Kommentar von Guy Barnard, Co-Head of Global Property Equities, Janus Henderson Investors

  • Viele REITs sind weiterhin mit sehr pessimistischen Prognosen eingepreist. Erheblich gesunkene Bewertungen sollte Anlageklasse in den Fokus rücken.
  • Dies zeigt sich an bestimmten Unternehmen mit starken operativen Fundamentaldaten, an der Wiedereröffnung der Anleihemärkte börsennotierter REITs und einem gestiegenen Vertrauen in Dividenden.

Bewertungen versus Fundamentaldaten

Die Daten des renommierten Immobilienanalysten Green Street sollen einen Echtzeitüberblick über die Preisgestaltung an den europäischen Immobilienmärkten geben. Das Ausmaß der Korrektur in diesem Abschwung wird durch den Rückgang der nominalen Immobilienpreise um mehr als 25 % deutlich, der real (inflationsbereinigt) bei durchschnittlichen europäischen Gewerbeimmobilien der Kategorie B noch viel höher ausfällt. Durchschnittswerte können natürlich irreführend sein, da Immobiliensektoren wie der sekundäre Büromarkt weitaus stärkere Rückgänge verzeichnen (und noch immer zurückgehen). In den vom strukturellen Wachstum profitierenden Bereichen wie Studentenwohnheime, Mietwohnungen und Selfstorage werden dagegen weitaus geringere Korrekturen verzeichnet (und viele Bewertungen sind bereits wieder gestiegen), unterstützt durch die besseren Mietsteigerungsaussichten.

Rückkehr der Risikoprämien

Zwar haben wir die Talsohle für die gemeldeten direkten Immobilienpreise noch nicht erreicht, doch wir dürften ihr uns bald nähern. Die Risikoprämie von Immobilien gegenüber Anleihen liegt wieder über dem langfristigen Durchschnitt. Es gibt Anzeichen dafür, dass Anleger wieder in die Immobilienmärkte zurückkehren – zunächst in Bereiche mit strukturellem Wachstum wie Industrie-/Logistikanlagen und Alternativen wie Hochhäuser, Lager und Studentenwohnungen.

Nicht ob, sondern wann

Wichtig ist auch, dass wir in börsennotierte Immobilienmärkte mit zukunftsorientierten Preisen investieren, die täglich von den Anlegern an der Börse festgelegt werden und sich daher in der Regel schneller an makroökonomische Veränderungen anpassen als die rückwärtsgerichteten Bewertungen von Privatimmobilien. Dies zeigte sich bereits zu Beginn des aktuellen Abschwungs, als europäische Immobilienaktien in den neun Monaten bis Oktober 2022 um mehr als 45 % fielen, lange bevor die direkten Immobilienwerte wesentlich nach unten korrigiert wurden.

Wir glauben, dass sich dies nun umgekehrt: Die Erholung börsennotierter Immobilien begann im 4. Quartal 2023, als sich die Zinserwartungen verschoben. Die Frage ist nun nicht mehr, ob, sondern wann die Zinsen in Europa angesichts der sinkenden Inflation und des geringen Wachstums gesenkt werden.

Positive Indikatoren aufspüren

Der Versuch, die Märkte zu timen, ist sinnlos – das zeigt zumindest die Entwicklung seit Jahresbeginn. Aber wir sind überzeugt, dass der Rückgang der Aktienkurse den Anlegern eine zweite Chance bietet:

  • Die operativen Fundamentaldaten sind nach wie vor solide; hohe Vermietungsstände und steigenden Mieten, getrieben durch die Inflation, waren ein roter Faden. In Kombination mit dem Wachstum aus Neubauten und Umnutzungen bietet dies für viele eine Möglichkeit für nachhaltiges Miet- und Ertragswachstum, selbst bei höheren Zinskosten. Der Logistikvermieter Segro meldete kürzlich seine Ergebnisse und hob hervor, dass „… wir in den nächsten drei Jahren eine Steigerung unserer Mieteinnahmen um mehr als 50 % erwarten, indem wir bestehende Flächen umwandeln, leerstehende Einheiten vermieten und neue Flächen entwickeln.“
  • Anleihemärkte börsennotierter REITs haben sich mit Emissionen von Immobilienunternehmen auf den nationalen und internationalen Anleihemärkten in den letzten Monaten wieder geöffnet. So emittierte z. B. der deutsche Wohnimmobilienvermieter Vonovia (VNA) im Januar dieses Jahres seine erste Anleihe seit 2022, eine 12-jährige Anleihe im Wert von 400 Mio. GBP, zu einem EUR-Kurs von 4,5 % – weitaus niedriger als die implizite Rendite seiner Anleihen vor sechs oder zwölf Monaten. Dies Dadurch wird das Vertrauen gestärkt, dass die Fälligkeiten in den kommenden Jahren überschaubar sind und bestimmte Unternehmen hinsichtlich Kosten und Kapitalzugang zu den relativen Gewinnern in einer Welt des „Habens und Nichthabens“ gehören können – dies kann in der Zukunft Wachstumschancen eröffnen.
  • Durch das Vertrauen in die operativen Fundamentaldaten und die Erwartung einer Stabilisierung der Bewertungen wächst auch das Selbstvertrauen der Unternehmen in ihre Fähigkeit, die Aktionäre durch Dividenden und -wachstum zu belohnen. Bemerkenswert ist die Wiedereinführung der Dividenden des Einzelhandelsvermieters Unibail-Rodamco-Westfield (URW) nach einer dreijährigen Pause, um seine Bilanz zu sanieren.

Unser Motto: Selektion ist der Schlüssel

Natürlich bleiben Herausforderungen und Risiken bestehen, und nicht alle werden eine solche Korrektur unbeschadet überstehen. Daher ist es weiterhin entscheidend, sehr selektiv vorzugehen, sich auf die Bilanzstärke zu konzentrieren und die Marktsegmente zu identifizieren, in denen die Mieteinnahmen angesichts der sich verlangsamenden Wirtschaft und der strukturellen Veränderungen, die sich auf den Immobilienmarkt auswirken, ein „echtes“ Wachstum ermöglichen.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass die Immobilienpreise bereits erheblich korrigiert wurden – 2024 dürfte ein Wendepunkt erreicht werden, der ein Ende des Preisverfalls bedeutet. Da viele börsennotierte REITs nach wie vor sehr pessimistisch bewertet sind, halten wir eine Rückkehr der Anleger in diese Anlageklasse für gerechtfertigt. Dies könnte sich schon bald auszahlen.

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Der Komplex punktet mit Nachhaltigkeit, Exzellenz und bester Mikrolage.

Die Real I.S. hat das Bürogebäude in der 53 Avenue Hoche in Paris an Cerruti 1881 vermietet. Nach einer umfassenden Umstrukturierung und Modernisierung wird das historische Gebäude nun der neue Hauptsitz des Luxusmode- und Konfektionshauses Cerruti, das bereits im März einziehen soll. Neben den Büros wird die Modemarke auch ein Atelier und ein Designstudio in den neuen Räumlichkeiten unterbringen. Rund einhundert Mitarbeiter werden im „53 Hoche“ tätig sein.

“Wir freuen uns sehr, Cerruti 1881 in unserem Vorzeigeobjekt im Goldenen Dreieck begrüßen zu dürfen, dessen Ursprünge bis ins 19. Jahrhundert reichen. Die Kombination aus historischem Charme und modernem Komfort macht das ‚53 Hoche‘ zu einem idealen Standort für Marken, die Wert auf Eleganz und Exklusivität legen”, kommentiert Christoph Erven, Geschäftsführer der Real I.S. in Frankreich

Die umgestaltete Immobilie bietet auf rund 1.445 Quadratmetern Mietfläche bis zu 130 moderne Arbeitsplätze, eine Terrasse im 5. Geschoss, eine geräumige Empfangshalle, ein Glasdach und einen begrünten Innenhof. Die Arbeitsräume zeichnen sich durch helle und flexible Gestaltung aus und sind mit dem WiredScore-Label für herausragende Konnektivität ausgezeichnet. Neben den hellen und abwechslungsreichen Arbeitsplätzen bietet die Immobilie auch eine Reihe an hochwertigen Ausstattungsmerkmalen wie eine Fahrradstation, Entspannungsbereiche und Veranstaltungsräume. Die Immobilie profitiert von ihrer exzellenten Mikrolage, umgeben von einer dynamischen Wirtschaftsumgebung, und ist sowohl über öffentliche Verkehrsmittel als auch mittels Individualverkehres hervorragend erreichbar.

Real I.S. legte im Rahmen der Umstrukturierung besonderen Wert auf nachhaltige Entwicklungsprinzipien, indem es Maßnahmen der Kreislaufwirtschaft umsetzte, etwa durch die Wiederverwendung und das Recycling von Baumaterialien. Zusätzlich wurden ökologische Aspekte berücksichtigt, wie die Installation von Regenwassersammlern zur Bewässerung von Garten und Terrasse. Ziel der Renovierung ist es, die Umweltzertifizierung BREEAM „Excellent“ sowie das Label „BBC Effinergie renovation“ zu erhalten.

Die Real I.S. ist seit über zehn Jahren in Frankreich ansässig: Die Pariser Niederlassung managt insgesamt 35 Immobilien in Frankreich, Belgien und Luxemburg mit einem Gesamtwert von ca. 2,1 Milliarden Euro.

Über die Real I.S. Gruppe

Die Real I.S. Gruppe ist seit über 30 Jahren der auf Immobilieninvestments spezialisierte Fondsdienstleister der BayernLB. Das Verbundunternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe zählt zu den führenden Asset-Managern am deutschen Markt. Neben alternativen Investmentfonds (Spezial-AIF und geschlossene Publikums-AIF) und einem offenen Immobilien-Publikumsfonds umfasst das Produkt- und Dienstleistungsangebot individuelle Fondslösungen, Club-Deals, Joint Ventures sowie Asset-Management-Mandate für institutionelle Kunden. Mehr als 75 Prozent des Gesamtportfolios sind klassifiziert nach Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung. Die Real I.S. Property Management GmbH rundet das Leistungsspektrum ab. Die Real I.S. Gruppe hat rund 13 Milliarden Euro Assets under Management und verfügt über zwei lizenzierte Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGs) nach KAGB sowie Standorte in Frankreich, Luxemburg, Spanien, den Niederlanden, Irland und Australien.

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REAL I.S. AG, Immobilien Assetmanagement, Innere Wienstr. 17, ­81667 München Tel.: 089/489082­0, Fax: 089/489082­295, www.realisag.de

Christoph Holzmann gibt Ausstieg bekannt

Gerald Kremer wurde vorbehaltlich der Zustimmung durch die BaFin mit Wirkung zum 1. April 2024 zum neuen Geschäftsführer der Union Investment Real Estate GmbH berufen. Kremer kommt von Credit Suisse Asset Management, wo er als Chief Digital Officer seit 2018 die digitale Transformation des Geschäftsbereichs Global Real Estate gestaltet und verantwortet hat. Er leitete zudem die Bereiche Data Science, Innovation Management und Digital Operations. In seiner neuen Funktion als Chief Operating Officer (COO) bei Union Investment ist er vor allem für die Bereiche Digitalisierung, Immobilien-Operations/Prozesse, Datenmanagement und Tax zuständig.

Kremer folgt als Chief Operating Officer auf Christoph Holzmann, der zum 1. April 2024 seine Geschäftsführungsmandate aus persönlichen Gründen niederlegen und nach einer gemeinsamen Übergabephase zum 30. Juni 2024 aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Christoph Holzmann ist seit Juli 2020 Mitglied der Geschäftsführungen der Union Investment Real Estate GmbH sowie der Union Investment Institutional Property GmbH. Während seiner Geschäftsführungstätigkeit war er neben den COO-Funktionen auch für Reporting, Risikomanagement, Controlling und Rechnungswesen sowie die Strukturierung von neuen institutionellen Anlagevehikeln verantwortlich.

„Nach vier äußerst spannenden Jahren bei Union Investment möchte ich mir ein bewusstes Jahr Auszeit nehmen, um mich meinen beiden kleinen Kindern und meiner Ehefrau in Berlin zu widmen“, so Christoph Holzmann. „Ich bin dankbar dafür, dass ich in meinen Verantwortungsbereichen, speziell in der der digitalen Transformation, die Entwicklung von Union Investment als einem der führenden europäischen Immobilienplayer vorantreiben durfte.“

„Christoph Holzmann hat mit seinen Teams wichtige Impulse für die Weiterentwicklung unserer Immobilienplattform gesetzt und unseren Anspruch untermauert, auch bei den Prozessen, im Reporting und bei digitalen Lösungen eine führende Position zu besetzen. Wir sind ihm für die geleistete Arbeit sehr dankbar und wünschen ihm für die Auszeit und die Phase der Weiterentwicklung alles Gute“, sagt  André Haagmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Union Investment Real Estate GmbH. „Wir freuen uns sehr, nun mit Gerald Kremer, aufbauend auf einem starken Fundament, die nächsten Schritte in eine erfolgreiche Zukunft zu gehen, die digitale Transformation und die Optimierung unserer Geschäftsprozesse weiter voranzutreiben.“

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Union Investment Real Estate AG, Valentinskamp 70, D­-20355 Hamburg, Tel.: + 49 40 / 34919­4160, Fax: + 49 40 / 34919­5160,www.union-­investment.de/realestate

Berlin, München und die Region Frankfurt/Karlsruhe unter den Top-Standorten für Life Science in Europa

Laut einer aktuellen Analyse von Savills sind London, Paris und weitere etablierte Städte in der Schweiz (Lausanne/Genf und Zürich) und den Niederlanden (Randstad) die Hot Spots für Life-Science-Unternehmen in Europa. Zum erweiterten Kreis der gefragtesten Standorte gehören neben Berlin, München und der Region Frankfurt/Karlsruhe auch Basel und Kopenhagen. Auch Hamburg rangiert unter den Top 20. Die Methodik hinter dem ‚European Life Science Ranking 2.0‘ umfasst rund 60 Kriterien aus den Bereichen Talentpool, Innovation, Industrieproduktion, Investitionen, Aktivitäten der Nutzer und soziale Infrastruktur.

„Unser Ranking hebt aufstrebende Standorte hervor, an denen der Sektor schnell wächst und Investoren aufgrund des Mangels an zweckgebundenen Beständen eine entwicklungsorientierte Strategie verfolgen. Etabliertere Standorte wiederum punkten mit Möglichkeiten zur Neupositionierung bestehender, preisgünstiger Gebäude, sofern diese technisch geeignet sind. Da sich der Life-Science-Sektor in Europa stetig weiterentwickelt, müssen Anleger die Attraktivität der jeweiligen Standorte genau prüfen, um die langfristige Rendite von Investitionen zu gewährleisten“, so George Coleman, Associate Director, European Capital Markets bei Savills.

Deutschland hat sich in Europa als einer der weltweit führenden Life-Science-Märkte etabliert, so auch im Teilbereich der Pharmaindustrie und laut Global Innovation Index als Heimat von 10 der global 100 größten Wissenschafts- und Technologiecluster. Weitere spezialisierte Unternehmen drängen hierzulande auf den Markt. Insbesondere Berlin hat sich als Standort und als ‚Gesundheitshauptstadt‘ Deutschlands einen Namen gemacht, mit namhaften Vertretern der Biotech-Branche, im Bereich der F&E und Medizintechnik. Zusätzlich zum bestehenden Life-Science-Cluster befinden sich weitere größere und kleinere Projekte in der Pipeline – oft als Teil größerer Quartiersentwicklungen oder Umwidmungen wie beispielsweise im Projekt Siemensstadt oder Behrens-Ufer (BE-U). Savills prognostiziert Life-Science-Immobilien als alternative Assetklasse weiter starkes Wachstum. Für die Berliner Bezirke wird in diesem Zuge eine verstärkte Umwidmung ehemaliger Industrie- und Büroflächen in gemischt genutzte Gebäude erwartet, von denen ein wachsender Anteil für Labore vorgesehen ist.

Weniger etablierte Life-Science-Märkte haben es bei Anlegern hingegen bisweilen schwerer: „In Anbetracht des derzeitigen wirtschaftlichen Gegenwinds sehen sich diese Märkte mit Herausforderungen in Bezug auf das Finanzierungsumfeld konfrontiert. Ein Großteil des in den Sektor fließenden Kapitals konzentriert sich stattdessen auf etabliertere Standorte – die Investoren richten ihre Strategien auf diese Top-Märkte aus, die eine anhaltende Nachfrage vorweisen können“, so Sarah Thorley, Associate Director, Strategic Advisory EMEA bei Savills. In Paris sind beispielsweise mehr als 1.000 Life-Science-Unternehmen aus verschiedenen wissenschaftlichen Teilsektoren ansässig, darunter etwa 70 global tätige Pharmaunternehmen mit weltweit mehr als 10.000 Mitarbeitenden. Paris zieht die Aufmerksamkeit von Investoren und Projektentwicklern auf sich, die zweckgebundene Immobilien auf den Markt bringen.

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Savills Immobilien Beratungs-­GmbH, Taunusanlage 19, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 273 000 ­ 12, www.savills.de

Aktuelle Ausarbeitung untersucht den Effekt von Home office auf Büroflächenbestände, Leerstände und Flächenplanung 

Fortsetzung der BVT-Research-Reihe mit Immobilienökonom Prof. Dr. Vornholz zu immobilienwirtschaftlichen Themen in Deutschland und den USA

Die Immobilienmärkte sind weltweit abhängig von sozio-demografischen Einflüssen, ökonomischen Trends und dem Geschehen auf den Finanzmärkten. Seit den Lockdowns der Covid-Pandemie ist Homeoffice in einer Vielzahl von Unternehmen zu einem festen Bestandteil eines flexiblen Arbeitsmodells geworden. Das macht einige Flächen obsolet. Nach der ifo-Konjunkturumfrage vom Oktober 2023 will etwa jedes elfte Unternehmen (9,1 Prozent) in Deutschland seine Büroflächen im Zuge der Umstellung auf flexiblere Arbeitsmodelle verkleinern. Für die Büroflächennachfrage insgesamt werden laut der aktuellen Auswertung von Prof. Dr. Vornholz in der längerfristigen Perspektive aber andere Faktoren eine sehr viel größere Rolle spielen als das Homeoffice, allen voran die weitere wirtschaftliche Entwicklung.

Wesentliche Erkenntnisse der aktuellen Ausarbeitung „Büroimmobilien – Homeoffice – Konjunktur“: 

  • Trotz Homeoffice und flexiblen Arbeitsplatzkonzepten stieg die Inanspruchnahme von Büroflächen in Deutschland leicht. So konnte die von den Unternehmen verwendete Bürofläche im Jahr 2023 auch um rund 250.000 m² gesteigert werden.
  • Homeoffice-Trend ist rückläufig: Gegenüber 2021 verringerte sich der Anteil derer, die jeden Arbeitstag im Homeoffice verbrachten 2022 deutlicher von 10,1 Prozent auf nur noch 7,4 Prozent.
  • Durch Homeoffice kam es nicht zu einem Nachfrage-Einbruch. Weitere negative Auswirkungen durch Homeoffice sind auch zukünftig eher nicht zu erwarten, da Unternehmen schon vielfach reagiert haben.
  • Kurzfristig kommt es zu einem Anstieg der Leerstände auf den Büromärkten aufgrund der Nachfrageschwäche (vor allem der BIP-Rückgang) und des noch steigenden Angebots (hohe Zahl an Fertigstellung)
  • Langfristig wird die Entwicklung des Büroimmobilienmarktes durch das Wirtschaftswachstum und damit der Entwicklung der Bürobeschäftigten geprägt. Hinzu kommen Impulse vom Strukturwandel (Tertiarisierung).

Axel Poppinga, Leiter des Geschäftsbereich Immobilien Deutschland, sieht die Investitionsstrategien der BVT aufgrund der vorliegenden Auswertung von Prof. Dr. Vornholz bestätigt. “Das Thema Homeoffice spielt in unseren Investitionsentscheidungen keine große Rolle mehr. Auch die BVT sieht, wie Prof. Dr. Vornholz, dass sich die Unternehmen mit dem Thema arrangiert und langfristige Lösungen erarbeitet haben. Diese sind im Markt bereits weitgehend “eingepreist” und werden sich auf die Leerstandsquote kaum mehr auswirken. Entscheidender ist die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die eine wesentlich größere Auswirkung auf die Leerstandentwicklung hat. Ebenso spielt die nachlassende Neubautätigkeit und die gesunkenen Baugenehmigungen eine Rolle, die sich dämpfend auf die Leerstandquote auswirken wird. Da wir jedoch Büroimmobilien mit langfristig abgeschlossenen Mietverträgen fokussieren, ist für uns ein möglicher Leerstands-Zyklus weniger relevant. Büroimmobilien bleiben für uns weiterhin ein wichtiger Investmentschwerpunkt.

Nachdem sich nun langsam Käufer und Verkäufer in ihrer Preiseinschätzung annähern und wir davon ausgehen, dass im 2. Halbjahr 2024 mit den ersten Leitzinssenkungen der EZB zu rechnen ist, sehen wir in 2024 einen guten Zeitpunkt für Investitionen in Büroimmobilien.”

Fortsetzung der BVT-Research-Reihe

Die aktuelle Ausarbeitung ist Teil der Research-Reihe der BVT Unternehmensgruppe mit Prof. Dr. Günter Vornholz als unabhängigem Research-Partner. Prof. Dr. Vornholz, Leiter der ImmobilienResearch Vornholz GmbH, war 25 Jahre bei der Norddeutschen Landesbank und deren Tochter Deutsche Hypo in den Abteilungen Volkswirtschaft und Immobilien Research in leitenden Positionen. Darüber hinaus war er von 2011 bis 2023 als Professor für Immobilienökonomie an der EBZ Business School in Bochum tätig. In dieser Zeit hat er zahlreiche Lehrbücher und Artikel über immobilienwirtschaftliche Themen verfasst. Mit der ImmobilienResearch Vornholz GmbH verfolgt er das Ziel, die immobilienwirtschaftliche Praxis mit der wissenschaftlichen Diskussion zu verbinden. Unter Anwendung qualitativer und quantitativer Methoden werden dabei immobilienökonomische Zusammenhänge beschrieben, analysiert und bewertet.

Verantwortlich für den Inhalt:

BVT Unternehmensgruppe, Rosenheimer Straße 141h, 81671 München, Tel: +49 89 381 65-0, Fax: +49 89 381 65-201, Internet: www.bvt.de

Eine immowelt Analyse über den Einfluss der Energieeffizienzklasse auf den Angebotspreis von Häusern und Wohnungen zeigt:

Gute Energiebilanz steigert Immobilienwert: Häuser mit bester Energieklasse A+ sind deutschlandweit 25 Prozent teurer als Objekte mit schlechtestem Energiestandard H

Fast 12 Prozent Preisaufschlag für Häuser mit bester Energiebilanz gegenüber mittlerer Energieklasse D; 14 Prozent Abschlag bei niedrigstem Energiestandard

Wohnungskauf: Knapp 11 Prozent Aufpreis für Energieklasse A+ im Vergleich zu Klasse D

Der Energieausweis wird für den Wert einer Immobilie immer wichtiger. Eine gute Energieeffizienzklasse führt zu teils deutlichen Aufschlägen beim Angebotspreis. So kosten Häuser mit der besten Energieklasse A+ in Deutschland durchschnittlich ein Viertel mehr als vergleichbare Häuser mit dem niedrigsten Energiestandard der Klasse H. Und auch im Vergleich zu Immobilien mit mittlerer Energiebilanz verzeichnen besonders energieeffiziente Eigenheime mitunter deutliche Aufpreise. Auf der anderen Seite führt eine schlechte Energieklasse zu spürbaren Preisabschlägen. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt über den Einfluss der Energieklasse auf den Angebotspreis von Häusern und Wohnungen, die in den vergangenen 12 Monaten auf immowelt.de inseriert wurden. Dabei wurde untersucht, wie hoch die durchschnittlichen prozentualen Preisdifferenzen der einzelnen Energieeffizienzklassen gegenüber dem mittleren Energiestandard der Klasse D ausfallen. Also jener Klasse, die in Deutschland bei Wohnimmobilien am häufigsten vorherrscht, wie eine weitere immowelt Studie zeigt. Um den tatsächlichen Preiseinfluss der Energieeffizienzklassen zu bestimmen, wurden andere Einflussfaktoren, wie Baujahr, Größe und Ausstattung, in der Berechnung konstant gehalten.

“Der energetische Zustand einer Immobilie spielt beim Kauf eine immer größere Rolle”, sagt Felix Kusch, Geschäftsführer von immowelt. “Das Heizungsgesetz und die Diskussionen um Klimaschutzziele im Gebäudebereich haben dazu geführt, dass viele Kaufinteressenten hohe Folgekosten für die energetische Sanierung und im Unterhalt fürchten. Wohnimmobilien mit einem niedrigen Energiestandard können daher oft nur mit merklichen Preisnachlässen verkauft werden.”

Häuser: Fast 12 Prozent Aufpreis für beste Energieeffizienz

Besonders groß ist der Preiseinfluss der Energieeffizienzklasse im Segment der Häuser, bei dem freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser betrachtet wurden. Grundsätzlich gilt: Je stärker der Energiestandard bei Häusern von der mittleren Energieeffizienzklasse D abweicht, desto größer fallen die durchschnittlichen prozentualen Auf- und Abschläge beim Angebotspreis aus. So kosten Häuser mit der besten Energieeffizienzklasse A+ im Deutschlandmittel 11,8 Prozent mehr als Eigenheime, die über den mittleren Energiestandard der Klasse D verfügen.

Auf der anderen Seite verzeichnen energiehungrige Häuser deutliche Preisabschläge. Objekte mit der schlechtesten Energieeffizienzklasse H werden im Deutschlandmittel um 13,6 Prozent günstiger angeboten als Eigenheime mit mittlerem Energiestandard.

“Gerade bei Häusern mit schwacher Energiebilanz müssen Käufer vor dem Einzug häufig mit weiteren hohen Kosten rechnen, etwa für die Wärmedämmung oder den Tausch von Heizung und Fenstern”, sagt Felix Kusch. “Allerdings erhöht sich so auch der Verhandlungsspielraum potenzieller Käufer. Oftmals lassen sich bei Häusern mit niedrigem Energiestandard bei Kaufabschluss noch deutliche Nachlässe gegenüber dem Angebotspreis erzielen.”

Wohnungen mit schlechter Energiebilanz knapp 6 Prozent günstiger

Bei Eigentumswohnungen wirkt sich ein niedriger Energiestandard preislich hingegen weniger stark aus als bei Häusern. Wohnungen mit der schlechtesten Energieeffizienzklasse H werden im Deutschlandmittel um lediglich 5,9 Prozent günstiger angeboten als Apartments, die über eine mittlere Energieklasse D verfügen. Das dürfte auch an den begehrten Altbauwohnungen in den attraktiven Großstädten liegen, die trotz oftmals dürftiger Energiebilanz zu hohen Preisen inseriert werden. Zudem müssen Käufer die Sanierungskosten im Gegensatz zu Einfamilienhäusern zumeist nicht alleine stemmen, sondern teilen sich diese mit der Eigentümergemeinschaft.

Eigentumswohnungen mit sehr guter Energiebilanz verzeichnen nichtsdestotrotz deutliche Preisaufschläge: Der prozentuale Aufpreis für Wohnungen mit der Energieklasse A+ gegenüber Objekten mit dem schlechtesten Energiestandard H liegt bei 16,6 Prozent.

Berechnungsgrundlage:

Datenbasis für die Untersuchung waren Wohnungen und Häuser (freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser), die in den vergangenen 12 Monaten auf immowelt.de zum Kauf angeboten wurden. Berücksichtigt wurden lediglich Angebote, die älter als 2 Jahre sind und preislich sowie größentechnisch nicht als Ausnahmen gelten. Für die Berechnung wurde ein hedonisches Modell angewendet, mit dem sich der tatsächliche Effekt der Energieeffizienzklassen auf den Angebotspreis isolieren lässt. Um die Auswirkungen in Prozentzahlen zu bewerten, wurde ein Vergleich mit einem Referenzobjekt mit einer Energieeffizienzklasse D durchgeführt. Dabei wurden alle anderen Merkmale, zum Beispiel Baujahr, Größe und Ausstattung, konstant gehalten.

Verantwortlich für den Inhalt:

Immowelt AG, Nordostpark 3­5, D-­90411 Nürnberg Tel.: 0911/520 25­462, Fax: 0911/520 25­15, www.immowelt.de

Nachfrage nach Immobilien nimmt nach Zinsabschwung deutlich zu – Daten im Überblick: So haben die Deutschen 2023 finanziert

Nach einem Jahr ohne nachhaltige Impulse für den Immobilienerwerb beobachtet die Interhyp Gruppe aktuell eine starke Belebung des Baufinanzierungsgeschäfts. “Die Deutschen verdeutlichen gerade, dass der Traum vom Eigenheim ungebrochen groß ist”, erklärt Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, im Rahmen des Pressegesprächs zum Jahresauftakt.

“Viele Menschen haben den Immobilienkauf 2023 aufgeschoben. Besonders das im Vergleich zur Niedrigzinsphase spürbar höhere Zinsniveau hat dazu geführt, dass viele Kaufinteressierte ihren Wunsch vom eigenen Zuhause nicht umsetzen konnten oder wollten. Seit Jahresende sind die Zinsen für 10-jährige Darlehen nun von mehr als 4,2 Prozent auf rund 3,5 Prozent gefallen – infolgedessen gehen viele Haushaltsrechnungen wieder auf und es lassen sich mehrere zehntausend Euro an Zinskosten sparen”, so Utecht weiter.

Der Januar 2024 war der antragsstärkste Monat überhaupt im Privatkundengeschäft der Interhyp Gruppe, Deutschlands führendem Vermittler privater Baufinanzierungen.

Prognose: Kein erneuter sprunghafter Anstieg der Bauzinsen erwartet

Interhyp geht davon aus, dass sich die Zinsen in nächster Zeit um das aktuelle Niveau von 3,5 Prozent für 10-jährige Darlehen bewegen werden, sollten die makroökonomischen Bedingungen stabil bleiben.

“Insgesamt sehen wir realistische Vorzeichen für eine Erholung, die Stimmung am Markt hat sich aktuell gedreht”, sagt Jörg Utecht. “Die Kombination aus gesunkenen Zinsen, einem großen Angebot an Immobilien, Verhandlungsmöglichkeiten bei den Kaufpreisen und einem generell niedrigeren Preisniveau bei gleichzeitig großem Druck auf die Mietpreise macht die Lage für Kaufinteressierte so attraktiv wie lange nicht mehr.”

Bei den Immobilienpreisen zeigt der Interhyp-Immobilienindex im Januar 2024 erstmals seit einigen Monaten wieder leicht steigende Preise (+0,5%) in Deutschland. Regionale Unterschiede werden mit Blick auf die Metropolen deutlich: In München sind die Immobilienpreise seit November stabil (-0,1%). In Frankfurt gehen die Preise im Januar leicht nach unten (-0,8%). In Hamburg (+1,6%) und Berlin (+0,7%) zeigt sich dagegen erstmals seit März 2023 eine leichte Aufwärtstendenz. Sowohl ältere Immobilien (<1990), als auch jüngere Immobilien (>2010) verzeichnen einen leichten Preisanstieg.

“Der Druck auf die Immobilienpreise könnte durch die erhöhte Nachfrage wieder zunehmen. Für Kaufinteressierte gibt es daher keinen Grund zu warten”, macht Jörg Utecht deutlich.

Impulsloser Markt lässt Baufinanzierungsgeschäft 2023 schrumpfen

So groß die Nachfrage Anfang diesen Jahres ist, so impulslos war der Immobilienmarkt über weite Strecken in 2023. “Nach dem großen Einbruch im Baufinanzierungsmarkt durch die Zinswende in der zweiten Hälfte 2022 haben wir 2023 ein Jahr der Stabilisierung auf niedrigem Niveau erlebt”, erklärt Stefan Hillbrand, CFO der Interhyp Gruppe. “Anders als 2022, als wir im ersten Halbjahr viele Vorzieheffekte gesehen haben und das Geschäft entsprechend gut lief, war 2023 kein Jahr in zwei Hälften. Das hatte auch Auswirkungen auf unsere Ergebnisse.”

In diesem herausfordernden Umfeld konnte die Interhyp Gruppe mehr als 73.000 Menschen den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Das Abschlussvolumen lag bei 17,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 29,0 Mrd. Euro). Das Unternehmen erwirtschaftete einen Rohertrag von 141 Mio. Euro (Vorjahr: 243 Millionen Euro.) Das operative Vorsteuerergebnis liegt bei -29 Mio. (Vorjahr: 61 Mio. Euro).

Interhyp investiert in Zukunftsfähigkeit: Kauf der plattformübergreifenden Immobiliensuchmaschine ThinkImmo

“An unserem Geschäftsmodell, das uns über viele Jahre erfolgreich gemacht hat und von dem wir weiterhin vollstens überzeugt sind, haben diese Zahlen nichts geändert. Wir denken langfristig und sind unseren Weg in 2023 konsequent weitergegangen. Anfang 2024 sehen wir bereits erste positive Signale, dass sich dieser Weg auszahlt”, erklärt Stefan Hillbrand.

In einem herausfordernden Marktumfeld investierte die Interhyp Gruppe weiter in ihre Zukunftsfähigkeit und hat das erste Mal in der Geschichte ein Unternehmen übernommen. Die plattformübergreifende Immobiliensuchmaschine ThinkImmo deckt 99 Prozent des deutschen Immobilienmarktes ab. “Wir sind gerade dabei, ThinkImmo mit Hochdruck in unsere Interhyp-Welt zu integrieren, um unsere Kundinnen und Kunden auch bei der Immobiliensuche noch besser begleiten zu können. Davon versprechen wir uns ein noch besseres Kundenerlebnis”, so Stefan Hillbrand weiter.

“Auch wenn 2023 für unsere Branche und auch für uns kein einfaches Jahr war, erinnert uns das Feedback unserer Kundinnen und Kunden täglich daran, dass unsere Mission, Menschen ins Eigenheim zu bringen, eine großartige ist “, sagt Interhyp-CEO Jörg Utecht. “Unsere Kundinnen und Kunden schätzen unsere persönliche und ehrliche Beratung. Wir setzen uns für beste Konditionen ein und sind ein vertrauensvoller Partner bei der wichtigsten finanziellen Entscheidung im Leben.”

Über Interhyp

Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2023 ein Finanzierungsvolumen von 17,2 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 100 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.

Verantwortlich für den Inhalt:

Interhyp AG, Immobilienfinanzierer, Marcel­-Breuer­-Str. 18, D-­80807 München, Tel: 0049 89 20 30 70, Fax: 0049 89 20 30 75 1000, www.interhyp.de

Nach der Einigung der Ampel-Koalition über den Haushalt 2024 wird es für Vermieter und Mieter schon in diesem Jahr deutlich teurer:

Die Klimaabgabe ist zum 1. Januar 2024 auf 45 Euro pro Tonne Kohlendioxid gestiegen, statt wie ursprünglich geplant auf 40 Euro. Ab 2025 wird sie sich weiter auf 55 Euro je so genanntes Emissionszertifikat erhöhen. Im vergangenen Jahr lag die CO2-Steuer noch bei 30 Euro. Mit der Nebenkostenabrechnung für 2023 werden erstmals auch Vermieter an den CO2-Kosten der Mieter beteiligt. Was kommt nun konkret auf die beiden Gruppen zu?

Mit der CO2-Steuer möchte die Bundesregierung den Verbrauch fossiler Brennstoffe reduzieren, die einen großen Anteil an Treibhausgasen emittieren und so den Klimawandel bekämpfen. Die Verbraucherinnen und Verbraucher sollen dadurch ermutigt werden, ihren Verbrauch zu verringern und auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen. Bei vermieteten Wohnimmobilien müssen die Kosten für den CO2-Preis nach einer gesetzlichen Regelung mit dem sperrigen Namen Kohlendioxidkostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt werden. Maßgeblich ist dabei der Kohlendioxidausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Grundsätzlich gilt: Je schlechter der energetische Zustand einer Immobilie und je höher der Energieverbrauch und somit der CO2-Ausstoß ist, desto größer ist der Anteil, den die Vermieter übernehmen müssen.

Liegt der Jahresverbrauch der vermieteten Wohnimmobilie im besten Fall unter der 12-Kilogramm-Grenze CO2 pro Quadratmeter, hat der Vermieter keinerlei Kosten zu tragen. Sollte das vermietete Objekt im schlechtesten Fall jedoch mehr als 52 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter und Jahr verursachen, zahlen Vermieter 95 Prozent der Kosten, Mieter nur noch den Rest von fünf Prozent.

So wird die CO2-Abgabe ermittelt

Um die CO2-Abgabe korrekt ermitteln zu können, müssen Vermieter zunächst wissen, wie hoch der Energieverbrauch sowie der CO2-Ausstoß ihres Mietobjekts ist. In welche Stufe eine Mietwohnung fällt, lässt sich an der Heizkostenabrechnung ablesen: Seit 1. Januar 2023 sind die Lieferanten von Brennstoffen und Wärme gesetzlich dazu verpflichtet, unter anderem den CO2-Ausstoß und den CO2-Kostenanteil des gelieferten Brennstoffs gesondert aufzuführen. Diese beiden Angaben dienen als Grundlage für die Berechnung und Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Mieter und Vermieter, die in zwei Schritten erfolgt.

Im ersten Schritt werden die Gesamtkosten für die CO2-Abgabe bei Wohngebäuden mit mehreren Wohneinheiten auf die Quadratmeter jeder einzelnen Mietwohnung umgelegt. Dies geschieht anhand folgender Formel: CO2-Gesamtkosten pro Jahr geteilt durch die Gesamtfläche multipliziert mit der anteiligen Wohnungsfläche. Für den zweiten Schritt bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) einen leicht verständlichen Online-Rechner ( https://co2kostenaufteilung.bmwk.de), mit dem sich die Kostenanteile für Vermieter und Mieter berechnen lassen. Das Tool fragt den Gesamtverbrauch des Gebäudes ab und hinterlegt automatisch den CO2-Preis im Abrechnungszeitraum sowie den zugrundeliegenden Emissionsfaktor des angegebenen Brennstoffs. Anschließend ordnet er das vermietete Objekt anhand des errechneten CO2-Ausstoßes pro Quadratmeter und Jahr in die entsprechende Emissionsstufe ein und gibt die prozentualen Anteile für Vermieter und Mieter an den CO2-Kosten an. Mit diesen Prozentwerten lässt sich dann die Steuer zwischen Vermieter und Mieter aufteilen.

Emissionsstufe bestimmt Kostenaufteilung

Folgendes Beispiel zeigt die monetäre Belastung aus der CO2-Steuer für eine einzelne mit Erdgas beheizte Wohnung mit 80 Quadratmeter Wohnfläche: Nach Angaben des Umweltbundesamts liegt der private Energieverbrauch bei durchschnittlich 130 kWh Wärme pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Dies entspräche einem Energieverbrauch von insgesamt 10.400 kWh pro Jahr. Laut BMWK-Rechner würde dieser Verbrauch bei einem CO2-Preis von 30 Euro je Tonne für das Jahr 2023 zu einer CO2-Steuer von rund 67 Euro inklusive Umsatzsteuer führen. 2024 läge dieser Betrag bei etwa 109 Euro. In beiden Jahren wären die Kosten zu 70 Prozent vom Mieter und zu 30 Prozent vom Vermieter zu tragen.

Der BMWK-Rechner berücksichtigt auch Sonderfälle wie Gebäude unter Denkmalschutz. Da hier die staatlichen Vorgaben die Möglichkeiten energetischer Sanierungen für Eigentümer erheblich einschränken, werden diese Objekte weniger stark oder gar nicht am CO2-Preis beteiligt.

Wann Mieter aktiv werden müssen

Mieterinnen und Mieter von Wohnungen mit Etagenheizung oder von gemieteten Einfamilienhäusern, die eigene Verträge bei einem Energielieferanten haben, müssen selbst ausrechnen, wie hoch der CO2-Kostenanteil des Vermieters ist und ihm innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der Brennstoffrechnung eine Forderung darüber schicken. Vermieter können den Betrag entweder erstatten oder im Rahmen der jährlichen Betriebskostenaufstellung verrechnen.

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Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen im Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V., Friedrichstraße 83, 10117 Berlin, Tel: 030 20225-5381, Fax: 030 20225-5385, www.lbs.de

Die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zur Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe für das Jahr 2023 kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe:

“Während die Order im Hochbau von der schwachen Nachfrage im Wohnungsbau gezeichnet sind, sehen wir im Tiefbau eine positive Entwicklung. So mussten die Unternehmen im Wohnungsbau Auftragsrückgänge von nominal 13,5 Prozent, real von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verkraften. Die Order im Tiefbau legten dagegen nominal um 12 Prozent und real um 3 Prozent zu. Im Tiefbau tragen Projekte aus dem Gewerbebau, zur Mobilitätswende sowie zur Energiewende die Entwicklung. So sind im Jahresverlauf Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau in Auftrag gegangen. Auch die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Die Order im Wirtschaftstiefbau schlagen nominal mit plus 26 Prozent zu Buche. Insgesamt legte die Baunachfrage um nominal 3 Prozent zu. Sie verlor real um gut 4 Prozent.

Der Auftragseinbruch im Wohnungsbau hat bis Ende 2023 noch nicht voll auf die Umsatzentwicklung durchgeschlagen, da die Unternehmen noch von ihren Auftragsbeständen zehren können, die jetzt aber aufgebraucht sind. So erreichte der Umsatz im Wohnungsbau ca. 58 Mrd. Euro, nominal einen Rückgang um 6 Prozent, real um 12 Prozent. Im Schlussquartal 2023 hat die Umsatzentwicklung aber bereits deutlich nachgegeben. Hier lag der nominale Rückgang bei 10 Prozent. Für die nächsten Monate ist zu befürchten, dass der Negativtrend anhält.

Umso wichtiger ist es, dass die im Dezember 2023 gestoppten KfW-Förderprogramme für den klimafreundlichen Wohnungsneubau nun wieder anlaufen. Dies kann allerdings nur begrenzt Investitionen reanimieren. Hier braucht es dringend weitere Maßnahmen. Die zusätzlich angekündigten Förderprogramme müssen schnellstens kommen.

Kein Verständnis haben wir für die Verzögerungen bei der Umsetzung des Wachstumschancengesetzes. Hier die Bauwirtschaft gegen die Landwirtschaft auszuspielen, ist unverantwortlich. Die Investoren im Mietwohnungsbau setzen auf die verbesserten Rahmenbedingungen. Ohne bessere Baubedingungen werden wir auch keine spürbaren Impulse sehen. Es muss endlich entschlossen gehandelt werden in der Wohnungsbaupolitik.” So Pakleppa weiter.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes erreichte der Umsatz im Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr insgesamt ca. 162,6 Mrd. Euro, nominal ein Zuwachs um gut 1 Prozent, real ein Rückgang um 5 Prozent. Der Umsatz im Wirtschaftsbau kommt auf 60 Mrd. Euro, nominal ein Plus um 5,5 Prozent, real ein Rückgang um 1 Prozent. Die Umsätze im öffentlichen Bau erreichen 45 Mrd. Euro, nominal ein Plus um 6 Prozent, real ein Rückgang um 1 Prozent. Die Preisentwicklung für Bauleistungen lag im Jahr 2023 bei 7 Prozent.

“Die Zahl der Beschäftigten in allen Betrieben des Bauhauptgewerbes konnte noch knapp auf Vorjahresniveau gehalten werden. Nach 926.600 Beschäftigten in 2022 waren es im Jahresverlauf 2023 ca. 927.800 Beschäftigte. Das zeigt, dass die Bauunternehmen trotz der Nachfragezurückhaltung weiter den Beschäftigtenstand halten wollen. Allen ist klar, dass es potentiell enorme Baubedarfe im Wohnungsbau und bei der Mobilitäts- und Energieinfrastruktur gibt. Diese müssen jetzt schnell – gerade im Wohnungsbau – an den Markt kommen. Sonst wird der Bestand an Fachkräften schwinden. Ohne eine ausreichende Anzahl an Fachkräften werden aber weder ausreichend Wohnungen errichtet, noch die Klima- und Mobilitätswende gebaut.” So Pakleppa abschließend.

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Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin, Tel: 030-20314-409, www.zdb.de

“Ab morgen können für die Programme Klimafreundlicher Neubau (KFN), Genossenschaftliches Wohnen und Altersgerecht Umbauen wieder bei der KfW Anträge gestellt werden”,

so Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in einer Meldung des BMWSB am 19.02.2024. Privathaushalte warten seit Monaten auf die erneute Freigabe des beliebten Zuschusses, der oft bereits nach kurzer Zeit aufgebraucht ist. Daher raten Experten des Verbund Pflegehilfe dazu, nicht lange mit der Beantragung zu zögern.

In den vergangenen Jahren wurde die Freigabe des Zuschusses oft durch bürokratische Hürden verzögert. Im Jahr 2023 wurden die Fördermittel erst im Juli freigegeben. Aufgrund der haushaltswirtschaftlichen Sperre war der Zuschuss bereits vier Monate später, im November 2023, nicht mehr verfügbar – und das obwohl die Fördermittel nicht ausgeschöpft waren. Im Vorjahr war es noch drastischer: Die Fördermittel waren 2022 im Juli freigegeben worden und nach wenigen Wochen, im August, bereits aufgebraucht.

Für 2024 können Betroffene wieder hoffen: Das Gesamtvolumen der zur Verfügung stehenden Fördermittel wurde verdoppelt, es liegen 150 Millionen Euro im Fördertopf (2023: 75 Millionen Euro). Bis zu 12,5 % der förderfähigen Kosten werden als Zuschuss gezahlt, wenn mit dem Umbau der von der KfW definierte Standard “altersgerechtes Haus” erreicht wird, der von einem Sachverständigen geplant sein muss. Dann sind bis zu 6.250 Euro Zuschuss möglich.

Wer eine einzelne Maßnahme fördern lassen möchte, wie zum Beispiel einen Umbau zur ebenerdigen Dusche oder den Einbau eines Treppenlifts, erhält maximal 10 %, bis zu 2.500 Euro Zuschuss. Die Förderung ist altersunabhängig beantragbar. Ein Pflegegrad ist nicht nötig. Wer einen Pflegegrad hat, hat jedoch alternativ die Möglichkeit, 4.000 EUR Zuschuss von der Pflegekasse für sogenannte “Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen” zu erhalten.

Alle Informationen zum KfW-Zuschuss und dem Antragsprozess erhalten Sie auf https://www.pflegehilfe.org/pflegeleistung/kfw-investitionszuschuss-455-b.

Alle Informationen zu Wohnumfeldverbessernden Maßnahmen finden Sie auf https://www.pflegehilfe.org/wohnumfeldverbessernde-massnahmen.

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Pflege steht Ihnen unsere unverbindliche und kostenlose Pflegeberatung unter der Telefonnummer 06131/2652061 täglich von 8-20 Uhr unterstützend zur Seite. Alle Informationen finden Sie rund um die Uhr auf https://www.pflegehilfe.org/.

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VP Verbund Pflegehilfe Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Inge-Reitz-Straße 5-7, 55120 Mainz, Tel: +49 (0) 6131 49 32 040, www.pflegehilfe.de

Interview mit Freddy Kremer, Inhaber Kremer College im Rahmen des SachwerteGipfel am 20.Februar 2024 in München.

Welches Standing hat die KI aktuell im Vertrieb von Finanzdienstleistungen? Wo steht die Branche im Vergleich? Wo und wie wird die KI aktuell erfolgreich eingesetzt? Wie geht es mit der Entwicklung weiter? Warum gehört die KI ganz oben auf die Agenda von Geschäftsführern und Unternehmen?

Interview SachwerteGipfel 2024 zum Thema KI im Vertrieb

Sehen Sie die Antworten zu diesen und weiteren Fragen im Interview von Andy Wanschka und Freddy Kremer anlässlich des SachwerteGipfels in München.

Weitere Informationen: www.SachwerteGipfel.de

Weitere Informationen: www.kremer-college.de

 

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Am 19. und 20.Februar 2024 trafen sich trotz Lufthansastreiks rund 70 namhafte Branchenentscheider zum diesjährigen SachwerteGipfel im Konferenzzentrum Municon am Flughafen München.

Der Tag war gespickt mit interessanten Vorträgen zu den unterschiedlichsten Themenstellungen und informativen Diskussionsrunden. Besonders interessant für alle Teilnehmer war die Präsentation der neuesten Branchenzahlen und die Entwicklung der Branchensegmente über die letzten Jahre, die Uwe Kremer, Chefredakteur kapital-markt intern, ganz aktuell präsentierte. Daran anknüpfend gab eine spannende Diskussionsrunde mit den Branchengrößen einen Blick auf neue und bewährte Assetklassen: Wie lief 2023? Was boomt 2024? Weiter zeigten Christian Prüßing, Redaktionsleiter k-mi und Uwe Kremer in der Diskussionsrunde, zum Thema: „Wachstum oder Stagnation? Die Sachwertbranche zwischen Regulatorik und gesellschaftlicher Relevanz. Wohin führt der Weg der nächsten Jahre?“ den Teilnehmern interessante Perspektiven auf.

Markus Gotzi, Chefredakteur Der Fondsbrief, beschäftigte sich in seinem Themenblock mit den Produktsegmenten Immobilien und Erneuerbare Energien. Große Themen waren hier neue Energiefonds, Nachhaltigkeit und die Diskussion um den Eltif als möglichen Game-Changer für die Branche.

Im Part von Friedrich Andreas Wanschka, Chefredakteur wmd-brokerchannel.de und FinanzBusinessMagazin.de, ging es zunächst in sehr informativen Kurzvorträgen um Digitale Assets, Tokenisierung von Edelmetallen wie Sachwerten und digitale Handelsplattformen. Also wichtige Bausteine für die Zukunft der Branche.

Frank Rottenbacher, Vorstand vom Bundesverband Finanzdienstleistung präsentierte im Anschluss die größte Vermittlerumfrage zum Thema Sachwerte in Deutschland, die viele interessante Aspekte für die Teilnehmer aufzeigte. Wie wichtig ist es für den künftigen Vertrieb bereits jetzt auf KI-Unterstützung zu setzen und warum gehört das Thema KI ganz oben auf die Agenda für jede Geschäftsleitung? Auf diese Fragen hatte Freddy Kremer, Inhaber Kremer College, interessante Antworten parat.

Die Teilnehmer nutzten den Vorabend und besonders die Pausen zum regen Austausch untereinander und das in einer erfrischend, positiven Stimmung.

Das war auch das Ziel der Veranstalter: Ein exklusives Diskussions-Forum zu schaffen mit positiven Impulsen und echten Mehrwert für Top-Entscheider der Sachwertbranche. Danke für das große positive Feedback!

Der nächste SachwerteGipfel findet am 20.Februar 2025 an gleicher Stelle!  www.SachwerteGipfel.de

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Preisfindung, Energie, ESG sowie KI als Kernthemen für europäische Immobilieninvestoren

Savills hat die wichtigsten Themen und Empfehlungen für europäische Immobilieninvestoren im Jahr 2024 herausgearbeitet: Demnach werden für die Branche in diesem Jahr neben der Preisfindung auch die Themen Energie, künstliche Intelligenz sowie ESG zu den entscheidenden Einflussfaktoren gehören.

Insgesamt prognostiziert das internationale Immobilienberatungsunternehmen für die nächsten zwölf Monate ein günstigeres Umfeld und mehr Investmentopportunitäten für europäische Immobilieninvestoren. So wird davon ausgegangen, dass die europäischen Zinssätze in diesem Jahr zu sinken beginnen, während die Renditen der Anleger vorerst weiterhin von Mieterträgen und nicht vom Kapitalzuwachs bestimmt sein werden.

Empfehlungen für Core- / Core-Plus-Strategien

Erstklassige Logistikmärkte in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Spanien, die von einem robusten Mietwachstum und indexgebundenen Mietverträgen profitieren.

Erstklassige zentrale Büroimmobilien mit einem diversifizierten Mietermix in west- und südeuropäischen Märkten mit niedrigen Leerstandsraten und robusten wirtschaftlichen Wachstumsaussichten, einschließlich Paris, Madrid, London West End und Kopenhagen.

Erstklassige Mehrfamilienhäuser in den größten Städten Europas, zunehmend jedoch in Südeuropa.

Kleine und mittelgroße Lebensmittelgeschäfte, insbesondere Discounter mit guter Erreichbarkeit.

Erstklassige Fachmarktzentren in ganz Europa in starken Einzugsgebieten, mit mindestens einem Supermarkt als Ankermieter

Empfehlungen für Value-Add-Strategien

Ältere Büroimmobilien in Innenstadtlagen, die in unterversorgten Märkten saniert werden, z. B. in den deutschen Top-6-Büromärkten.

Moderne Logistikimmobilien mit einer Restlaufzeit von zwei bis drei Jahren, deren Vertragsmiete unter der Marktmiete liegt.

Neue Studierendenwohnheime aufgrund des anhaltenden Anstiegs inländischer und internationaler Studierenden auf dem gesamten Kontinent, noch weiter verstärkt durch die Zunahme von Englischkursen, insbesondere in Südeuropa.

Life Science-Objekte in Nord- und Westeuropa, da die fortschreitende Digitalisierung im Gesundheitswesen die Investitionen in diesem Sektor angekurbelt hat und eine steigende Nachfrage nach Büro- und Laboreinrichtungen in diesem Segment zu beobachten ist – insbesondere in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz.

Rechenzentren in Städten wie Prag, Genua, München, Düsseldorf, Berlin, Mailand, Cambridge, Manchester und Birmingham.

Empfehlungen für opportunistische Strategien

Entstehende Teilsektoren in Industrie und Logistik, darunter Industrial Outdoor Storage (IOS), Selfstorage und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeugen, werden als sehr vielversprechend angesehen.

Umwidmung von Distressed-Immobilien, deren Wert nach Preiskorrekturen stark gesunken ist.

Marcus Lemli, Deutschland CEO und Head of Investment Europe bei Savills, kommentiert: „Am Verkauf interessierte Eigentümer auf dem europäischen Immobilienmarkt stellen derzeit fest, dass potenzielle Käufer allmählich zurückkehren. Wir gehen davon aus, dass eigenkapitalstarke Investoren, die der Konkurrenz beim Erwerb von Core-Immobilien zuvorkommen, mit erheblichen Preisnachlässen belohnt werden. Zu den aktiveren Käufergruppen werden die neueren französischen SCPIs, europäische Versicherungsgesellschaften, Investoren aus dem Nahen Osten und US-Private-Equity-Firmen gehören.”

Mike Barnes, Associate Director European Research bei Savills, fügt hinzu: “Wir gehen davon aus, dass sich die Investitionstätigkeit auf den europäischen Kernimmobilienmärkten im ersten Halbjahr beschleunigen wird, wenn sich die Renditen wieder stabilisieren.”

Savills sieht für 2024 folgende Themen als relevant an:

Preisfindung

2023 war ein Jahr der Preisanpassung bei europäischen Immobilien. Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass der Einlagesatz der Europäischen Zentralbank seinen Höchststand bei 4 % erreicht hat und bis Ende des Jahres auf 2,75 % sinken könnte. Infolgedessen geht Savills davon aus, dass sich Anlegern zahlreiche Möglichkeiten bieten werden, in der Talsohle des Marktes zu kaufen. Wobei der Schwerpunkt auf Gelegenheiten liegt, bei denen die Kapitalwerte entweder überkorrigiert wurden oder bei denen sich die Aussichten auf ein Mietwachstum verbessern könnten.

Energie

Um die Netto-Null-Emissionsziele zu erreichen, muss die Energieintensität des Immobiliensektors in Europa in der nächsten Dekade fast fünfmal schneller sinken als in den letzten zehn Jahren. Das bedeutet, dass der Energieverbrauch pro Quadratmeter im Jahr 2030 etwa 35 % niedriger sein muss als im Jahr 2022. Unternehmen, die ihre Energiekosten senken wollen, werden sich für energieeffiziente Immobilien entscheiden. Die Veränderungen in der Energiegewinnung wirken sich auch auf das Investitionsverhalten im Immobiliensektor aus. Märkte mit unabhängigeren Energiequellen oder einer stärkeren Infrastruktur für erneuerbare Energien könnten auf größeres Interesse bei Investoren stoßen.

Künstliche Intelligenz

Savills geht davon aus, dass KI die Einzelhandels-, Büro- und Logistikimmobilienmärkte in verschiedener Hinsicht erheblich beeinflussen wird. Insbesondere in den Märkten, in denen KI als Ergänzung zu Arbeitskräften eingesetzt wird und zur Produktivitätssteigerung beiträgt, könnte die Branche einen langanhaltenden Nachfrageschub erleben, da sich die Implementierung von KI positiv auf den Lebensstandard in diesen Ländern auswirkt.

ESG

Immobilien, die strengsten Umweltrichtlinien entsprechen, lassen sich schneller vermieten, sind zukunftssicher bei weiterer Verschärfung der Vorschriften, sind kreditwürdiger und haben ein geringeres Liquiditätsrisiko bei der Veräußerung. Savills geht davon aus, dass eine erhöhte Nachfrage und ein verstärkter Wettbewerb unter den Nutzern bei der Anmietung solcher Gebäude zu einem Anstieg der Spitzenmieten führen wird – insbesondere bei unterversorgten Märkten. Dies würde die Einnahmen der Vermieter solcher Gebäude entsprechend steigern.

Verantwortlich für den Inhalt:

Savills Immobilien Beratungs-­GmbH, Taunusanlage 19, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: +49 (0) 69 273 000 ­ 12, www.savills.de

Der Europace Hauspreisindex (EPX) zeigt im ersten Monat des neuen Jahres sich stabilisierende Hauspreise in allen Bereichen.

Die Neubaupreise verzeichnen ein leichtes Plus, die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen sinken nur minimal.

Die Immobilienpreise für Eigentumswohnungen verzeichnen im Januar einen leichten Rückgang um 0,31 Prozent. Im Vorjahresvergleich sanken die Preise um 3,49 Prozent, der Index fällt auf 201,67 Indexpunkte.

Im Januar verhalten sich die Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser stabil bei einem minimalen Preisrückgang um 0,08 Prozent. Der Index geht auf 190,34 Punkte zurück. Innerhalb der letzten 12 Monate gingen die Preise um 4,09 Prozent zurück.

Im Segment der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser ist ein leichter Anstieg der Preise zu vermerken. Diese steigen um 0,72 Prozent und der Hauspreisindex steigt auf 235,61 Punkte. Im Vorjahresvergleich nahmen die Neubaupreise um 2,86 Prozent zu.

Der Gesamtindex bleibt weitestgehend stabil, mit einem minimalen Anstieg um 0,14 Prozent. Der Index erreicht damit 209,21 Indexpunkte. Im Vorjahresvergleich fiel dieser um 1,39 Prozent.

Stefan Münter, Co-CEO und Vorstand von Europace, wirft einen optimistischen Blick auf den Finanzierungsmarkt im Rahmen der neuesten Daten des Europace Hauspreisindex. Die Hauspreise zeigen sich weitgehend stabil. Münter unterstreicht die Langfristigkeit dieses Trends: „Die Neubaupreise zeigen bereits wieder einen leichten Anstieg, während bei Bestandsimmobilien eine Bodenbildung einsetzt. Die Erholung der Zinsmärkte signalisiert ein Ende der Preisrückgänge und wir beobachten bereits eine Belebung der Finanzierungsmärkte. Ab dem ersten Halbjahr 2024 dürfen wir einen positiven Anstieg der Immobilienpreise erwarten, der die Branche noch stärker ankurbeln wird.”

Über den Europace HauspreisIndex EPX

Der Europace HauspreisIndex EPX basiert auf tatsächlichen Immobilienfinanzierungs-Transaktionsdaten des Europace Finanzierungsmarktplatzes. Über Europace werden mit rund 85 Mrd. Euro jährlich über 20 Prozent aller Immobilienfinanzierungen für Privatkunden in Deutschland abgewickelt. Der EPX wurde im Jahr 2005 gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung BBR entwickelt und wird seitdem monatlich erhoben. Der Gesamtindex besteht aus den Daten der Einzelindizes für Bestands- und Neubauhäuser sowie für Eigentumswohnungen. Erläuterungen zur hedonischen Berechnungsmethodik finden Sie unter https://report.europace.de/epx-hedonic/.

Über Europace

Europace, Deutschlands größte Transaktionsplattform für Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkredite, vernetzt über 700 Partnerunternehmen aus den Bereichen Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe. Mehrere tausend Nutzer:innen wickeln monatlich über 30.000 Transaktionen mit einem Volumen von über 6 Mrd. Euro über den Marktplatz ab. In enger Zusammenarbeit mit Vertrieben und Produktanbietern entwickelt Europace nutzerorientierte Finanzierungslösungen, optimal auf die Bedürfnisse der Verbraucher:innen abgestimmt – für ein Finanzieren mit Leichtigkeit.

Die Europace AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Hypoport SE, die an der Deutschen Börse im Prime Standard gelistet ist. Seit 2015 ist Hypoport durchgängig im Auswahlindex SDAX oder MDAX vertreten. Seit 2018 organisiert sich die Europace AG vollständig holakratisch.

Verantwortlich für den Inhalt:

Europace AG, Klosterstraße 71, D­-10179 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 / 4208619, Fax: +49 (0) 30 / 4208619, www.europace.de

vdp-Index weist für Wohnimmobilienpreise Rückgang von 6,1 % aus

Die Preisanpassungen am deutschen Immobilienmarkt hielten auch im vierten Quartal 2023 an: Verglichen mit dem Schlussquartal 2022 fielen die Immobilienpreise um durchschnittlich 7,2 %. Gegenüber dem dritten Quartal 2023 belief sich die Preiskorrektur auf -2,2 %. Damit erreichte der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) einen Wert von 175,2 Punkten (Basisjahr 2010 = 100 Punkte), gleichbedeutend mit einem Minus von 10,0 % im Vergleich zu seinem Höchststand im zweiten Quartal 2022 (194,8 Punkte). Der vdp-Index wird seit 2010 von vdpResearch quartalsweise erhoben und basiert – im Gegensatz zu anderen Immobilienindizes – auf der Auswertung echter Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten. So deckt der Index Quartal für Quartal die Preisentwicklungen auf dem gesamten deutschen Markt für Wohn- und Gewerbeimmobilien ab.

Die Wohnimmobilienpreise gingen im vierten Quartal 2023 – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum (Q4 2023 zu Q4 2022) – um 6,1 % zurück. Gegenüber dem Vorquartal (Q4 2023 zu Q3 2023) gaben sie um 1,6 % nach. Seit ihrem Höchststand im zweiten Quartal 2022 fielen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland um insgesamt 8,4 %. Zuvor hatten sie sich binnen zwölf Jahren mehr als verdoppelt.

Die Einbußen bei den Gewerbeimmobilienpreisen beliefen sich zwischen den Schlussquartalen 2022 und 2023 auf 12,1 %, im Vergleich zum dritten Quartal 2023 auf 4,9 %. Beide Werte stellen die bislang größten im vdp-Index gemessenen Preisrückgänge bei Gewerbeimmobilien dar. Seit dem zweiten Quartal 2022, als die Preise ihren bisherigen Höchststand erreicht hatten, gingen sie um 16,5 % zurück. Zwischen 2010 und 2022 hatten sie sich zuvor um rund 55 % verteuert.

“Eine Trendwende bei den Immobilienpreisen ist noch nicht absehbar.” Jens Tolckmitt

“Hinter der Immobilienbranche liegt ein schwieriges Jahr 2023. Dies zeigt die Preisentwicklung: Auch im vierten Quartal war bei den Preisen noch keine Belebung festzustellen”, stellte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt fest. Eine Trendwende bei den Immobilienpreisen, über die bereits des Öfteren in der Öffentlichkeit spekuliert wird, ist noch nicht absehbar. Auch 2024 wird vorerst schwierig bleiben.”

Wohnimmobilien: Deutliche Anstiege bei Mieten und Renditen

Während die Wohnimmobilienpreise im Vergleich zum direkten Vorquartal einheitlich um 1,6 % abnahmen, zeigten sich im Vorjahresvergleich leichte Differenzen zwischen den einzelnen Objektarten: Selbst genutztes Wohneigentum – dazu zählen Eigenheime und Eigentumswohnungen – verzeichneten seit dem Vorjahresquartal einen Preisrückgang in Höhe von 5,8 %. Die Preise für Mehrfamilienhäuser gaben im selben Zeitraum noch etwas stärker nach: um 6,3 %. Aus beiden Entwicklungen resultierte der Gesamtrückgang der Preise für Wohnimmobilien in Höhe von 6,1 %.

Die Jahresveränderungsrate bei den Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern verharrte wie im Vorquartal bei 5,8 %. Mit 12,9 % nahmen die Renditen, gemessen am vdp-Index für Liegenschaftszinsen, erneut spürbar zu, die Dynamik war jedoch nicht ganz so ausgeprägt wie im dritten Quartal 2023 (+13,5 %).

“Der Wohnraummangel wird weiter zunehmen.” Jens Tolckmitt

“Die Mietentwicklung zeigt: Wohnraum ist in Deutschland weiterhin ein sehr knappes Gut, insbesondere in Ballungsräumen. Angesichts der rückläufigen Wohnungsfertigstellungen müssen wir damit rechnen, dass der Wohnraummangel in den nächsten Jahren noch weiter zunehmen wird. Weiter steigende Mieten wären die Folge. Deshalb bedarf es nun dringend der Umsetzung der Maßnahmen, die im Bündnis bezahlbarer Wohnraum beschlossen worden sind, und auch noch weiterer Maßnahmen”, appellierte Tolckmitt an die Politik.

Top 7: Berlin verzeichnet größte Mietanstiege

In den Top 7-Städten präsentierten sich die Wohnimmobilienpreise etwas resilienter als im gesamten Bundesgebiet: So fielen die Preise in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart im Vergleich zum vierten Quartal 2022 um durchschnittlich 5,1 %, während die Veränderungsrate deutschlandweit -6,1 % betrug. Am stärksten gaben die Preise in München und in Frankfurt am Main mit -6,3 % bzw. -6,1 % nach. Die geringsten Preisrückgänge verzeichneten Köln und Düsseldorf mit -4,4 % und -4,8 %. Die Spanne der Preisentwicklungen zwischen dem dritten und vierten Quartal 2023 bewegte sich zwischen -1,0 % (Köln) und -2,3 % (München).

Unter den Top 7-Städten wies die Bundeshauptstadt jeweils den größten Anstieg bei den Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern (+ 6,7 %) und bei den Renditen (+12,5 %) auf. Hamburg fiel dagegen mit Steigerungsraten von 3,3 % und 9,0 % etwas ab. Im Durchschnitt erhöhten sich die Mieten in den sieben Metropolen um 5,4 %, die Renditen um 11,1 %.

Gewerbeimmobilien: Höchster Mietanstieg bei Einzelhandelsimmobilien

Im vierten Quartal 2023 fiel die Preiskorrektur auf dem Gewerbeimmobilienmarkt (-12,1 % gegenüber Vorjahresquartal und -4,9 % gegenüber Vorquartal) erneut deutlich höher aus als auf dem Wohnimmobilienmarkt. Dazu trug überwiegend die Entwicklung der Büroimmobilienpreise bei, die auf Quartalssicht um 5,2 %, auf Jahressicht um durchschnittlich 13,3 % nachgaben. Etwas weniger ausgeprägt waren die Preisrückgänge bei Einzelhandelsimmobilien, die um 9,0 % bzw. 3,9 % abnahmen, wobei zu konstatieren ist, dass der Abwärtstrend auf dem Einzelhandelsmarkt bereits deutlich länger anhält als bei Büroimmobilien.

Marktstabilisierend wirkten in beiden Assetklassen die am vdp-Liegenschaftszinssatzindex gemessenen Renditeanstiege sowie die Entwicklung der Neuvertragsmieten: So kletterten die Bürorenditen zwischen den Schlussquartalen 2022 und 2023 um 17,5 %. Auch der Zuwachs der Büromieten setzte sich fort (+1,9 %), jedoch nicht mehr so dynamisch wie in den Vorquartalen.

Erstmals seit dem dritten Quartal 2019 wiesen die Neuvertragsmieten im Einzelhandel im Jahresvergleich wieder einen Anstieg auf, der mit +2,5 % gleich eine Bestmarke erzielte: Seit Aufzeichnungsbeginn des vdp-Index im Jahr 2003 gab es kein größeres Wachstum der Neuvertragsmieten bei Einzelhandelsimmobilien, was auf eine erhöhte Investorennachfrage schließen lässt. Darüber hinaus erreichten die Renditeanstiege von Einzelhandelsimmobilien im vierten Quartal 2023 mit 12,7 % ihren mit Abstand höchsten Wert in der Historie des vdp-Index. Damit konnte die bisherige Rekordmarke aus dem zweiten Quartal 2023 (+9,5 %) deutlich übertroffen werden.

“Verhaltene Nachfrage drückt die Büroimmobilienpreise.” Jens Tolckmitt

“Die Immobilienkrise trifft Gewerbeimmobilien stärker als Wohnimmobilien. Besonders im Fokus stehen derzeit die Büroimmobilien, deren Renditen in der Breite offenbar noch nicht das Niveau erreicht haben, das Investoren erwarten. Hinzu kommt: Aufgrund der Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der nach wie vor unklaren Auswirkungen des Homeoffice-Trends auf die benötigte Bürofläche bleibt die Nachfrage nach Büros verhalten, was die Preise weiter drückt. Demgegenüber sind Einzelhandelsimmobilien im Zyklus schon deutlich weiter vorangeschritten, der erste Anstieg der Neuvertragsmieten nach mehr als vier Jahren ist ein Indiz dafür”, stellte Tolckmitt heraus.

Ausblick auf 2024: Neues Preisgleichgewicht noch nicht gefunden

Angesprochen auf seine Prognose für das laufende Immobilienjahr erklärte Tolckmitt: “Zu Beginn des Jahres 2024 befindet sich der Immobilienmarkt weiter im Abschwung, Preisrückgänge halten nach wie vor an. Es bedarf noch einiger Zeit, bis sich Immobilienverkäufer und -Käufer auf ein neues Preisgleichgewicht verständigt haben. Erst dann wird es zu einer spürbaren Belebung des Marktes kommen.”

“Abwärtstendenzen sollten sich im Laufe dieses Jahres merklich abmildern.” Jens Tolckmitt

Mit einer Stabilisierung der Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt könne im kommenden Sommer gerechnet werden, bei den Gewerbeimmobilienpreisen nicht vor Ende dieses Jahres, so Tolckmitt. “Alles in allem dürfte das Immobilienjahr 2024 nach jetziger Erkenntnis zwar auch herausfordernd werden, doch die seit Mitte 2022 bestehenden Abwärtstendenzen sollten sich im Laufe dieses Jahres merklich abmildern.” Darauf deuteten die Zinsstabilisierung, die steigenden Renditen sowie die anhaltenden Mietsteigerungen hin, durch die die Attraktivität von Immobilieninvestments wieder gesteigert werde.

Über den vdp-Immobilienpreisindex

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) veröffentlicht vierteljährlich auf Basis stattgefundener Transaktionen Miet- und Preisindizes zur Entwicklung der Wohn- und Gewerbeimmobilienmärkte. Der durch das Analysehaus vdpResearch erstellte Index ist Bestandteil der Immobilienpreisbeobachtung der Deutschen Bundesbank. Grundlage bilden die von über 700 Kreditinstituten der deutschen Finanzwirtschaft eingelieferten Transaktionsdaten (tatsächlich realisierte Kaufpreise und Mieten) zu ihrem Immobilienfinanzierungsgeschäft.

Die Entwicklung der Teilmärkte sowie sämtliche Indexdaten zu den einzelnen vdp-Immobilienpreisindizes (2003 – 2023) sind in der zugehörigen Publikation dargestellt und als Rohdaten unter www.pfandbrief.de verfügbar. Eine differenzierte Betrachtung der regionalen TOP 7-Wohnungsmärkte inkl. aller Teilsegmente (selbst genutztes Wohneigentum und Mehrfamilienhäuser) ist unter www.vdpresearch.de verfügbar.

Verantwortlich für den Inhalt:

Verband deutscher Pfandbriefbanken e.V., Georgenstraße 21, 10117 Berlin,Tel: +49 30 20915-330, www.pfandbrief.de

Strategische Akquisition: AVIV Germany, Betreiber der erfolgreichen Immobilienplattform immowelt, erwirbt Neuraum Ventures.

Das Proptech ist die führende Hausbau-Plattform in Deutschland und Österreich mit einem jährlichen Vermittlungsvolumen im Milliardenbereich

Neuraum wird Teil der Aviv Group, der neben immowelt führende Immobilienplattformen in Frankreich und Belgien angehören

Hausbau digitalisieren und effizienter gestalten: Geschäftsmodelle und Services der beiden Unternehmen ergänzen sich optimal

Einzigartiges Angebot mit maximaler Reichweite aus einer Hand: Neuraum vermarktet zusätzlich immowelt Hausbau-Produkte

Die Gründer und Geschäftsführer von Neuraum treiben gemeinsam mit dem Team von 40 Mitarbeitern das weitere Wachstum voran

AVIV Germany, Betreiber der erfolgreichen Immobilienplattform immowelt, übernimmt Neuraum Ventures. Das Proptech ist die führende Hausbauplattfom in Deutschland und Österreich und betreibt die 4 reichweitenstarken Portale fertighaus.de, massivhaus.de, bungalow.de und einfamilienhaus.de. Das Berliner Start-up revolutioniert die Hausbaubranche, indem es modernste digitale Lösungen anbietet, die den Bauprozess für Bauunternehmen und angehende Hausbesitzer optimieren und beschleunigen. Die Portale von Neuraum sind die wichtigsten Anlaufstellen für Bauinteressierte im Internet, um ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Für die mehr als 400 Baupartner sind die Lösungen von Neuraum zentral für Erfolg und Effizienz in Vermarktung und Vertrieb. Durch die breite Reichweite unter Hausbauinteressenten und die große Anbieterabdeckung vermittelt der Matching Algorithmus der Plattform ein jährliches Bauvolumen im Milliardenbereich. Die strategische Akquisition kombiniert die Marktposition von immowelt als eine der führenden Immobilienplattformen mit der Expertise von Neuraum im Hausbau.

“Neuraum hat seit der Gründung 2015 hervorragende Arbeit geleistet und äußerst erfolgreich die zentrale Plattform im Hausbaubereich aufgebaut”, sagt Felix Kusch, Geschäftsführer von AVIV Germany. “Wir freuen uns darauf, unsere Kräfte mit den visionären Gründern und dem starken Team von Neuraum Ventures zu bündeln, um gemeinsam weiter zu wachsen.”

“Neuraum hat es geschafft, im speziellen und anspruchsvollen Marktsegment Hausbau die passenden Technologielösungen für beide Marktseiten zu schaffen”, ergänzt Ait Voncke, CEO der AVIV Group. “Diese Fähigkeiten sehen wir als Grundlage für das Segment-Wachstum in Deutschland und Österreich, genauso wie auch in unseren weiteren internationalen Märkten.”

“Als Teil der AVIV Group und gemeinsam mit dem immowelt Team können wir den Erfolg von Neuraum Ventures auf ein neues Level heben”, sagt Dr. Sebastian Keitel, Gründer und Geschäftsführer von Neuraum. “Wir verknüpfen unsere spezialisierte Plattform für den Hausbau, mit der großen Reichweite von immowelt.de sowie den internationalen Wachstumsperspektiven durch AVIV, als eines der weltweit größten digitalen Technologieunternehmen im Bereich Immobilien. Meine Geschäftsführerkollegen und ich freuen uns sehr, gemeinsam mit dem Team von Neuraum diese erfolgreiche Zukunft mitzugestalten.”

Wachstumspotenzial durch ergänzende Geschäftsmodelle

Die AVIV Mission ist es, künftig alle Schritte der Immobilientransaktion zu digitalisieren, um diese so unkompliziert und einfach wie möglich zu gestalten. Das passt perfekt zur Vision von Neuraum, den Hausbau stressfrei, umweltfreundlich, erschwinglich und für jeden zugänglich zu machen. Neuraum übernimmt mit seiner ausgewiesenen Vermarktungskompetenz zusätzlich die Verantwortung für den Vertrieb der Hausbau-Lösungen von immowelt. Haushersteller profitieren somit von der gemeinsamen Reichweite von immowelt und Neuraum und können auf ein Leistungsspektrum zugreifen, das in dieser Form einzigartig im Markt ist: 7 Portale erreichen Millionen bauwillige Nutzer und garantieren eine maximale Reichweite in der relevanten Zielgruppe. Über den Matching-Algorithmus sowie eine intelligente Vorqualifizierung wird sichergestellt, dass Baupartner schnell und effizient mit den passenden Kunden zusammengeführt werden. So sind hochwertige Abschlusschancen für Baufirmen und zufriedene Häuslebauer garantiert.

Neuraum Team bleibt an Bord, um Geschäftserfolg auszubauen

Neuraum schließt sich dem Portfolio der AVIV Group an, zu der einige der bekanntesten Immobilienwebseiten und Proptechs wie immowelt, SeLoger und MeilleursAgents in Frankreich sowie Immoweb in Belgien mit insgesamt mehr als 2.000 Mitarbeitern gehören. Neuraum Ventures wird als Teil der AVIV Group seinen erfolgreichen Weg weitergehen und den Geschäftserfolg ausbauen. Die drei Gründer und Geschäftsführer von Neuraum, Henrik Blank, Dr. Erik R. Fasten und Dr. Sebastian Keitel, bleiben im Unternehmen, um mit dem Team von 40 Mitarbeitern diese erfolgreiche Zukunft zu gestalten.

Über Neuraum

Neuraum ist die führende Hausbauplattfom in Deutschland und Österreich und betreibt die 4 reichweitenstarken Portale fertighaus.de, massivhaus.de, bungalow.de und einfamilienhaus.de. Das Unternehmen verändert die Hausbau-Branche grundlegend: Mit Hilfe modernster digitaler Lösungen vereinfacht es den Bauprozess für Baufirmen und angehende Hausbesitzer. Die Vision ist, Hausbau stressfrei, umweltfreundlich, erschwinglich und für alle zugänglich zu machen. Für mehr als 400 Baupartner sind die Lösungen von Neuraum zentral für Erfolg und Effizienz in Vermarktung und Vertrieb. Durch die breite Reichweite unter Hausbauinteressenten und die große Anbieterabdeckung vermittelt der Matching Algorithmus der Plattform ein jährliches Bauvolumen im Milliardenbereich. Innovative Softwarelösungen unterstützen zudem die Baupartner über den gesamten Hausbauprozess, vom Marketing und Kontaktmanagement bis hin zur Hausplanung und Angebotserstellung.

Über AVIV Germany

Die AVIV Germany GmbH ist Anbieter reichweitenstarker Portale und Dienstleistungen für die Immobilienindustrie. Zum Portfolio gehören die erfolgreichen Marken immowelt, immonet, umzugspreisvergleich, bauen, immosolve und estate, die zu den führenden Seiten und Services in Deutschland und Österreich gehören. Die digitalen Lösungen von AVIV Germany bringen Eigentümer, Immobilienprofis und Suchende erfolgreich zusammen und helfen den Akteuren der Immobilienwirtschaft bei der effizienten Verwaltung und Vermarktung ihres Immobilienbestands. Dank jahrzehntelanger Erfahrung und breitem Immobilien-Know-how kreiert AVIV Germany so das perfekte Erfolgserlebnis für Mieter und Vermieter, Immobilienprofis, Immobilieneigentümer und Käufer.

AVIV Germany ist Teil der AVIV Group, einem der größten digitalen Immobilien-Tech-Unternehmen der Welt. Neben den Portalen der AVIV Germany GmbH gehören weitere führende Immobilien-Onlinemarktplätze und Proptechs in Frankreich, Belgien und Israel zur AVIV Group, die Teil der Axel Springer SE ist.

Verantwortlich für den Inhalt:

AVIV Germany GmbH, Nordostpark 3-5, 90411 Nürnberg, Tel: +49 (0)911/520 25-808, www.immowelt.de

Seit dem vierten Quartal 2023 verzeichnet die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) einen deutlichen Schub bei der Nachfrage und bei den Abschlüssen.

In einem nach wie vor herausfordernden Umfeld stabilisieren sich die Preise allmählich. Die WI, ein Unternehmen der W&W-Gruppe, blickt deshalb vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2024.

Zwischen Juli 2022 und September 2023 hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen kontinuierlich erhöht, was zum Ende des Immobilienbooms führte. Viele potenzielle Käuferinnen und Käufer verschoben ihre Kaufpläne oder gaben sie aufgrund der schwierigen finanziellen Situation auf.

Dies führte zu einem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen. Expertinnen und Experten prognostizierten Mitte 2023 sogar Rückgänge von bis zu 30 Prozent im Jahresvergleich. Dank eines starken Schlussspurts im vierten Quartal 2023 waren die Rückgänge bei der WI jedoch weniger stark ausgeprägt: Die Anzahl der Vermittlungen der WI sank im Jahr 2023 um 9 Prozent auf knapp 1.900 Wohnimmobilien. Einfamilienhäuser, die die Hälfte der WI-Geschäfte ausmachen, konnten auf hohem Vorjahresniveau gehalten werden.

Rückgang bei Vermittlungsfällen moderat

Trotz des moderaten Rückgangs bei den Vermittlungen konnte sich die WI im Gesamtjahr nicht den allgemeinen Preisrückgängen im Markt mit Auswirkungen auf die eigenen Courtageerträge entziehen. Die Courtageerlöse sanken daher 2023 insgesamt um 18 Prozent auf 26,7 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die WI hat bereits vor 2023 ihre Risikosteuerungsanforderungen für Vermittlungsaufträge im Neubaubereich erhöht, um Insolvenzrisiken für ihre Kundschaft zu vermeiden. Verkaufsaufträge von Bauträgern wurden aufgrund der Risikoaversion deutlich reduziert.

Immobilienmarkt entspannt sich allmählich

Die steigenden Immobilienangebote und ab Mitte des Jahres 2023 die zunehmende Verkaufsbereitschaft zu angepassten Preisen waren ein deutliches Signal eines sich verändernden Marktes. Die Maklerinnen und Makler der WI, spezialisiert in der Immobilienbewertung und als Fachmakler für Gebäudemodernisierung, spielten mit ihrer Fachkompetenz eine wichtige Rolle bei der Überzeugung und Einigung der Kaufparteien. Zu nennen sind aktuelle Marktpreisermittlungen und die Bewertung des energetischen Gebäudezustands als Grundlage neuer Marktrealitäten.

Die Zahl der bundesweit tätigen Maklerinnen und Makler im Außendienst der WI stieg im Jahr 2023 von 206 auf 229. „In einem schwierigen Marktumfeld hat sich unser Geschäftsmodell als Zugpferd für Bewerberinnen und Bewerber erwiesen. Unsere starke Marke, Bestnoten bei Kundenbefragungen, die Einbindung in das Öko-System der W&W-Gruppe und eine erstklassige Bonität überzeugen Unternehmerpersönlichkeiten, sich uns anzuschließen“, sagt Jochen Dörner, Sprecher der Geschäftsführung der WI.

Ausblick auf 2024

Für das Jahr 2024 ist die WI vorsichtig optimistisch, wobei die Zinsentwicklung und die Förderzuschüsse für die Gebäudemodernisierung entscheidend für die Nachfrage und die Abschlussbereitschaft sein werden. Die rechtlichen Rahmenbedingungen stehen durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) fest, und staatliche Förderprogramme sind für 2024 in Kürze verfügbar. Im Verkauf wird es darum gehen, einen Konsens bei der Preisbildung von Bestandsimmobilien, auch unter Berücksichtigung von Fördermöglichkeiten, herzustellen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Wüstenrot & Württembergische AG, Gutenbergstraße 30, D-70176 Stuttgart, Telefon: +49 711 662 – 0, www.ww-ag.com

Langfristig vermietetes, modernes Bürogebäude „AGAPES“ mit BREEAM ‘very good’ Zertifizierung trägt zur weiteren Diversifikation des Immobilienportfolios bei

Die KanAm Grund Group hat für einen ihrer Immobilien-Spezialfonds das Objekt „AGAPES“ in Villeneuve d’Ascq, im Großraum Lille in Frankreich erworben. Langfristiger Mieter der Immobilie ist die Unternehmensgruppe Agapes S.A. – die Food-Sparte der in Frankeich sehr renommierten “Association familiale Mulliez” (AFM).

Sascha Schadly, Managing Director bei der KanAm Grund Group, sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir „AGAPES“ für die institutionellen Anleger einer unserer Spezialfonds erwerben konnten. Die Transaktion zeigt einmal mehr, dass wir auch in einem herausforderndem Marktumfeld wie dem aktuellen in der Lage sind, erstklassige Objekte für unsere Anleger zu selektieren und zu erwerben.“

„AGAPES“ erfüllt hohe Standards  

Das Ende 2020 fertiggestellte moderne multifunktionale Bürogebäude umfasst eine Gesamtfläche von knapp 9.000 Quadratmetern. Es besteht aus zwei Untergeschossen, einem Erdgeschoss und zwei Obergeschossen. Zwei große Innenhöfe sorgen für eine sehr gute Tageslichtdurchflutung und die ansprechende Architektur garantiert eine hohe Aufenthaltsqualität. Die Mietflächen zeichnen sich durch hochwertige Ausstattung aus. Die modern gestalteten Grundrisse mit Kommunikationszonen entsprechen den hohen Anforderungen der „New Ways of Working“, auf die auch Agapes als Mieter großen Wert legt. Zudem erfüllt die Immobilie hohe Nachhaltigkeitsstandards, die mit einer BREEAM ‘very good’ Zertifizierung belegt werden können.

Lage und Mieter der Immobilie

Das Objekt „AGAPES“ befindet sich in der 4 rue de l’Espoir / 2 rue du Moulin de Lezennes in Villeneuve d’Ascq, in einem sehr etablierten und modernen Viertel.

Die Immobilie verfügt über eine sehr gute Verkehrsanbindung. Über die M146 ist das Zentrum von Lille in 10 Minuten erreichbar. Mehrere Autobahnen befinden sich in direkter Umgebung. Mit der Metrolinie M1 besteht eine gute Anbindung an den ÖPNV und den Bahnhof Lille Europe.

Der künftige langfristige Mieter des Objektes, die Unternehmensgruppe Agapes S.A., wurde 1971 gegründet und hat weltweit über 7.300 Mitarbeiter. Zur Gruppe gehören neun Marken aus dem Food-Bereich, u.a. Pizza Paï, Flunch und So Good. Insgesamt gibt es knapp 300 Restaurants mit Standorten in Frankreich, Kanada, Italien, Luxemburg und Brasilien. Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe Agapes ist die “Association familiale Mulliez”, die sich im Besitz der Familie Mulliez befindet. Neben Agapes gehören u.a. die Sportartikelkette Decathlon, Auchan, die Hypermarktkette eines der weltgrößten Einzelhandelsunternehmen sowie der Bekleidungshersteller KIABI und LEROY MERLIN, ein Einzelhändler für Heimwerker und Gartenartikel zum Familienkonzern.

Die Agapes-Gruppe ist im Besitz der Familie Mulliez. Neben Agapes besitzt diese Familie Beteiligungen an anderen Unternehmen, die mit dem Einzelhandel verbunden sind (dazu gehören u.a. eine Sportartikelkette, eine Hypermarktkette, eine Bekleidungskette sowie ein Einzelhandelsunternehmen für Heimwerker- und Gartenprodukte). Die Marken prägen die unmittelbare Umgebung in Villeneuve d’Ascq und sind stark mit der Region verknüpft. Darüber hinaus befindet sich dort das Multifunktionsstadion Lille Mauroy (Decathlon Arena) sowie das Einkaufszentrum V2. Es gibt zudem eine Universität, zahlreiche Wohnungen, Bürogebäude, Restaurants, Einzelhändler und Kinos usw.

Der Großraum Lille liegt im Zentrum der großen europäischen Hauptstädte und gilt als bedeutendes Wirtschaftszentrum im Norden Frankreichs. Mit rund 1,2 Millionen Einwohnern ist die Metropolregion nach Paris, Lyon und Marseille der viertgrößte Ballungsraum Frankreichs. Die drei größten Städte sind Lille, Villeneuve d’Ascq und Roubaix.

Die KanAm Grund Group wurde bei der Transaktion von Carol Santoni und dem Notariat Victoires rechtlich beraten. Der Verkäufer wurde von Jones Lang LaSalle beraten.

Über die KanAm Grund Group

Die KanAm Grund Group wurde im Oktober 2000 in Frankfurt am Main gegründet. In den vergangenen rund 24 Jahren hat sich das konzernunabhängige deutsche Unternehmen zu einem internationalen Immobilienspezialisten entwickelt. Neben dem Hauptsitz in Frankfurt am Main gibt es Niederlassungen in London, Luxemburg, Madrid, München, Paris sowie Atlanta mit über 125 Mitarbeitern/-innen.

Als sogenannter „One-Stop-Shop“ mit Fokus auf Büroimmobilien deckt die Unternehmensgruppe sowohl in Deutschland als auch im europäischen Raum umfassend die Risikoklassen Core, Core+, Value Add und Development ab – im Rahmen von Immobilien-Spezialfonds, Separate Account Lösungen und Club Deals sowie Offenen Immobilienfonds. All diese Leistungen können über die KanAm Grund Institutional, die KanAm Grund Real Estate Asset Management oder die KanAm Grund Privatinvest erbracht werden. Der Anlagefokus liegt auf Deutschland, Europa und Nordamerika. In diesen Märkten hat die KanAm Grund Group einen exzellenten Zugang zu attraktiven Objekten. Zielgruppe sind sowohl institutionelle Investoren, als auch Privatanleger.

Seit ihrer Gründung hat die KanAm Grund Group ein Transaktionsvolumen von über 30 Milliarden Euro bewegt und verwaltet rund 7 Milliarden Euro an Investorengeldern. Davon stammen rund 80 Prozent von institutionellen Investoren, 20 Prozent entfallen auf Privatanleger.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt sowohl auf Unternehmens- als auch auf Fondsebene eine große Rolle. Die KanAm Grund Group ist Mitglied bei führenden Nachhaltigkeitsvereinigungen wie UN PRI, GRESB, U.S. Green Building Council und dem ECORE ESG-Circle of Real Estate. Die Zertifizierung der einzelnen Immobilien erfolgt nach internationalen Nachhaltigkeitsstandards, wie z.B. BREEAM, LEED, DGNB und HQE.

Mit der Erweiterung ihrer Leistungspalette um Green Real Estate Solutions by KanAm Grund Group bietet der Immobilienspezialist innovative und 360 Grad umfassende Nachhaltigkeitsdienstleistungen für institutionelle Anleger.

Verantwortlich für den Inhalt:

KanAm International GmbH, Widenmayerstr. 6, D ­80538 München, Tel.: 089/210101­0, Fax: 089/210101­18, www.kanam.de

KI wird in den kommenden Jahren unser aller Leben umkrempeln.

Die Technologie wird zum persönlichen Assistenten und uns beispielsweise bei Bank- und Immobiliengeschäften unterstützend begleiten. Wie das konkret aussehen wird, zeigt das Beispiel eines Hauskaufs im Jahr 2035. Die Unternehmensberatung Cofinpro wirft einen Blick in die Zukunft, aber nicht in die Glaskugel. Denn vieles könnte die KI heute schon leisten.

Myzelia Maier zieht in die Nähe von Berlin. Nach vielen Jahren in einer Mietwohnung macht sich die 31-jährige Biotechnologin auf die Suche nach ihrer ersten eigenen Immobilie und erkundet dafür mit ihrem Schwebe-Fahrzeug den Berliner Speckgürtel. Sie lässt sich von ihrem Navigationssystem leiten, das ihre Vorlieben genau kennt. In einer schönen Umgebung leuchtet vor einer interessanten Immobilie eine Werbeanzeige auf dem Fahrzeugdisplay auf: Haus zu verkaufen!

Zwar handelt es sich um ein etwas älteres Bestandsobjekt aus dem Jahr 2013 mit nur dreifach verglasten Fenstern und einer veralteten Grundwasserwärmepumpe, aber das lässt sich sanieren. Location, Größe und Raumaufteilung passen perfekt. Sie weiß: It’s a match! Um keine Zeit zu verlieren, informiert Myzelia ihre Hausbank per Sprachbefehl über das Kaufinteresse und gibt grünes Licht für die Ausarbeitung möglicher Finanzierungsszenarien. Per Knopfdruck übermittelt sie auch die im Web 4.0 verfügbaren Objekt- und Verkäuferdaten.

In der Bank macht sich der KI-Concierge sofort an die Arbeit und prüft in einem ersten Schritt die Plausibilität der Objektdaten sowie die Seriosität des Maklers. Darüber hinaus vergleicht er die Immobilie mit ähnlichen Angeboten am Markt und gibt eine erste Einschätzung zur Preisvorstellung ab. Auf Basis der vorliegenden Informationen und Benchmarks erstellt die KI auch erste Prognosen über den zu erwartenden Modernisierungsbedarf und den Spielraum für Preisverhandlungen.

Das Leben verläuft nicht immer geradlinig

Durch die Analyse der Wallet- und Kontoumsätze sowie der Kreditkartennutzung und der aktuellen Lebenssituation von Myzelia erhält die KI einen guten Überblick über ihre finanzielle Situation. Auf Basis dieser Informationen werden verschiedene Finanzierungsvarianten erstellt, die auch mögliche Zukunftsszenarien für unterschiedliche Lebensphasen und Karriereverläufe berücksichtigen.

Für die junge Biotechnologin ist das wie ein Blick in die Glaskugel, nur dass sie ihr Schicksal aktiv steuern kann: Was passiert, wenn sich die familiäre oder berufliche Situation ändert? Wie wirkt sich größtmögliche Flexibilität auf die Finanzierung aus? Wie lassen sich schnelle Amortisation und komfortable monatliche Liquidität unter einen Hut bringen? Die verschiedenen Möglichkeiten und Optionen werden von der KI detailliert dargestellt, erläutert und für die weitere Bearbeitung gespeichert. Begleitend zum Finanzierungsangebot gibt die Bank eine Empfehlung mit verschiedenen Vor- und Nachteilen ab – auch im Vergleich zu Mitbewerbern.

Da das recht alte Gebäude grundlegend saniert werden muss, bietet der KI-Concierge noch einen besonderen Service: Über angebundene Handwerkerportale werden die in Frage kommenden Gewerke abgefragt, um die Sanierungskosten schnell abschätzen zu können. Und als besonderes Goodie für Myzelia sucht die Bank auch gleich die passenden Förderprogramme heraus.

Online-Tour mit Gestaltungs- und Umbauvorschlägen

Myzelia ist begeistert von den zahlreichen Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten für den Hauskauf. Beim Blick auf mögliche Alternativen stellt sie aber auch fest: Ein vom Bank-System genanntes Objekt in unmittelbarer Nachbarschaft entspricht eher ihren Vorstellungen und ist zudem preislich attraktiver. Vor allem die kalkulierten Modernisierungs-, Versicherungs- und Nebenkosten sind deutlich niedriger.

Kurzerhand beauftragt sie den KI-Concierge, den Kontakt zum Makler der besser passenden Immobilie herzustellen. Parallel dazu ruft die Anwendung alle verfügbaren Grundrisse und Bilder aus dem Web 4.0 ab und bietet ihr eine Online-Besichtigung an. Der virtuelle Rundgang durch das Haus wird durch interaktive Design- und Umbauvorschläge ergänzt, um verschiedene Wohnkonzepte und Einrichtungsstile für die angebotene Immobilie bildlich darzustellen. Schnell wird ihr klar: Das Gebäude und die vorgeschlagenen Wohnideen passen super zu ihr.

Die perfekt aufbereiteten Finanzierungsoptionen und die gute Rundum-Betreuung haben Myzelia überzeugt: Sie kauft die Immobilie und entscheidet sich für ein individuell zusammengestelltes Finanzierungskonzept. Sie nutzt ihren digitalen Identitätsservice für eine rechtsverbindliche Unterschrift unter den Kaufvertrag. Die KI vereinbart daraufhin den Online-Notartermin für den nächsten Tag. Unmittelbar nach dem Termin wird der Grundbuch-Token ausgetauscht und sie kann den Wohnungswechsel in die Wege leiten. Dafür beauftragt die KI das gewünschte Umzugsunternehmen mit einem Termin in 14 Tagen.

Der Aufstieg zum Service-Champion

Am Abend feiert Myzelia den Immobilienkauf gemeinsam mit ihrer Mutter, die ebenfalls begeistert vom Haus und beeindruckt vom Servicepaket der Bank ist. Im Vergleich zu ihrem eigenen Hauskauf vor 15 Jahren liegen Welten zwischen Qualität, Schnelligkeit, Service und Finanzierungsoptionen.

Rückblickend ist es für Myzelias Mutter immer noch erstaunlich, wie sich die Banken innerhalb weniger Jahre als Service-Champions etablieren konnten. Dabei begann der Wandel für die Kundinnen und Kunden zunächst eher unscheinbar: Die Bürokratie nahm ab, die Banken verlangten immer weniger Unterlagen. Gleichzeitig wurden Entscheidungen immer schneller getroffen.

Ausgangspunkt dieser Entwicklung war unter anderem, dass die Banken ihr Dienstleistungsverständnis weiterentwickelten und verstärkt Kooperationen mit Partnern eingingen. Gemeinsam mit diesen wurden dann neue Produkte und Services angestoßen, entwickelt und umgesetzt. Zusätzlichen Rückenwind erhielten die Institute durch eine neue Generation von KI-Tools. So konnten viele Analysen, Bewertungen und Einschätzungen, die früher langwierige Abstimmungen mit den Mitarbeitenden erforderten, plötzlich in Sekundenschnelle getroffen werden.

Nach und nach übernahm die KI immer mehr Aufgaben in der Bank. So wurden die verfügbaren Informationen immer häufiger vom Computer neu interpretiert, um ein individuelles, auf die Lebenssituation und die Immobilie zugeschnittenes Angebot abzuleiten. Schnell entwickelte sich eine Win-Win-Situation: Je mehr Informationen zur Verfügung standen, desto besser wurde das Angebot. Bank und Kundschaft profitierten gleichermaßen.

Richtig komfortabel wurde es, als die Banken begannen, gemeinsam mit Unternehmen aus der Bau-, Immobilien- und Technologiebranche digitale Dienstleistungen zu entwickeln. Dazu vernetzten sie sich mit den Ökosystemen branchenfremder Unternehmen. Kundinnen und Kunden erhielten so die Möglichkeit, zahlreiche Dienstleistungen aus einer Hand zu beziehen, anstatt sich mühsam um jedes Detail einzeln kümmern zu müssen. Im nächsten Entwicklungsschritt wurden bei der Beantragung einer Finanzierung nicht nur Angebote für die Renovierung des Badezimmers eingeholt, sondern die Unternehmen direkt beauftragt und in die Finanzierung einbezogen.

Die Bank als Partner im täglichen Leben

Für Myzelia sind Vorgänge wie der Eintrag ins digitale Grundbuch oder die Vernetzung verschiedener Gewerke und Zulieferer zu selbstverständlichen Kleinigkeiten geworden. Die Bank hat einen zentralen Platz in ihrem Leben eingenommen und ist tägliche Anlaufstelle für kleine und große Dienstleistungen. Dass sich ihre Mutter früher oft als Antragstellerin oder Bittstellerin gefühlt hat, kann sie sich gar nicht mehr vorstellen.

Allein die vielen Unterlagen, die ihre Mutter für ihre Baufinanzierung vor 15 Jahren zusammensuchen musste, die vielen Telefonate mit der Bank, den Handwerkern, dem Notar, die vielen Termine vor Ort und vieles mehr – schrecklich. Im Vergleich dazu wird Myzelia klar, wie viel einfacher ihr Leben heute ist und wie sehr sich die Bank einer ganzheitlichen und aktiv gelebten Kundenorientierung verschrieben hat – unabhängig vom eigenen Geschäft und Prozessablauf.

Von der Vision zur Realität

Ist diese Geschichte vom Hauskauf Science-Fiction oder nahe Zukunft? Fakt ist: Ein solches Kundenerlebnis bei der Finanzierung könnte in weiten Teilen heute schon Realität sein. Viele Visionen lassen sich mit den vorhandenen technischen Mitteln bereits jetzt umsetzen, der beschriebene Weg zur Traumimmobilie ist also durchaus denkbar.

Über Cofinpro

Cofinpro unterstützt Deutschlands führende Banken und Fondsgesellschaften in der Management-, Fach- und Technologieberatung. Zu den Kunden zählen große Geschäfts-, Landes- und Förderbanken sowie die genossenschaftliche Finanzgruppe. Gegründet 2007 als mitarbeitergetragene Aktiengesellschaft beschäftigt die Unternehmensberatung inzwischen rund 250 Bank- und Technologieexperten. Das Haus hat 2023 zum 13. Mal in Folge vom Great Place to Work® Institut die Auszeichnung als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands erhalten.

Verantwortlich für den Inhalt:

Cofinpro AG, Untermainkai 27-28, 60329 Frankfurt am Main, Tel +49 (0) 69 – 299 20 87 60, Fax +49 (0) 69 – 299 20 87 61, www.cofinpro.de

Weitere Abwertung der Portfoliowerte erwartet: Abwertungen der Portfoliowerte zwischen 4 % und 12 % trotz positiver Effekte aus Indexierungen zum Jahresende.

Rezessives wirtschaftliches Umfeld: Der schwache Start der Realwirtschaft 2024 könnte die operative Performance zunehmend belasten.

Handelsgewinne aus Immobilienverkäufen kaum zu erwarten: Bei den Immobilienentwicklern bleibt die Verunsicherung und große Zurückhaltung für neue Projekte wohl bestehen. Der Fokus auf Einsparungen und Cashflow-Management bestimmt das Handeln. Bei allen Gesellschaften werden Dividendenausschüttungen gründlich überdacht und meist nicht erfolgen.

Assetklasse Büro weiterhin mit großer Skepsis: Marktteilnehmer mit dem Fokus auf „Office“ werden von Investoren weiterhin kritisch beurteilt. Hieraus resultiert eine entsprechende Kaufzurückhaltung. Das gilt sowohl für die Aktien der Unternehmen als auch für mögliche Verkäufe aus deren Immobilienbestand, die die Bilanz entlasten würden.

Steigende Finanzierungskosten und höhere Eigenkapitalanforderungen: Die Cost of Debt sollten 2024 um rund 20 bis 60 Basispunkte steigen. Generell werden die Banken ihre restriktive Politik des letzten Jahres fortsetzen und höhere Eigenkapitalbeteiligungen einfordern. Steigende Finanzierungsaufwendungen und höherer Eigenkapitaleinsatz könnte die Gewinne in den nächsten drei oder vier Jahren um 20 % bis 30 % pro Jahr reduzieren.

Bedeutung der ESG-Konformität der Portfolios nimmt weiter zu: Das gilt für die Anforderungen der finanzierenden Banken genauso wie für den Anleihemarkt. Zukünftig wird die Bedeutung von Green Bonds im Immobiliensektor weiter zunehmen. Liegenschaften, die nicht dem modernen Standard entsprechen stehen bei Verkauf oder Vermietung verstärkt unter Druck.

Rezessive Wirtschaft

Das Jahr 2023 war sicherlich als große Bewährungsprobe für die Branche zu sehen. Der rasante und vor allem steile Zinsanstieg, der schon Mitte 2022 begann, setzte sich 2023 fort. Die Politik vieler Banken bei der Kreditvergabe wurde wesentlich restriktiver. Dies gilt sowohl für die Anforderungen an das zu erbringende Eigenkapital als auch bei den wesentlichen Covenants. Hinzu kam 2023 – nach einem corona- und kriegsbedingt sehr mageren Wachstum 2022 – ein Abgleiten der deutschen Wirtschaft in die Rezession. Die Aussichten für eine ordentliche wirtschaftliche Erholung sind eher gering. Der Kampf gegen die Inflation wird für die Zentralbanken im Vordergrund stehen. Gegebenenfalls reicht es für eine zaghafte Reduzierung der Leitzinsen im Laufe des Jahres. Die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen aktuell für die Jahre 2024 und 2025 mit Wachstumsraten lediglich in einer Bandbreite zwischen 0 % und 1,0 %. Selbst das könnte sich als zu positiv herausstellen, da aktuelle Zahlen zum Konsum auf eine recht große Zurückhaltung in der Bevölkerung deuten. Hieraus könnten sich zunehmend negative Implikationen für den Mietmarkt ergeben, die die operative Performance der Bestandshalter zusätzlich belasten könnte.

Geringe Transaktionsvolumina

Die Transaktionsvolumina im deutschen Immobilienmarkt entsprachen dem schwierigen ökonomischen Umfeld und waren sehr niedrig. Nach Erhebungen von JLL ergab sich in den ersten neun Monaten 2023 ein Rückgang am Transaktionsmarkt von 57 % auf nur noch 23 Mrd. Euro. Die börsennotierten Immobiliengesellschaften warten entweder auf höhere Verkaufspreise, um keine Bewertungsverluste zu realisieren; oder anders ausgedrückt: die potenziellen Käufer warten auf bessere Finanzierungskonditionen, damit die erworbenen Liegenschaften auch wirklich „value accretive“ für die eigene Bilanz sind. Der Bid-Ask-Spread ist somit in Deutschland weiterhin besonders hoch, was sich negativ auf das Transaktionsvolumen auswirkt. Da die Europäische Zentralbank den Leitzins im September noch einmal um 25 Basispunkte angehoben hat, brachte auch das vierte Quartal nach unserer Einschätzung keine nennenswerte Belebung bei den Transaktionen. 2023 wird in Summe um mindestens 50 % unter dem zehnjährigen Durchschnitt bleiben. Wenn es Transaktionen gab, dann meistens kleinteilige Deals in einer Größenordnung von 20 bis 60 Mio. Euro. Diese wurden mit relativ hohem Eigenkapitalanteil finanziert, was in der Regel dann weitere preisliche Zugeständnisse des Verkäufers erforderte.

Deutliche Abwertungen

Die Geschäftsberichte 2023 werden meist in den Monaten März und April veröffentlicht. Vorläufige Zahlen gibt es oft schon im Februar. Abhängig vom gewerblichen Anteil am Gesamtportfolio rechnen wir bewertungsseitig mit Rückgängen des Portfoliowerts im Bereich von 4 % bis 12 % (trotz einer gewissen Entlastung durch Mietindexierungen und gute Vermietungsmärkte).

Assetklasse: Wohnen

Die Assetklasse Wohnen ist tendenziell stabiler, abhängig von Lage und Qualität des Wohnungsbestandes. Die großen Zentren und Metropolregionen werden durch die starke Wohnungsnachfrage und der Knappheit von Wohnraum gestützt. Der Beinahe-Stillstand bei Neubauprojekten verstärkt den Nachfrageüberhang und bedingt Mietwachstum. Die Angebotsmieten je Quadratmeter stiegen in den letzten 5 Jahren um 50 % in Berlin und jeweils 28 % in Köln und Leipzig. In Hamburg stiegen die Angebotsmieten um 21 %, in Düsseldorf und München um jeweils rund 16 %. Diese Entwicklungen untermauern den guten Markt für Vermieter und die immens gestiegene Belastung für das Budget der Mieter. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der ökonomisch rezessiven Phase zu sehen. Die Pläne der Bundesregierung zum Umstieg von Gas- und Ölheizungen auf Wärmepumpen könnten die Mietbelastung weiter steigen lassen, befürchtet der Mieterbund. Voraussetzung hierfür ist, dass die Mieter die erhöhten Mieten wirklich zahlen. Anderenfalls kommt es zu höheren Mietausfällen bzw. Leerständen. Zusammenfassend zeigt sich, dass das Geschäftsmodell der gut geführten Wohnimmobilien-AGs nach wie vor in Takt ist, auch wenn die Risiken für alle Wohnungseigentümer durch die schwache Konjunktur und wahrscheinlich anstehende künftige Investitionen zugenommen haben.

Assetklasse: Büro

Innerhalb des Gewerbeimmobilienmarktes bereitet die Assetklasse Büro die meisten Sorgen. Hier war ein Rückgang in der Transaktionstätigkeit von rund drei Viertel festzustellen. Die Zeit der Pandemie und des Lock-Downs hat das Homeoffice „hoffähig“ gemacht. Die Flächennachfrage nach Büros könnte in den nächsten Jahren unter diesem Trend leiden, da viele Mitarbeiter vielleicht nur noch dreimal die Woche ins Office kommen wollen. Das ist zumindest die Sorge vieler Anleger, die die Assetklassen gegeneinander abwägen. Die Anbieter kleinerer und sehr moderner Arbeitswelten in Top-Lage mit einer Ausstattung und Konzeption, die „appealing“ ist und inspirierende Begegnungen innerhalb der Büro-Mannschaft ermöglicht, sind klar im Vorteil. Diejenigen Marktteilnehmer, die ältere Büros mit minderem Standard oder in Randlage anbieten, werden zunehmend unter Druck geraten. Dies gilt sowohl für die Vermietung als auch für den Dialog mit den Bewertern hinsichtlich der erzielbaren Wertansätze. Eine weitere Herausforderung wird sich für diese Liegenschaften ergeben, wenn die Refinanzierung ansteht. Die finanzierenden Banken erwarten – quasi als Risikoaufschlag – inzwischen eine wesentlich höhere Eigenkapitalbeteiligung der Investoren. Der Maklerverbund German Property Partners (GPP) berichtete, dass der Investmentumsatz in den Top 7 Städten 2023 um 69 % von 25,5 Mrd. Euro auf nur noch 7,8 Mrd. Euro drastisch zurück gegangen ist. Das vierte Quartal lag mit einem Transaktionsvolumen von 2,0 Mrd. Euro leicht über dem dritten Quartal mit 1,4 Mrd. Euro lag. Die Spitzenrenditen stiegen im Schnitt um 1,06 Prozentpunkte auf 4,34 %. Vor dem Hintergrund der schwachen ökonomischen Verfassung und des langfristigen Trends zu geringerer Büroflächennachfrage muss dieser Renditeanstieg nicht das letzte Wort sein.

Steigende Finanzierungskosten

Wie oben dargestellt, werden die Wertansätze in der Berichtssaison 2024 voraussichtlich weiter zurückgehen und somit auch die Eigenkapitalrelationen in vielen Fällen verschlechtern. Die meisten Unternehmen nutzten die guten Jahre, um die Passivseite der Bilanz wetterfest zu machen. Dies geschah mit langfristigen Finanzierungen zu sehr günstigen Konditionen. Somit waren die Jahre 2022 und 2023 durch günstige Finanzierungen noch recht gut abgesichert. Wir denken, dass 2024 von der alten Zinswelt noch maßgeblich profitieren wird, aber der Druck graduell größer wird, in höherem Umfang den Umbau der Passivseite und die Prolongation der Verbindlichkeiten voranzutreiben. Ein Anstieg der Cost of Debt im Gesamtportfolio in einer Größenordnung von 20 bis 60 Basispunkten für 2024 erscheint uns für die meisten Immobiliengesellschaften eine realistische Annahme. Schon im letzten Jahr kam es hier zu einem leichten Anstieg, der sich nun verstärken dürfte, weil immer mehr günstige Finanzierungen auslaufen. Die Fakten zum Debt Maturity Profile, also zum Fristigkeitenprofil der Verbindlichkeiten, nehmen für Investoren mittlerweile einen sehr viel höheren Stellenwert ein als in Jahren des Booms. Sicherheit und Planbarkeit haben in Zeiten knapper gewordener Finanzierungen nunmehr einen viel höheren Stellenwert. Nach jüngsten Aussagen von CBRE wird eine Finanzierungslücke auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt von rund 77 Mrd. Euro über die nächsten vier Jahre hinweg erwartet. Diese Erwartung erscheint uns in der Größenordnung durchaus realistisch und spiegelt den enormen Druck, unter dem die Branche künftig von Seiten der Finanzierung stehen könnte. Steigende Finanzierungsaufwendungen und höherer Eigenkapitaleinsatz könnte die Gewinne in den nächsten drei oder vier Jahren um 20 % bis 30 % pro Jahr reduzieren. Dieses Szenario ist insbesondere dann relevant, wenn es nicht gelingt, die Qualität des eigenen Immobilienportfolios durch den Verkauf von Immobilien mit schlechter Performance oder höherem Risikoprofil (Alter, Lage, Ausstattung, Investitionsbedarf) zu heben. Da dies aber alle Marktteilnehmer versuchen werden, könnte das zusätzlichen Druck auf die Preisgestaltung ausüben.

Green Bonds am Anleihemarkt

Nicht nur bei Banken wird die Objektqualität der zu finanzierenden Liegenschaften mehr denn je geprüft werden, sondern dies gilt auch für den Anleihemarkt. Hier spielen mittlerweile Green Bonds eine erhebliche Rolle. Nachhaltigkeit wurde, auch unter dem Einfluss von Investoren, sehr schnell zu einem sehr zentralen Aspekt in der Unternehmensstrategie von Immobiliengesellschaften. Nur so war es möglich, weiterhin attraktive Finanzierungskonditionen zu erhalten. Die meisten Bestandshalter und Entwickler in der Immobilienbranche haben im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie einen eigenen Green Finance Framework erarbeitet. Fast alle namhaften Bestandshalter und Entwickler haben entsprechende Pläne zur Emission von Green Bonds in einer Größenordnung von 50 Mio. bis 500 Mio. Euro in der Pipeline. Diese sollen je nach aktueller Lage am Kapitalmarkt 2024 oder 2025 umgesetzt werden. Künftig werden Emissionen am Anleihemarkt ganz generell mehrheitlich nur noch als grüne Emission denkbar sein, um bestehende Liegenschaften oder neue Projekte mit geringer Umweltbelastung zu finanzieren. In diesem Zusammenhang wird dementsprechend auch die Zweitmeinung von namhaften Ratingagenturen zur Umsetzung einer wirkungsvollen Nachhaltigkeitsstrategie an Bedeutung auf Investorenseite gewinnen.

Fazit: ernüchternde Berichtssaison erwartet

Die Investoren müssen sich auf eine ernüchternde Berichtssaison und verhaltene Ausblicke gefasst machen. Abwertungen und schlechtere Bilanzrelationen sind dann wahrscheinlich ein wichtiges Thema. Die Transaktionsmärkte werden sich weiter schwertun und viele Bestandshalter werden nur dann verkaufen, wenn es sein muss, d. h.  wenn ein Verkauf trotz realisiertem Verlust ökonomisch vorteilhafter ist als eine wesentlich teurere neue Finanzierung. Die erfolgreichen Entwickler werden sich sehr selektiv auf wenige erfolgversprechende Projekte konzentrieren und noch viel intensiver ihren Cashflow überwachen. Für die künftigen Gewinnprognosen spielen die erhöhten Finanzierungsaufwendungen eine wichtige Rolle. Hierzu ist es notwendig, dass die einzelnen Immobilienunternehmen über eine Nachhaltigkeitsstrategie auch die Kreditgeber wirkungsvoll überzeugen können. Insgesamt ist eine sehr selektive Beurteilung der einzelnen Assetklassen und Immobilienprojekte sowie der unterlegten Finanzierung notwendig. Dies unterscheidet das neue Marktumfeld im Vergleich zur langen Ära des Immobilienbooms.

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