Eine 2022 veröffentlichte Studie von FRISS zeigt, wie wichtig Echtzeiterkenntnisse aus Echtzeitdaten sind, um einen ganzheitlichen Schutz vor Risiken und Versicherungsbetrug zu gewährleisten

 

In einer aktuellen Studie von FRISS, dem Anbieter der meistverbreiteten KI-basierten Betrugs-, Risiko- und Compliancelösung für Komposit-Versicherer weltweit, werden die Herausforderungen und Chancen aufgezeigt, denen sich Versicherer bei der Betrugsbekämpfung während des gesamten Lebenszyklus einer Police gegenübersehen. Für die Studie wurden weltweit über 400 Beschäftigte aus der Versicherungsbranche befragt. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Aspekte wie Betrugsversuche, datenbezogene Herausforderungen, Prozessautomatisierung und mehr.

Die Umfrageteilnehmer hatten unterschiedliche Ansichten zu den Herausforderungen und Vorteilen von Softwarelösungen zur Betrugserkennung. Bezüglich der datenbezogenen Herausforderungen waren sich jedoch alle einig – vom Underwriter über Schadenregulierer bis hin zu Sonderermittlern. Die Schwierigkeit besteht darin, Daten zeitnah zu nutzen, um auf Betrug schnell reagieren zu können. Die vergangenen Umfragen von FRISS haben gezeigt, dass Versicherer mit unzureichenden Daten zu kämpfen haben – entweder mit internen Daten schlechter Qualität oder mit begrenztem Zugriff auf externe Datenquellen.

Die wichtigsten Ergebnisse der Betrugsstudie lauten:

Die Pandemie hat die Digitalisierung beschleunigt

COVID-19 wird sich nachhaltig auf die Versicherungsbranche auswirken – zum großen Teil, weil die Pandemie digitale Prozesse beschleunigt hat. Laut Studien von Versicherungsmonitor und EY müssen die Versicherer ihre technologische Schieflage weiter angehen, indem sie ihre Kernprozesse digitalisieren, in die Cloud migrieren und flexible Sourcing-Modelle nutzen. Versicherer verwenden einen vielschichtigen Ansatz, um ihr Betrugsrisiko zu minimieren. Ein Schwerpunktbereich ist definitiv die Verbesserung des Schutzes direkt an der vordersten Schwelle, nämlich im Underwriting. Während sich diese Trends fortsetzen, sind Versicherer inzwischen auch in der Lage, die Vorteile digitaler Tools zur durchgängigen Betrugsbekämpfung zu nutzen.

Betrüger bleiben erfinderisch

Es lässt sich nur schwer beziffern, wie stark die Branche von Betrug betroffen ist. Nach Angaben des GDV entstehen Verbrauchern allein in Deutschland jedes Jahr mindestens 5 Milliarden Euro Schaden durch Betrug. Kreativität und Hartnäckigkeit beim Versicherungsbetrug bleiben daher für Versicherer eine ernst zu nehmende Bedrohung. Betrüger unternehmen weiterhin Betrugsversuche gegen Versicherer und arbeiten stetig daran, entstehende Systemlücken auszunutzen. Dadurch treiben sie die Versicherungskosten für ehrliche Verbraucher weiter in die Höhe. Für 41 % der Befragten bestand die größte Herausforderung darin, hinsichtlich neuer Betrugsmuster auf dem Laufenden zu bleiben, um angemessen reagieren zu können. Die häufigsten Betrugsversuche, die im vergangenen Jahr an Popularität gewonnen haben, sind das Vortäuschen von Verletzungen, das Verheimlichen relevanter Informationen und gestellte Unfälle.

In der Branche herrscht im Großen und Ganzen Einigkeit darüber, dass Betrugsfälle etwa 10 % aller Schadenkosten ausmachen. Im Vergleich zur letzten Umfrage ist jedoch der Anteil der betrugsverdächtigen Schadenfälle gestiegen. 2021 erhöhte sich die Zahl der betrugsverdächtigen Schadenfälle, die auf Falschdarstellungen beruhten, weltweit auf 20 %. Diesen Anstieg hatte FRISS im letzten Bericht prognostiziert.

Daten sind entscheidend für die Betrugsbekämpfung

Für eine bessere Betrugserkennung ist es entscheidend, dass die richtigen Daten am richtigen Ort und in Echtzeit vorliegen. Da viele Versicherer fast alle ihre Prozesse digital abwickeln, ist die Möglichkeit, anhand von Echtzeitdaten potenzielle Betrugsversuche zu erkennen, über den gesamten Lebenszyklus einer Police hinweg von großem Vorteil – vom Versicherungsantrag über das Underwriting bis hin zur Schadenmeldung. Die Schwierigkeit besteht darin, zeitnahe Daten zu nutzen, um schnell zu reagieren, wenn ein Betrug erkannt wird. Die vergangenen FRISS Umfragen haben gezeigt, dass Versicherer mit unzureichenden Daten zu kämpfen haben – entweder mit internen Daten schlechter Qualität oder mit begrenztem Zugriff auf externe Datenquellen. Zu den größten Herausforderungen in der Betrugsbekämpfung gehörten auch dieses Jahr wieder Datenschutz, die Qualität interner Daten und unzureichender Zugriff auf externe Daten.

Optimierung ist angesagt

Die Zukunft der Betrugserkennung liegt in der Nutzung fortschrittlicher Technologien zur Unterstützung umfangreicher und hochpräziser Echtzeitmodellierungen für Betrug im Schaden und Underwriting. Erfreulicherweise sehen die Befragten in Softwarelösungen zur Betrugserkennung erhebliche Vorteile. Dazu gehören:

  • Bessere Analytik (58 %)
  • Höhere Qualität der an die Betrugsabteilung weitergeleiteten auffälligen Schadenfälle (52 %)
  • Höhere Effizienz der Ermittler (48 %)

Ein hybrider Ansatz aus menschlichem Fachwissen und Prognosemodellen wird für die Verhinderung von Verlusten entscheidend sein. Die Kosten für Underwriting und Schadenbearbeitung werden sinken, da unnötige und fehleranfällige Schritte wegfallen und verdächtige Verhaltenstrends in Daten erkannt werden können. Dies kann nicht nur die Ergebnisse aus vorhandenen Daten ergänzen, sondern verschafft Versicherern auch einen Vorteil bei der Erkennung immer neuer Betrugsmuster. FRISS glaubt fest daran: Wenn Versicherungen transparenter werden und alle faire Prämien zahlen, die nicht durch die Kosten betrügerischer Schadenfälle aufgebläht werden, können Unternehmen und Einzelpersonen wachsen und ihre Träume verwirklichen.

Über FRISS

FRISS konzentriert sich zu 100 % auf die automatisierte Betrugs- und Risikoerkennung sowie auf Compliancelösungen für Komposit-Versicherer weltweit. Die KI-basierten Erkennungslösungen für Underwriting, Schadenbearbeitung und Betrugserkennung unterstützen Versicherer im Aufbau vollständig digitaler End-to-End-Prozesse. Mit mehr als 300 Implementierungen in über 40 Ländern gilt FRISS als zuverlässiger Berater, der Kunden eine sichere digitale Transformation garantiert und Lösungen auf ihre spezifischen Bedürfnisse zuschneidet. Versicherer können eine nahtlose Integration und Produkte mit kurzer Time-to-Value (TTV) erwarten. Dank der Serie-B-Finanzierung in Höhe von 65 Millionen US-Dollar im Jahr 2021 wird es FRISS ermöglicht, seinen Kunden auch zukünftig modernste Technologien zur Verfügung zu stellen und somit Versicherern auf ihrem Weg durch eine sich stetig verändernde Betrugslandschaft zur Seite zu stehen.

 

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