Kommentar von Thomas Trsan, ESG & Impact Investing Specialist, Vontobel

 

  • Wasserknappheit nimmt rapide zu
  • Großer Bedarf an Wassereffizienz-Technologien
  • Risiko einer Blasenbildung durch Diversifikation reduzieren

Eine der gravierendsten Fehleinschätzungen der Industrienationen ist die Annahme, dass Wasser eine kostenlose Ressource darstellt, die im Überfluss vorhanden ist.

Das Gegenteil ist der Fall: Die Wasserknappheit nimmt rapide zu. Im Jahr 2020 hatten 2.2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, und Schätzungen zufolge werden bis 2025 rund 3.5 Milliarden Menschen in Gebieten mit prekärer Wassersituation leben. Am stärksten betroffen ist der afrikanische Kontinent, dicht gefolgt von asiatischen Ländern, darunter Indien. Derzeit wird prognostiziert, dass 700 Millionen Menschen bis zum Jahr 2030 aufgrund von Wasserknappheit zu Flüchtlingen werden.

Diese Knappheit wird durch Wasserverschmutzung noch verschärft: 4.2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberen Sanitäreinrichtungen, und 1.8 Milliarden Menschen trinken verunreinigtes Wasser, was ein erhebliches Problem für die öffentliche Gesundheit darstellt. Alle zwei Minuten stirbt ein Kind an einer durch verunreinigtes Wasser und unzureichende Sanitäreinrichtungen verursachten Durchfallerkrankung.

Im Bereich der Wasserwirtschaft herrscht ein dringender Bedarf an Entwicklung, Innovation und Finanzierung. Aus diesem Grund dürfte Wasser in diesem Jahr die Aufmerksamkeit derjenigen Anleger auf sich ziehen, die aktiv auf der Suche nach den Entwicklungsbereichen mit hohem Potenzial sind, die den dringendsten Kapitalbedarf haben.

 

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