Barings Leitgedanken von Christopher Smart

 

„Man kann die Bären überall hören“, stellt Dr. Christopher Smart in seinen aktuellen Leitgedanken fest. Und tatsächlich nehmen die Risiken deutlich zu, wie beispielsweise die jüngsten Daten zu einer Wirtschaftskontraktion in Deutschland und Japan zeigen. „Zum jetzigen Zeitpunkt allerdings scheinen die monetären, steuerlichen und politischen Gegenwinde auf jeden Fall kaum stark genug, um uns in eine globale Rezession zu stürzen“, so der Barings-Experte.

Zwar hält er auch in den USA „Marktverwerfungen“ für möglich, die etwa aus dem „politischen Theater in Washington“ oder auch dem Erreichen der Verschuldungsgrenze resultieren könnten. Andererseits hält er ebenso ein baldiges Ende des Straffungszyklus seitens der Fed für möglich, wobei die Inflation durch „langfristige demografische Trends und neue Technologien“ im Zaum gehalten werde. Die Binnennachfrage wiederum erachtet er als stabil, was durch eine geringe Arbeitslosigkeit und finanzstarke Privathaushalte gestützt werde, sodass die zu erwartenden Störungen nicht ausreichen sollten, die US-Wirtschaft in eine Rezession zu stürzen.

Sein Fazit: „Die Wolken am Horizont sind real und es gibt viel Raum für unangenehme Überraschungen, insbesondere durch höhere Schuldendienstkosten und anhaltenden Druck auf einige Wachstumsmärkte. Trotzdem ist es wichtig, diese Risiken objektiv und unter Berücksichtigung einer sehr globalen Konjunktur, die zwar nachlässt, aber noch immer sehr stark ist, und politischer Spannungen, die zwar irritieren, aber wahrscheinlich keine Rezession auslösen, zu betrachten.“

Dr. Christopher Smart leitet die Abteilung Macroeconomic & Geopolitical Research, die Analysen auf der Grundlage diverser, von den Investment-Teams von Baring beigesteuerter Sichtweisen durchführt, um so die Auswirkungen wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen auf die Finanzmärkte zu bestimmen. Von 2013 bis 2015 arbeitete er als Special Assistant des Präsidenten des Nationalen Wirtschaftsrates und des Nationalen Sicherheitsrates und agierte dabei als Hauptberater für Handel und Investitionen sowie eine ganze Reihe von globalen Wirtschaftsthemen. Christopher Smart war zudem vier Jahre lang als Deputy Assistant des Finanzministers tätig. In dieser Funktion gestaltete er maßgeblich die Reaktion auf die europäische Finanzkrise und konzipierte die US-amerikanische Finanzpolitik für Europa, Russland und Zentralasien. Vor seinem Engagement im Staatsdienst arbeitete Christopher Smart als Director of International Investments bei Pioneer Investments und war dort für das Management von aufstrebenden Märkten und internationalen Portfolios zuständig. Er hat einen Abschluss als B.A. in Geschichte von der Yale-Universität und als Ph.D. für Internationale Beziehungen von der Columbia-Universität. Er ist Mitglied des Council on Foreign Relations und verfügt über eine Zulassung als Chartered Financial Analyst CFA.

 

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