Scope hat die Ratings für rund 7.100 Fonds aktualisiert. Die Zahl der Veränderungen war so groß wie selten: 387 Produkte wurden heraufgestuft, für 430 ging es abwärts. Ein Fonds für Weltmarktführer steigt auf, ein 48-Milliarden-Euro-Portfolio verliert eine Rating-Stufe.
Deka-GlobalChampions erobert Höchstnote zurück
In den Jahren 2021 bis 2024 trug der Deka-GlobalChampions fast ununterbrochen ein A-Rating. Doch im Frühjahr 2025 fiel der weltweit anlegende Aktienfonds auf Note B zurück. Nun konnte er sich die Spitzenbewertung zurückerobern. Der beständige Erfolg hat dazu beigetragen, dass der Fonds mittlerweile rund 13 Mrd. Euro schwer ist. Etwas mehr als fünf Mrd. Euro stecken im Technologiesektor, der damit das Portfolio klar dominiert. Wie für einen globalen Aktienfonds typisch, machen US-Titel mehr als die Hälfte des Vermögens aus. Über fünf Jahre konnte der Fonds mit einem jährlichen Wertzuwachs von 13,9% die Peergroup Aktien Welt mit 8,7% p.a. weit hinter sich lassen. Auf Zwölfmonatssicht ist der Vorsprung noch größer (14,6% versus 4,5%). Der Mehrertrag geht zulasten der Volatilität, die etwas höher ausfällt als die der Vergleichsgruppe.
UniSector: HighTech krönt fortlaufende Verbesserung mit A-Rating
Wer einen Fonds sucht, der sich kontinuierlich über Jahre hinweg verbessert hat, findet im UniSector: HighTech ein Musterbeispiel. Vor knapp fünf Jahren, im Januar 2021, wurde der Fonds für Technologie-Aktien mit der schwächsten Note E bewertet. Seither ging es Stück für Stück voran, so dass er jetzt im Olymp der Fondsratings angekommen ist. In den vergangenen fünf Jahren steigerte er seinen Wert um 16,6% p.a., die Vergleichsgruppe kam nur auf 10,5% per annum. Auch über kürzere Zeiträume brillierte der Fonds und in puncto Risiko lässt sich ebenfalls kaum etwas aussetzen. Mit dem Produkt steigen Anleger in die bedeutendsten Unternehmen der Computer-, Software- und Hochtechnologiebranche ein. Derzeit sind Broadcom, Apple, NVIDIA und Microsoft die größten Positionen mit Anteilen zwischen sieben und zehn Prozent.
Allianz Income and Growth muss sich mit mittelmäßigem Rating begnügen
Der Allianz Income and Growth war ein Muster an Konstanz. Jahrelang trug er ein B-Rating, noch dazu ein sehr gutes, denn seine Bewertungspunktzahl lag stets in Sichtweite eines A-Ratings. Seit März hat der Mischfonds jedoch Punkt um Punkt verloren und muss sich nun mit Note C begnügen. Auf lange Sicht ragt seine Wertentwicklung noch immer aus der Peergroup hervor, doch in den vergangenen zwölf Monaten schrieb er rote Zahlen, während es die Vergleichsgruppe ins Plus schaffte. Sehr schwach fallen die Risikokennzahlen aus, die deutlich schlechter sind als die der Vergleichsgruppe. Der Fonds engagiert sich vorwiegend in einer Kombination aus Aktien, Hochzins- und Wandelanleihen von Emittenten aus Nordamerika. Das Portfolio ist breit gestreut – unerlässlich angesichts eines verwalteten Vermögens von sage und schreibe 48 Mrd. Euro.
Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat
Für Anleger war der November durchwachsen. Knapp die Hälfte der bedeutendsten Peergroups beendete den Monat im Minus (45 von 101). Erfolgreichste Vergleichsgruppe war Aktien Gold & Edelmetalle. Wer deren Schwäche im Oktober als Ende der Gold-Hausse angesehen hatte, wurde also mit Nachdruck eines Besseren belehrt. Erfolgreich war der November auch für Fonds, die in die Biotechnologiebranche und das Gesundheitswesen investieren. Auffällig ist außerdem die Häufung von Peergroups, die in eher defensive Aktien investieren: zwei Dividenden-Peergroups und die Vergleichsgruppe Aktien Schweiz sind in den Top-10 zu finden.
Den Stecker gezogen haben Anlegern dagegen der Tech-Branche. Die Peergroup Aktien Technologie Welt führt die Rangliste der Verlierer im November an. Unter den zehn schwächsten Vergleichsgruppen finden sich gleich sechs, die ausschließlich oder zu einem signifikanten Teil auf chinesische Akten setzen. Schon im Oktober hatten Titel aus dem Reich der Mitte nachgegeben und damit eine mehrmonatige Erholung beendet.
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