Aktuelle Trends im Sachwertbereich wurden nicht nur erkannt, sondern auch für den Vertrieb eingeordnet und in Produkte verpackt – der VKS SACHWERT KONGRESS 2026 bot erneut eine professionelle Plattform, auf der Sachwertexperten mit Vertriebsexperten über die Herausforderungen und Chancen der Branche diskutierten. Hochwertige Vorträge und Panels zu Sachwertinvestments brachten die Fachbesucher auf den neuesten Stand.
Mit 235 Vertriebsexperten aus Emissionshäusern, Finanzvertrieben, Maklerpools sowie spezialisierten Vermittlern von Publikums-AIF und anderen Sachwertanlagen erzielte der VKS SACHWERT KONGRESS 2026 einen neuen Teilnahmerekord. Das Kongresskonzept „Vermittler treffen Anbieter“ traf somit auf eine weiter steigende Nachfrage.
„Der Austausch und die Impulse aus dem Vertrieb sind uns wichtig. Gerade weil die Änderung von etablierten Prozessen bei Anbietern etwas Zeit benötigt. Wir alle haben die Bereitschaft zu lernen und die Kooperation weiter zu verbessern“, sagte Klaus Wolfermann, Vorsitzender des Verbands für Kapitalverwaltungsgesellschaften und Sachwertanbieter (VKS), während der Veranstaltung. Der Verband organisierte bereits zum fünften Mal den jährlichen Branchentreffpunkt, der am 28. und 29. April in Frankfurt am Main stattfand.
Tour de Force durch die Krise mit Professor Dr. Raffelhüschen
In seinem Keynote Vortrag beleuchtete Professor Dr. Bernd Raffelhüschen, renommierter Experte für Sozialpolitik, kritisch die finanzielle und demografische Lage Deutschlands und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Sozialsysteme und ging dabei auf viele Variablen ein. Seine zentrale These: Die deutschen Sozialsysteme sind auf Dauer nicht finanzierbar und die Babyboomer-Generation ist sowohl das Problem als auch dessen Verursacher.
Raffelhüschen unterstrich die Aussage von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die Rentenversicherung nur eine Basisversorgung und keine Lebensstandardsicherung mehr sein kann. „Die Rente mit 70 ist die Gleichbehandlung zwischen Generationen und müsste bis zum Jahr 2030 eingeführt werden“, so Raffelhüschen. Denn ohne die Anhebung des Rentenalters müsste der Beitragssatz auf 25 bis 28 Prozent steigen oder das Rentenniveau massiv sinken. Verursachergerechtigkeit könne aber nur unter Beibehaltung der Beiträge und Senkung der Leistungen gewahrt werden.
Aktive Beteiligung des Fachpublikums
Eine besondere Stärke des VKS SACHWERT KONGRESS war die Kommunikation zwischen Anbieter und Vertrieb. Im Format „Sachwertexperten im Austausch“ beantwortete ein halbes Dutzend VKS-Mitgliedsunternehmen Fragen des Fachpublikums. Und im neuen Format für Frühaufsteher stand Rechtsanwalt Alexander Pfisterer-Junkert Rede und Antwort zu rechtlichen Themen, zum Beispiel zur Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung oder zu aktuell umstrittenen Angeboten auf dem Markt.
Pfisterer-Junkert gab anschließend in seinem Vortrag einen umfangreichen Überblick über den Status quo zum Maklerschutz und den richtigen Umgang mit Anlegerschutzanwälten. Dabei warnte der Jurist die Vermittler, sich allein auf Künstliche Intelligenz (KI) im Umgang mit Haftungsfragen zu verlassen.
Große Themenvielfalt
André Wreth, Vorstand von Solvium Capital, erläuterte als Vertreter der VKS-Mitglieder und einer der Hauptorganisatoren die Agenda. Durch den VKS SACHWERT KONGRESS führte wie in den letzten Jahren Frank Rottenbacher. Der Vorstand des AfW Bundesverband Finanzdienstleistung moderierte kompetent Panels mit jeweils mehreren VKS-Mitgliedern zu Themen wie dem deutschen Wohnimmobilienmarkt, dem Investmentvehikel ELTIF und den Auswirkungen der US-Politik auf US-Immobilieninvestments.
Zudem gaben die im VKS zusammengeschlossenen Initiatoren Einblicke in ihre Produktschmieden und erhielten direktes Feedback der Fachbesucher. So erläuterte Jörg-Karsten Hagen (HTB), wie Vermittler attraktive Chancen für den Ankauf am Immobilien-Zweitmarkt erkennen können. Nico Auel (MPE Munich Private Equity) lieferte Orientierung im stetig wachsenden Private-Equity-Produktangebot für Privatanleger. Und Jürgen Kestler (Solvium Capital) erklärte, warum Transportlogistik einen unverzichtbaren Baustein für Stabilität und Cashflow im Sachwertdepot darstellt.
Fußball auf der Agenda
Für einen besonders unterhaltsamen Programmpunkt sorgte Fußball-Referee Deniz Aytekin mit seinem Vortrag „Entscheidungen unter Druck – Was Top-Entscheider aus dem Profisport für die Beratungspraxis lernen können“. Aytekin zeigte zur Freude der Kongressteilnehmer viele Videoclips aus seinen Spielen, analysierte seine Entscheidungen und zog dabei Lehren, die auch für die Beratungspraxis von Vermittlern hilfreich sein können.
Auf dem VKS SACHWERT KONGRESS 2026 waren die Verbandsmitglieder die BVT Unternehmensgruppe, die Dr. Peters Group, die Habona Invest Gruppe, hep Solar, HTB Hanseatische Fondshaus, Jamestown, Munich Private Equity (MPE), die ÖKORENTA Gruppe, Paribus Holding, die Primus Valor AG, die Solvium-Gruppe, TSO The Simpson Organization, US Treuhand und die WIDe Gruppe vertreten. Zudem begleiteten der Bundesverband Finanzdienstleistung AfW und die Going Public! Akademie für Finanzberatung AG den Kongress.
Verantwortlich für den Inhalt:
Verband der Kapitalverwaltungsgesellschaften und Sachwertanbieter e.V.c/o Klaus Wolfermann, Kirchröttenbach D 18, 91220 Schnaittach, Tel: 0172/8955511, www.vks-verband.de
