Künstliche Intelligenz (KI) ist längst im Alltag angekommen – auch beim Thema Finanzen.

Eine aktuelle YouGov-Studie* im Auftrag der Zinsplattform Raisin zeigt: Bereits 10 Prozent der Menschen in Deutschland setzen auf KI, um sich über Geld- und Anlagethemen zu informieren. KI erreicht damit fast die gleiche Größenordnung wie klassische Beratung.

KI besonders bei Jüngeren beliebt

Am stärksten nutzen jüngere Erwachsene KI: Bei den 25- bis 34- und 35- bis 44-Jährigen informiert sich jeweils fast jede fünfte Person (18 und 17 Prozent) über Chatbots oder Sprachmodelle. Unter den über 55-Jährigen sind es dagegen nur 5 Prozent. Auch beim Geschlecht zeigen sich Unterschiede: Männer (13 Prozent) greifen häufiger auf KI-basierte Informationen zurück als Frauen (8 Prozent).

Medien bleiben Nummer eins – KI ist bereits etabliert

Bereits 10 Prozent der Befragten nutzen KI-gestützte Angebote als Informationsquelle für Finanzthemen. Damit liegt Künstliche Intelligenz nicht nur deutlich vor Social-Media-Influencern (4 Prozent), sondern bewegt sich auch in einer ähnlichen Größenordnung wie klassische Beratungsangebote: 13 Prozent der Befragten informieren sich bei Finanzberatungen, 14 Prozent bei ihrer Bank.

Am wichtigsten bleiben jedoch weiterhin klassische Medien. Fast ein Drittel (31 Prozent) bezieht Finanzinformationen dort, gefolgt von Vergleichsportalen mit 22 Prozent.

Finanzwissen bleibt ausbaufähig

Auffällig ist allerdings, dass sich vor allem Frauen oft überhaupt nicht aktiv über Finanzen informieren (27 Prozent). Bei den Männern sind es 17 Prozent. So bleibt das Finanzwissen weiterhin ausbaufähig: Mehr als ein Drittel der Befragten schätzt ihr Finanzwissen als schlecht oder nicht vorhanden ein: 6 Prozent sehen sich ohne Kenntnisse, weitere 27 Prozent nur mit geringen Kenntnissen. Rund die Hälfte (47 Prozent) bewertet ihr Wissen als durchschnittlich, lediglich 17 Prozent fühlen sich sehr gut informiert.

Katharina Lüth, Finanzexpertin und Vorständin bei Raisin, ordnet die Ergebnisse ein: „Künstliche Intelligenz und auch Soziale Medien können den Zugang zu Informationen enorm erleichtern – gleichzeitig bergen sie das Risiko von Fehlinformationen. Umso wichtiger ist es, Finanzbildung und Medienkompetenz zu stärken. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten alle Informationen kritisch hinterfragen und ihre Entscheidungen nie auf nur eine Quelle stützen. Künstliche Intelligenz kann eine hilfreiche Ergänzung sein, sollte aber keine alleinige Grundlage für Finanzentscheidungen bilden.”

* Zur Studie und den Ergebnissen

Die Ergebnisse stammen aus einer Online-Befragung mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Die Erhebung fand vom 8. bis 11. August 2025 mit 2.012 Personen statt. Sie wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Resultate anschließend gewichtet. Sie ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Alle Prozentzahlen sind gerundet.

Über Raisin

Raisin ist die weltweit führende Plattform für Spar- und Anlageprodukte. Das 2012 gegründete Fintech verbindet Verbraucherinnen und Verbraucher mit Banken in der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA. Dadurch erhalten sie bessere Zinsen und Banken eine diversifizierte und günstige Refinanzierung. Unsere Vision ist es, einfaches Sparen und Investieren ohne Hürden anzubieten und so den globalen 150-Billionen-Euro-Markt zu erschließen. Raisin beschäftigt derzeit weltweit mehr als 700 Mitarbeitende aus über 75 Ländern. Heute verwaltet die Plattform über 75 Milliarden Euro von rund einer Million Anlegerinnen und Anlegern. Mit ihrer Geldanlage haben diese bereits über fünf Milliarden Euro an Erträgen generiert.

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