Geschäftsentwicklung

 

Stefan Hoops, CEO: „Obwohl sich das Umfeld im zweiten Quartal weiter signifikant verschlechtert hat, ist es uns gelungen, den höchsten bereinigten Vorsteuergewinn zu erzielen, den wir jemals in einem zweiten Quartal und einem ersten Halbjahr erreichen konnten. Dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells sind wir widerstandsfähig geblieben und haben bei unseren Nettomittelflüssen im Quartal einen guten Produktmix erreicht, da es eine anhaltende Nachfrage unserer Kunden nach hochmargigen alternativen Anlagen und Fonds aus dem Bereich Active gab.“

Claire Peel, CFO: „Unsere Managementgebühren sind im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum signifikant gestiegen und wir haben unsere Erträge um 8 Prozent erhöht. Zuflüsse in unsere hochmargigen Strategien haben zu starken Nettoneuerträgen geführt. Insgesamt ist es uns gelungen, unseren bereinigten Vorsteuergewinn im Vergleich zum ersten Halbjahr 2021 um 11 Prozent zu steigern, und die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation verbesserte sich auf das sehr gute Niveau von 59,4 Prozent.“

Auch im zweiten Quartal wirkte sich der Krieg in der Ukraine weltweit in starkem Maße auf Volkswirtschaften und Aktienmärkte aus. Wir blieben jedoch Dank unseres diversifizierten Geschäftsmodells widerstandsfähig. Die Nachfrage unserer Kunden nach hochmargigen alternativen Anlagen und Fonds aus dem Bereich Active hielt an, während vor allem Geldmarktprodukte mit geringer Marge wegen des vorherrschenden Umfelds mit hohen Inflationsraten und der Erwartung steigender Zinsen Nettomittelabflüsse hinnehmen mussten. Insgesamt waren die Nettomittelflüsse ohne Geldmarktprodukte im zweiten Quartal nahezu ausgeglichen bei minus EUR 0,3 Milliarden. Bezieht man niedrigmargige Geldmarktprodukte ein, belief sich das Nettomittelaufkommen auf minus EUR 25,0 Milliarden. Der gute Produktmix unserer Nettomittelflüsse im Quartal führte jedoch erneut zu starken Nettoneuerträgen.

Trotz des negativen Umfelds lieferte die DWS in der ersten Jahreshälfte 2022 einmal mehr ein starkes Finanzergebnis ab. Die Erträge stiegen im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 8 Prozent. Die Managementgebühren blieben im Vergleich zum ersten Quartal unverändert, jedoch führten unter anderem sich weniger günstig entwickelnde Marktwerte der Garantien für unsere Garantieprodukte (fair value of guarantees) dazu, dass die Erträge um 3 Prozent zurückgingen. Die bereinigte Kostenbasis sank gegenüber dem Vorquartal, stieg jedoch im ersten Halbjahr im Jahresvergleich in Einklang mit unserer Wachstumsstrategie. Unsere bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation befindet sich mit 59,3 Prozent im zweiten Quartal und 59,4 Prozent im ersten Halbjahr auf einem sehr guten Niveau. Der bereinigte Vorsteuergewinn stieg im ersten Halbjahr 2022 um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und lag im zweiten Quartal nur knapp unter dem sehr hohen Niveau des ersten Quartals 2022. Es war der höchste bereinigte Vorsteuergewinn, den die DWS jemals in einem zweiten Quartal und einem ersten Halbjahr erzielen konnte.

Die Erträge reduzierten sich im zweiten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal leicht um 3 Prozent auf EUR 671 Millionen (Q1 2022: EUR 689 Millionen; Q2 2021: EUR 625 Millionen). Während die Managementgebühren stabil blieben und die Performancegebühren zulegten, gingen die sonstigen Erträge zurück, was hauptsächlich auf sich weniger günstig entwickelnde Marktwerte der Garantien für unsere Garantieprodukte (fair value of guarantees) zurückzuführen war. Im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Erträge im Jahresvergleich um 8 Prozent auf EUR 1.360 Millionen (H1 2021: EUR 1.259 Millionen). Grund waren gestiegene Managementgebühren.

Der bereinigte Vorsteuergewinn reduzierte sich im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal leicht um 2 Prozent auf EUR 273 Millionen (Q1 2022: EUR 279 Millionen; Q2 2021: EUR 247 Millionen). Nach Steuern wies die DWS für das zweite Quartal 2022 ein 17 Prozent niedrigeres Konzernergebnis in Höhe von EUR 155 Millionen aus (Q1 2022: EUR 186 Millionen; Q2 2021: EUR 172 Millionen). Der bereinigte Vorsteuergewinn für das erste Halbjahr 2022 stieg im Jahresvergleich um 11 Prozent auf EUR 552 Millionen (H1 2021: EUR 496 Millionen). Das Konzernergebnis legte im ersten Halbjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um EUR 1 Million auf EUR 341 Millionen zu (H1 2021: EUR 340 Millionen).

Das verwaltete Vermögen (AuM) sank im zweiten Quartal 2022 in einem sehr schwierigen Marktumfeld auf EUR 833 Milliarden (Q1 2022: EUR 902 Milliarden; Q2 2021: EUR 859 Milliarden). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf die negativen Marktentwicklungen, aber auch auf Nettomittelabflüsse zurückzuführen, während sich Währungseffekte positiv auswirkten.

Im zweiten Quartal 2022 mit seinem ungünstigen Umfeld verzeichneten wir ein Nettomittelaufkommen in Höhe von minus EUR 25,0 Milliarden, das zu minus EUR 26,1 Milliarden im ersten Halbjahr 2022 führte. Jedoch wiesen unsere Nettomittelflüsse im Quartal erneut einen guten Mix auf. Während vor allem volatile Geldmarktprodukte mit geringer Marge hohe Nettomittelabflüsse hinnehmen mussten – von denen der Großteil im Juli an uns zurückgeflossen ist –, verzeichneten wir Nettomittelzuflüsse in hochmargige Produkte der Bereiche Alternatives und Active (ohne Cash). Ohne Geldmarktprodukte waren die Nettomittelzuflüsse im zweiten Quartal mit minus EUR 0,3 Milliarden nahezu ausgeglichen. In den ersten sechs Monaten 2022 belief sich das Nettomittelaufkommen ohne Cash auf EUR 5,5 Milliarden.

Der Bereich Active Asset Management zeigte sich widerstandsfähig und verzeichnete im zweiten Quartal ohne Geldmarktprodukte Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 1,5 Milliarden (Q1 2022: EUR 4,3 Milliarden). Zu diesem Aufkommen trugen alle Anlageklassen bei außer Fixed Income (minus EUR 0,1 Milliarden), die unter der zunehmenden Inflation sowie der Erwartung steigender Zinsen litt. Active Equity generierte erneut erhöhte Nettomittelzuflüsse von EUR 0,7 Milliarden aufgrund von Zuflüssen in den Flaggschiff-Fonds DWS Top Dividende und mit anhaltender Nachfrage nach ESG[1]-Produkten. Zudem verbuchte Multi Asset Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 0,6 Milliarden, was in erster Linie auf starke Zuflüsse in den Flaggschiff-Fonds DWS Concept Kaldemorgen zurückzuführen ist. Darüber hinaus generierte Active SQI Nettomittelzuflüsse in Höhe von EUR 0,4 Milliarden. Cash-Produkte mit niedriger Marge verbuchten angesichts des vorherrschenden Umfelds mit hohen Inflationsraten und der Erwartung steigender Zinsen Nettomittelabflüsse von minus EUR 24,8 Milliarden (Q1 2022: minus EUR 6,8 Milliarden).

Der Bereich Passive Asset Management verzeichnete im zweiten Quartal Nettomittelabflüsse von minus EUR 3,3 Milliarden (Q1 2022: EUR 0,5 Milliarden). Angesichts der immensen geopolitischen Unsicherheit und der daraus resultierenden hohen Volatilität an den Märkten, Rezessionsängsten und fallenden Aktienkursen fuhren die Kunden fort, die Risiken in ihren Portfolios zu reduzieren.

Der Bereich Alternatives verbuchte im zweiten Quartal ein gestiegenes Nettomittelaufkommen in Höhe von EUR 1,6 Milliarden (Q1 2022: EUR 1,0 Milliarden) vor allem aufgrund von starken Nettomittelzuflüssen in Liquid Alternatives und gestützt durch kleinere Nettomittelzuflüsse in Infrastrukturprodukte.

Die bereinigten Kosten, die auch die Transformationskosten und nicht wiederkehrende Kosten nicht umfassen, sanken im zweiten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorquartal um 3 Prozent auf EUR 398 Millionen (Q1 2022: EUR 410 Millionen; Q2 2021: EUR 379 Millionen). Ursächlich für diesen Rückgang ist ein niedrigerer Personalaufwand vor allem aufgrund einer reduzierten Gewinnbeteiligung. Im ersten Halbjahr stiegen die bereinigten Kosten im Jahresvergleich um 6 Prozent auf EUR 808 Millionen (H1 2021: EUR 764 Millionen). Dies steht im Einklang mit unserer Wachstumsstrategie und ist auf gestiegenen Sach- und sonstigen Aufwand sowie auf einen höheren Personalaufwand zurückzuführen.

Die bereinigte Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) sank im zweiten Quartal 2022 leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 59,3 Prozent (Q1 2022: 59,5 Prozent; Q2 2021: 60,6 Prozent) und bleibt damit auf einem sehr guten Niveau. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum verbesserte sich die bereinigte CIR im ersten Halbjahr um 1,2 Prozentpunkte auf 59,4 Prozent (H1 2021: 60,6 Prozent).

Ausblick

Unser Ausblick bleibt gegenüber dem in unserem Geschäftsbericht 2021 veröffentlichten Ausblick unverändert.

 

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