Für fast 6600 Fonds hat Scope die Bewertungen auf den neuesten Stand gebracht. Upgrades und Downgrades hielten sich die Waage. Auch bei zwei Klassikern der DWS gab es einen Gewinner und einen Verlierer.

 

Das Dividenden-Flaggschiff DWS Invest Top Dividende

Konnte vom Umschwung an den Märkten profitieren und rückte per Ende September von einem unterdurchschnittlichen (D)-Rating auf ein (C)-Rating vor. Lange machte dem Fonds sein Übergewicht in klassischen Dividendentiteln aus Sektoren wie Energie, Grundstoffe oder Versorger im Umfeld der Wachstumsrallye zu schaffen, doch seit der Sektorrotation hat sich das Blatt gewendet. Während die Rendite des Fonds über fünf Jahre (4,4% pa) noch leicht hinter dem Peergroup-Durchschnitt zurückbleibt, liegt sie über ein Jahr mit 5,8% gegenüber -2,3% deutlich vorne. Als Ergebnis des konservativeren Ansatzes fallen die Risikokennzahlen niedrig aus. So waren Volatilität und maximaler Verlust des Fonds mit 11,5% und -16,8% deutlich geringer als die Werte der Vergleichsgruppe von 13,4% und -20,4%.

DWS Deutschland mit anhaltender Performanceschwäche

Im Gegensatz dazu hält die Performanceschwäche des DWS Deutschland an und der Fonds trägt nun das schwächste Rating (E). Anfang 2021 war der Fonds noch mit dem Top-Rating (B) bewertet, doch seither hat sich die Leistung rapide verschlechtert. Beide auf der Risiko- als auch auf der Renditeseite fielen die Ergebnisse sehr schwach aus. Seit Jahresanfang litt der Fonds allgemein unter seinen Positionen in Nebenwerten. Insbesondere auf Jahressicht hinkt er mit -32,1% der Peergroup mit -25,4% hinterher, was sich auch in gewissen Zeiträumen wie die Fünfjahresperformance mit -5,4% gegenüber -3,2% p.a. niederschlägt. Die Risikokennzahlen über fünf Jahre sind ebenfalls deutlich schlechter als die der Vergleichsgruppe. So lag Volatilität und maximaler Verlust des Fonds bei 23,4% und -30,3%, während die Peergroup im Durchschnitt auf 18,4% und -26,1% kam.

M&G (Lux) Global Dividend nur noch im Mittelfeld

Der M&G (Lux) Global Dividend musste sein Top-Rating nach sechs Monaten wieder abgeben und wurde auf (C) heruntergestuft. Insbesondere die schwache Risikoseite des Fonds führt zum Downgrade. Im Vergleich zur Peergroup setzt der Fonds stärker auf Dividendenwachstum und mischt dem Portfolio Nebenwerte bei, deren Anteil auf mittlere Sicht im Durchschnitt bei ungefähr einem Drittel lag. Aktuell ist ihr Anteil am Portfolio auf etwa ein Viertel gesunken. Während die Performance des Fonds über ein Jahr mit -3,7 % gegenüber der Peergroup mit -2,3 % schwächelte, liegt sie über drei und fünf Jahre mit 7,7 % und 7,1 % p.a. gegenüber 3,5 % und 4 ,7% p.a. noch klar vorne. Die Risikokennzahlen sind jedoch deutlich erhöht.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Im September setzten sich die Verluste an den Märkten in der Breite fort. Lediglich die Währung USD, die als sicherer Hafen für Anleger gilt, wertete weiter gegenüber dem Euro auf, was sich in der positiven Performance von 2,66 % für USD-Geldmarktfonds niederschlägt. Während Rentenfonds mit Fokus auf kurzlaufende Anleihen oder Unternehmensanleihen noch laufend moderate Anteile verzeichneten, beispielsweise Renten Euro kurz mit -1,13% oder Renten EURO Corp. Inv. Note kurz mit -1,40%, kam es in der Peergroup Renten Euroland Staatsanleihen (nicht in der Tabelle aufgeführt) mit -3,93% zu enormen Verlusten, insbesondere im Hinblick auf ihr historisch niedriges Risikoprofil. Auf der Verliererseite erschienen im vergangenen Monat insbesondere die Peergroups Immobilienaktien Welt mit -10,71%, Aktien China mit -10.

 

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