Das spricht für eine solide Konjunktur. Mit einem Nettoneuvermögen von 25,4 Milliarden US-Dollar standen Aktien-ETFs an erster Stelle, während Anleihe-ETFs auf ein Plus von 4,3 Milliarden US-Dollar kamen. Das zeigt der ETF-Marktbericht von Vanguard vom Juli.

Die Handelsabkommen zwischen den USA und mehreren Handelspartnern, darunter Japan und die Europäische Union, haben die Anlegerstimmung im Juli verbessert. Gute Quartalsergebnisse zahlreicher S&P 500-Unternehmen beflügelten den Aktienmarkt zusätzlich. Aktien-ETFs waren wieder gefragt und konnten ihre Mittelzuflüsse gegenüber dem Vormonat mit 25,4 Mrd. USD mehr als verdoppeln. Der Juli war damit der zweitbeste Monat nach dem Februar (+25,6 Mrd. USD). Core ETFs führten das Feld erneut an, gefragt waren dabei vor allem Strategien für Industrieländer und die USA sowie globale Exposures.

Anleihe-ETFs waren aufgrund der höheren Risikobereitschaft weniger gefragt und blieben mit Zuflüssen in Höhe von 4,3 Mrd. USD um mehr als die Hälfte hinter ihrem Vormonatsergebnis zurück. ETFs auf Unternehmensanleihen, ultrakurze Laufzeiten sowie High-Yield-Anleihen belegten die ersten Plätze. Wenn es um Regionen geht, waren vor allem Strategien für den Euroraum und die USA gefragt.

Insgesamt steuert der ETF-Markt auf ein Rekordergebnis zu: Seit Januar haben Anlegerinnen und Anleger 193,1 Mrd. USD in europäische ETFs investiert, von denen 150,1 Mrd. USD in Aktien- und 40,2 Mrd. USD in Anleihe-ETFs flossen. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres waren es lediglich 137,8 Mrd. USD. Auch Alternative-, Multi-Asset- und Rohstoff-ETFs beendeten den Juli mit Zuflüssen.

ETFs auf Industrieländeraktien besonders gefragt

Core Equity ETFs konnten erneut deutlich zulegen und wiesen mit 17,7 Mrd. USD das zweitbeste Ergebnis im laufenden Jahr aus. Nachhaltigkeits- und Sektor-ETFs folgten 2,2 bzw. 2,0 Mrd. USD mit großem Abstand auf den Plätzen 2 und 3. Schlusslicht waren Smart-Beta-ETFs mit Abflüssen in Höhe von 1,3 Mrd. USD.

Mit Nettozuflüssen in Höhe von 5,7 Mrd. USD führten ETFs auf Aktien aus Industrieländern das Feld an, gefolgt von US- und globalen Exposures mit 4,3 Mrd. bzw. 3,7 Mrd. USD. Für US-Aktien-ETFs, die im Vormonat noch Abflüsse in Höhe von 1,4 Mrd. USD ausgewiesen hatten, markierte der Juli eine Trendwende. ETFs auf japanische Aktien standen dagegen unter Druck und beendeten den Monat mit Nettoabflüssen in Höhe von 536 Mio. USD.

Euroraum- und US-Strategien auf den vorderen Rängen

ETFs auf Unternehmensanleihen konnten im Juli netto 2,6 Mrd. USD einsammeln. Strategien für ultrakurze Laufzeiten und High-Yield-Anleihen landeten mit 2,1 bzw. 1,5 Mrd. USD auf den Plätzen 2 und 3. ETFs auf Staatsanleihen, die die Rangliste im Vormonat mit einem Plus von 2,9 Mrd. USD angeführt hatten, standen im Juli mit Nettoabflüssen von 2,5 Mrd. USD am Ende der Tabelle.

Mit einem Plus von 3,3 Mrd. USD führten ETFs auf Anleihen aus dem Euroraum das Feld an und beendeten bereits den siebten Monat in Folge im Plus, ETFs auf US-Anleihen folgten mit Nettozuflüssen in Höhe von 2,5 Mrd. USD auf Platz 2. Zu den Verlierern gehörten mehrere regionale und Länder-ETFs, das Schlusslicht bildeten ETFs auf globale Anleihen mit Nettoabflüssen in Höhe von 799 Mio. USD.

Mit seinem ETF-Marktbericht gibt Vanguard einen monatlichen Pegelstand über Mittelzuflüsse in ETFs verschiedener Anlageklassen, Themen und Regionen.

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