Gedämpfte Wirtschaftslage als Grund für verlangsamtes Umsatz-Wachstum der Anbieter von U-Kassenkonzepten
Forderung an die Politik: Bei den Renten betriebswirtschaftliche Potenziale für den Mittelstand und steuerliche Entlastungsmöglichkeiten fördern
Das Jahr 2025 konnte die hohen Erwartungen des Bundesverbandes pauschaldotierte Unterstützungskasse e.V. nicht ganz erfüllen. Demnach sank das Neugeschäft, bezogen auf den Bestand, in diesem vierten Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) auf unter zehn Prozent, nachdem der Zuwachs in den Vorjahren stets bei etwa 20 Prozent gelegen hatte. Der Vorstandsvorsitzende des pdUK-Bundesverbandes Manfred Baier führt den Rückgang auf die maue gesamtwirtschaftliche Situation zurück. Er sagt: „Gerade im Mittelstand, der klassischen Klientel der U-Kassen, konzentrieren sich die Unternehmen auf Bestandssicherung. Versorgungswerke für die eigene Belegschaft stehen da erstmal weiter hinten an. Die Wenigsten erkennen in dieser Situation die Auswirkungen der U-Kasse als Innenfinanzierungsinstrument und als Mittel im Kampf gegen den Fachkräftemangel.“
Knapp 15.000 Unternehmen mit Versorgungsvolumen im zweistelligen Milliardenbereich
Der Verband schätzt die Zahl derjenigen Unternehmen, die in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren ein firmeneigenes Versorgungswerk eingerichtet haben, auf knapp 15.000. Das gesamte Versorgungsvolumen liegt Hochrechnungen des Verbandes zufolge im mittleren zweistelligen Milliardenbereich. In Deutschland sind rund 200 Beratungsunternehmen mit nicht ganz 1.000 angebundenen Beratern auf die Einrichtung von pauschaldotierten U-Kassen (pdUK) spezialisiert.
Wesentliches Merkmal der pdUK ist, dass die bAV-Beiträge anders als bei versicherungsförmigen bAV-Durchführungswegen in erster Linie im Unternehmen investiert oder zur zwischenzeitlichen Vorhaltung von Liquidität kostengünstig am Kapitalmarkt geparkt werden, meist in Exchange Traded Funds (ETFs).
Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer durch Gesetzes-Modernisierungen stärken
Daraus resultieren für Arbeitnehmer eine Reihe an Vorteilen, insbesondere weil sich ihre Beiträge vom ersten Euro an verzinsen. Aber auch die Arbeitgeber profitieren aufgrund der vorteilhaften Innenfinanzierungseffekte, die die Basis für die erfolgreichen zurückliegenden Jahre legten. Nun aber hofft der U-Kassenverband angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfeldes auf stärkende Impulse durch den Gesetzgeber im Zuge der für 2026 geplanten weiteren Rentenreformen.
So fußt beispielsweise die steuerliche Förderung noch immer auf Sterbetafeln und einem Rechnungszins von 1946. Deshalb fordert der pdUK-Bundesverband eine Absenkung des Rechnungszinses und die Umstellung auf die Heubeck-Rechttafeln. Außerdem sollten Rechtsvorschriften wie beispielsweise die Anlage 1 zu dem zu § 4d EstG vereinfacht werden, um U-Kassenkonzepte verständlicher und transparenter gestalten zu können.
Der Verbandsvorsitzende Baier erklärt: „Wenn die Regierung es mit einer Stärkung des Rentensystems ernst meint, dann sollte sie bei solchen Grundlagen anfangen. Sie würde mit einer unbürokratischen Dynamisierung in diesem bAV-Durchführungsweg nicht nur den Mittelstand stärken, sondern mit einer stärkeren Verbreitung dort auch den Menschen zu einer ordentlichen Zusatzrente verhelfen.“
Über den Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskassen e.V.
Der 2005 gegründete Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskassen mit Sitz in Nürnberg ist Interessenvertreter und Dienstleister für seine Mitglieder nach außen und innen. Dazu zählen im Sinne des Netzwerkens Kontaktanbahnungen und Kontaktpflege zwischen den verschiedenen Parteien, die Vermittlung von Informationen und die Durchführung von Veranstaltungen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und keine eigenwirtschaftlichen Zwecke und ist für alle Unterstützungskassen-Konzeptionäre offen.
Pauschaldotierte Unterstützungskassen dienen seit über 150 Jahren als Instrument der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Ihr Wesen ist die Anlage der Altersvorsorgebeträge vornehmlich im Unternehmen des Arbeitgebers. Die pauschaldotierten U-Kassen genießen weitreichende steuerliche und wirtschaftliche Vorteile und die Zusagen sind durch den Pensionssicherungsverein PSV abgesichert. Vorstandsvorsitzender des Vereins ist Steuerberater und Wirtschaftsprüfer Manfred Baier.
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Bundesverband pauschaldotierte Unterstützungskassen e.V., Marthastraße 16 E, D-90482 Nürnberg, Tel.: 0911/37657-111, www.bv-pduk.de
