Beim von US-Präsident Donald Trump angekündigten Stargate-Projekt geht es um ein neues 500-Milliarden-US-Dollar-Joint-Venture für KI-Infrastrukturen mit einem Startkapital von 100 Mrd. US-Dollar und einer Steigerung auf 500 Mrd. US-Dollar innerhalb von vier Jahren.

Der Fokus liegt auf dem Aufbau von KI-Infrastrukturen auf dem US-Markt. An dem Joint Venture sind Softbank, Oracle, OpenAI und MGX (als potenzieller externer Investor) beteiligt, zu den Technologiepartnern dürften Nvidia, ARM, Microsoft und Oracle gehören, schätzt Graeme Clark, Portfoliomanager im Global Technology Leaders Team von Janus Henderson Investors, die Situation ein.

„Es gibt mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Erstens, und am wichtigsten, ist dies eine weitere Bestätigung unserer Einschätzung der Bedeutung von KI als nächste große IT-Welle. Sie dürfte den Marktanteil von Tech-Unternehmen im Vergleich zum Gesamtmarkt beschleunigen“, sagt Clark. Und weiter: „Zur Erinnerung: Wir befinden uns noch in der Anfangsphase dieser neuen Welle, Chat GPT 4 wurde erst vor weniger als zwei Jahren eingeführt. Daher befindet sich die KI-Infrastruktur noch in der Entwicklung.“ Zweitens scheint es sich laut Portfoliomanager zumindest teilweise um eine Vorwegnahme/Formalisierung von Ausgaben zu handeln, die ohnehin organisch getätigt worden wären. Jedoch nun die Gewissheit zu haben sei positiv. Und drittens diente die Ankündigung im Wesentlichen auch als Ausgangspunkt für die OpenAI/Microsoft-Vereinbarung.

Laut Clark erforderte die direkte Beteiligung von Oracle am Stargate-Projekt praktisch eine Aktualisierung der OpenAI-Partnerschaft mit Microsoft: „Microsofts Exklusivitätsvereinbarung bedeutete, dass es GPU-Investitionen für OpenAIs Modelltraining mit begrenzten Einnahmen finanzierte. Wir erfuhren von einer gewissen Reibung zwischen OpenAIs Wunsch nach mehr Kapazität und Microsofts Bestreben nach Disziplin und Balance bei den Investitionen angesichts der Kapazitätsknappheit und der wachsenden Kundennachfrage.“ Microsoft sprach von einer erneuten Beschleunigung der Azure-Umsätze in seinem zweiten Geschäftshalbjahr 2025 (die sechs Monate bis Juni 2025) und erklärte, dass die überwiegende Mehrheit seiner KI-Umsätze aus Inferenz und nicht aus Training stamme, und dass es wichtig sei, Kapazitäten für Kunden zu haben, damit sie diese Umsatzbeschleunigung bei Azure erreichen können.

„Diese aktualisierte Vereinbarung scheint eine Win-Win-Situation zu sein, da sie die Stärke und Bedeutung der Micrsosft/OpenAI-Partnerschaft beibehält und gleichzeitig Oracle als zusätzliche Bezugsquelle für OpenAI-KI-Trainingslasten einführt und Microsoft das Vorkaufsrecht für alle neuen Kapazitäten behält“, fasst Clark zusammen.

Die Beteiligung von Oracle an dem Joint Venture scheint in den Augen des Portfoliomanagers eine weitere Stärkung seiner OCI (Oracle Cloud Infrastructure) zu sein, die sich neben Microsoft Azure, Amazon AWS und Google GCP rasch eine Position unter den vier führenden AI-US-Hyperscale-Anbietern erarbeitet habe. Im letzten Quartal bestätigte Oracle, dass es für sein Cloud-Infrastruktur-Geschäft im Geschäftsjahr 2025 ein Wachstum von mehr als 50 % erwartet. Gleichzeitig dürften sich die Investitionsausgaben verdoppeln, um die OCI-Kapazität aufzubauen. Oracle hat einen starken Auftragsbestand für OCI verzeichnet, und das Stargate-Projekt dürfte den Auftragsbestand für die Dauer des Cloud-Infrastruktur-Wachstums zusätzlich unterstützen.

„Es ist schwierig einzuschätzen, wie viel echte ‚neue Kapazität‘ dieses Projekt mit sich bringt, aber als klarer Marktführer im Bereich der KI-Infrastruktur ist die Projektankündigung auch positiv für Nvidia, dessen Grafikprozessoren und integrierte Systeme nach wie vor das Herzstück fast jedes größeren KI-Rechenzentrums bilden“, urteilt Clark und geht davon aus, dass „ es darüber hinaus eine wachsende Zahl anderer Anbieter gibt, deren Technologien im Mittelpunkt von KI-Projekten stehen, darunter Unternehmen wie Arista, Ciena, Dell, Broadcom, Micron, Flex usw., um nur einige zu nennen.“

Genaue Angaben zu den finanziellen Aspekten des Stargate-Projekts seien weiterhin Mangelware, abgesehen von den hohen Anfangsinvestitionen von 100 Mrd. US-Dollar und den erwarteten Gesamtinvestitionen von 500 Mrd. US-Dollar während der vierjährigen Projektlaufzeit. „Nachdem ich Anfang des Jahres ein hochmodernes KI-Rechenzentrum in Nevada besucht habe, ist klar, dass sowohl Bau als auch Inbetriebnahme dieser Einrichtungen Zeit brauchen – weil Standorte, Strom, externe Infrastruktur, GPU-Kapazitäten und die interne Infrastruktur einschließlich der Kühlung der Racks usw. gesichert werden müssen. Es ist also unklar, wie schnell sich das Stargate-Projekt rentieren wird“, berichtet der Experte.

Insgesamt hält Graeme Clark es für eine bemerkenswerte Ankündigung: „Sie stimmt mit unserer Auffassung von der Bedeutung der KI als nächste große Welle der Datenverarbeitung überein. Zwar ist nicht klar, inwieweit es sich bei diesem Projekt um inkrementelle neue Kapazitäten im Vergleich zu denen handelt, die organisch aufgebaut worden wären. Aber es ist auf jeden Fall positiv für die Stimmung rund um KI-Infrastrukturen. Letztendlich scheinen der Deal und die erneuerte Partnerschaft zwischen Microsoft und OpenAI eine Win-Win-Situation für die Hauptakteure OpenAI, Microsoft und Oracle zu sein.“

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Spieltagerlöse und kommerzielle Einnahmen steigen deutlich

Die Top-20-Fußballclus stellen neuen Rekord auf und erwirtschaften 2023/24 einen kumulierten Gesamtumsatz von 11,2 Milliarden Euro (ohne Transfererlöse).

Nie war der Abstand zwischen Erst- und Zweitplatziertem so groß: Real Madrid setzt sich deutlich von der Konkurrenz ab.

Bayern München (Platz 5) und Borussia Dortmund (Platz 11) machen jeweils einen Rang gut.

Der europäische Fußball verbuchte in der vergangenen Saison neue wirtschaftliche Rekorde: Mit Real Madrid erzielte erstmals ein Club einen Umsatz von über einer Milliarde Euro. Das spanische Spitzenteam vergrößerte damit den Abstand zum zweitplatzierten Manchester City erheblich und führt die 20 umsatzstärksten Clubs Europas an. Die Top 20 generierten einen Gesamtumsatz von 11,2 Milliarden Euro (ohne Transfererlöse). Das ist ebenfalls ein neuer Rekord und entspricht einem Wachstum von 6 Prozent gegenüber der Vorsaison (10,5 Mrd. Euro).

Wachstumstreiber waren in diesem Jahr die Spieltagerlöse und die kommerziellen Einnahmen. Die Spieltagerlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und machten damit 18 Prozent der Gesamteinnahmen aus. Größte Einnahmequelle der Top-Teams (44%) waren die kommerziellen Erlöse, die 2023/24 kumuliert bei 4,9 Milliarden Euro lagen – ein Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lediglich die Einnahmen aus Übertragungsrechten (4,3 Mrd. Euro) verzeichneten keine Zunahme, da jede der fünf großen europäischen Ligen sich im gleichen nationalen Medienrechtezyklus befand wie in der Vorsaison. Es ist jedoch absehbar, dass es in der aktuellen Saison durch höhere Ausschüttungen in den UEFA-Clubwettbewerben zu einem erneuten Anstieg kommt.

Top-Clubs investieren in Infrastruktur

“Wer ganz oben mitspielt, ist nicht nur auf dem Platz stark. Erfolgreiche Clubs diversifizieren ihre Einnahmen, beispielsweise durch strategische Partnerschaften oder eine bessere Nutzung der Stadien”, erklärt Stefan Ludwig, Leiter der deutschen Sport Business Gruppe von Deloitte. “So konnten die Top-Clubs ihre Spieltagerlöse steigern, indem sie die Kapazität ihrer Stadien ausgeweitet oder Premium-Angebote am Spieltag eingeführt haben. Die kommerziellen Einnahmen wuchsen etwa durch die Ausrichtung externer Events im Stadion. Fußballclubs erkennen zunehmend den Wert darin, ihre Assets vielfältig zu vermarkten und mehr als eine Sportmarke zu sein.”

Die Verantwortlichen haben Investitionen in die Infrastruktur als Umsatztreiber erkannt. So etwa Spitzenreiter Real Madrid. Die Royalen steigerten nach Abschluss der Umbauarbeiten am Stadion Santiago Bernabéu ihre Spieltagerlöse deutlich. Die höhere Kapazität führte 2023/24 gegenüber der Vorsaison zu einer Verdoppelung der Einnahmen auf 248 Millionen Euro. Der Club erzielte zudem um 19 Prozent höhere kommerzielle Einnahmen (482 Mio. Euro) – etwa durch gesteigerte Erlöse aus Merchandising und einen neuen Ärmelsponsor. Insgesamt steigerte Real Madrid seinen Gesamtumsatz erheblich – von 831 Millionen in der Vorsaison auf 1,045 Milliarden Euro. Mit 208 Millionen Euro war der Abstand zum Zweitplatzierten noch nie so groß. Manchester City verteidigte mit einem Gesamtumsatz von 838 Millionen Euro den zweiten Platz (2022/23: 826 Mio. Euro), gefolgt von Paris Saint-Germain mit 806 Millionen Euro (2022/23: 802 Mio. Euro).

Bayern und Borussia Dortmund rücken vor

Bayern München verbesserte sich mit einem Gesamtumsatz von rund 765 Millionen Euro (exklusive Transfererlöse) um eine Position und belegt im Ranking den fünften Platz (2022/23: Platz 6 mit 744 Mio. Euro). Damit sind sie zum wiederholten Mal der bestplatzierte deutsche Club. Das größte Umsatzwachstum erzielten die Münchner bei den Spieltagerlösen, welche um 11 Millionen auf 131 Millionen Euro stiegen. Die Einnahmen aus Medienrechten wuchsen auf 213 Millionen Euro (+4%), die kommerziellen Erlöse betrugen 421 Millionen Euro (+1%).

Auch Borussia Dortmund machte im Vergleich zu der Vorsaison einen Rang gut und belegt in diesem Jahr mit einem Gesamtumsatz von rund 514 Millionen Euro Platz 11 (2022/23: Platz 12 – 420 Mio. Euro). Umsatztreiber war hier unter anderem der Erfolg in der UEFA Champions League – die Dortmunder hatten es in der Saison 2023/24 bis ins Finale geschafft. Daraus resultierte ein Anstieg der Medienerlöse um 31 Prozent (206 Mio. Euro) – der größte Wachstumstreiber der Borussen. Die Spieltagerlöse stiegen um 24 Prozent – von rund 75 auf rund 93 Millionen Euro. Der Club konnte die kommerziellen Erlöse um 27 Millionen Euro auf rund 215 Millionen Euro steigern.

Kim Lachmann, Sportexperte bei Deloitte, erklärt die stark gestiegenen Einnahmen aus Medienrechten wie folgt: “Die deutschen Clubs haben in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Erfolge in den UEFA-Wettbewerben erzielt. In der Saison 2023/24 erreichten sowohl Borussia Dortmund als auch Bayern München das Halbfinale der UEFA Champions League. Diese Erfolge wirken sich deutlich auf die Einnahmen aus den Medienrechten aus, was sich auch in der Platzierung in der Deloitte Football Money League widerspiegelt.”

Eintracht Frankfurt, vergangenes Jahr noch auf Platz 16 im Deloitte Football Money League Ranking, fiel in diesem Jahr auf Platz 24 und somit aus den Top 20, nachdem der Gesamtumsatz im Vergleich zur Vorsaison um 16 Prozent gesunken ist (von 294 auf 245 Mio. Euro). Hauptgrund dafür ist, dass die Eintracht in der Saison 2023/24 nicht in der Champions League gespielt hat.

Über die Studie

Es gibt eine Reihe von finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen, die zum Vergleich von Clubs herangezogen werden können, darunter Zuschauerzahlen, weltweite Fangemeinde, Anhängerschaft in sozialen Medien und Leistung auf dem Spielfeld. Im Rahmen unserer Detailanalyse gliedern wir die Gesamtumsätze in ihre drei wichtigsten Erlöskategorien: (i) Spieltagerlöse, (ii) Umsätze aus der Vermarktung von medialen Verwertungsrechten sowie (iii) kommerzielle Erlöse.

Wechselkurse

Für die internationalen Vergleiche wurden, sofern nicht anders angegeben, alle Finanzzahlen mit dem 12-Monats-Durchschnittskurs zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses der Clubs umgerechnet (1 EUR = 0,86 £; 1 EUR = 5,4 BRL; 1 EUR = 11,42 NOK; 1 EUR = 161,3 ¥).

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Scope hat die Ratings von knapp 7.000 Fonds aktualisiert. Ein bekannter Rentenfonds mit beständig guter Leistung erringt die Spitzennote, ein Weltaktienfonds rutscht ins Mittelfeld ab.

Konstant gute Leistung wird belohnt

Es ist eine Weile her, dass der PIMCO GIS Diversified Income das Scope-Spitzenrating innehatte. Doch nun ist dem globalen Rentenfonds nach dreieinhalb Jahren die Rückkehr auf Note (A) gelungen. Eine echte Schwäche zeigte der Fonds in diesem Zeitraum aber nie, sondern hielt konstant sein (B)-Rating. Der Produktname ist Programm: Der Fonds bietet Zugang zu einem breiten Mix an festverzinslichen Wertpapieren, der Staats- und Unternehmensanleihen sowohl aus dem Investment-Grade- als auch aus dem High-Yield-Bereich umfasst. Verstärkt wird die Streuung durch die Kombination von Titeln aus Industrie- und Schwellenländern. Überzeugen kann der Rentenfonds mit seiner starken Performance: Über alle Betrachtungszeiträume liegt er vor seiner Peergroup. Den vergleichsweise hohen Zuwachs gibt es aber nicht umsonst: Über drei und fünf Jahre schwankte der Fondswert stärker als die Peergroup, auch der maximale Verlust war höher.

Hohe Rendite trotz geringerem IT-Anteil

Vor zwei Jahren wurde er noch mit (C) bewertet, jetzt glänzt der JPM America Equity ganz frisch mit einem (A)-Rating. Seit Anfang 2023 stieg die Ratingpunktzahl stetig – die Spitzennote ist die logische Konsequenz. Im starken Börsenjahr 2024 konnte der Fonds im Vergleich zur Peergroup noch einmal eine Schippe drauflegen und steigerte seinen Wert um 34,3% (Vergleichsgruppe: 27,7%). Auch über drei, fünf und zehn Jahre liegt der JPM America Equity deutlich vor dem durchschnittlichen Konkurrenten. Die Risikokennzahlen fallen dagegen größtenteils schlechter aus, oft aber nur ein wenig: Die Volatilität des Fonds über ein Jahr sowie über drei und fünf Jahre ist höher als die der Peergroup, gleiches gilt für den maximalen Verlust über fünf Jahre. Bemerkenswert ist die deutliche Untergewichtung des IT-Sektors, der trotzdem mit einem Viertel des Fondsvermögens den größten Anteil am Portfolio hat.

Weltaktienfonds nur noch Rating-Mittelmaß

Etwas mehr als ein Jahr konnte der Fidelity Funds – World sein (B)-Rating halten, seit diesem Monat muss er sich mit (C) begnügen. Die Renditekennzahlen sind allesamt ordentlich und liegen über sämtliche Betrachtungszeiträume über dem Peergroup-Durchschnitt. Schlechter als die Vergleichsgruppe steht der Fonds dagegen beim Thema Risiko da. Besonders deutlich erhöht war die Volatilität in den vergangenen zwölf Monaten (10,2% versus 7,3%). Das Fondsmanagement fokussiert sich auf drei Kategorien von Titeln: Unternehmen, die sich im Wandel befinden (z.B. Umstrukturierungen, Fusionen), Unternehmen mit der Fähigkeit, ein über den Markterwartungen liegendes Gewinnwachstum zu erzielen und Unternehmen mit einer dominanten Branchenposition, starkem Wachstum, hohem Cashflow und einer starken Preismacht.

Top- und Flop-Peergroups im vergangenen Monat

Der Dezember war für Anleger durchwachsen. Etwas mehr als die Hälfte der 62 größten Peergroups (Platz 60 nach Fondsanzahl teilten sich dieses Mal drei Peergroups) notierte im Minus, die andere knappe Hälfte im Plus. Bei den Gewinnern des Monats fallen Aktienfonds aus dem Reich der Mitte auf. Nachdem die Vergleichsgruppe Aktien China im November die schwächste Leistung gezeigt hatte (-1,1%), kam es im Dezember zur Gegenbewegung. Das Jahr schloss die Peergroup letztendlich als eine der besten ab. Über fünf Jahre stehen dennoch weiterhin rote Zahlen. Die höchsten Verluste im vergangenen Monat erlitten US-Nebenwerte – ebenfalls ein Spiegelbild der Leistung der Peergroup im November, als die Kurse nordamerikanischer Mid und Small Caps regelrecht explodierten. Überhaupt finden sich unter den schwächsten Vergleichsgruppen im Dezember viele Gewinner des Vormonats wieder, etwa Infrastruktur- und Ökologieaktien.

Die vollständige Auswertung können Sie hier herunterladen.  https://www.scopeexplorer.com/files/get/?name=news.ReportFile/bytes/filename/mimetype/Scope_Fondsrating-Update_Januar_2025.pdf

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Die Finanzaufsicht BaFin weist darauf hin, dass die DJE Kapital AG gegenwärtig einem Identitätsmissbrauch ihres Vorstandsvorsitzenden, Herrn Dr. Jens Ehrhardt, ausgesetzt ist.

Die unbekannten Täterinnen und Täter sprechen in Whatsapp-Chats und durch Werbeanzeigen auf Social-Media-Plattformen des Meta-Konzerns durch Vorspiegelung der Identität des Herrn Dr. Jens Ehrhardt Aktienempfehlungen an Dritte aus.

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Harte Zeiten, gute Vorsätze

Top-Vorsatz fürs neue Jahr: das Sparniveau halten

Tagesgeldkonto überholt Börsen-Investments als beliebteste Geldanlage

Boom hält an: digitale Finanz-Planung per App

Die Wirtschaft stockt, der finanzielle Druck auf die Bevölkerung steigt – das bringt Bewegung in die Neujahrsvorsätze. Die repräsentative Umfrage der norisbank zeigt, was die Deutschen 2025 mit ihrem Geld vorhaben. Wie groß der Wunsch nach Stabilität inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen ist, zeigt der Aufstieg des Tagesgeldkontos zur beliebtesten Form der Geldanlage. Allerdings werden die sonst so hoch gesteckten Sparziele zurückgeschraubt: Viele Menschen begnügen sich in diesem Jahr damit, ihr Sparniveau zu halten.

Vorsatz Nr. 1: Aktuelles Sparlevel halten

Aufsteiger des Jahres – von Platz 3 direkt auf Platz 1: Der Wunsch der Deutschen, im Jahr 2025 genauso viel zu sparen wie 2024, liegt ganz weit vorn – mit Abstand. Fast jede:r Dritte (27,9 Prozent) hat diesen Plan. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr (plus 9,5 Prozentpunkte). Und welche Geldanlage liegt im Trend? Vor allem das Tagesgeldkonto, denn es gilt als sichere Bank in unsicheren Zeiten. Es überholt damit die Börsen-Investments und liegt erstmals auf Platz 1.

Vorsatz Nr. 2: Mehr sparen

Bye-bye, Platz 1! Kein anderer Vorsatz hat mehr verloren als dieser. 2025 wollen nur noch 19,7 Prozent der Deutschen ihre Sparaktivitäten vom letzten Jahr toppen. Damit hat sich der Traum vom “Immer-mehr-Sparen” innerhalb von zwei Jahren praktisch halbiert (2024: 30 Prozent; 2023: 40 Prozent). Nur die unter 40-Jährigen haben noch größere Ambitionen: Von ihnen plant immerhin rund jeder Dritte, im neuen Jahr mehr zu sparen.

Vorsatz Nr. 3: Gesünder leben

Sportlich aktiv sein, sich bewusst ernähren, relaxen – das hat auch 2025 wieder einen sehr hohen Stellenwert. Rund jede:r fünfte Deutsche nimmt sich vor, dieses Jahr in die eigene Gesundheit zu investieren. Obwohl der Neujahrsvorsatz von Platz 2 auf Platz 3 gefallen ist, bleibt der Anteil hoch und damit fast auf Vorjahresniveau (2025: 19,5 Prozent; 2024: 20,5 Prozent).

Vorsatz Nr. 4: Träume erfüllen und reisen

Der Tatendrang der Deutschen ist stärker denn je. Viele haben 2025 vor, ihre Träume zu verwirklichen oder dem Alltag zu entfliehen. 15,1 Prozent der Befragten planen größere Anschaffungen wie ein Haus, ein Auto, eine Küche, einen Computer oder ein Smartphone (2024: 14,8 Prozent; 2023: 7,5 Prozent). Die große Reise steht für 12,7 Prozent der Befragten wieder ganz oben auf der Liste (2024: 12,6 Prozent; 2023: 9,2 Prozent).

Vorsatz Nr. 5: Für die Zukunft vorsorgen

Der Vermögensaufbau für die Zukunft (z. B. in Form von privater Altersvorsorge, Sparplan, Tages-/Festgeldkonto oder Aktien) bleibt für 14,8 Prozent der Deutschen ein wichtiger Vorsatz fürs neue Jahr. Allerdings ist er im Ranking von Platz 4 auf Platz 5 gefallen. Der erneute Rückgang um 1,3 Prozentpunkte (2024: 16,1 Prozent; 2023: 18,8 Prozent) weist darauf hin, dass langfristige Pläne momentan schwerer zu verfolgen sind. Nur die Jüngeren unter 30 Jahren haben die Zukunftsvorsorge stärker auf dem Radar: Mit 27,4 Prozent ist ihr Anteil doppelt so groß.

Vorsatz Nr. 6: Umweltbewusster einkaufen

Dieser Vorsatz hält sich stabil auf dem 6. Platz. Genau wie im letzten Jahr haben auch 2025 wieder 10,7 Prozent der Deutschen vor, beim Kauf von Produkten mehr in hochwertige Qualität und Nachhaltigkeit zu investieren. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen geht der Trend deutlich aufwärts: Fast jede:r Fünfte von ihnen schätzt den umweltbewussten Konsum (19,1 Prozent), 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Vorsatz Nr. 7: Sich selbst etwas gönnen

Als Reaktion auf hohe Preise und globale Krisen wächst offensichtlich das Bedürfnis nach kleinen Freuden und mehr Lebensqualität. 8,3 Prozent der Deutschen möchten sich 2025 wieder mehr gönnen, z. B. Restaurantbesuche oder ein persönliches Stück Luxus – ein erneuter Anstieg um 2,8 Prozent (2024: 5,5 Prozent; 2023: 3,2 Prozent).

Vorsatz Nr. 8: Anderen etwas Gutes tun

Die anhaltenden Kriege und häufiger auftretenden Naturkatastrophen fordern die Spendenbereitschaft immer mehr heraus. Dennoch ist sie leicht gesunken. Immerhin 5,4 Prozent der Deutschen planen, auch 2025 wieder für wohltätige Zwecke oder Menschen in Not zu spenden (2024: 5,8 Prozent). Noch mehr haben vor, im direkten Umfeld großzügiger zu sein, etwa durch Einladungen oder Geschenke (2025: 5,9 Prozent; 2024: 5,8).

So gehen die Deutschen ihre finanziellen Vorsätze an

Finanzielle Vorsätze in die Tat umzusetzen, ist oft herausfordernd – besonders in Zeiten hoher Preise. Die repräsentative norisbank Umfrage zeigt, wie die Deutschen ihre Vorsätze für 2025 angehen:

54 Prozent reduzieren ihre Ausgaben.

35 Prozent legen gezielt Geld zurück oder richten Daueraufträge zum Sparen ein.

31,9 Prozent gehen es locker an und behalten die Vorsätze nebenbei im Blick.

18,3 Prozent suchen zusätzliche Einnahmequellen, z. B. einen neuen Job.

13,1 Prozent erstellen detaillierte Budgetpläne.

10,1 Prozent nutzen Finanz-Apps und Online-Tools.

9 Prozent lassen sich von Finanzberatern unterstützen.

Der Trend zum digitalen Finanz-Management wird vor allem von den Jüngeren weiter vorangetrieben.In der gesamten deutschen Bevölkerung nutzen bereits 85,4 Prozent digitale Banking-Apps und Finanz-Tools im Alltag – und die große Mehrheit will dies auch im neuen Jahr so beibehalten. Doch ein Blick auf die jüngere Altersgruppe unter 40 Jahren verrät: Die Nutzungsintensität wird voraussichtlich weiter zunehmen. Jede:r Dritte von ihnen plant, die Tools im neuen Jahr etwas oder sogar deutlich häufiger zu nutzen, da die Vorteile wie Budgetkontrolle, Konto-Zugriff und mobiles Bezahlen unterwegs praktisch sind. Zudem setzen etwa 16 Prozent der jüngeren Generation gezielt Finanz-Tools ein, um ihre Vorsätze für 2025 zu verfolgen.

Der Plan fürs neue Jahr: Balance zwischen langfristiger Vorsorge und spontanem Genuss

Die Studie der norisbank offenbart: Während manche Deutsche (12,6 Prozent) aufgrund der eigenen schwankenden Finanzlage kaum etwas für 2025 planen, weiß die große Mehrheit der Bevölkerung (70,5 Prozent) sehr genau, was sie will. Viele justieren ihre finanziellen Prioritäten neu und finden eine clevere “Vorsorge-Genuss-Balance” fürs neue Jahr – eine ausgewogene Mischung aus zukunftsorientiertem Sparen und Genuss im Hier und Jetzt. Trotz schwieriger Wirtschaftslage möchten viele im neuen Jahr Geld beiseitelegen, ohne auf Lebensqualität zu verzichten. Es scheint, als seien die Deutschen nicht nur finanziell stabil. Sie zeigen sich auch erstaunlich flexibel und optimistisch – sicher zwei Eigenschaften, die aus dem neuen Jahr ein gutes Jahr machen können. Trotz allem.

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Fonds fokussiert sich auf direkte Co-Investments in Privatunternehmen sowie Buyout-Möglichkeiten in ausgewählten Branchen in Europa und den USA

Neuberger Berman, ein führendes Unternehmen im Bereich European Long-Term Investment Funds (ELTIF), legt mit dem NB Private Equity Open Access Fund ein weiteres Produkt in dieser Fondsstruktur vor. Erst Anfang 2024 hatte der private, unabhängige und mitarbeitereigene Investmentmanager als einer der ersten in der Branche einen ELTIF unter dem überarbeiteten Regulierungswerk erfolgreich eingeführt. Der neue Fonds soll nun privaten und professionellen Anlegern Zugang zu einem diversifizierten Portfolio von direkten Private-Equity-Co-Investitionen in einer semi-liquiden Struktur bieten.

Der Fonds entspricht den aktualisierten Vorgaben und ist auf eine einfache Abwicklung ausgelegt. So bietet er etwa monatliche Zeichnungen und vierteljährliche Rücknahmen. Gleichzeitig wird er einen Zielwert von 15 Prozent an liquiden Investments beibehalten, die vom Multi-Asset-Class-Team von Neuberger Berman verwaltet werden. Die Mindestanlage für einen Großteil der Anteilsklassen beträgt 10.000 Euro. Dadurch erhalten Kleinanleger in der EU noch einfacher Zugang zur Assetklasse Private Equity. Je nach Land kann der Fonds auch direkt oder über Handelsplattformen gehandelt werden.

Fokus auf Buyout-Möglichkeiten in ausgewählten Branchen

Der Fonds wird sich auf direkte Co-Investments in Privatunternehmen konzentrieren. Dabei greift er auf die Kernkompetenzen führender Private-Equity-Manager in einer Vielzahl von Anlagestrategien zurück, darunter strategische Wachstumsinitiativen, M&A, digitale Transformation und operative Verbesserungen. Dabei wird sich das Portfolio hauptsächlich auf Buyout-Möglichkeiten in ausgewählten Branchen und Unternehmenswerten in Europa und den USA fokussieren und dabei nach Jahrgängen diversifiziert sein.

Anleger, die in den Fonds investieren, profitieren von der über 15-jährigen Erfolgsbilanz von Neuberger Berman bei Co-Investments und der Erfahrung des Unternehmens im semi-liquiden und intermediären Bereich. Hier verwaltet Neuberger Berman aktuell ein Vermögen von etwa 14,1 Milliarden US-Dollar in einer Vielzahl von Evergreen-Private-Markets-Vehikeln.¹ Erst Ende des vergangenen Jahres hat die europäische Ratingagentur Scope Neuberger Berman mit der Auszeichnung „Best Private Equity ELTIF Manager 2024“ gekürt und damit die Expertis sowie die Erfolge des Vermögensverwalters bei der Verwaltung von bereits fünf ELTIF-Produkten gewürdigt.

Private Markets: Neuberger Berman verwaltet 125 Milliarden US-Dollar Investorenzusagen

Bei dem neuen Fonds kann Neuberger Berman auf seine globale Plattform zurückgreifen, die eine breite Historie bei Investitionen sowohl auf privaten als auch öffentlichen Märkten vorzuweisen hat. Bei Private Markets gehört Neuberger Berman zu den Branchenführern und verwaltet hier aktiv über 125 Milliarden US-Dollar an Anlegerzusagen in Fonds- und Direktinvestitionen (Stand 30. September 2024). Mit seiner integrierten Plattform vereint Neuberger Berman das Knowhow aus 35 Jahren Erfahrung in den privaten Märkten. Als ein bevorzugter Partner weltweit führender Private-Equity-Manager hat Neuberger Berman einen vorteilhaften Zugang zu hochwertigen Investitionsmöglichkeiten und Dealflows. Im vergangenen Jahr hat das NB Private Markets-Team, das aus über 420 Fachleuten besteht, mehr als 15,5 Milliarden US-Dollar Kapital durch Primär-, Co-Investment-, Sekundär- und Creditstrategien in über 190 Transaktionen eingesetzt.

José Luis González Pastor, Managing Director, Private Markets, Neuberger Berman, kommentiert die Auflage des neuen Fonds: „Die Strategie des NB Private Equity Open Access Fund ermöglicht Investoren kurzfristig in ein diversifiziertes Portfolio zu investieren. Gleichzeitig reduziert das neue Produkt die Komplexität beim Abrufen von Kapital und bei Entscheidungen über Reinvestitionsrisiken in dieser Anlageklasse. Im vergangenen Jahr haben wir mehr als 2.900 Investitionsmöglichkeiten auf unserer Plattform für Privatmärkte evaluiert und das Kapital unserer Kunden selektiv eingesetzt, mit dem Ziel eine breite Streuung über eine Vielzahl von Vermögenswerten zu gewährleisten.“

José Cosio, Head of Intermediary Global – ex US, Neuberger Berman, ergänzt: „Der Start des NB Private Equity Open Access Fund ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere Plattform. Wir erweitern und vertiefen unsere Kompetenzen auf den Private Markets für alle Arten von Investoren, indem wir niedrigere Mindesteinlagen und Liquiditätsanforderungen anbieten. In Zusammenarbeit mit LIQID, einem der Pioniere in Deutschland bei der digitalen Vermögensverwaltung, haben wir eines der ersten ELTIF-Vehikel unter der neuen Verordnung auf den Markt gebracht. Mit dieser Erfahrung sind wir als Anbieter von Evergreen-Vehikeln und ELTIFs ideal positioniert, um Kunden beim Aufbau eines umfassenden Engagements in privaten Märkten zu unterstützen. Die Nachfrage unserer Kunden treibt uns auch in Zukunft an – und wir freuen uns darauf, unser Angebot in diesem Bereich weiter auszubauen.“

Zu dem NB Private Equity Open Access Fund stellt Neuberger Berman regelmäßig eine Reihe an Berichtsdokumenten zur Strategie, zum Portfolio und zu zugrundeliegenden Beteiligungen zur Verfügung, die den Anlegern Transparenz bieten. Der Fonds verfolgt ökologische und soziale Ziele und ist gemäß Artikel 8 der Offenlegungsverordnung für nachhaltige Finanzen (SFDR) klassifiziert.

Investitionen in den NB Private Equity Open Access Fund sind mit Risiken verbunden, es gibt keine Garantie auf Kapitalrendite. Zu den Risiken zählen insbesondere Marktbedingungen, rechtliche, steuerliche und regulatorische Risiken, Einsatz von Leverage, Kreditaufnahme, ein stark umkämpfter Markt für Investitionsmöglichkeiten, Abhängigkeit von Schlüsselpersonen im Management, potenzielle Interessenkonflikte, begrenzte Liquidität, Risiken im Zusammenhang mit wesentlichen, nicht öffentlichen Informationen und Liquiditätsbeschränkungen.

Verantwortlich für den Inhalt:

Neuberger Berman Europe Limited, Friedrich-­Ebert­-Anlage 49, D-­60308 Frankfurt,Tel: +49 69 509 56 5648/5649, www.nb.com

Mehr als die Hälfte der Anleger sieht ESG-Faktoren bei der Asset Allocation nach wie vor als sehr wichtig an 

Schwierigkeiten bei der Messung des Impacts als größte Hürde

Mehr als die Hälfte der Anleger hält ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) in den nächsten 18 Monaten nach wie vor für wichtig, wenn es um die Portfolioallokation geht. Das ist ein zentrales Ergebnis der Professional Investor DNA Survey, die Fidelity International (Fidelity) heute veröffentlicht. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit Crisil Coalition Greenwich unter mehr als 120 institutionellen und professionellen Anlegern in Europa und Asien durchgeführt.

Der Faktor „Umwelt“ steht an erster Stelle: Zwei Drittel (63 %) der Anleger halten sie für einen wichtigen Faktor, gefolgt von Unternehmensführung (58 %) und Soziales (51 %). Insbesondere europäische und institutionelle Anleger legen bei der Portfolio-Asset-Allokation mehr Wert auf ESG-Kriterien.

Mit Blick auf Nachhaltigkeitsthemen zeigt die Studie, dass sich Anleger weiter auf Umweltaspekte konzentrieren, wobei die Dekarbonisierung und die Energiewende neben dem Erhalt des Naturkapitals zu den drei wichtigsten Themen gehören. Dies lässt sich wahrscheinlich auf das anhaltende Engagement von Investoren und politischen Entscheidungsträgern zur Erreichung der Netto-Null-Emissionsziele zurückführen. Die Transparenz von Unternehmen steht insgesamt an zweiter Stelle, was den Wunsch der Anleger nach einer starken Unternehmensführung unterstreicht.

Schwierigkeiten bei der Messung des Impacts als größtes Hindernis

Obwohl ESG bei der Asset Allocation als wichtig angesehen wird, gibt es nach wie vor Hindernisse. Die Schwierigkeit, den Impact beziehungsweise die Auswirkungen zu messen, wird als größtes Hindernis für die weitere Einführung nachhaltiger Anlagen angesehen (insgesamt 68 %). Zudem nannten 52 % der Anleger Änderungen oder uneinheitliche Vorschriften als Haupthindernis. In Asien empfanden 66 % der Anleger das mangelnde Angebot an hochwertigen Strategien/Produkten als Hindernis – verglichen mit nur 31 % in Europa.

Jenn-Hui Tan, Chief Sustainability Officer, bei Fidelity International sagt: „Unsere Studie zeigt, dass ESG in den Köpfen der Anleger nach wie vor präsent ist. Auch wenn ESG-Investitionen mittlerweile in die Vermögensallokation integriert sind, sind weitere Fortschritte erforderlich, um Umsetzungshemmnisse abzubauen. Dazu gehören die Schwierigkeiten bei der Messung des Impacts von ESG-Anlagen, aber auch bei der Beschaffung und Analyse hochwertiger Unternehmensdaten und der Umgang mit ESG-Regularien. Hier bestehen nach wie vor Diskrepanzen zwischen nationalen, europäischen und globalen Regulierungsrahmen.“

„Wir setzen uns weiterhin für mehr Datentransparenz und -standardisierung sowie für die Harmonisierung globaler Regulierungssysteme ein, die eine bedarfsgerechte Offenlegung ermöglichen. Wir plädieren auch dafür, den Fokus stärker auf politische Maßnahmen zu konzentrieren, die die Ergebnisse in der realen Welt beeinflussen.”

„Bezogen auf Asien zeigt unserer Studie, dass die Verfügbarkeit von ESG-Produkten der in Europa weiterhin hinterherhinkt. Ein Schwerpunkt in Asien ist die Transitionsfinanzierung, die durch nationale Transitionspläne sowie entsprechende Rahmenbedingungen und Produktstrukturen unterstützt wird. Wir gehen davon aus, dass dies zu mehr Produktinnovationen führen wird, die auf die wachsende Kundennachfrage reagieren.”

Wie man einen positiven Impact erzielt

Auf die Frage, wie man am effizientesten eine positive Wirkung erzielen kann, nannten die Anleger eine Reihe von Möglichkeiten, darunter Impact Investing (59 %), ausschließendes Screening (52 %), individuelles Unternehmensengagement (44 %) und staatliche Politik und Regulierung 44%).

Jenn-Hui Tan ergänzt: „Wir sind überzeugt davon, dass die Integration von Nachhaltigkeit in das Anlageresearch und die Portfoliokonstruktion wichtig sind, da sie sich auf die langfristige Wertentwicklung auswirken kann. Als aktiver Manager müssen wir eine Rolle auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Wirtschaft spielen. Doch wie die Studie zeigt, gibt es nicht den einen Weg, dies zu erreichen. Daher kombinieren wir verschiedene Bausteine, wie Stewardship sowie Bottom-up-, thematische und systemweite Ansätze.“

„Die Messung des Impacts ist nach wie vor eine Herausforderung der Branche. Als Teil unseres Engagements, sinnvolle und messbare Veränderungen voranzutreiben, entwickeln wir einen verbesserten Engagement-Rahmen, um die Tiefe und Qualität unserer Engagements besser an spezifischen Zielen zu messen und so zu einem stärker ergebnisorientierten Engagement-Ansatz überzugehen.“

Über die Studie

Fidelity International beauftragte Coalition Greenwich mit der Durchführung einer Studie über zukünftige Anlagetrends unter 125 institutionellen und professionellen Anlegern in ausgewählten Ländern in Europa und Asien. Die Studie wurde im Oktober und November 2024 durchgeführt.

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Der Start in das Börsenjahr 2025 war recht optimistisch – und das obwohl die Aktienmärkte seit der Wahl von Donald Trump bis zum Jahresende bereits kräftig zugelegt hatten.

Nun muss Donald Trump, der am 20. Januar 2025 seine zweite Amtszeit begonnen hat, die hohen Erwartungen erfüllen. Nicht nur den amerikanischen, sondern auch den europäischen Aktienmarkt sollten Anleger aber im Blick behalten, finden sich auf dem alten Kontinent doch attraktive Unternehmen zu günstigen Bewertungen.

Aktuelle Markteinschätzung von Nermin Aliti, Leiter Fonds Advisory der LAUREUS AG PRIVAT FINANZ

Mit dem Amtsantritt von Donald Trump als 47. Präsident der USA richten sich die Blicke vieler Anleger auf die USA. Mit Vorschusslorbeeren haben die Aktienmärkte die erneute Präsidentschaft des republikanischen Politikers bereits bedacht. Nun geht es darum, dass Trump diesen Vorabbonus rechtfertigt. Auch Europa wartet mit Spannung darauf, wie sich Trump gegenüber dem alten Kontinent positioniert.

Europäische Aktien sind günstiger als US-Titel

Apropos Europa: Zwar könnte sich die US-Börse – nicht nur, aber auch wegen der Trump´schen „America-First-Politik – 2025 besonders robust präsentieren, doch auch der europäische Aktienmarkt bietet attraktive Renditechancen. Ein Grund: Europäische Unternehmen sind im Vergleich zu US-Werten weitaus günstiger bewertet. So wird der US-Aktienindex S&P 500 derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 22 bewertet, während der europäische STOXX Europe 600 auf ein Verhältnis von 14 kommt. Dieser Bewertungsunterschied zugunsten europäischer Aktien ist historisch betrachtet überdurchschnittlich hoch.

In Euroland sinken die Zinsen 2025 voraussichtlich stärker als in den USA

Ein weiteres, womöglich noch wichtigeres Argument: Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, erwarten Analysten doch für Europa signifikant mehr Zinssenkungen als in den USA. Eine Folge davon sind sinkende Finanzierungskosten der Unternehmen. Und dies führt dazu, dass Unternehmen ihre Rentabilität steigern können, was wiederum einen positiven Effekt auf die Aktienkurse haben könnte.

Zusätzlich ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar aufgrund der Zinsunterschiede zuletzt stärker zurückgegangen. Dies kommt dem exportlastigen Euroland – und vor allem Deutschland – zugute. Ein schwächerer Euro macht das Einkaufen aus dem Ausland günstiger, was die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Exporteure steigert und somit den Exportsektor in Europa unterstützt.

In Verbindung mit dieser Entwicklung könnte Europa auch in wirtschaftlicher Hinsicht positiv überraschen. Zwar wird die US-Wirtschaft nach Schätzungen in diesem Jahr um 2,0 Prozent wachsen und somit stärker als Europa; Prognosen zufolge soll das BIP-Plus für den alten Kontinent 2025 bei 1,5 Prozent liegen. Doch im Vergleich zu 2024 dürfte die BIP-Differenz deutlich geringer ausfallen. 2024 wuchs die US-Volkswirtschaft mit einer Rate von 2,4 Prozent, während Europa nur auf einen Zuwachs von 0,7 Prozent kam.

Erfreulich ist zudem, dass die EU und auch die einzelnen europäischen Länder daran arbeiten, die Energie-Abhängigkeit von einem einzigen Land – sprich Russland – sukzessive zu reduzieren und die Energiequellen stärker zu diversifizieren. Dies sorgt für mehr wirtschaftliche und politische Stabilität, was Unternehmen und Konsumenten zugutekommt.

Mögliches Ende des Ukraine-Kriegs wäre sehr positives Signal

Als eine der Stärken der Europäischen Union galt bislang das hohe Maß an politischer Stabilität. Doch dieses Image leidet gerade sehr. So war und ist die Regierungsbildung in Frankreich und Österreich von großen Schwierigkeiten begleitet. In Deutschland hat die amtierende Regierung, nach dem Scheitern der Ampel-Koalition, keine Mehrheit mehr im Bundestag. Die Folge ist ein politischer Stillstand und eine schwache Verhandlungsposition Deutschlands und der EU gegenüber der neuen US-Regierung unter Donald Trump. Die vorgezogene Bundestagswahl könnte aber für stabile Verhältnisse sorgen, das politische Vakuum beenden und für einen nicht zu unterschätzenden Schub sorgen. Und: Sollte der Ukraine-Krieg in diesem Jahr beendet werden, könnte das eine Initialzündung sein, um das Wirtschaftswachstum und die weltweite Attraktivität Europas kräftig zu erhöhen.

Doch Vorsicht: Wie ein Damoklesschwert schweben die von Donald Trump angedrohten Zölle über den europäischen Volkswirtschaften. Europa, insbesondere Deutschland, ist stark exportorientiert. Strafzölle auf europäische Produkte würden die Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt mindern. Schätzungen gehen davon aus, dass die deutschen Exporte um bis zu 15 Prozent einbrechen könnten. Das würde die Lage der ohnehin schwachen deutschen Wirtschaft weiter verschlimmern. Optimisten hoffen darauf, dass Trump seine vollmundigen Ankündigungen nicht oder nur eingeschränkt umsetzen wird.

Chancen erhöhen, Risiken reduzieren

Eines steht aber wohl fest: Die politische und wirtschaftliche Lage wird auch 2025 von starken Schwankungen und Unsicherheiten geprägt sein. In diesem Umfeld ist bei der Auswahl von Aktien Fingerspitzengefühl gefragt. Zudem sollten Anleger mehr denn je ihr Vermögen auf mehrere Schultern, spricht Asset-Klassen, verteilen, um so die Rest-Risiken zu reduzieren und die Renditechancen zu erhöhen.

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Amundi ETF Flow Report Dezember & Gesamtjahr 2024

ETF-Markt: Analyse der ETF-Mittelzuflüsse – Daten per Ende Dezember

  • Europäischen UCITS-ETFs sind 2024 ein Rekordwert von 254 Mrd. Euro zugeflossen.
  • Auf US-Aktien-ETFs entfielen 50 % der insgesamt 197 Mrd. Euro, die 2024 in Aktien-ETFs flossen.
  • In Anleihe-ETFs investierten Anleger 2024 insgesamt 58 Mrd. Euro, knapp weniger als die 62 Mrd. Euro in 2023.

Die Zuflüsse in europäische UCITS-ETFs erreichten 2024 einen Rekordwert von 254 Mrd. Euro. Aktien-ETFs dominierten mit fast 80 % des Nettoneugeldes.

Der Anstieg der Mittelzuflüsse übertraf bei weitem die 152 Mrd. Euro aus 2023. Die Zuflüsse im Dezember spiegeln den Jahrestrend wider: Neugelder in Höhe von 27,9 Mrd. Euro der ins-gesamt 32,1 Mrd. Euro des Dezembers entfielen auf Aktien-ETFs. Damit stieg das gesamte in europäischen UCITS-ETF verwaltete Ver-mögen zum Jahresende auf fast 2,1 Bio. Euro.

US-Aktien-ETFs standen im Anlegerfokus. Auf sie entfielen 2024 mehr als die Hälfte der gesamten Nettozuflüsse. Die hohen Mittelzuflüsse unterstreichen das wachsende Interesse von Anlegern an ETFs als effiziente und kostengünstige Instrumente, die ihnen den Zugang zu einer breiten Palette von Anlageklassen und Marktstrategien in einer einzigen Transaktion ermöglichen.

Europäische Mittelflüsse – November 2024

Aktien-ETFs: Trump-Wahl befeuert Nachfrage nach ETFs auf US-Aktienindizes

Von den 197 Mrd. Euro, die 2024 in europäische UCITS-Aktien-ETFs geflossen sind, entfielen 99 Mrd. Euro auf US-Aktien-ETFs. An zweiter Stelle rangierten ETFs auf globale Indizes mit Zuflüssen im Volumen von 54 Mrd. Euro.

Angesichts der Besorgnis über die zunehmende Konzentration der sieben großen US-Technologiewerte in nach Marktkapitalisierung gewichteten Indizes haben Anleger 2024 14 Mrd. Euro in gleichgewichtete Strategien investiert.

Die Beliebtheit von Technologiewerten veranlasste Anleger, 7,2 Mrd. Euro in ETFs auf den IT-Sektor zu investieren. ETFs auf den Finanzsektor waren ebenfalls gefragt und legten um 3,2 Mrd. Euro zu.

Aktien-ESG-ETFs sammelten 2024 22,4 Mrd. Euro ein. Dies entspricht etwas mehr als 10 % der gesamten Zuflüsse in Aktien-ETFs des vergangenen Jahres.

Im Einklang mit dem allgemeinen Trend investierten Anleger 13,7 Mrd. Euro in ESG-ETFs auf US-Aktien, wobei die Nachfrage im letzten Quartal angezogen hat. ESG-ETFs auf globale Indizes gewannen 8,5 Mrd. Euro.

Von den insgesamt 27,9 Mrd. Euro, die Anleger im Dezember in Aktien-ETFs investierten, entfielen 20,4 Mrd. Euro auf ETFs auf US-Indizes. ETFs auf globale Indizes verzeichneten im vergangenen Monat Zuflüsse von 7 Mrd. Euro.

Auch andere Aktientrends haben sich im Dezember verstetigt: ETFs auf gleichgewichtete Indizes gewannen 1,6 Mrd. Euro, auf Technologie- und Finanzsektor-ETFs entfielen jeweils 300 Mio. Euro.

In ESG-Aktien-ETFs flossen 4,2 Mrd. Euro – rund 15 % der gesamten Zuflüsse in Aktien-ETFs.

Anleihe-ETFs in einem sich verändernden Zinsumfeld

Auch Anleihe-UCITS-ETFs verzeichneten 2024 beträchtliche Zuflüsse, die sich zum Jahresende auf insgesamt 58 Mrd. Euro summierten und damit fast das Rekordvolumen von 62 Mrd. Euro aus dem Jahr 2023 erreichten.

In einem sich verändernden und zwischen den USA und Europa divergierenden Zinsumfeld bevorzugten Anleger 2024 Staatsanleihe-ETFs (21,7 Mrd. Euro) und Unternehmensanleihe-ETFs mit Investment-Grade-Rating (15,2 Mrd. Euro).

Renditesuchende Anleger investierten 9,5 Mrd. Euro in auf Euro-Staatsanleihe-ETFs und 9,3 Mrd. Euro auf US-Dollar-Staatsanleihe-ETFs. Geldmarkt-ETFs gewannen 10,4 Mrd. Euro.

ESG-Anleihen-ETFs wurden 17,1 Mrd. Euro zugewiesen, rund 30 % der gesamten Zuflüsse in Bond-ETFs.

Von den 4,8 Mrd. Euro, die im Dezember in Anleihe-ETFs flossen, entfielen 1,9 Mrd. Euro auf Unternehmensanleihe-ETFs mit Investment-Grade-Rating und 1,5 Mrd. Euro auf Geldmarkt-ETFs.

Staatsanleihe-ETFs verzeichneten einen Zuwachs von 1,1 Mrd. Euro, wobei ETFs auf GBP lautende Schuldtitel um 1 Mrd. Euro zulegten, was den Anstieg der langfristigen Zinssätze in diesem Markt widerspiegelt.

Die Zuflüsse in ETFs auf Euro-Unternehmensanleihen war 2024 sehr volatil. In den letzten Monaten nahmen die Nachfrage zu, wobei Anleger angesichts der unsicheren Zinsaussichten in den USA im Dezember 1,9 Mrd. Euro neu in diese Anlageklasse investierten.

In ESG-Anleihe-ETFs flossen 1,9 Mrd. Euro, also rund 40 % der 4,8 Mrd. Euro, die Anleger im Dezember in Bond-ETFs investierten. 1,5 Mrd. Euro entfielen auf ESG-ETFs auf Unternehmensanleihe mit Investment-Grade-Rating und 300 Mio. Euro auf ETFs auf Hochzinsanleihen.

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Von David Wehner, Head of Liquid Assets, FGTC Investment

Viele Anleger erwarten an der Börse eine ähnlich positive Entwicklung wie in den vergangenen beiden Jahren. Es gibt zwar Grund zum Optimismus, doch sollten Anleger die Risiken nicht ausblenden. Denn am Aktienmarkt könnte es auch zu herben Rückschlägen kommen.

Wer schon seit langem an der Börse investiert, konnte sich in den vergangenen beiden Jahren über eine außergewöhnlich gute Performance freuen. Der Weltaktienindex MSCI World schloss das Jahr 2023 mit einem Plus von 19,6 Prozent ab, 2024 war mit einem Kursplus von 26,5 Prozent sogar noch besser. Und die Aussichten für das Börsenjahr 2025 sind ebenfalls optimistisch: Allein für die US-Börse erwarten Analysten einen Anstieg um zehn bis 15 Prozent. Es wäre das dritte Jahr in Folge mit einer historisch überdurchschnittlichen Performance.

Schon die Tatsache, dass sich die Märkte seit drei Jahren überdurchschnittlich entwickeln, sollte Anleger aber skeptisch werden lassen. Denn einiges spricht dafür, dass grundlegende Risiken in den Prognosen keine große Rolle spielen. Einerseits ist das nachvollziehbar: Die Aktienmärkte schafften 2023 und 2024 ihr kräftiges Wachstum trotz omnipräsenter Risiken wie einer abflauenden Konjunktur, hartnäckiger Inflation und damit einhergehend hohen Zinsen, dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten und einem fortgesetzten Handelsstreit mit China.

Das Rückschlagpotenzial hat zugenommen

Andererseits müssen Anleger damit rechnen, dass sich die geopolitischen Risiken in der nun beginnenden zweiten Amtszeit Donald Trumps als US-Präsident auch verschärfen können und sich direkt auf Wirtschaftswachstum und die Inflationsrate auswirken. Hinzu könnten weitere Handelskonflikte aufgrund der von Trump angekündigten Zölle gegen viele Exportstaaten für gedrückte Anlegerstimmung sorgen.

Auch die Unsicherheit über die künftigen Zinsschritte der US-Notenbank kurz vor Trumps Amtsantritt haben wieder zugenommen. Hatten die Märkte im Herbst die angekündigten Zinssenkungen der US-Notenbank zur Stützung des US-Arbeitsmarktes zunächst noch euphorisch begrüßt und mit Kurssteigerungen am Aktienmarkt honoriert, so mussten sie im Dezember wieder zurückrudern. Notenbankchef Jerome Powell hatte die Hoffnungen gedämpft und zuletzt nur noch von zwei möglichen Zinssenkungen in diesem Jahr gesprochen. Die vielversprechend gestartete Jahresendrally am Aktienmarkt nahm daraufhin ein jähes Ende, obwohl sie traditionell noch bis weit in den Januar andauert.

Nun haben sich die Gewichte bereits verschoben. Institutionelle Investoren trennten sich von vielen Anleihen, die Renditen am Rentenmarkt zogen daraufhin deutlich an. Der Aktienmarkt hat leicht korrigiert und ist zunächst schwach ins neue Jahr gestartet. Die Folge: Die Börse befindet sich in einer Art Lauerstellung.

Anleger sollten sich auf Kursverluste bis zu 15 Prozent vorbereiten

Selbst wenn sich die Märkte bisher von den genannten Risiken nicht weiter beeindrucken ließen und eine gewisse Sorglosigkeit der Anleger spürbar ist, sollten sie dennoch nicht darauf setzen, dass die Börsen ihre Rekordjagd ungebremst fortsetzen können. Zum einen können die bekannten Risiken wieder an Bedeutung gewinnen, zum anderen spricht auch das unvorhersehbare Gebaren von Donald Trump für stärkere Schwankungen an den Märkten. Zudem ist der US-Aktienmarkt bereits hoch bewertet. Das gilt insbesondere für bisherigen Zugpferde in den großen Aktienindizes aus der Technologiebranche. Je weiter die Bewertung steigt, umso anfälliger wird die Börse für Kursverluste. Historisch betrachtet wären in so einer Situation Verluste zwischen fünf und 15 Prozent am Aktienmarkt keine Überraschung. Das Rückschlagpotenzial hat in diesem Jahr spürbar zugenommen.

Auch wenn Aktien weiterhin – insbesondere mit langfristigem Anlagehorizont – in jedes Depot gehören, eröffnen sich inzwischen attraktive Alternativen. Anleger könnten erwägen, eine hohe Gewichtung von Aktien zugunsten höher verzinster, langlaufender Anleihen zu reduzieren. Solche Anleihen könnten nicht nur stabilisierend wirken, wenn es zu einer Korrektur an den Aktienmärkten kommt, sondern auch von einem potenziellen Kursanstieg profitieren. Darüber hinaus könnte es sinnvoll sein, einen größeren Kassenbestand zu halten, um bei Kursrückgängen flexibel in Kaufgelegenheiten investieren zu können. Ein Investment in Gold könnte das Depot ebenfalls sinnvoll ergänzen und für zusätzliche Stabilität sorgen. Vor dem Hintergrund steigender globaler Verschuldung, insbesondere in Industrieländern wie den USA, sowie anhaltender geopolitischer Unsicherheiten dürfte die Nachfrage nach Gold als sicherer Hafen weiter zunehmen. Ein neues Allzeithoch des Goldpreises erscheint unter diesen Voraussetzungen durchaus möglich.

Zur FGTC Investment (vormals Do Investment AG):

Entstanden aus dem Single Family Office von Silvius Dornier, gehört die FGTC Investment (vormals: FGTC Investment GmbH) seit Oktober 2024 zur Viessmann Generation Group. Die Gesellschaft betreut und begleitet seit 2011 vermögende Privatpersonen, mittelständische Unternehmerfamilien, Stiftungen und konservative Institutionen ganzheitlich in den Bereichen Vermögensstrukturierung und Vermögensmanagement. Der Fokus liegt dabei auf Kapitalmarktanlagen sowie Agrar- und Forstinvestments – bankenunabhängig sowie frei von Einflüssen und Interessen Dritter. Die FGTC Investment ist durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) zugelassen und unterliegt deren Aufsicht.

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Der Strombedarf künstlicher Intelligenzen (KI) wird sich bis 2030 mehr als verdreifachen.

Training und Betrieb der KI benötigen viel Energie – weit mehr als derzeit aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung steht und auch weit mehr als kurzfristig geschaffen werden kann. „Die USA und die gesamte Welt stehen vor einem stark und schnell steigenden Energiebedarf“, sagt Maik Komoss, Portfoliomanager des Fonds Vates Aktien USA. „Und der kann fast nur über ein Wiedererstarken der Kernenergie gedeckt werden.“ Das zumindest erwarten die Börsen – weshalb Kernenergie-Aktien Profiteure des KI-Booms sind.

80 Milliarden US-Dollar steckt Microsoft allein in diesem Geschäftsjahr in den Ausbau seiner Rechenzentren für KI-Anwendungen. Weitere Tech-Konzerne investieren ebenfalls kräftig, dazu kommen junge Start-ups in dem Bereich – mit entsprechend steigendem Stromverbrauch. Experten quer durch die Branchen erwarten, dass sich der Energiebedarf der Rechenzentren bis 2030 mindestens verdreifachen wird. „Manche Schätzungen gehen sogar von einem noch stärkeren Anstieg des Bedarfs aus“, so Komoss. „Und Kernenergie gilt als eine der wichtigsten sauberen Energiequellen hierfür.“ Dies hat etwa Amazon sehr klar zum Ausdruck gebracht und versucht gerade, direkten Anschluss an ein Kernkraftwerk zu realisieren.

Dabei ist dies nur ein Weg, Kernenergie zu nutzen. „Gerade sehen wir drei verschiedene Wege der Nutzung, die angegangen werden“, sagt Komoss. „Den Anschluss an bestehende Kraftwerke wie bei Amazon, die Entwicklung kleiner, innovativer Reaktoren und die Wiederbelebung bereits stillgelegter Meiler.“ Dabei ist auch der direkte Anschluss an ein Kraftwerk nicht einfach. In den USA versuchen gerade Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft, dafür Genehmigungen zu bekommen. „Dem öffentlichen Stromnetz erhebliche Kapazität zu entziehen, erfordert in den USA Ausnahmegenehmigungen, die nicht so einfach zu bekommen sind“, sagt Komoss. „Die Konzerne hoffen, durch direkten Anschluss an ein AKW direkte Abnahmeverträge ohne anteilige Netzkosten zu erhalten.“ Amazon hatte bereits 2015 eine solche Ausnahmegenehmigung bekommen. Die jetzt geplante Erhöhung der Abnahme bei dem Kraftwerk, das der Firma Talen gehört, wurde aber vor Kurzem zurückgewiesen, da das direkte Abzweigen von Kapazitäten das Stromnetz in den USA möglicherweise destabilisieren würde.

Der zweite Weg, der Aufbau sogenannter SMRs, Small Modular Reactors, ist zunächst mehr eine Wette auf die Zukunft als kurzfristige Lösung. So hat Amazon sich etwa an dem Nuklear-Start-up X-Energy beteiligt. „X-Energy will kleine Reaktoren bauen, um Strom für Rechenzentren CO2-neutral zu erzeugen“, sagt Komoss. „Und die Alphabet-Tochter Google hat gerade einen Vertrag mit Kairos Power über den Kauf von sechs oder sieben kleinen, modularen Atom-Reaktoren geschlossen.“ Das erste Mini-Atomkraftwerk soll 2030 in Betrieb genommen werden, weitere sollen bis 2035 folgen. Insgesamt gibt es weltweit bereits mehr als 80 Konzepte für Mini-Reaktoren, aber erst sehr wenige existierende Exemplare. „Noch ist kein Modell wirklich auf dem Markt“, so Komoss. „Der Nachweis, dass sich SMRs erfolgreich kommerzialisieren lassen, steht also noch aus.“

Der dritte Weg ist deshalb der derzeit einfachste: die Wiederbelebung bereits stillgelegter Reaktoren. „Microsoft hat bei Constellation Energy die Wiederbelebung eines stillgelegten Atomkraftwerks in Auftrag gegeben“, sagt Komoss. „Ein Teil des nach einem schweren Störfall stillgelegten US-Atomkraftwerks Three Mile Island soll wieder ans Netz gehen und Strom für energieintensive KI-Anwendungen von Microsoft liefern.“ Microsoft und Constellation Energy haben einen 20 Jahre laufenden Stromliefervertrag geschlossen. Jetzt muss noch die US-Aufsichtsbehörde Nuclear Regulatory Commission ihr Okay geben, dann soll der 835-Megawatt-Reaktor 2028 wieder ans Netz gehen.

„Die Börsen spielen das Thema Kernenergie, spätestens seit Donald Trump im Wahlkampf dafür getrommelt hat“, sagt Komoss. „Jetzt kann der Präsident liefern – doch die Kurse sind bereits stark gelaufen.“ Der Vates Aktien USA hatte bereits vor geraumer Zeit die Bewegungen der besten Stockpicker der USA richtig gelesen und Kernenergie-Aktien ins Portfolio genommen: Zunächst Constellation Energy und Vistra Energy Corp., dazu kam später noch Talen Energy. Verglichen mit Sektorindizes oder auch den breit gespielten Kernenergie-Aktien fiel die Performance hervorragend aus: Über zwölf Monate (Stand 21.01.2025) erzielte Constellation Energy ein Plus von 176 Prozent, Vistra legte sogar 366 Prozent zu und die später hereingenommene Talen Energy schaffte 275 Prozent. „Im Vergleich dazu schaffte der SPDR S&P U.S. Utilities Select Sector UCITS ETF – USD ACC ETF, in dem auch Constellation und Vistra mit Anteilen von rund sechs und vier Prozent enthalten sind, gerade einmal ein Plus von 42 Prozent“, sagt Komoss.

Über die Vates Invest GmbH

Die Vates Invest GmbH, gegründet 2011, ist eine inhabergeführte Asset-Management-Boutique. Die Erfahrung zweier tiefer Aktienbärenmärkte (2001 und 2008) war prägend für die Philosophie von Vates. Das Spezialgebiet sind börsentägliche quantitative Analysen des monetären, konjunkturellen und sentimenttechnischen Umfelds. Seit 2014 verkörpert der Vates Parade Fonds die Portfoliomanagementstrategie von Vates Invest. Kernziel ist es, langfristig positive Rendite zu erzielen und zugleich die Anleger vor großen Verlusten in Bärenmärkten zu schützen. Der Vates Aktien USA Fonds der Schwestergesellschaft Vates Invest Equity GmbH fokussiert sich hingegen auf die besten Stockpicker und deren „Lieblingsaktien“. Das Augenmerk liegt dabei auf Einzelaktien mit einem High-Conviction-Ansatz, um ein größtmögliches Alpha zu erzielen.

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Vates Invest GmbH, Bürgermeister-Mahr-Straße 18, 63179 Obertshausen, Tel: 06104 9872072, www.vates-invest.de

Kommentar von Alison Porter, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

  • Tech kann bei weltweiter Überalterung Lösungen durch Effizienzsteigerung bieten.
  • JH-Umfrage in Großbritannien zu Interesse an Tech und Nachhaltigkeit: Millennials and Gen Z eher bereit KI und Tech anzunehmen.
  • Generationenpräferenzen wichtig für Investoren

Demografie spielt seit langem eine wichtige Rolle bei Investment- und Verbrauchertrends, vor allem im Tech-Bereich. Generell geht man davon aus, dass jüngere Generationen Technologien eher annehmen, da sie mit ihnen besser vertraut sind. Außerdem sind sie tendenziell stärker auf Nachhaltigkeit bedacht. Aber stimmt das wirklich? Und wie unterscheiden sich die Präferenzen der einzelnen Generationen?

Diese Fragen sind entscheidend, denn die Welt steht vor einer großen Herausforderung: einer rasch alternden Bevölkerung. Laut den Vereinten Nationen wird der Anteil der über 65-Jährigen an der Weltbevölkerung voraussichtlich von 10 % im Jahr 2022 auf 16 % im Jahr 2050 steigen. Während es in Frankreich mehr als 100 Jahre dauerte, bis die Bevölkerung über 60 Jahre von 10 % auf 20 % anstieg, wird für Schwellenländer wie China und Brasilien ein Anstieg in weniger als zwei Jahrzehnten prognostiziert. Die Auswirkungen sind gewaltig: Das Abhängigkeitsverhältnis (Zahl der Erwerbstätigen zu den Rentnern) dürfte bis 2050 sogar noch drastischer sinken.

Diese Faktoren führen dazu, dass Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen mehr denn je benötigt werden. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, ein gesundes Leben und Arbeiten im Alter zu ermöglichen.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Studie

  1. Jede Generation ist „ihr eigenes Volk“, mit unterschiedlichen Präferenzen

Die Haltungen und Ansichten der einzelnen Altersgruppen sind unterschiedlich. Die Baby-Boomer sind umweltbewusst, während die Millennials sehr technikaffin sind und eine starke Tendenz zur Nachhaltigkeit haben. Als „Digital Natives“ sind sie die erste Gruppe, die mit Technologie und einem Klima-Bewusstsein aufgewachsen ist.

Diese Beobachtungen hängen auch eng mit dem Bildungsniveau und der Einkommenshöhe zusammen. So sind beispielsweise Besserverdienende mit mehr Ersparnissen tendenziell klimabewusster. Frauen neigen auch eher dazu, sich in ihrer Finanzplanung von Umweltentscheidungen beeinflussen zu lassen.

  1. Nachhaltigkeit und Kaufverhalten

Millennials sind am meisten auf Nachhaltigkeit und Umwelt bedacht, kaufen daher eher nachhaltige oder ethisch vertretbare Produkte und sind bereit, mehr für nachhaltige Marken und Produkte zu bezahlen. So kaufen sie beispielsweise eher ein Elektrofahrzeug. Die Generation Z hat ähnliche Präferenzen. Bei allen vier Generationen wird eingeräumt, dass die Bereitschaft, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen, vom jeweiligen Produkt oder der jeweiligen Dienstleistung abhängt. Die Baby-Boomer und die Generation X geben jedoch an, dass sie nicht bereit sind, in jedem Fall mehr zu bezahlen.

Es ist auffällig, dass die Baby-Boomer (Rentner) zwar umweltbewusster sind als die Generation X, aber weniger wahrscheinlich nachhaltige Produkte kaufen. Dies ergibt ein komplexes Bild. Es ist zu simpel, ähnliche Präferenzen für jüngere gegenüber älteren Jahrgängen anzunehmen. Unsere Studie lieferte empirische Belege dafür, dass die Unterscheidung zwischen Jung und Alt nicht immer zutrifft. Jede Generation hat ihre eigenen Merkmale und Ansichten und kann nicht einfach in eine Gruppe gepresst werden.

  1. Nachhaltiges Investieren

Umweltbewusste Investmententscheidungen finden sich in allen Gruppen, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß. Millennials gaben an, dass sie „eher“ oder „auf jeden Fall“ ihre persönlichen Finanzen von Umweltaspekten beeinflussen lassen würden. Fast ebenso viele Antworten kamen von der Generation Z (66,2 %).

Überraschenderweise ergab die Umfrage auch, dass finanzielle Erträge alle demografischen Gruppen weiterhin beeinflussen könnten (d. h. sie würden durchaus in ein Unternehmen investieren, das der Nachhaltigkeit keine Priorität einräumt, aber höhere finanzielle Erträge bietet). Diese Antwort scheint im Widerspruch zu früheren Daten zu stehen, die ein starkes Bekenntnis der Millennials und der Generation Z zu ökologischen und nachhaltigen Themen belegen.

  1. Haltung gegenüber KI

KI führt nicht nur zu einer „digitalen“ Kluft, sondern auch zu einer „Generationenkluft“. Es gibt weit verbreitete, generationenübergreifende Bedenken gegen den verstärkten Einsatz von KI, insbesondere bei den älteren Generationen. Jüngere Generationen zeigen mehr Vertrauen in die KI-Technologie. Millennials und die Generation Z sind bereit, neue Entwicklungen wie Roboterachsen anzunehmen. Sie sind auch optimistischer und sehen in KI eine mögliche Quelle für zukünftige Arbeitsplätze.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass mangelndes Wissen über KI bei älteren Generationen zu Unsicherheiten über den Einfluss von KI auf nachhaltige Konsumentscheidungen führen kann. Mehr als die Hälfte der Befragten der Boomer und Generation X weiß nicht, ob KI eine Rolle bei der Berücksichtigung von Umweltbelangen spielen wird. Dies steht im Gegensatz zu den Millennials und der Generation Z – sie beurteilen die Fähigkeit der KI, den Umweltschutz voranzutreiben, generell positiver.

Jüngere Generationen denken eher an die Bereiche Verkehr (z. B. Robotaxis, Elektrifizierung, Sicherheit) und Gesundheitswesen (z. B. Diagnose, Arzneimittelforschung, Roboterchirurgie), die von der KI verändert werden. Das ist positiv zu werten, da Verkehr und Gesundheitswesen vor allem von älteren Menschen immer stärker nachgefragt werden. Ältere Generationen sehen eher die Bereiche, die bereits verändert wurden, wie E-Commerce und Bildung, sehen aber auch das verarbeitende Gewerbe als einen Bereich, der verändert werden wird (was angesichts der langen und manchmal komplexen Lieferketten Jahrzehnte dauern könnte).

  1. Digitale Kommunikation

Entgegen der landläufigen Meinung hat unsere Studie ergeben, dass E-Mails und nicht soziale Medien oder Posts über alle Generationen hinweg an erster Stelle stehen. Wir werden alle zu Digital Natives – jede Bevölkerungsgruppe ist mit ihrem Posteingang verheiratet, obwohl sie unterschiedlich stark mit der digitalen Welt vertraut ist.

Bedeutung für Anleger

Der Übergang zu digitalen Paradigmen wirkt sich auf die Haltung gegenüber KI, Nachhaltigkeit und Investments aus – mit einer deutlichen Tendenz zu ethisch vertretbaren und nachhaltigen Produkten, insbesondere bei den Millennials und der Generation Z. Aber auch Unterschiede in Bezug auf Geschlecht, Bildung und Einkommensniveau beeinflussen Präferenzen und Entscheidungen.

Fazit

Es ist viel zu einfach anzunehmen, dass jüngere Generationen dem technologischen Wandel und dem Thema Nachhaltigkeit gegenüber aufgeschlossener sind, während ältere Generationen eher zögern und Widerstand leisten. Millennials entwickeln sich zu wichtigen wirtschaftlichen Impulsgebern. Sie deuten auf eine Verlagerung hin zu Investitionen, die ihr technologisch integriertes Leben und ihr gesteigertes Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels widerspiegeln. Baby Boomers, Gen X und Gen Z haben alle ihre eigenen Eigenschaften und Tendenzen.

Als Befürworter langfristiger Investments in Tech-Aktien sind wir der Meinung, dass ein klares Verständnis und die Berücksichtigung der generationsbedingten Präferenzen entscheidend sind, anstatt Vermutungen zu akzeptieren.

Quelle aller Umfragedaten ist Janus Henderson Demographic Preferences Survey, November 2023.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Der neue US-Präsident hat kaum sein Amt angetreten, da soll und muss er auch schon liefern. Doch die wirtschaftlichen Daumenschrauben, die er anderen anlegen wollte, hat er zunächst nicht ausgepackt.

„Doch egal wie er es anpackt, eine steigende Inflationsrate in den USA ist kaum zu vermeiden“, sagt Mathias Beil, Leiter Private Banking bei der Hamburger Sutor Bank. „Damit aber wird die Fed die Zinsen eher erhöhen als senken und so den US-Dollar noch attraktiver machen.“ Die Parität zum Euro ist greifbar.

Dabei sieht die US-Konjunktur auf den ersten Blick nicht gerade stark aus. Die von der UN veröffentlichten Prognosen für die Weltkonjunktur 2025 zeigen, dass vor allem Südasien als Wachstumsmotor dient, China und den USA wird weniger zugetraut. „Insgesamt sollte die Weltwirtschaft nach den Zahlen der UN um 2,8 Prozent wachsen“, sagt Beil. „Dazu trägt eine bescheidene wirtschaftliche Erholung in Europa, Großbritannien und Japan bei.“

Zinsunterschied zwischen US-Treasuries und Bundesanleihen könnte sich deutlich ausweiten

Dabei sieht das Bild in Europa nicht sehr heiter aus: „Frankreich liegt wirtschaftlich am Boden, Deutschland wird mit Ach und Krach im Wachstum eine schwarze Null hinbekommen“, sagt Beil. Länder wie Spanien, Italien und sogar Griechenland überflügeln im Wachstum die beiden großen Nationen. „Die EZB wird nicht umhinkommen, die Zinsen weiter zu senken“, sagt Beil. „Nur so kann es gelingen, die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen.“ Damit wird sich der Zinsunterschied zwischen 10-jährigen US-Treasuries und 10-jährigen Bundesanleihen deutlich ausweiten. „Denkbar sind Unterschiede von mehr als 350 Basispunkten“, so Beil.

Südasien als das Kraftzentrum der Weltkonjunktur steht mit einem prognostizierten Wachstum von 5,7 Prozent an der Spitze. Hierzu zählen Länder wie Indien, Pakistan oder auch Sri Lanka. „Indien allein ragt mit einer Prognose von 6,6 Prozent heraus“, so Beil. „Für China erwartet die UN lediglich ein Wachstum von 4,9 Prozent.“ Und für die USA sollen es sogar nur magere plus 1,9 Prozent sein, nach einem Zuwachs von 2,8 Prozent im vergangenen Jahr.

Die USA als Bremse der Weltkonjunktur?

Könnten die USA letztlich also zu einer Bremse der Weltkonjunktur werden? „Das erscheint aufgrund der Ankündigungen des US-Präsidenten doch sehr unwahrscheinlich“, sagt Mathias Beil. „‘Make America great again‘ beinhaltet zwar auch zahlreiche Zollankündigungen, die Binnenwirtschaft in den USA sollte aber von diesen Maßnahmen profitieren.“ In diesem Umfeld erscheint die Wachstumsprognose von 1,9 Prozent für die USA als zu pessimistisch. Doch einen Makel haben die Trump-Maßnahmen: „Die USA werden sich in diesem Jahr damit auseinandersetzen müssen, dass die Inflation hoch bleibt, wahrscheinlich sogar steigt“, so Beil. „Die Fed hat damit keinen großen Spielraum, die Zinsen weiter zu senken.“ Im Gegenteil kann es notwendig werden, die Inflation durch höhere Zinsen in den Griff zu bekommen. Schon jetzt lockt der Zins von rund 4,7 Prozent für 10-jährige US-Treasuries Investoren an.

Steigende Zinsen und ein zu starker US-Dollar werden Präsident Trump nicht schmecken, sind aber logische Folgen aus der geplanten protektionistischen Wirtschaftspolitik des „Make America great again“. Auch die Staatsverschuldung der USA wird sich weiter massiv ausweiten. „Das ist aber solange kein Problem, solange die Anleger Vertrauen in die größte Weltwirtschaftsmacht haben – und die Dollar-Papiere kaufen“, sagt Beil. „Damit wird aber auch klar, dass es für den US-Dollar über kurz oder lang wieder zur Parität zum Euro kommen wird.“

Über die Sutor Bank

Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, bietet klassisches Private Banking, betreibt eine Banking-Plattform für digitale Partner und kooperiert mit unabhängigen Finanzdienstleistern.

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„Für 2025 scheint sich unter Marktteilnehmern bereits ein breiter Konsens für die Entwicklung an den Aktienmärkten – ganz im Gegensatz zum letzten Jahr – gebildet zu haben.

Die meisten Expertinnen und Experten erwarten Renditen auf mittlerem Renditeniveau von bis zu 15 Prozent“, sagt Éric Turjeman, Co-CIO bei Ofi Invest Asset Management. Der Fokus wird auch 2025 auf den USA liegen, obwohl noch Vieles ungewiss ist:

„Auch wenn Donald Trump seine Prioritäten deutlich gemacht hat, darf man nicht vergessen, wie unberechenbar er ist, weshalb sein Verhalten auf den Finanzmärkten für Überraschungen sorgen könnte.

In den kommenden Wochen dürften alle genau verfolgen, wie sich die Zinssätze entwickeln werden, insbesondere weil die zehnjährigen US-Anleiherenditen wieder angezogen sind. Das Ziel, die Inflation auf unter 2 % zu bringen, ist überhaupt nicht sicher und könnte ebenfalls für Volatilität sorgen.

Aber die Aktienmärkte werden vor allem von den Gewinnwachstumsaussichten getrieben. Die allgemeine Prognose von 15 % erscheint ehrgeizig und würde eine ausgeglichenere Marktentwicklung als im letzten Jahr erfordern, als das Thema künstliche Intelligenz das Gewinnwachstum in die Höhe getrieben hatte.

Mit dem fast 23-fachen der für 2025 prognostizierten Gewinne liegt der S&P 500 auf einem hohen Niveau. Jede gegenläufige Entwicklung wird zu Enttäuschungen führen.

Im Bereich der künstlichen Intelligenz, bei dem die Investitionsprognosen nach wie vor exorbitant sind, wollen Anleger sehen, dass sich ihre Investitionen tatsächlich auszahlen. Entsprechend werden sie die Geschäftszahlen der sogenannten BATMMAAN-Unternehmen, also Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, Tesla und Broadcom, genau verfolgen.

Erholung in Europa?

In Europa deuten die Frühindikatoren auf ein erneutes Wachstum hin. Die europäischen Märkte haben 2024 mit Ausnahme Frankreichs zugelegt, ohne dass das Gewinnwachstum dazu beigetragen hätte. Sie sind nicht günstig, aber auch nicht zu hoch bewertet. Der für 2025 erwartete Gewinnanstieg dürfte ausreichen, um eine Aufholjagd an den europäischen Märkten einzuleiten.

In Asien hängt viel von den Ergebnissen der Verhandlungen mit der Trump-Regierung ab. Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Risikoprämie des chinesischen Marktes mit der Ankündigung von Konjunkturmaßnahmen durch die nationale Regierung weiter zurückgehen wird.

In Japan läuft es gut. Die Geldpolitik stützt die Wirtschaft nach wie vor, Lohnzuwächse lassen den Konsum der privaten Haushalte steigen, und der schwache Yen fördert die Unternehmensexporte. Die Aussichten für das Gewinnwachstum sind also positiv, zumal die Corporate-Governance-Reformen Unternehmen dazu anhalten, ihre Finanzstrukturen mehr an den Anteilseignern auszurichten.“

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Ofi Asset Management, Adresse: 22, Rue Vernier, 75017 Paris, Tel: +33 1 40 68 17 17, www.ofi-am.fr

Transaktionsvolumen auf dem Wagniskapital-Markt steigt um 4 %

Deutlich mehr Deals als im Vorjahr – Zahl der Exits steigt ebenfalls

Das abgelaufene Jahr gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus für den deutschen Markt für Wagniskapital. Insgesamt warben deutsche Start-ups 2024 rund 7,4 Mrd. EUR ein – das waren 4 % mehr als ein Jahr zuvor. Ein deutliches Plus gab es bei der Anzahl der Finanzierungsrunden: Nach 1.136 im Jahr 2023 waren es nun 1.407.

Das sind Ergebnisse des KfW-Venture-Capital-Dashboards, in dem KfW Research quartalsweise Zahlen zum deutschen Venture-Capital-Markt veröffentlicht.

Im vierten Quartal 2024 erhielten die Unternehmen zwar mit 1,4 Mrd. EUR deutlich weniger Geld als im Vorquartal als es noch 2,4 Mrd. EUR waren. Dafür gab es jedoch einen starken Aufschwung bei der Anzahl der Deals auf 484 nach 327 im dritten Quartal. Insgesamt war die Anzahl der Finanzierungen für deutsche Start-ups nur in den Jahren 2021 und 2022 höher als im abgelaufenen Jahr.

“Das Stimmungstief am Venture-Capital-Markt scheint weitestgehend überwunden zu sein. Den wichtigsten Impuls dafür gaben vermutlich die Zinssenkungen durch EZB und Fed. Auch 2025 sind weitere, maßvolle Zinssenkungen zu erwarten. Das könnte für ein noch freundlicheres Marktumfeld sorgen. Wir rechnen mit Wagniskapital-Investitionen mindestens auf dem Niveau von 2024”, sagt Dr. Steffen Viete, Experte für Venture Capital bei KfW Research.

Die höchste Summe, nämlich 1,2 Mrd. EUR, sammelten im vergangenen Jahr Start-ups aus dem Bereich Energie ein. Das verdeutlicht das anhaltende Interesse an Lösungen zur nachhaltigen Energieerzeugung und -speicherung, um die Wirtschaft stärker auf den Klimaschutz auszurichten. Dicht dahinter folgten Investitionen im Bereich Gesundheit mit 1 Mrd. EUR. Das Segment Sicherheit, also IT-Sicherheit, Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien, entwickelte sich mit einem Volumen von über 500 Mio. EUR vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte ebenfalls stark.

Artificial Intelligence (AI) als Zukunftstechnologie war für Investoren auch 2024 attraktiv. In dem Bereich gab es 244 Transaktionen mit einem Volumen von insgesamt gut 1,8 Mrd. EUR – nach 2021 das bisher zweitstärkste Jahr für die Finanzierung von AI-Start-ups in Deutschland. AI ist eine Querschnittstechnologie, die von Start-ups aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen entwickelt und genutzt wird.

Besonders interessiert am deutschen Markt für Wagniskapital sind weiterhin US-Investoren, die im vergangenen Jahr für 30 % des Investitionsvolumens standen. Deutsche Investoren stellten 28 % der Mittel bereit, britische 8 %.

Im Jahr 2024 gab es mit 144 Exits aus VC-finanzierten Start-ups in Deutschland zudem einen Anstieg im zweiten Jahr infolge. “Insbesondere bei den Exits durch Übernahmen ist ein Anstieg zu verzeichnen. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Exiterlöse häufig noch nicht so hoch ausgefallen sind wie erhofft. In diesem Jahr werden die Möglichkeiten für renditebringende Exits zunehmend an Bedeutung für den Finanzierungskreislauf im VC-Markt gewinnen”, sagt Dr. Steffen Viete.

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KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, Palmengartenstraße 5-­9, D-­60325 Frankfurt am Main, Tel.: 01801/335577, Fax: 069/7431­2944 , www.kfw.de

Kommentar von Junichi Inoue, Head of Japanese Equities, Janus Henderson Investors

  • Japan im Jahr 2024: Höchststand des Nikkei seit 1989, Ende der Nullzinspolitik
  • Steigende Investitionen, Akzeptanz der Verbraucher bei Preissteigerungen, erhöhte Gewinnmargen
  • Entscheidend für 2025: Fokus auf Qualität und idiosynkratisches Risiko bei Aktienselektion

2024 war das Jahr, in dem die Anleger einen Regimewechsel in der japanischen Wirtschaft wahrnahmen. Dies spiegelte sich im Nikkei 225 Average Index wider, der im März seinen Höchststand nach rund 35 Jahren erreichte. Entgegen der anfänglichen Marktmeinung setzte sich die milde Inflation fort, wobei die Verbraucherpreisinflation (CPI) weiterhin über dem Inflationsziel der Bank of Japan von 2 % lag. Dies führte im März zu der Entscheidung, die acht Jahre andauernde Nullzinspolitik zu beenden. Es folgte eine Zinserhöhung im Juli, und weitere Erhöhungen sind zu erwarten. Japans strukturelles Problem des Arbeitskräftemangels deutet darauf hin, dass Lohnsteigerungen und eine leichte Inflation anhalten können.

Gamechanger: Zinserhöhungen und verbesserte Corporate Governance

Die Rückkehr Japans zu „einer Welt mit positiven Zinssätzen“ nach fast zwei Jahrzehnten Abstinenz hat zunächst das Investitionsverhalten der Unternehmen verändert. Das Aufschieben von Investitionsentscheidungen war zu einem Risiko geworden. Jetzt steigen diese trotz Rekordinvestitionen weiter an, vor allem durch Investitionen zur Produktivitätsverbesserung. Außerdem glauben wir, dass dies 2025 auch zu bedeutenden Veränderungen im Verbraucherverhalten führen könnte, da Preiserhöhungen für die Verbraucher nun akzeptabler und als Norm anerkannt werden.

Die Reform der Corporate Governance ist ein langjähriger Schwerpunkt. 2023 wirkten sich die von der Tokioter Börse initiierten Verbesserungen positiv auf den Gesamtmarkt aus. 2024 sahen wir eine proaktivere Haltung von führenden Unternehmen. So kündigte beispielsweise der Sach- und Unfallversicherungssektor an, dass alle Überkreuzbeteiligungen (Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen) innerhalb von fünf Jahren aufgelöst werden sollen. Die Erlöse sollen zur Finanzierung von Aktienrückkäufen sowie Fusionen und Übernahmen verwendet werden, was ein nachhaltiges Wachstum der Gewinne und Dividenden je Aktie (EPS und DPS) unterstützen wird. Bisher waren die Versicherungsprämien nicht angemessen bepreist. Mit der Auflösung der Überkreuzbeteiligungen sind die Prämien höher, können aber die Risiken besser abdecken.

Derartige Initiativen sind vor allem in regulierten Sektoren wie dem Finanzsektor zu beobachten, aber auch in anderen Branchen ist die Suche nach der optimalen Kapitalstruktur üblich geworden. Dies ist insofern bemerkenswert, als Japans beziehungsbasierte Wirtschaft durch Zusammenschlüsse und Überkreuzbeteiligungen zu Ende geht, was die Wirtschaft in eine gewinnmaximierende Wirtschaft transformiert.

Der Zusammenbruch des japanischen Aktienmarktes im August 2024 war bemerkenswert. Der Risikoappetit des Marktes hat sich von den Folgen noch nicht vollständig erholt – und das bietet Chancen für Stockpicking. Mehrere Faktoren trugen dazu bei, aber die übermäßigen Short-Positionen in China-bezogenen Aktien und die Long-Positionen in japanischen Aktien spielten eine große Rolle. Der Jahresertrag bis zum Höchststand kurz vor dem Absturz betrug ca. 18 % und lag damit deutlich über dem für das Jahr prognostizierten EPS-Wachstum von etwa 8 % und der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) des TOPIX von ca. 14 % seit 2012 (dem Beginn der Abenomics). Die Marktschwäche kann im Nachhinein auch als Korrektur übermäßiger Trades verstanden werden. Der Jahresertrag bis Mitte Dezember (15. Dezember 2024) nach Überwindung des Absturzes betrug trotz der hohen Volatilität und des Rückgangs im August 16 %.

Schwerpunkt auf Qualität und idiosynkratischen Chancen ist entscheidend

Für Japan sehen wir das größte Risiko im Jahr 2025 in der Gefahr, dass sich die moderate wirtschaftliche Erholung nach jahrzehntelanger Stagnation verlangsamen und die Stimmung in der Wirtschaft und bei den Anlegern verschlechtern könnte. Die Gewinnwachstumsrate des japanischen Marktes für 2025 dürfte im hohen einstelligen Bereich liegen. Während der Markt davon ausgeht, dass der Finanzsektor dieses Wachstum anführen wird, könnte es jedoch im verarbeitenden Gewerbe zu einer deutlichen Verlangsamung kommen. Sollte sich der Umsatz verlangsamen, könnte dies Auswirkungen auf die Gewinne haben, da die Kosten nicht schnell gesenkt werden können.

Im Gegensatz zu früheren Zyklen – normalerweise ohne Zinssenkungen bei guter Konjunktur – haben die Zinssenkungen bereits begonnen, und die Auswirkungen dürften ab Mitte 2025 spürbar werden. Darüber hinaus wird im Vergleich zu den letzten Jahren das Rezessionsrisiko als steigend eingeschätzt. Aktive Anleger sollten sich bei der Aktienauswahl daher eher auf Qualität und idiosynkratische Chancen konzentrieren als auf den Markt.

Die japanische Wirtschaft ist nicht mehr das exportabhängige Wirtschaftsmodell, das sie einmal war. Viele Unternehmen betreiben ihre Geschäfte nun auch im Inland und haben damit die Wechselkurseinflüsse auf die Gewinne verringert. Die an der Tokioter Börse notierten Unternehmen erzielen jedoch nach wie vor fast die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland und sind daher weiterhin an die Geschicke der Weltwirtschaft gebunden.

Japanische Aktien können gewisse Widerstandsfähigkeit bieten

Aufgrund der vergleichsweise niedrigen Bewertungen japanischer Aktien im Vergleich zu globalen Aktien und der laufenden Governance-Reformen, die zu einer Verbesserung der Eigenkapitalrendite beitragen, erwarten wir jedoch, dass der Markt ein gewisses Maß an Robustheit zeigen wird. Daher sind wir der Ansicht, dass japanische Aktien eine attraktive Risiko- und Renditeanlageklasse darstellen, die eine Allokation in einem diversifizierten Portfolio verdient – insbesondere in Unternehmen, die an globalen Märkten und globalem Wachstum teilhaben.

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Janus Henderson Investors, Tower 185, 25th floor, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, D-60327 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 86003 0,Fax: +49 69 86003 355, www.janushenderson.com

Mit der erneuten Übernahme der Präsidentschaft durch Donald Trump findet auch ein grundlegender Wechsel in der Wirtschafts- und Außenpolitik der USA statt.

Diese wird zukünftig viel stärker von kurzfristigen nationalen Interessen geprägt sein.

Zu dieser Interessenlage passt auch ein schwächerer US-Dollar, der die Exportchancen der US-Industrie kurzfristig verbessern würde. Trump hat schon mehrfach Zweifel an einer Politik des starken Dollars geäußert. Wenn man zudem berücksichtigt, dass Länder wie China ihre Anlagen im Dollar reduzieren könnten und damit weitere Dollar auf den Markt kommen würden, wird ein Wertverlust des US-Dollars immer wahrscheinlicher.

Auch wenn sich Aktienanleger gerne an Trumps erste Amtszeit erinnern und hoffen, dass es wieder so kommen wird, war diese Zeit für die amerikanische Währung überwiegend eine Phase der Schwäche.

Vom Beginn seiner ersten Amtszeit bis zu ihrem Ende verlor der Dollar 11,6 % an Wert. In der Spitze mussten Euro-Anleger auch Währungsverluste von 14,4 % verkraften. Das hätten selbst die höheren Zinsen auf US-Anleihen nicht ausgeglichen.

„Wir haben vor wenigen Tagen unsere US-Dollar-Absicherungen so festgezogen wie wir es noch nie zuvor getan haben. Besonders, wenn Trump die Unabhängigkeit der Notenbank angreifen sollte, kann es für Zinsanlagen im Dollar ungemütlich werden. Es ist nicht sicher, dass es so kommen wird, aber die Gefahr ist da,“ sagt Kay-Peter Tönnes, Leiter des Portfoliomanagements bei Antecedo Asset Management.

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Antecedo Asset Management GmbH, Hessenring 121, 61348 Bad Homburg vor der Höhe, Tel: 06172 9977130, www.antecedo.eu

Die Aktienmärkte befinden sich seit der Korrektur im Oktober 2022 in einem äußerst dynamischen Bullenmarkt.

Das spiegelt sich in zweistelligen Zugewinnen vieler Aktienindizes im letzten Jahr wider. Aus Sicht eines Euro-Anlegers liegt der MSCI AC World Index über die letzten zwei Jahre – inklusive Dividenden – kumuliert 49 Prozent  im Plus, der S&P 500 Index sogar 63 Prozent. Auch der DAX konnte in dieser Phase trotz Konjunkturflaute um 43 Prozent zulegen. Diese Renditen liegen deutlich oberhalb von dem, was man als Aktieninvestor langfristig erwarten würde. Es stellt sich daher die berechtigte Frage, ob nach einer solchen Phase der rasant steigenden Aktienkurse nicht möglicherweise eine größere Korrektur bevorsteht, meint Ivan Domjanic, Kapitalmarktstratege für die DACH-Region bei M&G.

Was spricht derzeit für eine Korrektur?

Tatsächlich sind mit den steigenden Kursen auch die Bewertungen deutlich angestiegen. Die Kurssteigerungen sind demnach nicht ausschließlich durch höhere Unternehmensgewinne verursacht worden. Ein signifikanter Teil ist auf einen Anstieg der KGVs zurückzuführen. So lag das KGV des S&P 500 im Oktober 2022 noch bei 18, ist mittlerweile jedoch auf 29 geklettert (Stand 31.12.2024) – ein Anstieg um 50 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch am deutschen Aktienmarkt, wenn auch auf einem niedrigeren Niveau.

Eine hohe Bewertung allein muss noch lange kein Grund für eine Korrektur oder gar einen Bärenmarkt sein, sie kann jedoch zumindest die Fallhöhe beeinflussen. Zur Veranschaulichung ein einfaches Rechenbeispiel: Das durchschnittliche KGV des S&P 500 lag über die letzten zehn Jahre im Median bei 23. Das bedeutet, dass der S&P 500 unter der Annahme konstant bleibender Gewinne bis zu seinem Zehnjahresdurchschnitt theoretisch um 21 Prozent korrigieren könnte. Unter Berücksichtigung eines erwarteten Gewinnwachstums von sieben Prozent, welches in etwa dem langfristigen Durchschnitt entspricht, läge das theoretische Korrekturpotential bis zum Ende des Jahres somit immer noch bei rund 15 Prozent. Historisch betrachtet wäre der Index dann wohlgemerkt weder besonders teuer noch besonders günstig. Selbst ohne böse Überraschungen – wie zum Beispiel eine Rezession in den USA – wäre eine Korrektur von 15 Prozent daher nicht wirklich abwegig.

Größere Korrekturen werden jedoch in der Regel durch marktpsychologische Faktoren ausgelöst. In diesem Zusammenhang spielen die durchschnittlichen Erwartungen der Marktteilnehmer und das Marktsentiment eine entscheidende Rolle. Negative Nachrichten müssen nicht zwangsweise zu fallenden Aktienkursen führen, wenn das Marktsentiment und die Erwartungen der Marktteilnehmer pessimistisch sind. Ein Anstieg des Aktienmarktes trotz eines pessimistischen Sentiments kann sogar auf weiteres Kurspotential hindeuten. In diesem Zusammenhang wird im angelsächsischen Raum häufig der Ausdruck “der Markt erklimmt eine Wand der Sorgen” verwendet. Sind die Markterwartungen jedoch zu optimistisch und das Marktsentiment zu sorglos, so können bereits leicht negative Überraschungen ausreichen, um eine Korrektur auszulösen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Korrektur aus dem Jahr 2022, als in erster Linie der Technologiesektor und die Wachstumstitel – und hier v.a. die unprofitablen Unternehmen – unter die Räder kamen und damit der spekulative Exzess aus den Monaten zuvor beendet wurde.

Wie ist das heutige Marktumfeld zu beurteilen?

Da sich viele wichtige Aktienmärkten nahe ihrer Allzeithochs befinden, kann man derzeit wohl kaum von einem ausgeprägten Pessimismus sprechen. Bezogen auf den US-Aktienmarkt scheint der fast schon überschwängliche Optimismus nach der Wahl von Donald Trump als neuen US-Präsidenten jedoch erste Risse bekommen zu haben. Und das trotz – oder gerade wegen – der zuletzt gemeldeten starken US-Wirtschaftsdaten. Denn aufgrund der robusten Datenlage haben die Marktteilnehmer ihre Erwartungen für weitere Zinssenkungen der US-Fed deutlich zurückgeschraubt. Das Ergebnis waren rasant steigende Renditeniveaus bei den langlaufenden US-Staatsanleihen, die nun wiederum die sportlichen Bewertungen vieler US-Aktien in Frage stellen – so die weitläufige Interpretation der Marktteilnehmer. Wenn die Aktienkurse in einer Phase mit optimistischem Sentiment bei positiven Nachrichten plötzlich entgegen der Intuition beginnen zu fallen, dann könnte das ein Indiz für zu optimistische Erwartungen sein. In diesem Fall sollte man sich möglicherweise besser anschnallen.

Aus technischer Sicht befindet sich der US-Aktienmarkt seit Dezember in einer Konsolidierungsphase aus der durchaus eine Korrektur entstehen könnte. Für einen Bärenmarkt müssten jedoch neben einer Kehrtwende beim Sentiment weitere Faktoren hinzukommen, wie z.B. eine unerwartete scharfe Rezession (in den USA gibt es hierfür kaum Anzeichen) oder eine drastische Eskalation in den globalen Handelsbeziehungen , was nicht ausgeschlossen, aber in der Schärfe eher unwahrscheinlich ist.

Steigende Renditeniveaus als möglicher Auslöser einer Korrektur?

Ein Risiko, das man insbesondere in Bezug auf den US-Aktienmarkt im Auge behalten sollte, ist der rasante Anstieg der langlaufenden Staatsanleiherenditen in den USA. Sollte die US-Inflation im Laufe des Jahres plötzlich wieder aufflammen, was nicht unser Basisszenario aber auch nicht ausgeschlossen ist, könnte dies mit weiter steigenden Renditeniveaus entlang der Zinsstrukturkurve einhergehen und die Bewertungen der Aktienmärkte und somit deren Kurse stärker unter Druck bringen. Die steigenden Renditeniveaus könnten sich daher als wahrscheinlichster Auslöser einer längst überfälligen Korrektur am US-Aktienmarkt herausstellen.

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M&G International Investments Ltd., mainBuilding, Taunusanlage 19, ­60325 Frankfurt am Main, Tel: +49 69 1338 6757, www.mandg.de/

Fidelity International (Fidelity) ernennt Susanna Wooders, die das Deutschland-Geschäft bisher interimistisch geleitet hat, zum Country Head, Germany.

In ihrer neuen Rolle wird Susanna Wooders das Deutschlandgeschäft von Fidelity International mit den vier Geschäftsfeldern Wholesale, Institutional, Workplace Investing und der Fondsplattform FFB strategisch weiterentwickeln. Mit ihrer langjährigen Expertise wird sie Kunden in Deutschland unterstützen, sich unter wachsenden Herausforderungen bestmöglich zu positionieren.

Susanna Wooders kam 2016 als Chief Risk Officer zu Fidelity und wurde im April 2023 zur Interims-Deutschland-Chefin berufen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren im Finanzsektor tätig. Neben Positionen im Risikomanagement hatte sie zudem sowohl kundenorientierte als auch operative Funktionen inne. Weitere Stationen ihrer internationalen Karriere sind unter anderem die Commerzbank, PricewaterhouseCoopers, Ernst & Young, Royal Bank of Scotland und Barclays in Deutschland, Hongkong, Großbritannien und den USA.

Die Bankfachwirtin verfügt über einen MBA der University of Wales in Cardiff.

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Fidelity Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, D-61476 Kronberg im Taunus Tel.: 06173/509-0, Fax: 06173/509-41 99, www.fidelity.de

Am Montag wurde Donald Trump als 47. Präsident der USA vereidigt. Während Krypto-Fans nach der Wahl in Euphorie gerieten und zahlreiche US-Aktien mit Kurssprüngen reagierten, besteht bei Klimaschutzvertretern ein berechtigter Grund zur Sorge.

Marktkommentar von Karim Chatti, Senior Relationship Manager Institutional Clients DACH ,Triodos IM

Trump-Regierung – Energie ist Macht

Bereits Trumps Wahlkampfslogan „Drill, Baby, Drill“, ließ das Schlimmste vermuten. Mit seinem Vorhaben, die fossile Brennstoffindustrie anzukurbeln und so viel Öl und Gas wie möglich aus dem Boden zu holen, forciert er eine möglichst günstige Energie in den USA. Festzuhalten ist jedoch: Fossile Brennstoffe sind zwar aktuell noch ein profitables Geschäft für große Energiekonzerne, erneuerbare Energien, allen voran die Solar- und Windenergie sind aber längst wettbewerbsfähig und werden sich auf lange Sicht als günstigere Alternative bei der Stromerzeugung durchsetzen.

Ein weiterer besorgniserregender Punkt ist die globale Erderwärmung und deren Folgen. Zwar löst der Temperaturanstieg an sich keine Feuer aus, doch häufen sich dadurch nachweislich die Bedingungen, unter denen diese entstehen. Die verheerenden Folgen sehen wir momentan in Kalifornien. Dass der Klimawandel, einschließlich zunehmender Hitze und Trockenheit, in den letzten 20 Jahren ein maßgeblicher Grund dafür war, dass die Hitze und das Ausmaß der Waldbrände im Westen der USA zunahmen, bestätigt auch Clare Nullis von der World Meteorological Organization (WMO). Sollten die USA – als Land mit den weltweit zweitgrößten CO2-Emissionen – tatsächlich erneut aus dem Pariser Klimaabkommen austreten, wäre das für die weltweiten Bemühungen zur Emissionsreduzierung und damit für die Vorbeugung solcher Naturkatastrophen ein herber Rückschlag. Auch steht die Drohung im Raum, jegliche Subventionen für erneuerbare Energien zu stoppen, die Teil von Bidens „Inflation Reduction Act“ waren. Allerdings fließt ein großer Teil dieser Subventionen in US-Bundesstaaten mit republikanischer Mehrheit, weshalb es ungewiss ist, ob diese Drohung überhaupt umgesetzt wird.

Der Markt für erneuerbare Energien ist gereift

Dank des EU Green Deals, Chinas CO2-Neutralitätzielen, Bidens Subventionen und der Tatsache, dass der Großteil der Investoren ESG-Risiken mittlerweile in ihren Anlageentscheidungen miteinfließen lassen, ist die nachhaltige Umgestaltung der Wirtschaft zu einem wirtschaftlichen Vorteil geworden, wodurch die Energiewende widerstandsfähiger gegenüber politischen Veränderungen geworden ist. Da die USA wieder stärker zu einer „America First“-Politik zurückkehren und sich von der Nato entfernen, könnte es sein, dass die Rüstungsindustrie kurzfristig davon profitiert. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Finanzierung der Rüstungsindustrie Aufgabe der Regierungen und nicht des Privatsektors ist und, dass Investitionen mehr als nur Rendite sein sollten. Es geht auch darum, Verantwortung zu übernehmen und bewusst zu handeln, damit Geld für eine gesamtwirtschaftliche und flächendeckende positive Veränderung eingesetzt wird.

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