Scope hat die Ratings für knapp 7.200 Fonds aktualisiert.

Verbessern konnten sich 198 Produkte, abwärts ging es für 274. Deutschlands größter Aktienfonds kehrt zurück zu früherer Stärke, ein anderer prominenter Aktienfonds ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

DWS Top Dividende – Nachhaltige Verbesserung

Kein halbes Jahr ist es her, da stand der DWS Top Dividende noch auf einem D-Rating. Nun hat er sich binnen weniger Monate auf Note B emporgearbeitet. Basis dieses bemerkenswert schnellen Aufstiegs ist die hervorragende Entwicklung der vergangenen Monate: Auf Jahressicht steigerte der Fonds seinen Wert um 14,1%, während die Vergleichsgruppe nur auf 5,4% kam. Dank dieser guten Leistung in der jüngeren Vergangenheit liegt er mit seiner Rendite nun auch über drei und fünf Jahre vor dem durchschnittlichen Konkurrenten. Auf der Risikoseite überzeugt der Fonds ebenfalls. Sowohl beim maximalen Verlust als auch bei der Volatilität steht er besser da als die Peergroup. Fondsmanager Thomas Schüßler kauft Bluechips, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen. Auffällig sind die deutlichen Untergewichtungen der USA und des IT-Sektors im Vergleich zum Weltaktienindex MSCI World.

Janus Henderson Global Life Sciences – Herausragende Leistung

In der ersten Jahreshälfte 2025 musste der Janus Henderson Global Life Sciences einen Rückgang seines Rating-Scores verkraften, konnte sich aber auf einem B-Niveau halten. Die leichte Schwäche war allerdings nur von kurzer Dauer und jetzt ist der Fonds auf Note A zurückgekehrt. Er investiert weltweit in Aktien aus dem Gesundheitswesen, zurzeit etwa in Eli Lilly, Johnson & Johnson und AstraZeneca. Zwar konnte die Branche in den vergangenen Jahren mit Spitzensektoren nicht mithalten, doch der Janus-Henderson-Fonds holte für die Anleger möglichst viel heraus. Während der Anteilswert des durchschnittlichen Konkurrenten in den vergangenen fünf Jahren stagnierte, erwirtschaftete der Fonds ein Plus von 6,4% pro Jahr. Der Preis des Erfolgs sind erhöhte Risikowerte. Volatilität und maximaler Verlust fallen schlechter aus als der Durchschnitt der Peergroup.

Comgest Growth Europe – Gefallener Stern

Jahrelang trug der Comgest Growth Europe ein A-Rating, war ein Vorzeigefonds für europäische Aktien. Das lag unter anderem an einem Marktumfeld, das für die Anlagestrategie des Fonds – Quality Growth – nahezu perfekt war: ein niedriges nominales Wirtschaftswachstum in der EU, ein starker US-Dollar, sinkende Zinsen. Unternehmen, die ihre Gewinne verlässlich steigern konnten, zählten damals zu den Lieblingen der Anleger. Jetzt hat sich der Wind gedreht und 2025 war eines der schwächsten Jahre für Quality-Growth-Investoren in den vergangenen 30 Jahren. Dessen ungeachtet bleibt der Comgest-Fonds seiner Linie treu – und leidet. In nicht einmal zwei Jahren ging es von der Höchstnote in den Rating-Keller. Die Zwölf-Monats-Performance zeigt, warum: Das Produkt verbuchte deutliche Verluste (-14,5%), während Europa-Fonds im Durchschnitt um 11,5% zulegten.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Und täglich grüßt das Murmeltier: Zum wiederholten Male setzt sich die Peergroup Aktien Gold & Edelmetalle an die Spitze des Monatsrankings. Im Januar hatte der Goldpreis zum ersten Mal die Marke von 5.000 US-Dollar pro Feinunze übersprungen und ließ Goldminenbetreiber und ihre Aktionäre jubeln. Bemerkenswert sind auch die Ergebnisse der Aktienfonds-Peergroups Alternative Energien und Emerging Markets, die beide einen glänzenden Monat verbuchten. Dass sie in den vergangenen Jahren hingegen wenig geliebt waren, zeigt die Fünf-Jahres-Performance, die in der Vergleichsgruppe Aktien Alternative Energien sogar negativ ausfällt. Insgesamt war der Januar für asiatische Aktien ein Wonnemonat. Vier der erfolgreichsten zehn Peergroups auf Monatssicht setzen auf Aktien aus Fernost, nimmt man Emerging Markets noch hinzu, sind es sogar fünf. Aus dem Lob für asiatische Titel auszunehmen sind jedoch indische Aktien. Sie erwischten einen rabenschwarzen Monat und die Peergroup gab um 7,0% nach. Damit ist die Langfristperformance wieder auf ein Normalmaß zurechtgestutzt (7,5% p.a. über fünf Jahre). Des Weiteren dehnt sich das Jammertal für Besitzer von US-Anleihen aus. Mehrere Peergroups, die Festverzinsliches aus Nordamerika abdecken, gaben im Januar nach. Damit setzt sich der Wertverfall der Papiere resultierend aus dem Vertrauensverlust der Anleger fort.

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