Mit der Klima-Initiative “Morgen kann kommen” bündeln und erweitern die Volksbanken Raiffeisenbanken das vielseitige Umweltengagement der rund 800 Genossenschaftsbanken in Deutschland und nehmen sich der Verantwortung an, nachhaltige Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fördern.

 

Im Fokus der Initiative stehen in den nächsten Jahren zwei bundesweite Waldprojekte, die in Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) e. V. und der Stiftung Zukunft Wald (SZW) umgesetzt werden. Den Auftakt macht das Baumpflanzprojekt “Wurzeln” in Partnerschaft mit der SDW. Ziel dieses Projektes ist es, bis 2024 eine Million Bäume in Deutschland zu pflanzen und dies logistisch mithilfe ökologisch einwandfreier Blockchain-Technologie zu steuern. Am 21. März 2022 ist in Berlin-Gatow der bundesweite Auftakt der Klima-Initiative mit dem ersten Spatenstich erfolgt – pünktlich am “Tag des Waldes”.

“Wir möchten mit unserer Klima-Initiative, die auf mehrere Jahre angelegt ist, in der Bevölkerung Impulse setzen, gemeinschaftlichen Klimaschutz zu betreiben – und zwar direkt in den Regionen, wo wir als Banken ansässig sind, zusammen mit den Menschen vor Ort und mithilfe innovativer Blockchain-Technologie. Mehr denn je ist es wichtig, dass wir als Gesellschaft gemeinsame Kraftanstrengungen für den Klimawandel aufbringen. Die nächsten Generationen sollen in einer intakten Umwelt leben können. Diesem Auftrag fühlen sich die Volksbanken und Raiffeisenbanken mit verpflichtet. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit hat die Genossenschaftsbanken schon immer geprägt und aus den genossenschaftlichen Werten leitet sich ein hohes Maß an sozialer Verantwortung ab. Wir agieren deshalb nach einem klaren Nachhaltigkeitsleitbild. Als Genossenschaftsbanken wollen wir mit unserem Engagement über das Angebot nachhaltiger Finanzdienstleistungen hinausgehen und auch unseren ökologischen Beitrag ausbauen”, so Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Für die logistische Planung und Erfassung der Setzlinge wurde in genossenschaftlicher Zusammenarbeit mit der BayWa IT GmbH, ein Tochterunternehmen der BayWa AG, eigens ein digitales blockchainbasiertes System entwickelt. So kann noch zielgenauer geplant und gleichzeitig der Grundstein für ein valides, nachhaltiges Tracking der Anstrengungen gelegt werden. Die eingesetzte Blockchain nutzt das Verfahren “Proof of Stake”, welches im Gegensatz zu dem beim Bitcoin genutzten “Proof of Work” kaum Computerleistung benötigt.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft begrüßt die Initiative

Beim Spatenstich in Berlin waren auch Partner und Unterstützer der Initiative vor Ort. So begleitete Dr. Eckhard Heuer, Referatsleiter Nationale Waldpolitik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, den Auftakt in Berlin: “Die Wälder leiden unter dem Klimawandel. Das zeigen deutlich die Waldschäden der letzten Jahre infolge der Dürren. Bund und Länder haben beträchtliche finanzielle Mittel bereitgestellt, um die Schadflächen wieder zu bewalden. Die Initiative, mit der die SDW sowie Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam beim Aufbau von klimaresilienten Mischwäldern helfen, begrüße ich sehr und freue mich über das Engagement.”

Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V., betont: “Wir brauchen gesunde und vielfältige Wälder als Klimaschützer, aber auch als Erholungsort, Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Rohstofflieferant. Die großen Schäden durch die Dürrejahre sind eine große Herausforderung für die gesamte Gesellschaft. Wir brauchen die Mithilfe und das Engagement aller, um die Wälder wieder aufzubauen. Wir freuen uns, mit den Volksbanken Raiffeisenbanken hierfür einen großen Partner an unserer Seite zu haben.”

Erwartungen übertroffen: 570.000 Setzlinge für 2022 bestellt

Parallel zum ersten Spatenstich in Berlin fanden am selben Tag des 21. März an weiteren Standorten in Deutschland, unter anderem in Schlat (Baden-Württemberg), Sögel (Niedersachsen) und Wehrheim (Hessen), Baumpflanzaktionen von genossenschaftlichen Regionalverbänden statt. Bereits mehr als 140 Genossenschaftsbanken nehmen bislang an der Baumpflanzaktion teil und haben gemeinsam mit einigen Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe, beispielsweise Union Investment, der DZ BANK, der R+V Versicherung, DZ HYP, Atruvia, DG Nexolution, Reisebank und VR Smart Finanz, mehr als 570.000 Setzlinge bestellt, die zusammen mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. zwischen Herbst 2022 und Frühjahr 2023 gepflanzt werden. Die Planungen für weitere Pflanzungen für das Folgejahr laufen.

Beitrag zur Nachhaltigkeit: Biodiversität und Klimaschutz unterstützen

Im Fokus der Klima-Initiative steht ein bundesweites Ziel: der Schutz und die Wiederherstellung von Biodiversität und Deutschlands wichtigstem Ökosystem und CO2-Speicher, dem Wald. Das ist auch ein wesentliches Nachhaltigkeitsziel der Europäischen Union. Die gesamte deutsche Waldfläche entlastet die Atmosphäre jährlich um 62 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht 7 Prozent der nationalen Treibhausgasemissionen. Rund 277.000 Hektar davon sind dem Waldbericht 2021 der Bundesregierung zufolge jedoch bereits so geschädigt, dass sie aufgeforstet werden müssen. Hier setzt die Baumpflanzaktion “Wurzeln” an, bei der jede Volksbank und Raiffeisenbank die Wiederbewaldung ihrer Region aktiv unterstützen kann. Die Pflanzungen werden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. mit ihren 15 Landesverbänden und den jeweiligen Waldbesitzenden fachlich begleitet und sind zunächst auf zwei Jahre angelegt.

Bildung zu Klimaschutz fördern: Projekt “Schulwälder”

Im nächsten Schritt der Klima-Initiative steht die Bildung rund um das Thema Klimaschutz im Fokus. Verschiedene pädagogische Angebote für Jung und Alt sollen für den Schutz des Klimas sensibilisieren. So schlägt zum Beispiel das Projekt “Schulwälder” den Bogen zu Schulen und macht für Kinder und Jugendliche den nachhaltigen Umgang mit unserem Ökosystem spielerisch erlebbar. Gemeinsam mit der “Stiftung Zukunft Wald” sollen Schulwälder entstehen, die örtliche Schulen als grünes Klassenzimmer nutzen können. Dabei werden bislang unbepflanzte Flächen neu bewaldet, die dann mindestens 30 Jahre bestehen bleiben und aktiv für den Unterricht genutzt werden. Die Klima-Initiative “Morgen kann kommen” wird von ökologischen und pädagogischen Projekten und Veranstaltungen begleitet und laufend erweitert.

Gesellschaftliches Engagement ist seit der Gründung der Volksbanken Raiffeisenbanken vor über 170 Jahren fester Bestandteil ihres Selbstverständnisses. Heute ist die genossenschaftliche Idee und das Motto “Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele” aktueller denn je. Die Volksbanken Raiffeisenbanken setzen die Klima-Initiative “Morgen kann kommen” gezielt in ihren jeweiligen Regionen um. Dort fördern sie bereits seit Jahrzehnten eine ganze Bandbreite an lokalen Klimaschutzaktivitäten.

Alle Informationen zur Klima-Initiative “Morgen kann kommen” finden sich auf der Website https://klima-initiative.vr.de/.

Über die Volksbanken Raiffeisenbanken:

“Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.” Aus dieser genossenschaftlichen Idee wurden die deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken vor über 170 Jahren gegründet und handeln auch heute nach dieser Überzeugung. Die rund 800 Genossenschaftsbanken, mit rund 8.000 Bankstellen, über 135.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 18 Millionen Mitgliedern bilden nicht nur eines der dichtesten Bankservicenetze Europas. Sie legen außerdem das Fundament, das mit regionaler Nähe und gleichzeitig überregionaler Vernetzung umfassende, individuelle Finanzlösungen für über 30 Millionen Kundinnen und Kunden aus einer Hand möglich macht. Als Teil der starken genossenschaftlichen FinanzGruppe verfügen die Volksbanken Raiffeisenbanken über ein breites Partnernetzwerk. Gleichzeitig sind die eigenständigen Banken stark in das regionale Wirtschaftsleben eingebunden und fördern auf lokaler Ebene zukunftsfähige Projekte für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung der Regionen. Für eine zuversichtliche Zukunft – Morgen kann kommen.

Über die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. (SDW):

Die SDW ist eine Gemeinschaft von engagierten Waldschützern, die die Schönheit und Gesundheit des Waldes erhalten will, gleichzeitig aber auch die waldschonende Nutzung befürwortet. Sie sieht sich als Anwalt für die Natur und will die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten. Zwei Schwerpunkte prägen die Arbeit der SDW: Baumpflanzungen zum Schutz, Erhalt oder Wiederaufbau sind eine wichtige Aufgabe. Spätestens seit der Einführung des “Tag des Baumes” am 25. April 1952 durch die SDW gehören sie dazu. Nach dem flächenhaften Verlust von 5 Prozent der Waldfläche durch Trockenheit und Borkenkäfer werden verstärkt mit Sponsoren die Wälder wieder gepflanzt. Neben dem Schutz des Waldes möchte die SDW Menschen Wald und Umwelt näherbringen und das Umweltbewusstsein stärken. Die Kinder und Jugendlichen stehen hier besonders im Mittelpunkt des Engagements. Was mit Waldjugendeinsätzen und der Einrichtung von Schulwäldern begann, hat heute zu einem vielfältigen und lebendigen Angebot in der Wald- und Umweltpädagogik geführt. Dazu zählen die Projekte “SOKO Wald” und “Die Klimakönner”. Auch mit Bildungsmaterialien, Exkursionen, Veranstaltungen und Aktionen zu Wald, Holz und Umwelt wird die Vielfalt des Waldes allen Altersklassen nahegebracht. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindertagesstätten, Schulen und anderen Einrichtungen werden Fortbildungen zur künftig eigenen Gestaltung von Aktionen zum Thema Wald und Klimawandel angeboten.

 

Verantwortlich für den Inhalt:

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Schellingstraße 4, ­10785 Berlin, Tel.: 030/20210,Fax: 030/2021­1900, www.bvr.de