Naturgefahren, Regulatorik und politische Konflikte: Die Risiken für Unternehmen werden nicht weniger. Trotzdem hat sich der deutsche Versicherungsmarkt in vielen Bereichen stabilisiert. Der aktuelle Bericht „Funk Forum Markt-Spezial“ gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und zeigt auf, wie es in den einzelnen Sparten um Risikoappetit und Kapazitäten der Versicherer steht.

Cyber-Vorfälle, Pandemien, Naturkatastrophen oder Blackouts: Systemische Risiken stellen heute schon eine länderübergreifende Bedrohung für die Wirtschaft dar und werden in Zukunft noch häufiger auftreten. Eine komplette Absicherung ist für Unternehmen schwierig bis unmöglich. Deshalb wird auf nationaler und europäischer Ebene über systemische Lösungen nachgedacht. Auch die alltäglichen Herausforderungen der Industrieversicherung lassen sich nicht mit Einzellösungen meistern, sondern nur durch systematisches Handeln mit Weitblick. Funk bietet seinen Kunden als Systemhaus ganzheitliche Beratung mit geballter Expertise.

Positive Signale vom Sach-Versicherungsmarkt

Insgesamt blickt der internationale Versicherungsmakler und Risk Consultant Funk positiv auf den Markt. In vielen Versicherungssparten sind die Prämien stabil und es gibt ausreichend Kapazitäten. Selbst der herausfordernde Sach-Markt hat sich gut entwickelt. „Nach mehreren Jahren intensiver Sanierungsmaßnahmen und einer spürbaren Reduzierung der Kapazitäten zeigt sich derzeit eine Marktstabilisierung in der industriellen Sachversicherung“, sagt Ralf Becker, geschäftsführender Gesellschafter von Funk. Unzureichend geschützte Risiken stehen allerdings weiterhin unter Druck. Neben klassischen Präventionsmaßnahmen wie Brandschutz wird für die Platzierung immer entscheidender, wie die Unternehmen sich vor Naturgefahren schützen und ob sie neben allgemeinen auch standortbezogene Risikodaten vorweisen können.

Regulatorik und aktuelle Urteile im Fokus

Neben Naturgefahren sowie Folgen von Inflation und Zinsentwicklung wirken sich auch neue Gesetze und Gerichtsurteile auf den Versicherungsmarkt aus. In der Haftpflicht-Versicherung zum Beispiel wird weiterhin über den Umgang mit PFAS, speziellen Chemikalien, diskutiert. Ob eine Deckung künftig auch für Schäden durch PFAS greift, wird maßgeblich davon abhängen, ob die EU ein Verbot oder Teilverbot aussprechen wird. Bereits beschlossen ist die EU-Produkthaftungsrichtlinie, die derzeit in nationales Recht umgesetzt wird und sich perspektivisch in der Schadenquote von Haftpflicht-Versicherern bemerkbar machen dürfte.

In der D&O-Versicherung wird unter anderem das sogenannte Facebook-Urteil besprochen, das sich mit immateriellen Schadenersatzansprüchen beschäftigt. Insgesamt wird es für Managerinnen und Manager schwieriger, der wachsenden Regulatorik – gerade auch zu Nachhaltigkeitsaspekten – gerecht zu werden. Dennoch bleibt der D&O-Markt ruhig, da einige Versicherer Wachstumsziele verfolgen und neue Marktteilnehmer eingetreten sind.

Globale Auswirkungen von Politik

Dass Risiken länderübergreifend betrachtet werden sollten, zeigen auch die beiden Schwerpunktartikel des Funk Forum Markt-Spezial. Eine Europakarte veranschaulicht, wie verschiedene Länder mit Naturgefahren umgehen: Wo gibt es eine Pflichtversicherung, wo wird sie diskutiert? Der zweite Artikel beschäftigt sich damit, wie die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sich auf den deutschen Mittelstand auswirkt und welche Vorkehrungen Unternehmen treffen können. Ralf Becker: „Wer frühzeitig reagiert, Risikotransparenz schafft und den Versicherungsschutz regelmäßig überprüft, kann sich auch in politisch herausfordernden Zeiten erfolgreich positionieren.“

Das neue „Funk Forum Markt-Spezial“ steht hier kostenlos zum Download bereit. https://www.funk-gruppe.de/de/medien-events/markt-spezial

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