die Erwartungen verbessern sich hingegen um 6,8 Punkte auf 5,0 Punkte und drehen damit wieder ins Positive. Das Immobilienklima steigt auf 9,4 Punkte.

Die weiterhin vergleichsweise robuste Lage wird insbesondere durch langfristige Mietverträge und eine stabile Nachfrage im Dienstleistungssektor gestützt. Die verbesserten Erwartungen deuten darauf hin, dass viele Marktteilnehmer die Talsohle der konjunkturellen Unsicherheit erreicht sehen.

Handelsimmobilien: Struktureller Wandel bleibt Belastung

Im Handelssegment zeigt sich ein differenziertes Bild. Während die aktuelle Geschäftslage mit 16,5 Punkten leicht zulegt, verschlechtern sich die Erwartungen deutlich und fallen auf minus 6,0 Punkte. Das Immobilienklima sinkt entsprechend auf 4,9 Punkte.

Prägend bleibt die strukturelle Zweiteilung des Marktes: Der Flächenbedarf im Lebensmitteleinzelhandel wächst weiter, während die Nachfrage nach Verkaufsflächen im stationären Non-Food-Handel rückläufig bleibt.

Wohnimmobilien: Leichte Erholung bei weiterhin gedämpfter Stimmung

Auch im Wohnsegment verbessert sich die Stimmung leicht. Die Bewertung der aktuellen Geschäftslage steigt um 5,1 Punkte auf 8,8 Punkte. Die Erwartungen legen zwar ebenfalls zu, verharren mit minus 17,4 Punkten aber deutlich im negativen Bereich. Das Immobilienklima verbessert sich auf minus 4,8 Punkte.

Die Ergebnisse zeigen, dass der Wohnungsmarkt weiterhin unter erheblichen Belastungen leidet. Insbesondere neue regulatorische Vorgaben und politische Debatten sorgen für zusätzliche Verunsicherung und wirken investitionshemmend.

Projektentwickler bleiben unter Druck

Die schwierigste Lage bleibt in der Projektentwicklung bestehen. Mit minus 25,5 Punkten erreicht die Bewertung der aktuellen Geschäftslage erneut den niedrigsten Wert aller Segmente. Gleichzeitig verbessern sich die Erwartungen deutlich auf 13,7 Punkte und erreichen damit den höchsten Stand seit mehreren Quartalen. Das Immobilienklima bleibt mit minus 6,9 Punkten jedoch negativ.

Die Diskrepanz zwischen der weiterhin äußerst angespannten Lage und den deutlich besseren Erwartungen zeigt, dass die Branche auf bessere Rahmenbedingungen hofft, die aktuelle Krise aber noch nicht überwunden ist.

Die Befragung wurde im Zeitraum vom 13.08.2026 bis 07.09.2026 durchgeführt.

Details zum Stimmungsindex finden Sie hier: Link

Verantwortlich für den Inhalt:

ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V.,Hauptstadtbüro, Leipziger Platz 9, 10117 Berlin,Tel: 030 / 20 21 585-0, Fax 030 / 20 21 585-29, www.zia-deutschland.de

Investoren unterschätzen laut JLL-Studie das Hitzerisiko

Ob Hitze, Starkregen oder Sturm: Sowohl institutionelle Immobilieninvestoren als auch kommunale Klimamanager erkennen die wachsenden Risiken des Klimawandels an und halten eine engere Zusammenarbeit für notwendig. Das zeigt eine Studie des Immobiliendienstleisters JLL, die zum Extremwetterkongress in Hamburg vorgestellt wurde. Befragt wurden 87 institutionelle Investoren und 20 kommunale Klimamanager beziehungsweise Klimaverantwortliche aus 17 deutschen Großstädten, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart.

Nicht fehlendes Problembewusstsein blockiert die Klimaanpassung, sondern eine strukturelle Kooperationslücke zwischen Kommunen und Immobilienwirtschaft, lautet ein zentrales Ergebnis der Studie.

„Es fehlt nicht an technischen Lösungen für Klimaanpassungsmaßnahmen in Städten und Kommunen, sondern an einer ausreichenden Kooperation zwischen Kommunen und Immobilieninvestoren. Das ist kein Wissensdefizit, sondern ein Governance-Defizit“, sagt Helge Scheunemann, Head of Research JLL Germany.

Bereits bei der grundsätzlichen Risikoeinschätzung zeigt sich eine erste, deutliche Wahrnehmungslücke: Investoren bewerten die Exponierung ihres Portfolios gegenüber Extremwetterereignissen im Schnitt mit nur 3,03 auf einer fünfstufigen Skala. 46 Prozent vergaben die mittlere Stufe drei, weitere 26 Prozent Stufe 4 – die Höchststufe fünf wählten dagegen lediglich zwei Prozent. Klimamanager schätzen das Risiko für ihre Stadt mit durchschnittlich 4,2 hingegen deutlich höher ein: 85 Prozent von ihnen stufen es als groß oder sehr groß ein. „Diese Differenz von mehr als einem Skalenpunkt macht deutlich: Investoren unterschätzen die tatsächliche Risikoexposition ihrer eigenen Standorte systematisch“, unterstreicht Scheunemann.

Wie unterschiedlich beide Seiten die Lage einschätzen, zeigt sich exemplarisch beim Thema Hitze: Nur 43 Prozent der Investoren nennen Hitze oder Dürre überhaupt als relevantes Extremwetterrisiko für ihre Immobilien. Von diesen setzt wiederum nur rund ein Viertel Hitze auf Rang eins der Risikoliste. Bezogen auf alle befragten Investoren erkennt damit nur rund jeder Zehnte Hitze als sein wichtigstes Einzelrisiko. Bei den Klimamanagern sind es dagegen 100 Prozent, die Hitze neben Starkregen als zentrale Bedrohung ihrer Stadt einstufen.

„Klimaanlagen in Gewerbeimmobilien kühlen zwar den Innenraum, schützen aber weder vor steigenden Energiekosten noch vor Schäden an Außenflächen und Gebäudetechnik“, nennt Scheunemann einen möglichen Grund. Die Blindstelle ziehe sich durch alle Nutzungsarten. Gesundheits- und Logistikimmobilien wiesen jedoch die höchste Sensibilisierung auf – „plausibel, da Beschäftigte, Bewohner und Patienten Hitze unmittelbar körperlich erleben“.

Größte Diskrepanz bei der Bewertung der Zusammenarbeit

Auch bei der Bewertung der Kooperation klafft eine große Lücke: Klimamanager bewerten deren Qualität im Schnitt mit 2,65 von fünf Punkten, Investoren dagegen mit 3,55 – eine Differenz von 0,90 Skalenpunkten und die größte Diskrepanz der gesamten Befragung. Beide Seiten benennen zudem unterschiedliche Hauptblockaden: Investoren klagen über lange Genehmigungszeiten (78 Prozent) und mangelnde Behördenflexibilität (67 Prozent), Klimamanager dagegen über fehlende Finanzierung (85 Prozent) und Personalmangel (75 Prozent).

„Beide Seiten blockieren sich gegenseitig“, sagt Scheunemann und ergänzt: „Eine Wahrnehmungslücke ist kein Beziehungsproblem, sondern ein Strukturproblem und diese lassen sich lösen, wenn man sie klar benennt, statt sie zu verschweigen.“

Die Studie widerlegt damit ein weitverbreitetes Vorurteil: Weder Kommunen noch Investoren fehlt es an Problembewusstsein oder gutem Willen. Aus 14 der 17 befragten Städte kommt die Rückmeldung, dass eine engere Kooperation mit der Immobilienwirtschaft für die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen wichtig ist. Rund die Hälfte der Investoren setzt entsprechende Maßnahmen bereits in wesentlichen Teilen oder sogar portfolioweit um. Gleichzeitig wächst das ökonomische Bewusstsein: Rund 40 Prozent der Investoren sind besorgt oder sehr besorgt über einen künftigen klimabedingten Wertverlust ihrer Immobilien, und rund 85 Prozent beobachten bereits heute Auswirkungen von Klimarisiken auf Transaktionspreise und Bewertungen im deutschen Markt. „Was fehlt, sind verbindliche Strukturen, die den gemeinsamen Willen in gemeinsames Handeln übersetzen. Das ist eine gute Nachricht – denn Governance-Lücken lassen sich schließen, anders als fehlendes Engagement.“

„Klima Improvement District“ als Lösungsweg

Als praktischen Lösungsansatz schlägt JLL sogenannte „Klima Improvement Districts“ (KID) vor – eine Weiterentwicklung bestehender Business Improvement Districts, die in elf Bundesländern bereits rechtlich möglich ist. Dabei finanzieren Eigentümer, Kommunen und Länder gemeinsam quartiersbezogene Klimaanpassungsmaßnahmen, etwa Fassadenbegrünung, Retentionsflächen oder Regenwassermanagement.

„Die Immobilienwirtschaft verwaltet einen Großteil der Flächen, die für die Klimaresilienz unserer Städte entscheidend sind. Allein in den untersuchten Städten beläuft sich der Büroflächenbestand auf über 120 Millionen Quadratmeter“, erklärt Scheunemann. „Institutionelle Investoren denken in Jahrzehnten und in Portfolios. Das macht sie zu einem verlässlichen, langfristigen Partner für Kommunen – nicht zu einem Gegenüber, das erst überzeugt werden muss.

Verantwortlich für den Inhalt:

Jones Lang LaSalle GmbH , Wilhelm-­Leuschner-Straße 78, D-­60329 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 2003 0, www.joneslanglasalle.de

Eine immowelt Analyse der Angebotspreise von Wohnungen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der ostdeutschen Bundesländer zeigt:

In 74 von 76 untersuchten Städten und Landkreisen sind die Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – im Schnitt um 3,8 Prozent

Im Umland von 7 der 11 ostdeutschen Großstädte steigen die Preise stärker als in der Kernstadt selbst

Gera (+12,2 Prozent) mit stärkstem Preisanstieg; Halle (2.945 Euro pro Quadratmeter) überholt Leipzig (2.626 Euro)

Der Wohnungsmarkt in Ostdeutschland zeigt sich im Jahresvergleich robust: In 74 der 76 untersuchten kreisfreien Städte und Landkreise sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen gestiegen, im Durchschnitt um 3,8 Prozent. Die Preisanstiege verlagern sich dabei zunehmend von den Städten in die umliegenden ländlichen Regionen: Im Umland von 7 der 11 ostdeutschen Großstädte verteuerten sich Eigentumswohnung stärker als in der jeweiligen Stadt. Das zeigt eine aktuelle immowelt Analyse, in der die Angebotspreise von Bestandswohnungen zum jeweils 1. September 2026 und 2025 verglichen wurden.

„Viele ostdeutsche Großstädte haben in den vergangenen Jahren deutlich an Attraktivität gewonnen und entsprechend starke Preissteigerungen erlebt“, sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. „Dadurch wird der Preisabstand zum Umland für Kaufinteressenten zunehmend relevant. Gerade bei hohen Finanzierungskosten kann ein deutlich niedrigeres Preisniveau außerhalb der Kernstädte den Ausschlag geben. Die stärkeren Preisanstiege in vielen Umlandkreisen deuten darauf hin, dass diese Standorte zunehmend in den Fokus von Kaufinteressenten rücken.“

7 von 11 Großstädte: Das Umland wächst schneller als die Stadt

Am deutlichsten zeigt sich der Effekt in Leipzig: In der Stadt selbst verteuerten sich Bestandswohnungen binnen eines Jahres von 2.618 auf 2.626 Euro pro Quadratmeter (+0,3 Prozent), während das Umland (Landkreise Leipzig und Nordsachsen) im Schnitt um 5,2 Prozent zulegte. In Magdeburg stiegen die Angebotspreise in den Umlandkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis mit durchschnittlich 4,2 Prozent mehr als doppelt so schnell wie in der Landeshauptstadt selbst (+1,7 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich in Erfurt (+2,8 Prozent gegenüber +3,9 Prozent im Umland), Cottbus (+0,2 Prozent gegenüber +2,0 Prozent), Rostock (+1,1 Prozent gegenüber +2,7 Prozent) und Chemnitz (-0,9 Prozent gegenüber +1,9 Prozent). Selbst in Jena, wo die Wohnungspreise in der Stadt bereits kräftig stiegen (+6,5 Prozent), legten die angrenzenden Landkreise mit durchschnittlich +8,8 Prozent noch stärker zu. Potsdam weist dagegen dasselbe Plus auf wie sein Umland (je +3,5 Prozent).

Ein Grund für die oftmals stärkeren Preiszuwächse im Umland dürfte das weiterhin deutlich niedrigere Ausgangsniveau sein. Gerade angesichts hoher Finanzierungskosten achten Käufer stärker darauf, wie viel Wohnfläche sie sich für ihr Budget leisten können. Orte außerhalb der Kernstädte können dadurch an Attraktivität gewinnen, sofern Arbeitsplätze und Infrastruktur der Großstadt weiterhin gut erreichbar bleiben. Gleichzeitig bedeutet das niedrigere Preisniveau, dass bereits moderate absolute Preissteigerungen pro Quadratmeter zu höheren prozentualen Zuwächsen führen können.

Berlin und Dresden als Ausnahmen

In Berlin (+2,9 Prozent) und Dresden (+5,4 Prozent) verteuerten sich die Angebotspreise dagegen etwas stärker als im Umland (+2,2 Prozent bzw. +4,0 Prozent). Beide Städte haben in den vergangenen Jahren deutlich an Einwohnern gewonnen und verfügen über entsprechend etablierte, stark nachgefragte Wohnungsmärkte. In Berlin stieg die Einwohnerzahl seit 2011 um rund 14 Prozent1, in Dresden um rund 9 Prozent2. Während Berlin auch zuletzt weiter wuchs, ging die Einwohnerzahl Dresdens 2025 zwar leicht zurück. Der über Jahre aufgebaute Nachfragedruck auf den Wohnungsmarkt dürfte jedoch dazu beitragen, dass sich die Preise in beiden Kernstädten weiterhin vergleichsweise robust entwickeln.

Halle überholt Leipzig

In Halle (+11,7 Prozent) verteuerten sich Bestandswohnungen ebenfalls stärker als im Umland (Saalekreis: +8,4 Prozent). Aufgrund des deutlichen Preisanstiegs kostet der Quadratmeter in Halle (2.945 Euro) inzwischen mehr als in Leipzig (2.626 Euro). Die Saalestadt galt lange als die günstigere Alternative zum stark nachgefragten Leipziger Wohnungsmarkt, gut angebunden über eine kurze Zugverbindung. Neben dem in der Vergangenheit günstigen Preisniveau dürften auch die Martin-Luther-Universität und mehrere Forschungszentren dazu beigetragen haben, dass das Interesse an Wohnungen und folglich die Preise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Auch für Kapitalanleger ist Halle interessant: Das im Vergleich zu vielen anderen Großstädten niedrigere Kaufpreisniveau ermöglicht weiterhin attraktive Renditen.

Noch stärker als in Halle fiel die Verteuerung lediglich in Gera aus. Die Angebotspreise von Bestandswohnungen in der thüringischen Stadt legten binnen eines Jahres um 12,2 Prozent auf durchschnittlich 1.343 Euro pro Quadratmeter zu. Trotz des kräftigen Anstiegs zählt Gera damit weiterhin zu den günstigsten Wohnungsmärkten unter den kreisfreien Städten. Das niedrige Ausgangsniveau dürfte den starken prozentualen Anstieg mitbegünstigen: Schon geringe absolute Preisaufschläge schlagen hier deutlich stärker zu Buche als in hochpreisigen Städten.

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte Angebote in den kreisfreien Städten und Landkreisen in Ostdeutschland. Die mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum 01.09.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum 01.09.2025 wieder. Es handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise.

1 Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

2 Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle

Verantwortlich für den Inhalt:

Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D-­90411 Nürnberg Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15, www.immowelt.de

  1. Fle­xi­bi­li­tät ein­pla­nen

Beim Kauf einer Im­mo­bi­lie geht man lang­fris­ti­ge fi­nan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen ein – nicht sel­ten über zwei Jahr­zehn­te. Umso wich­ti­ger ist es, die Fi­nan­zie­rung so fle­xi­bel wie mög­lich zu ge­stal­ten. Sinn­voll sind ver­trag­lich ver­ein­bar­te Son­der­til­gun­gen und die Mög­lich­keit, die Til­gungs­ra­te wäh­rend der Lauf­zeit an­zu­pas­sen. So kön­nen Kre­dit­neh­mer schnel­ler til­gen, wenn es fi­nan­zi­ell gut läuft – oder die mo­nat­li­che Be­las­tung re­du­zie­ren, wenn der fi­nan­zi­el­le Spiel­raum enger wird.

  1. För­der­gel­der nut­zen

Zu­schüs­se und zins­güns­ti­ge Dar­le­hen sind wert­vol­le Bau­stei­ne einer Im­mo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung. Die ak­tu­ell wich­tigs­ten För­der­pro­gram­me bie­ten KfW, BAFA und die För­der­ban­ken der je­wei­li­gen Län­der an. Das pas­sen­de Pro­gramm zu fin­den ist al­ler­dings nicht immer ein­fach. „Eine gute erste An­lauf­stel­le ist die Haus­bank. Sie kann prü­fen, wel­che För­der­pro­gram­me in­fra­ge kom­men, und un­ter­stützt bei der Be­an­tra­gung von KfW- oder Lan­des­för­der­mit­teln“, er­klärt Bau­fi­nan­zie­rungs­exper­te Fejzu Peci von der Postbank.

  1. Fi­nan­zie­rung an Zins­ni­veau an­pas­sen

Bei sehr nied­ri­gen Bau­zin­sen lohnt sich eine lange Zins­bin­dung, um güns­ti­ge Kon­di­ti­o­nen mög­lichst lange zu si­chern. Lie­gen die Zin­sen höher, kann eine Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Dar­le­hen mit un­ter­schied­li­chen Lauf­zei­ten sinn­voll sein. „Dar­le­hen mit kür­ze­rer Zins­bin­dung sind in der Regel güns­ti­ger als lang­fris­ti­ge Fi­nan­zie­run­gen. Der so ent­ste­hen­de fi­nan­zi­el­le Frei­raum kann für eine hö­he­re Til­gung ein­ge­setzt wer­den, um schnel­ler schul­den­frei zu wer­den”, sagt der Postbank Ex­per­te.

  1. Früh an die An­schluss­fi­nan­zie­rung den­ken

Viele Im­mo­bi­li­en­dar­le­hen lau­fen nach zehn oder 15 Jah­ren aus. Wer sich früh­zei­tig um die An­schluss­fi­nan­zie­rung küm­mert und An­ge­bo­te ver­gleicht, kann häu­fig bes­se­re Kon­di­ti­o­nen si­chern. Das Ge­spräch mit der ei­ge­nen Bank soll­te dabei eben­so selbst­ver­ständ­lich sein wie der Ver­gleich mit an­de­ren An­bie­tern. „Viele Ban­ken er­mög­li­chen be­reits meh­re­re Jahre vor Ab­lauf des Dar­le­hens den Ab­schluss eines so­ge­nann­ten Forward-​Darlehens. Damit kann man sich das ak­tu­el­le Zins­ni­veau für die Zu­kunft si­chern“, er­gänzt Fejzu Peci.

  1. Fi­nan­zi­el­le Eng­päs­se früh­zei­tig an­spre­chen

Gerät die Fi­nan­zie­rung durch ver­än­der­te Le­bens­um­stän­de unter Druck, soll­ten Kre­dit­neh­mer mög­lichst früh das Ge­spräch mit ihrer Bank su­chen. Oft las­sen sich ge­mein­sam Lö­sun­gen fin­den: „Nie­mand muss mit fi­nan­zi­el­len Pro­ble­men al­lein blei­ben. Es gibt meist deut­lich mehr Hand­lungs­mög­lich­kei­ten, als viele ver­mu­ten. Ge­mein­sam mit der Haus­bank las­sen sich oft Lö­sun­gen fin­den, bevor Zah­lungs­pro­ble­me ent­ste­hen“, sagt Fejzu Peci.

Verantwortlich für den Inhalt:

Postbank – eine Niederlassung der DB Privat- und Firmenkundenbank AG, Friedrich-Ebert-Allee 114-126, 53113 Bonn,Tel: +49 (0)228 920 -0, Fax: +49 (0)228 920 -35151, www.postbank.de

Die 11. Ausgabe der Digitalisierungsstudie des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und EY Real Estate zeigt: Die Immobilienwirtschaft handelt.

Die Mehrheit der Unternehmen investiert auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter in Digitalisierung und die technologischen Grundlagen sind in der Branche weitgehend etabliert. Gleichzeitig offenbart die Studie: Digitale Resilienz wird zwar angestrebt, aber selten gemessen, kaum getestet und zu wenig aktiv gesteuert. Die Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit ist das zentrale Ergebnis dieser Ausgabe.

„Digitale Resilienz ist das Thema unserer Zeit – für die Immobilienwirtschaft wie für die gesamte Volkswirtschaft. Die Branche ist auf dem richtigen Weg. Digitalisierung ist breit in den Unternehmensstrategien verankert. Entscheidend ist jetzt, Resilienz nicht nur zu bauen, sondern zu belegen und konsequent weiterzuentwickeln“, erklärt Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des ZIA.

Kernergebnisse 2026

Investitionen auf stabilem Kurs: Kleine Digitalisierungsbudgets (1–5 % des Umsatzes) gehen von 62 auf 48 Prozent zurück; mittlere Volumina (11–20 %) legen von 2 auf 8 % zu.

Fachkräfte (74 %), Kosten (68 %), Datenqualität (62 %) – und neu: Cyberkompetenz: Die bremsenden Faktoren der Digitalisierung sind bekannt. Dass fehlende digitale Kompetenzen inkl. Cybersicherheit (45 %) 2026 erstmals erfasst sind, zeigt: Die Branche benennt präziser, wo es hakt.

An KI führt künftig kaum ein Weg vorbei: Mehr als 96 % der Befragten sehen Künstliche Intelligenz in den kommenden fünf Jahren als einsatzrelevant für ihr Geschäftsmodell – der höchste Wert aller abgefragten Technologien. Auch Big Data wird von einer klaren Mehrheit Data (79 Prozent) als unverzichtbarer Wegbereiter gesehen.

Digitale Souveränität: strategisches Ziel, noch keine gelebte Praxis: Mehr als zwei Drittel sehen technologische Unabhängigkeit als strategisches Ziel; 70 Prozent sind zugleich in hohem Maße von wenigen großen IT-Anbietern abhängig.

Fokusthema der Studie 2026: Digitale Resilienz & Souveränität

Die Studie hat in diesem Jahr schwerpunktmäßig untersucht, wie Unternehmen Digitalisierung einsetzen, um organisational, technologisch und ökonomisch widerstandsfähiger zu werden – und wie souverän sie dabei über ihre Daten, Prozesse und Technologieentscheidungen verfügen.

Die Studie zeigt: Technologische Grundmaßnahmen wie Cloud-Lösungen, Backups und Cybersecurity-Strategien sind in der Branche mehrheitlich etabliert. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat strategische Resilienzmaßnahmen bereits umgesetzt oder konkret geplant. 70 Prozent beobachten spürbare Kosteneinsparungen und Effizienzgewinne durch Digitalisierung. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, wo die nächsten Schritte liegen:

KPIs fehlen: Nur jedes zehnte Unternehmen misst digitale Resilienz vollständig – bei rund der Hälfte sind KPIs lückenhaft, knapp ein Drittel misst digitale Maßnahmen gar nicht.

Frühwarnsysteme in der Breite noch nicht angekommen: Nur 14 % der Unternehmen setzen Prognose- und Frühwarnsysteme umfassend ein. Mehr als jedes dritte Unternehmen verzichtet bislang vollständig auf entsprechende Lösungen.

Krisensimulationen bleiben die Ausnahme: Die Lücke zwischen gefühlter und tatsächlicher Robustheit lässt sich nur durch regelmäßiges Testen schließen.

Resilienz wird zum Investitionskriterium, Flexibilität bleibt jedoch eine Baustelle: Während 40 % der Befragten der Widerstandsfähigkeit von Immobilien bereits eine hohe oder sehr hohe Bedeutung beimessen, schätzt die Mehrheit die Anpassungsfähigkeit ihres Bestands lediglich als mittelmäßig ein. Hochflexible Immobilien bleiben bislang die Ausnahme.

Energie- und ESG-Druck treiben die Digitalisierung: Digitale Technologien werden vor allem dort eingesetzt, wo regulatorische Anforderungen und Effizienzgewinne unmittelbar zu spüren sind. Zukunftstechnologien wie Digitale Zwillinge oder Predictive Maintenance bleiben dagegen bislang die Ausnahme.

Geopolitische Risiken noch unterschätzt: Trotz Pandemie, Energiekrise und Kriegen werden Krisen- und Störungsszenarien bei der strategischen Portfolioausrichtung nur selten berücksichtigt.

Digitale Souveränität braucht Maßnahmen: Die Abhängigkeit von wenigen großen IT-Anbietern ist erkannt – Multi-Vendor-Strategien und europäische Alternativen sind bislang noch wenig verbreitet.

„Resilienz entsteht nicht durch das Aufbauen einzelner Technologien, sondern durch das Zusammenspiel von Dateninfrastruktur, klarer Governance und dem Mut, aus Piloten konsequent in den Rollout zu gehen. Die Branche weiß, was sie tun muss – jetzt kommt es auf die Umsetzung an“, betont Dr. Lars Scheidecker, Partner bei EY-Parthenon.

Auch Aygül Özkan unterstreicht die Dringlichkeit: „Digitale Resilienz ist kein Selbstläufer. Die Grundlagen stehen – aber Resilienz messen, testen und aktiv steuern: das ist die Aufgabe, die jetzt ansteht. Wer sie angeht, sichert nicht nur die eigene Wettbewerbsfähigkeit, sondern stärkt die gesamte Branche.“

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Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mittlerer Pfad 15, D­-70499 Stuttgart, Tel: 0711/988115980, Fax: 0711/988115177, www.ey.com

Hotels aktuell mit höchster Gesamtbewertung – Wohnen bleibt zentrale Assetklasse

Die europäischen Immobilienmärkte bieten mittelfristige Ertragsperspektiven, allerdings unter veränderten Vorzeichen: Weniger eine Kompression der Renditen als vielmehr das Mietwachstum bestimmt die Entwicklung. Gleichzeitig bleibt das Zinsniveau hoch und die Polarisierung der Nutzermärkte nimmt weiter zu. Dadurch gewinnen die Auswahl des richtigen Standorts und die Qualität der Immobilie zusätzlich an Bedeutung. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Ausgabe des „Realometers“, der strategischen Immobilienmarktanalyse der Real I.S.

Die erwartete Wachstumsbeschleunigung ist bislang ausgeblieben. Die aggregierte BIP-Wachstumserwartung der untersuchten Länder für 2026 wurde gegenüber der Februar-Auswertung von 1,7 auf 1,2 Prozent reduziert. Entsprechend hat sich die Länderbewertung unter anderem für Deutschland, Frankreich und Belgien verschlechtert. In der Rendite-Risiko-Matrix weisen Dänemark, die Niederlande und Luxemburg eine attraktive Kombination aus vergleichsweise hoher Dynamik und niedrigem Risiko auf.

„Die zunehmende Differenzierung der Immobilienmärkte eröffnet Investoren Chancen, verlangt aber eine sehr gezielte Auswahl. Entscheidend ist heute stärker denn je, welche Nutzungsart, welcher Standort und welche Objektqualität betrachtet werden. Gerade in einem Umfeld höherer Zinsen rücken nachhaltiges Mietwachstum und stabile laufende Erträge in den Mittelpunkt“, sagt Marco Kramer, Leiter Research & Investitionsstrategie bei der Real I.S.

Büro: Prime-Standorte setzen sich ab

Die Büromärkte bleiben von einer deutlichen Polarisierung zwischen hochwertigen und älteren beziehungsweise peripher gelegenen Objekten geprägt. Die Ankaufsrenditen haben sich stabilisiert, während sich die Mietpreisprognosen moderat verbessert haben. Im Standortvergleich weisen gerade die deutschen A-Städte Berlin, Hamburg, Köln und München ein vergleichsweise niedriges Risiko auf, während sich Kopenhagen und Sydney als besonders dynamisch darstellen.

Einzelhandel und Logistik: differenziertes Bild

Im Einzelhandel bleibt der Markt fragmentiert, während Lebensmittel- und Fachmarktbasierte Konzepte stabil sind. Auch die Bewertung der Standorte entwickelt sich heterogen: Während sich die Risikoparameter in Südeuropa (Spanien, Portugal und Italien) gegenüber dem ersten Quartal 2026 verbessern, steigen sie in Frankreich und Finnland, aber auch in Irland und Großbritannien im Vergleich an.

Bei Logistikimmobilien sorgen strukturelle Treiber wie Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung für einen positiven langfristigen Ausblick. Ein geringes Risiko bei gleichzeitig guter Dynamik weisen beispielsweise die Niederlande und Schweden auf.

Hotel und Wohnen mit attraktiven Einzelmärkten

Hotels erzielen aktuell die höchste Gesamtbewertung der untersuchten Sektoren. Verbesserte Prognosen für die Umsatzentwicklung stärken die Renditebewertung. Besonders attraktiv positionieren sich Amsterdam und Frankfurt, die eine hohe Renditebewertung mit vergleichsweise geringem Risiko verbinden.

Im Wohnsegment sorgen der strukturelle Nachfrageüberhang und steigende Mietpreise weiterhin für stabile Cashflows. Trotz einer moderaten Verschlechterung der Bewertung an fast allen untersuchten Standorten dürfte Wohnen auch 2027 die dominierende Assetklasse am Investmentmarkt bleiben. Den Haag und Dublin weisen die höchsten Renditebewertungen auf, wobei auch Amsterdam eine attraktive Rendite-Risiko-Kombination bietet.

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Rund 4,8 Millionen Eigentumsimmobilien in Deutschland werden der Babyboomer-Generation zugerechnet – etwa 32 Prozent des untersuchten Bestands.

Wenn in den kommenden Jahren immer mehr dieser Häuser verkauft oder vererbt werden, könnte das Angebot deutlich wachsen. Dabei könnte ein größeres Angebot in manchen Regionen auch den Preisdruck erhöhen. Doch nicht alle Immobilien wären davon gleichermaßen betroffen. Vor allem ältere Häuser mit hohem Sanierungsbedarf in schwächeren Lagen dürften unter Druck geraten, während modernisierte Objekte in gefragten Regionen weiterhin gute Chancen haben.

Damit steht der Immobilienmarkt vor einer zunehmenden Teilung: Entscheidend wird weniger, wie viele Häuser auf den Markt kommen, sondern welche Lage, Zustand und Sanierungskosten dürften künftig noch stärker bestimmen, ob eine Immobilie schnell einen Käufer findet oder lange angeboten werden muss. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie der Generationenwechsel Angebot und Preise verändert, welche Häuser besonders betroffen sind und wo sich neue Chancen für Käufer ergeben.

Mehr Angebot, aber kein flächendeckender Preisverfall

Wie stark der Generationenwechsel den Markt tatsächlich verändert, hängt vor allem von der Region ab. Denn nicht jede Immobilie der Babyboomer wird zeitnah verkauft. Häuser werden vererbt, innerhalb der Familie übernommen, vermietet oder zunächst behalten. Gerade bei Erbengemeinschaften können zudem mehrere Jahre vergehen, bis eine Entscheidung fällt. Das zusätzliche Angebot dürfte deshalb schrittweise auf den Markt kommen.

Schon heute zeigen sich große regionale Unterschiede. Während Wohnraum in vielen Ballungsräumen knapp bleibt, sind die Preise in einigen ländlichen Gebieten zuletzt real gesunken. Der Postbank Wohnatlas 2026 weist für 2025 beispielsweise Rückgänge von 5,2 Prozent in Thüringen, 8,6 Prozent im Landkreis Aurich und 7,4 Prozent in Nordfriesland aus. Gleichzeitig fehlten deutschlandweit Ende 2024 rund 1,4 Millionen Wohnungen. Mehr Angebot durch den Generationenwechsel trifft also keineswegs überall auf dieselben Marktbedingungen.

Sanierungsbedarf wird zum entscheidenden Preisfaktor

Besonders schwierig könnte der Verkauf älterer Einfamilienhäuser werden, wenn über Jahre wenig modernisiert wurde. Alte Heizungen, schlechte Dämmung, erneuerungsbedürftige Fenster oder ein sanierungsbedürftiges Dach bedeuten für Käufer hohe Folgekosten. Entsprechend stärker fließt der Zustand bereits in die Preisfindung ein.

Wie groß der Unterschied sein kann, zeigen aktuelle Auswertungen. Häuser der schlechtesten Energieeffizienzklasse H wurden im März 2026 deutschlandweit im Schnitt rund 17 Prozent günstiger angeboten als vergleichbare Objekte der Klasse D. Andere Untersuchungen beziffern den Abstand zwischen den besten und schlechtesten Energieklassen im ländlichen Raum sogar auf bis zu 51 Prozent.

Dabei ziehen Interessenten die erwarteten Sanierungskosten häufig nicht einfach vom Kaufpreis ab. Weil sich versteckte Mängel und künftige Handwerkerkosten nur schwer kalkulieren lassen, berücksichtigen sie zusätzlich einen Risikopuffer. Ein hoher Sanierungsstau kann den erzielbaren Preis deshalb stärker belasten, als die reinen Modernisierungskosten zunächst vermuten lassen.

Warum die Lage noch wichtiger wird

Ob ein älteres Haus trotz dieser Nachteile gefragt bleibt, entscheidet maßgeblich der Standort. In Städten und gefragten Umlandlagen kann bereits das Grundstück einen erheblichen Wert besitzen. Selbst ein Gebäude mit großem Modernisierungsbedarf bleibt dort interessant, weil der hohe Bodenwert einen Teil des Wertverlusts auffängt.

In strukturschwächeren Regionen fehlt dieses Polster. Treffen niedrige Grundstückspreise, geringe Nachfrage und ein schlechter Gebäudezustand aufeinander, kann der Marktwert deutlich sinken. Besonders betroffen sind damit ältere Häuser in Gegenden, in denen ohnehin Leerstand besteht oder die Zahl potenzieller Käufer begrenzt ist.

Zusätzlich kann die Finanzierung zum Hindernis werden. Bei kurzer Restnutzungsdauer und erheblichem Sanierungsbedarf kann der von Banken angesetzte Beleihungswert niedriger ausfallen als erwartet. Käufer müssen dann mehr Eigenkapital einbringen. Gerade für junge Familien kann dadurch selbst eine Immobilie schwierig finanzierbar werden, deren Kaufpreis zunächst attraktiv erscheint.

Für Käufer entstehen neue Möglichkeiten

Wo viele ältere Eigenheime auf eine begrenzte Nachfrage treffen, dürften sich in den kommenden Jahren größere Verhandlungsspielräume ergeben. Gerade sanierungsbedürftige Objekte könnten günstiger zu bekommen sein, wenn Eigentümer oder Erben einen zeitnahen Verkauf anstreben. Entscheidend ist jedoch, den niedrigeren Kaufpreis den notwendigen Investitionen gegenüberzustellen.

Der Generationenwechsel dürfte den Immobilienmarkt daher weniger durch einen allgemeinen Preissturz als durch eine stärkere Trennung verändern. Modernisierte Häuser und Objekte in guten Lagen bleiben voraussichtlich gefragt. Unsanierte Immobilien an schwächeren Standorten geraten dagegen stärker unter Druck. Für Käufer entstehen dadurch Chancen – vor allem dann, wenn Kaufpreis, Sanierungsaufwand und langfristiger Wert der Immobilie in einem vernünftigen Verhältnis stehen.

Über André Heid:

André Heid ist Geschäftsführer der Heid Gruppe und ist auf Immobilienbewertungen spezialisiert. Unterstützt von einem Team aus öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, erstellt er jährlich über 6.000 Gutachten, darunter umfassende Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Mit einem breiten Kundenstamm, der Banken, Versicherungen, Gerichte, öffentliche Einrichtungen sowie Privat- und Geschäftskunden umfasst, steht die zuverlässige und professionelle Bewertung von Immobilien stets im Mittelpunkt. Weitere Informationen finden Sie unter: Heid Immobilienbewertung.

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